Hannoversche Volksbanken

 

 

 


 

Ombudsmann-Verfahren

(2012-01-21)

 

„Das Ombudsmann-Verfahren bietet Ihnen die Möglichkeit, einen unabhängigen und neutralen Schlichter anzurufen. So kann eine Klage vor den ordentlichen Gerichten in vielen Fällen vermieden werden.“

 

Ombudsmann der genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken

 

Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband der Deutschen
Volksbanken und Raiffeisenbanken - BVR
Schellingstraße 4
10785 Berlin

 

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Hannoversche Volksbank bei den Dispozinsen mit an der Spitze - 2010-10-08

Kostenlose Werbung - 2010-10-12

Informationsmöglichkeiten nicht genutzt - 2010-10-23

Hannoversche Volksbank sucht elitäre Sparer - 2010-10-24

 

Volksbanken sind immer Spitze - 2010-12-05

Verteilungssystem offensichtlich gescheitert - 2011-01-07

Die Hannoversche Volksbank kassiert weiter ab - 2011-01-19

Neujahrsempfang der Hannoverschen Volksbank - 2011-01-20

 

Nicht vorhandene innergenossenschaftliche Demokratie offensichtlich nicht erst ein aktuelles Problem bei den Genossenschaftsbanken - 2011-03-14

Nur schlichte Gemüter können dies für tatsächliche Demokratie halten - 2011-03-22

Förderung der Mitglieder - 2011-04-01

Bankgeheimnis löchrig wie ein Schweizer Käse - 2011-05-30

 

Nicht für alles darf die Bank Gebühren erheben - 2011-05-31

Es ist nicht immer Gold, was glänzt - 2011-06-01

Geschäftsjahr 2010 - 2011-06-29

Ergebnisverwendung - 2011-06-29

 

Erfolgsrechnung - 2011-06-30

Zu hohe Gebühren für Auszahlungen am Bargeldautomaten - 2011-07-01

Möglichkeiten für ehemalige hauseigene Kompetenzträger - 2011-07-03

DZBank hält griechische Papiere - 2011-07-06

 

ÖVAG erwartungsgemäß beim europäischen Bankenstresstest durchgefallen - 2011-07-19

Weitere Einschränkung Ihrer Rechte als Genossenschaftsmitglied - 2011-07-31

Hannoversche Volksbank zog Kreditzusage zurück - 2011-08-13

Wohl mangelnde Sorgfaltspflicht - 2011-08-15

 

Geldautomatengebühren für fremde Nutzer - 2011-08-18

Volksbank mit Fanaktion - 2011-08-20

2010 - Jahr der Genossenschaften - 2011-09-04

Außer Spesen nichts gewesen“ - 2011-09-09

 

Das gestörte Demokratieverständnis ist wissenschaftlich belegbar - 2011-09-11

Ein Kenner des Volksbankensystems - 2011-09-14

Genossenschaften sind typischerweise zum Nutzen ihrer Mitglieder tätig, nicht der Allgemeinheit - 2011-09-20

Genossenschaftsbanken verschenken jährlich Kostensynergien von 1 Mrd. Euro - 2011-10-09

 

Hannoversche Volksbank.direkt: Kontoüberziehungen sind dort nicht günstiger - 2011-10-10

Wahlen zur Vertreterversammlung? - 2011-10-11

Saubermänner der Finanzwelt - 2011-11-15

Eine geheime Wahl - 2011-11-16

 

Wahl und kaum eine Wahl - 2011-12-02

Manche Dinge ändern sich eben nie - 2011-12-07

Schlechte Informationslage - 2011-12-20

Meilenweit von marktgerechten Konditionen entfernt - 2012-01-04

 

Einkommen der Vorstände ein Tabu-Thema - 2011-12-31

Mildtätigkeit der Hannoverschen Volksbank - 2012-01-09

Ähnlich wie eine aus dem Chinesischen übersetzte Gebrauchsanleitung für Videorekorder? - 2012-01-18

Märchenstunde - 2012-01-28

 

Unbefriedigendes Ergebnis - 2012-01-29

Raiffeisenbanken wohl nicht immer so harmlos wie der Anschein? - 2012-02-06

Kunde seit 46 Jahren - 2012-02-10

Erneuter Datendiebstahl an Geldautomaten der Hannoverschen Volksbank - 2012-02-27

 

Die unendliche Geschichte - 2012-03-01

Erheblich gestiegener Abschreibungsbedarf - 2012-03-16

Geschäftsergebnis 2011 unter Vorjahresniveau - 2012-03-20

Ca. 96,3 Prozent der Mitglieder wählten diese Vertreterversammlung nicht - 2012-04-21

 

Bauchpinselei - wer war gemeint? - 2012-05-15

Obolus für die Genossenschaftsanteilinhaber - 2012-05-31

Hannoversche Volksbank eine soziale Einrichtung mit angeschlossenem Bankbetrieb - 2012-06-22

Ein Gewinn für wen? - 2012-06-30

 

So viel zum Thema Kundennähe - 2012-07-03

Hannoversche Volksbank zu Schadenersatz verurteilt - 2012-08-23

Denkwürdige Vorgehensweise zur Mitgliederverwendung - 2012-08-28

Werbeversprechen der Banken sind leere Worthülsen - 2012-09-02

 

Schadensumme fast ein Million Euro - 2012-09-13

§  Fünf Manipulationen an Bankautomaten der Hannoverschen Volksbank - 2012-09-15

Wunschdenken - 2012-09-19

Dispozinsen - 2012-10-20

Hat sich in über 150 Jahren etwas geändert? - 2012-12-20

 

Eigenkapital der VR Leasing aufgebraucht - 2012-12-22

Neujahrsansprache eines Motivationsberaters - 2013-01-19

2012 vermeintlicher Geschäftserfolg auf einem Nebenkriegsschauplatz? - 2013-01-21

Wunschliste - 2013-03-13

 

Die Bank abseits Ihrer Seite - 2013-05-15

Hannoversche Volksbank und ein Bundesligaverein - 2013-06-01

Abmahnung für Union-Investment - 2013-06-09

„Risikoreiche Genossenschaften“ - 2013-06-13

 

Die „Bibel“ der Volksbanken - 2013-06-22

Erneut nur eine marginale Dividende - 2013-07-08

Kommentar zu Genossenschaftsbanken - 2013-07-14

„Besonders Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken im ländlichen Raum nutzten ihre Monopolstellung“ - 2013-08-23

 

Nun soll die Unesco den Genossenschaftsgedanken schützen - 2013-10-16

Volksbanken doch keine Musterschüler? - 2014-01-06

Ausnahmen für Volksbanken? - 2014-01-12

Ankündigung einer marginalen Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 - 2014-01-26

 

Rekordergebnis bei der Sparda-Bank Hannover - 2014-02-29

Eine „Scheich-Idee“ - 2014-06-01

Ein neues Mitglied für die Herrenriege - 2014-08-10

Geschäftsjahr 2013 - 2014-08-14

 

Auch hier keine Sonderbehandlung mehr für die Volks- und Raiffeisenbanken - 2014-08-16

Vertreterversammlung 2014 - 2014-08-23

Keine Feier ohne … - 2014-09-05

„Genossenschaftsbanken gegen Zinsobergrenze“ - 2014-09-21

 

Dafür wird auch das Geld der Genossen ausgegeben - 2014-10-24

Eine dem Bereich der Volks- und Raiffeisenbanken zuzuordnende Bank verlangt Strafzinsen für Ersparnisse - 2014-11-03

"Negativzinsen auf Spareinlagen wird es bei Sparkassen nicht geben" - 2014-11-11

Wer kontrolliert nun eine Genossenschaft? - 2014-11-23

 

Die Bank an Ihrer Seite - 2014-11-27

Alles sollte besser werden - 2014-11-29

„Zwei Dörfer bald ohne Volksbank“ - 2014-11-30

Woher nimmt bei der „Hannoversche Volksbank“ ein Vertreter der Genossenschaftsmitglieder seine Legitimation? - 2014-12-02

§  Auch für die Volksbank ist offensichtlich kein Weg erkennbar wie ein Mitglied seinen Vertreter erreichen kann? - 2014-12-05

 

Unerreichbare Vertreter - 2014-12-10

Kappung des Filialnetzes - 2014-12-14

R+V senkt Überschussbeteiligung - 2014-12-21

Illustere Gesellschaft - 2014-12-22

 

Auslaufmodell Überziehungszinsen - 2014-12-24

Dividende für 2014 soll wieder nur 5,5 Prozent betragen - 2015-02-01

Volksbanken und Sparkassen könnten Probleme bekommen - 2015-02-04

Kontoeröffnung verwehrt - 2015-06-07

 

„Moody’s“ verteilt Noten für deutsche Banken - 2015-06-25

Weiter Schließung von Bankfilialen - 2015-06-26

BVR-Sicherungseinrichtung - 2015-08-15

Fusion von DZ Bank und WGZ zum 01. August 2016 - 2015-11-22

 

„Wahlen“ bei der Hannoverschen Volksbank - 2015-11-23

Bankfiliale der Hannoverschen Volksbank verwüstet - 2015-11-28

 

 

„Wir haben die Demokratie eingeführt - 1843“ - 2016-01-25

 

 

„Die Hannoversche Volksbank bekam die schlechteste Note aller Institute“ - 2016-01-26

 

Dividendenkürzung - 2016-02-03

Positives Fazit? - 2016-02-15

Genossenschaftsbanken 2015 mit Milliardengewinn - 2016-03-12

Schließung SB-Center - 2016-03-30

 

Kartellamt genehmigt geplanten Zusammenschluss - 2016-04-02

Filialsterben der Banken - 2016-04-29

Eine Bank schafft sich ab - 2016-05-07

Kundenflucht bei Banken - 2016-05-08

 

Freifahrtscheine für Fahrten zum nächsten Geldautomaten - 2016-05-19

Kontogebühren ab zweiter Jahreshälfte? - 2016-05-28

Ein paar Euro Kontoführungsgebühr sollen wohl nur „Peanuts“ sein? - 2016-08-12

Weitere Genossenschaftsbank will Geld für Erspartes - 2016-10-16

 

Deutsche Verkehrsbank kann Prognose nicht einhalten - 2016-10-24

 

Wann durften Sie oder wann haben Sie bei „Ihrer“ Volksbank von „Ihren“ Rechten als Genossenschaftsmitglied Gebrauch machen dürfen? - 2016-10-25

 

…und wo blieben die Gewinne der Volksbank? - 2016-10-25

Neuer stellvertretender Vorsitzender bei der Stiftung Hannoversche Volksbank - 2016-10-30

Die Hälfte der Kunden wandert bei kostenpflichtigem Girokonto ab - 2016-11-05

 


Immer wieder berechnen Kreditinstitute ihren Kunden Leistungen, die von Rechts wegen kostenfrei sein müssten. Doch was muss man als Kunde zahlen und was nicht?

 

Bank muss Kosten für Erbschein übernehmen

(2005-11-16)

 

Verlangt eine Bank zum Nachweis einer Erbschaft vom Kunden einen Erbschein, muss sie grundsätzlich auch die Kosten dafür tragen. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) hervor. Nach Auffassung der Richter ist der Erbe grundsätzlich nur in gesetzlich vorgesehenen Fällen verpflichtet, einen Erbschein vorzulegen, etwa bei einem Eintrag ins Grundbuch. Bei Bankgeschäften sehe dagegen kein Gesetz diese Form des Nachweises vor (Az: XI ZR 311/04).

 

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage einer Erbengemeinschaft statt. Deren Bank hatte die Vorlage eines Erbscheins verlangt. Dadurch entstanden den Erben Kosten von 1.400 Euro, die sie von der Bank zurückverlangten. Der BGH sah die Forderung als berechtigt an, da auch die Vorlage des Testaments ein ausreichender Beleg gewesen wäre. Die Bank habe daher pflichtwidrig gehandelt, als sie  die Vorlage forderte.

 

2006-01-13

Depotführung

Bei den Kosten für die Depotführung und für den An- und Verkauf einzelner Werte sieht es wie folgt aus. Die Orderkosten kann die Bank auf den Kunden abwälzen. Auch für objektiv anfallende Fremdkosten im Zusammenhang mit dem Depotwechsel muss der Kunde aufkommen. Diese Umbuchungskosten sind aber sehr gering, da der Depotwechsel in der Regel nur elektronisch erfolgt. Dass diese Kosten tatsächlich angefallen sind, muss die Bank dem Kunden durch Zahlungsbelege nachweisen.

AZ: XI ZR 200/03 und AZ: XI ZR 49/04

 

Depotwechsel

So genannte Strafgelder für einen Depotwechsel sind immer unzulässig. Egal, ob Kunden ihr Depot schließen und den Inhalt komplett auf ein neues Kreditinstitut übertragen oder den Depotvertrag beibehalten und nur einzelne Depotposten auf die neue Bank übertragen. Die Bank darf dafür nichts verlangen.

 

Freistellungsaufträge

Ebenfalls unzulässig sind Gebühren für die Verwaltung und Änderung von Freistellungsaufträgen. Das Geldinstitut ist gesetzlich verpflichtet, fällige Kapitalertragssteuern einzuziehen. Leistungen, die in diesem Zusammenhang anfallen, darf es deshalb nicht den Kunden mit Einzelpreisen belasten.
AZ: XI ZR 269/96 und AZ: XI ZR 279/96

 

Kontenpfändung

Die Bank darf für eine Kontenpfändung und deren monatliche Überprüfung kein Geld verlangen, da sie gesetzlich verpflichtet ist, die Pfändung zu bearbeiten. Auch Kosten einer Vorpfändung oder eines Zahlungsverbots müssen betroffene Kunden nicht zahlen.
AZ: XI ZR 219/98 und AZ. XI ZR 8/99

 

Keine Rücklastschriftgebühren

 

Weist eine Bank eine Lastschrift für ein überzogenes Konto zurück, darf sie vom Kunden dafür kein Entgelt verlangen. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. (Az.: XI ZR 154/04 vom 08.03.2005)


Hannoversche Volksbank bei den Dispozinsen mit an der Spitze

(2010-10-08)

 

„biallo.de“ berichtete dieser Tage unter anderem: „Im Streit um teure Überziehungszinsen verbuchen Verbraucherschützer einen ersten Erfolg. Die Santander Consumer Bank minderte jetzt ihren Dispozins um vier Prozentpunkte. Die spanische Santander Consumer Bank stand wegen sehr hoher Dispozinsen von bis zu 16,98 Prozent zuletzt stark in der Kritik.“

 

Etliche Banken berechnen demnach Dispozinsen zwischen sechs und 8,5 Prozent.

 

Spitzenreiter nach diesem Bericht in Bezug auf teure Dispozinsen sind jetzt die Targobank mit 13,99 Prozent, die Sparkasse Celle mit 13,75 Prozent und die Hannoversche Volksbank mit 13,50 Prozent. Viele weitere Sparkassen berechnen ebenfalls zwischen 13,0 und 13,5 Prozent Überziehungszins.

 

Bei den gewährten Zinsen hält sich die Hannoversche Volksbank allerdings sehr zurück.


Kostenlose Werbung

(2010-10-12)

 

Manche Bank lässt es sich viel kosten von Flensburg bis Berchtesgaden und von Aachen bis Frankfurt/Oder den Bekanntheitsgrad zu steigern. Die Hannoversche Volksbank schafft dies derzeit völlig kostenneutral.

 

So berichtete nun auch „donaukurier.de“ unter anderem: „…Spitzenreiter in Bezug auf teure Dispozinsen sind jetzt die Targobank mit 13,99 Prozent, die Sparkasse Celle mit 13,75 Prozent und die Hannoversche Volksbank mit 13,50 Prozent…“

 

Zumindest behaupten Werbefachleute, dass der Leser nach einigen Tagen nicht mehr zwischen guten und schlechten Nachrichten unterscheidet und nur noch die Genannten in Erinnerung behält. Ein geschickter Schachzug der Hannoverschen Volksbank.


Informationsmöglichkeiten nicht genutzt

(2010-10-23)

 

Dieser Tage wurde wieder einmal das Mitglieder- und Kundenmagazin der Hannoverschen Volksbank verteilt. Ein Werbeblättchen mit geringem Informationswert und hohem Selbstbeweihräucherungsanteil. Eher einer Mitgliederzeitschrift eines Sozialverbandes ähnlich, auf Stimmenfang für die nächste Sozialwahl. Nur der erste Eindruck täuscht, man sollte zunächst einmal hinter die Kulissen sehen. Es wäre die erste Bank die für Ihre Kunden soziale Züge entwickelt. Die Wohltätigkeiten die dort wortgewaltig und publikumswirksam dargestellt bzw. vorgegaukelt wurden und zur Verteilung anstehen, wurden letztendlich bei den hauseigenen Kunden und Mitgliedern verdient und danach verteilt ohne diesen eine Auswahlmöglichkeit dabei zu ermöglichen. Die Spenden werden letztendlich von den Mitgliedern bezahlt, darum kann man damit auch so großzügig umgehen.

 

Nicht erstaunlich ist allerdings die Feststellung, dass die Gelegenheit nicht genutzt wurde um den Mitgliedern, denn letztendlich ist es eine Mitgliederzeitung, konkret etwas zum bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres mitzuteilen und zu sonstigen den Geschäftsablauf relevanten Gegebenheiten. Es hätten sich auch Quartals- oder Halbjahreszahlen angeboten, Erläuterung eines speziellen Bereichs des Bankgeschäfts usw.

 

„Die neue Ausgabe unseres Magazins meineBank liefert Ihnen wieder vielfältige Informationen zu Ihrer Hannoverschen Volksbank“, so ein Vorstandsmitglied. Vielfältig möglicherweise, nur kaum Aussagen zum eigentlichen Kerngeschäft der Bank. Nach dieser Mitgliederzeitschrift darf man nur vermuten, dass dieses Unternehmen im Bankgeschäft tätig ist. Offensichtlich zeichnet dieses Informationsheft aber auch nur die Wertstellung nach die die Mitglieder bei dieser Bank darstellen. Vielleicht traut man diesen nicht zu Zusammenhänge des Bankgeschäfts zu verstehen, darum dieses Unterhaltungsprogramm für schlichte Gemüter. Leichte Kost für die Mitglieder damit man diese nicht überfordert, schon gar nicht fordert. Eventuell könnten diese Fragen stellen.

 

Nichts zu den Möglichkeiten den Mitgliedern Informationen zu ursächlichen Abläufen zu geben. Ein launiges Magazin mit „vielfältigen Informationen“ die wohl wenige interessieren und welches auch nicht gerade durch seine Gestaltung, u. a. Titelseite mit einigen in die Jahre gekommenen Go-Go-Girls, zwar immer noch besser als ständige Abbildungen der Vorstandsriege, auffällt. Für eine Bank ist das alles etwas sehr dünn.

 

Das es anders geht, informativ und nicht scheibchenweise, ist der Darstellung der Sparkasse Hannover zu entnehmen. Auch diese betätigt sich als Wohltäter mit Beträgen die die Sparkasse auch vorher ihren Kunden abnahm. Dort werden auf dem Basar der Wohltätigkeit zunächst 3,5 Mio. EUR für Projekte aus Kunst und Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, dem sozialen Bereich oder dem Sport verteilt. Hinzu kommen 700.000 EUR aus den zur Sparkasse gehörenden Stiftungen. Darüber hinaus gibt es dort dann die eine oder andere weitere Million Euro für weitere Anforderungen. Auf Peanuts kommt es eben bei den Banken nicht an, nur an übersichtlichen Informationen fehlt es bei den Volks- und Raiffeisenbanken.

 

Ausgegeben wird auch dort nur das Geld welches an Mitgliedern oder Kunden verdient wurde. Sehen Sie also die nächste Gebührenerhöhung oder Zinssenkung Ihrer Bank, Sparkasse usw. nach. Sie leisten einen Beitrag zur Wohltätigkeit und begehen eine gute Tat, wenn Sie Ihre Bank in Anspruch nehmen, nur eine Spendenbescheinigung bekommen andere für Ihre milde Gabe.


Hannoversche Volksbank sucht elitäre Sparer

(2010-10-24)

 

Sehen Sie sich einmal den dieser Tage von der Hannoverschen Volksbank versandten Newsletter an. Sie kommen aus dem Staunen nicht heraus. Mit einer beispiellosen Unverfrorenheit selektiert man hier den beworbenen Kundenkreis von jungen Sparern. Es ist schon mehr als ein starkes Stück von denen die Vorlage des Zeugnisses zu verlangen um ausgehend von diesem und der daraus ermittelten Durchschnittsnote die Höhe der Zinsen festzulegen.

 

Ein eindeutiger Fall von Diskriminierung der eigenen Kunden, denn was hat eine Schulnote mit der Zinshöhe zu tun? Bei einer Schulnote spielen viele Faktoren mit und es ist schäbig hier schon damit zu beginnen den eigenen Kundenkreis zu selektieren und den Schülern die Grenzen ihrer Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese bekommen die täglich und öfter als ihnen lieb ist schon zu spüren. Was geht eine Bank ein Schulzeugnis an, wenn diese nicht beabsichtigt diesen Personenkreis bei sich zu beschäftigen? Möchte man auf dieser Erkenntnis spätere Werbemaßnahmen ausrichten oder andere Beurteilungen vornehmen?

 

Es dürfte auch interessant sein, welchen Stellenwert die Hannoversche Volksbank dem Datenschutz bei dieser Vorgehensweise zubilligt, bzw. ob dieser bei dieser Vorgehensweise überhaupt Beachtung findet.

 

Schüler mit einem Notendurchschnitt ab 4,1 erhalten nur den Grundzins in Höhe von 1,0 Prozent, die Verzinsung tendiert also nur gegen Null, nicht auf null. Dazwischen Herunterstufungen beginnend bei 3,5 % p.a. Diese Vorgehensweise ist eigentlich eine Ungeheuerlichkeit, vielleicht sogar eine Unverschämtheit. Was bildet sich diese Bank eigentlich ein?

 

Originaltext Hannoversche Volksbank:

Komm doch am besten gleich mit deinen Eltern in einer unserer Geschäftsstellen vorbei. Dann können wir dir alles über das clevere PRIMAX-Sparen erzählen und dir gleich dein eigenes Taschengeldkonto eröffnen.

„Kennst du auch schon unseren HanVB Gute-Noten-Bonus? Damit kannst du dir einen tollen Zuschuss auf dein Sparbuch sichern.

Wie das geht? Ganz einfach:

  • Für alle HanVB PRIMAX-Sparer im Alter von 6 bis max. 16 Jahren - nur bei Vorlage des aktuellen Jahresend-Zeugnisses.
  • Du bekommst eine aktuelle Grundverzinsung von 1% auf dein HanVB PRIMAX-Sparbuch plus den jeweiligen Bonus.
  • Aufgrund deines Notendurchschnittes wird der jeweilige Bonus ermittelt.
  • Der Bonus wird immer max. bis zum 31. Juli des Schuljahres gewährt - max. auf einen Sparbetrag von 2.500 Euro.
  • Für alle Kids der 1. und 2. Klasse (die noch keine Benotung bekommen) gilt ein Gesamtzinssatz von 2,5%.

    Notendurchschnitt                 Gesamtzinssatz*
    1,0                                              3,50% p.a.
    1,1 - 1,5                                      3,00% p.a.
    1,6 - 2,0                                      2,50% p.a.
    2,1 - 2,5                                      2,25% p.a.
    2,6 - 3,0                                      2,00% p.a.
    3,1 - 3,5                                      1,75% p.a.
    3,6 - 4,0                                      1,50% p.a.

    *
    Besteht aus Grundverzinsung von aktuell 1% zzgl. Bonus. Konditionen Stand Januar 2010. Verzinsung kann aufgrund veränderter Marktbedingungen angepasst werden.

    Jetzt los! Zeugnis abgeben und super Konditionen sichern. Hier ist deine Chance.

 

„Super Konditionen“ für wen? Es bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die angesprochenen Schüler auf diese miese Werbemaßnahme nicht hereinfallen und diese durchschauen, sich solidarisch verhalten und nach einer Bank Ausschau die nicht nach Notendurchschnitt Zinsen zahlt sondern nach Einlage. Wer weiß wie lange diese Noten nachhängen, die hier im Alter von zum Beispiel acht oder neun Jahren preisgegeben werden. Sieht man sich die Ausführungen an, so hat sich die Bank vorgestellt jedes Jahr die Zeugnisse vorgelegt zu bekommen.

 

Geschäftsunterlagen müssen zehn Jahre aufgehoben werden und wenn damit, wie hier, ein Sparbuch eröffnet wird, dann dürfte noch lange eine Zugriffsmöglichkeit auf diese Unterlage möglich sein.

 

Der Bank kann man eigentlich nur empfehlen den Weltspartag nicht nur zwei Tage im Jahr zu geben, sondern das ganze Jahr sich entsprechend zu verhalten. Diese Werbemaßnahme ist eine Diskriminierungsmaßnahme. Von welcher Grundeinstellung einer Bank darf man ausgehen, welches Gedankengut herrscht dort vor, wenn dort derartige Vorgänge für so relevant angesehen werden, dass diese auch noch beworben werden und man sich geschäftliche Erfolge davon verspricht?

 

Es scheint dort doch an gewissen Grundeinstellungen zu mangeln, nicht nur bei dem hier geschilderten Fall, mit den Mitgliedern und vor allem deren Informationsbedarf geht man ähnlich um.


Volksbanken sind immer Spitze

(2010-12-05)

 

Es ist schon sehr erstaunlich, dass es Institute gibt die noch weniger Zinsen gutschreiben als die Bundesanleihe. So zahlt die Volksbank-Düsseldorf nur 0,25 Prozent Zinsen auf Tagesgeld und das auch erst ab 5.000 Euro Geldanlage, bei weniger Guthaben gibt es gar keine Zinsen, so „Biallo.de“!


Verteilungssystem offensichtlich gescheitert

(2011-01-07)

 

Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete unter anderem: „Jahr für Jahr verschenkte das Geldhaus schmucke Kalender an seine Kunden - und investierte dafür immerhin rund 10.000 Euro.“ Abgesehen davon, dass es sich hier nicht um eine Investition handeln kann, höchstens um Werbungskosten, stellt sich zunächst die Frage an welchen elitären Kreis in der Vergangenheit Kalender verteilt wurden? Bei einer Kostenhöhe von 10.000 EUR und einmal beispielhaft davon ausgehend, dass ein Kalender dann möglicherweise 50 Eurocent kostete, waren es 20.000 Kalender die zur Verteilung standen, an handverlesene Empfänger. Sollte der Preis je Kalender bei einem Euro gelegen haben, dann hätten nur 10.000 Kalender zur Verteilung zur Verfügung gestanden, usw. Die tatsächliche Zahl wird wohl darunter gelegen haben, denn selbst die von den Apotheken verteilten Kalender liegen betragsmäßig über den genannten Kosten.

 

Insgesamt hatte die Volksbank für 2009 über 452.167 Kundenkonten berichtet und 102.897 Genossenschaftsmitglieder. Im günstigsten Fall hätte dann ca. jedes fünfte Mitglied bzw. ca. jeder 23. Konteninhaber einen Kalender bekommen, ausgehend von 0,50 EUR/Kalender. Bei einem Euro/Kalender wäre nur ca. jedes zehnte Mitglied bzw. ca. jeder 47. Konteninhaber beglückt worden. Der verteilte Betrag ist somit so mickrig wie die Anzahl der angeblich verteilten Kalender und das praktizierte Verteilungssystem offensichtlich gescheitert. Möglicherweise hätte man die Stückzahl erhöhen müssen um selbst dieses Auswahlprinzip beibehalten zu können. Der jetzt praktizierte Weg war da offensichtlich preisgünstiger, auch unter Betrachtung der Anzeigenpreise der Zeitungen.

 

Somit war es wohl jetzt für die Volksbank publikumswirksam günstiger einen marginalen Betrag auf den Markt zu werfen als ein Verlosungssystem für die hauseigenen Kalender einzuführen, wobei dann auch noch die Gefahr bestanden hätte, dass ein Großteil der Gewinner diesen Kalender dann in den eigenen Filialen abholt und das Personal von der Arbeit abhält.

 

Für die Genossenschaftsmitglieder hat sich also nichts geändert, die Mitgliedschaft bei einer Volksbank hatte bisher keine Vorteile und jetzt auch nicht, jetzt ist nur klar, dass nicht einmal mehr die Aussicht auf einen Kalender besteht. Dafür wurde aber der Vorstandsvorsitzenden als großzügiger Spender auf Seite 18 der Dienstagsausgabe abgelichtet. Die örtliche Presse ist eben mit kleinen Dingen in Euphorie zu versetzen.


Die Hannoversche Volksbank kassiert weiter ab

(2011-01-19)

 

Zum Thema Fremdabhebegebühren an Geldautomaten berichtete „biallo.de“ unter anderem dieser Tage: „Transparenter, aber nicht unbedingt billiger.“ „Ab 15. Januar erfahren Bankkunden, die mit ihrer Girocard (ehemals EC-Karte) Bargeld an Automaten anderer Institute abheben wollen, sofort, was sie der Spaß kosten wird.“

 

„Die Gebühren, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken von Nichtkunden für die Automatennutzung erheben, betragen bei den Sparkassen im Schnitt 4,44 Euro für Nichtkunden, bei den Volks- und Raiffeisenbanken dagegen nur 2,93 Euro.“

 

Die Hannoversche Volksbank kassiert für Fremdabhebegebühren an Geldautomaten, 1 Prozent des Auszahlungsbetrages, mindestens 4,00 EUR.

 

„Das Problem für Verbraucher: Gerade auf dem platten Land haben sich die großen Filialbanken längst zurückgezogen oder waren gar nicht erst vertreten. Oft gibt es weit und breit nur einen oder zwei Geldautomaten von einer Volksbank oder Sparkasse. Verbraucher haben dann dort zwar Transparenz über den Preis - aber keine günstige Alternative.“


Neujahrsempfang der Hannoverschen Volksbank

(2011-01-20)

 

Die Hannoversche Volksbank „hielt wieder einmal Hof“, Neujahrsempfang im elitären Kreis. Eine Landtagsabgeordnete berichtete unter anderem auf ihrer Webseite. „Bei dem anschließenden Stehempfang gab es für die zahlreichen Gäste aus der Politik und dem Döhrener Vereins- und Verbandsleben noch viele Möglichkeiten zum Gespräch.“

 

Für eine Regionalbank dürfte ein derartiger Empfang wohl mehr als entbehrlich sein. Eine gute Gelegenheit, bei Fortfall, den aus der Einstellung der Kalenderverteilung resultierenden marginalen Spendenbetrag ordentlich zu erhöhen und die Genossenschaftsmitglieder nur gering zu belasten. Diese Veranstaltung würde wohl kaum jemand vermissen, außer dem immer wieder jährlich eingeladenen Kreis, denn es gibt da noch ausreichend andere Möglichkeit bei denen dieser Personenkreis Gelegenheit zur wiederholten gemütlichen Zusammenkunft hat. Einen Anspruch auf Bestandsschutz wird es doch wohl nicht geben?

 

Die Politik gab sich somit auch hier wieder einmal die Ehre. Ob der Anlass dazu genutzt wurde nach dem Demokratieverständnis der Hannoverschen Volksbank und den eventuell vorhandenen Mitgliederrechten zu fragen, dazu schweigt der Verfasser des Berichts.

 

Man wird wohl den zwangslosen Rahmen dazu genutzt haben um Artigkeiten anderer Art dort auszutauschen, da dürften die banalen Mitgliederrechte bei einer Genossenschaftsbank eher störend sein und um die banalen ernsten Dinge des Lebens kümmert man sich dann hoffentlich bei anderen Anlässen. Mitglieder ohne öffentliche Reputation und Mandat dürften ohnehin wohl kaum gestört haben?


Nicht vorhandene innergenossenschaftliche Demokratie offensichtlich nicht erst ein aktuelles Problem bei den Genossenschaftsbanken

(2011-03-14)

 

„Zeit-Fragen“ - Wochenzeitung für freie Meinungsbildung Ethik und Verantwortung für die Bekräftigung und Einhaltung des Völkerrechts, der Menschenrechte und des Humanitären Völkerrechts, Zürich, schrieb unter anderem zum europäischen Genossenschaftsgedanken:

 

„…Während die Verbände in der Weimarer Republik eine weitere Konzentration und Effizienzsteigerung vollzogen, manipulierten die örtlichen Genossenschaftsleiter die Generalversammlungen häufig in ihrem Sinne oder schalteten sie vollends aus. Ungeachtet solcher Verstösse gegen das Prinzip innergenossenschaftlicher Demokratie stieg die Zahl der Genossenschaften bis 1935 auf 53.348 und die der Mitglieder auf gut 9 Millionen…“

 

Zur aktuellen Wertstellung von Genossenschaften führt die Zeitung unter anderem aus: „…Trotzdem nimmt die Öffentlichkeit heute wenig Notiz von den Genossenschaften, und es scheint, als hätten die Genossenschaften ihre beste Zeit hinter sich. Hoffnungen, die Transformation der osteuropäischen Wirtschaftssysteme nach dem Ende des Kommunismus auf genossenschaftlichem Wege sozialer gestalten zu können, wurden enttäuscht...“

 

Das fehlende Demokratieverständnis der Genossenschaften hat offensichtlich historische Ursachen und Wurzeln. Verwerflich ist es trotzdem, da man in den vergangenen Jahrzehnten offensichtlich nichts dazu lernte, auch die Erfahrungen der Vergangenheit nicht nutzte, wenn dann wohl nur um „alte Zöpfe“ und Gepflogenheiten beizubehalten und dies obwohl in den Gremien der Genossenschaften zahlreiche politische Kompetenzträger diesen Genossenschaftskurs mit verantworten.

 

Sehen wir uns nur einmal die Informationspolitik der Hannoverschen Volksbank zum abgelaufenen Geschäftsjahr an. In der nachrangigen Lokalpresse wurden dieser Tage einige wenige zusammenhanglose Werte in den Raum gestellt die nicht die geringste Aussagekraft besitzen. Aussagen nur in Form von Allgemeinplätzen in nicht konkreter Form und fehlende Angaben zu unternehmensrelevanten Ereignissen und Vorgängen.

 

Als Erfolg wird schon eine unveränderte marginale Dividende von 5,5 Prozent in den Mittelpunkt gestellt, lächerlich zum unternehmerischen Risiko des Anlegers, aber analog zu den Vorjahren und unter Abzug der vorjährigen Sonderjubiläumsdividende. Die Dividendenhöhe kann nicht den Geschäftsverlauf widerspiegeln, allerdings fehlen dazu aussagefähige Angaben, da nur pauschale Aussagen erfolgen die wohl auf ein gegenüber dem Vorjahr erfolgreicheres Jahr schließen lassen sollen. Trotz leicht verbessertem Jahresüberschuß, plus ca. 9,8 Prozent auf 12,48 Mio. EUR,  keine Dividendenauswirkung

 

Selbst die Sparda-Bank Hannover gönnt ihren Genossen schon eine Dividende von 6 Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr.


Nur schlichte Gemüter können dies für tatsächliche Demokratie halten

(2011-03-22)

 

Die Internetseite „Genossenschaft und Demokratie“ führte zum Demokratieverständnis der Genossenschaften unter anderem aus:

 

„In vielen Genossenschaften existiert eher eine gelenkte Demokratie bzw. eine Demokratie die sich anlehnt an die Beschreibung von Colin Crouch, eine Zuschauerdemokratie. Die Demokratie als reine Schauveranstaltung, bei denen Demokratie nur gespielt wird. Alle Regularien werden eingehalten, aber nur schlichte Gemüter können dies für tatsächliche Demokratie halten. Die anderen wissen der Dinge, aber mangels Alternative entsteht keine Gegenwehr, bestimmt auch durch den Glauben, das ein allgemeines Einverständnis zu diesem Spiel besteht…“

 

http://genossenschaftunddemokratie.blogspot.com/2010/11/abgesang-und-hoffnungsschimmer-nr-3.html


Förderung der Mitglieder

(2011-04-01)

 

Das Mitglieder- und Kundenmagazin der Hannoverschen Volksbank führte unter anderem aus:

 

„Mehr als 104.000 Menschen aus der Wirtschaftsregion Hannover-Celle sind nun Mitglieder und damit Eigentümer der Hannoverschen Volksbank.“

 

Eine Aussage dazu welche Rechte, insbesondere Informationsrechte, die Mitglieder haben erfolgte vorsichtshalber nicht. Es ist überhaupt schon eine gewaltige Leistung dies in dieser Form überhaupt einmal so darzustellen, vor allem, dass die Hannoversche Volksbank feststellte, dass sie Eigentümer hat und wer die Eigentümer sind.

 

Die Hannoversche Volksbank erzielte demnach in 2010 einen Jahresüberschuß in Höhe von 12,48 Mio. EUR. Davon werden zur „Förderung“ ihrer Mitglieder 2,8 Mio. EUR ausgeschüttet. „Förderung“ der Mitglieder? Was will man mit dieser marginalen Dividende bei den Volksbankeigentümern  fördern? Soll es vielleicht eine Alimentierung sein, wohl eher eine unzulängliche Spende? Eine Dividende die auszuschütten ist, wenn die Geschäftslage es zulässt, entspricht keiner „Förderung“ sondern ist die Gegenleistung für, in diesem Fall, zur Verfügung gestelltes Wagniskapital. Damit sind die ausgeschütteten 5,5 Prozent je Genossenschaftsanteil zu niedrig.

 

Vom genannten Jahresüberschuß in Höhe von 12,48 Mio. EUR werden ca. 2,8 Mio. EUR ausgeschüttet, also nur ca. 22,40 Prozent des erzielten Jahresüberschusses. Es ist bei diesen Ausschüttungen eine alte Regel, die Hälfte fürs Unternehmen, die andere Hälfte für die Eigentümer. Warum weicht die Hannoversche Volksbank davon ab? Es besteht dafür nicht die geringste Notwendigkeit, es ist wohl eher eine schlechte Gewohnheit dieser Bank.

 

Vielleicht sollte aber zusätzlich die subventionierte Stehplatzkarte für eine Liedchenveranstaltung noch als Vorteil bewertet werden? Für etwas müssen die Mitglieder doch gut sein, zumindest hofft man auf diese Art und Weise die Stehplatzränge dort füllen zu können. Warum nicht, wer es schlicht und einfach mag, es ist eben nicht viel und das Niveau wohl auch nicht sehr hoch welches die Hannoversche Volksbank ihren Mitglieder damit testiert. Allerdings dürfte dann die Dividende je Genossenschaftsanteil, ohne Berücksichtigung der darauf dann noch zu zahlenden Steuern, teilweise für die Kosten dieser Karte ausreichen. Ein Getränk ist dann aber nicht mehr möglich. Beitrag zur kulturellen Förderung der Mitglieder, eventuell soll so die Aussage zur Förderung verstanden werden?

 

„Fast 400 Mitglieder bestimmen die Geschäftspolitik der Hannoverschen Volksbank durch Mitarbeit im Aufsichtsrat, als Mitgliedervertreter oder in Mitgliederbeiräten aktiv mit.“

 

Es ist kaum zu glauben, dass sich doch so viele handverlesene Mitglieder in diesen Gremien befinden. Dies sind immerhin ca. 0,0038461 Prozent der aufgeführten Gesamtmitgliederzahl von ca. 104.000. Deren Tätigkeit findet aber wohl im Wesentlichen im Geheimen statt? Öffentlichkeitsarbeit und Informationen wer da wann, womit und in welcher Form beschäftigt ist bzw. tätig wird, erfahren die übrigen Mitglieder, wenn überhaupt, dann nur sehr selten. Wann, wo und wie läuft die informelle Rückkopplung dieses Personenkreises, es sollen wohl Mitgliedervertreter sein, mit den übrigen Mitgliedern? Offensichtlich wissen diese so genannten Vertreter auch so was die Mitglieder möchten? Das ist Genossenschaftsdemokratie, so funktioniert dies dort.

 

Die Genossenschaftsmitglieder werden gefördert, da darf und kann man diese mit anderen Dingen nicht (über)fordern.


Bankgeheimnis löchrig wie ein Schweizer Käse

(2011-05-30)

 

Haben Sie sich schon einmal die Rückseite des Kundenstamm-Vertrags angesehen den Sie wohl auch einmal irgendwann bei Ihrer Volksbank unterschrieben haben und der wohl bei den meisten Volksbanken Anwendung findet? Interessant ist dort, die anderen Bedingungen sollten Sie aber auch nicht unbeachtet lassen, die Position 4 – Einwilligungserklärung für die Datenübermittlung zwischen der Bank und ihren Kooperationspartnern.

 

„Freiwillig“ wird dort dann noch erwähnt. Automatisch angekreuzt ist dann in der Regel „Ich bin einverstanden“ und damit haben Sie in wesentlichen Teilen Ihre Bank von der Einhaltung des Bankgeheimnisses entbunden. Weitergegeben werde dürfen:

 

§  Sämtliche Personalien (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Familienstand, Beruf oder vergleichbare Daten), 

 

§  Kontokorrent (Saldo/Limit oder vergleichbare Daten),

 

§  Einlagen (Produktart, Guthaben, Verzinsung, Laufzeit oder vergleichbare Daten),

 

§  Kredite (Produktart, Salden, Verzinsung, Laufzeit oder vergleichbare Daten),

 

§  Verwahrungsgeschäfte (Kurswert oder vergleichbare Daten).

 

 

An wen dürfen diese Daten nun mindestens weitergegeben werden?

 

1.     Bank und die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Crailsheimer Str. 52, 74523 Schwäbisch Hall,

 

2.     Deutsche Genossenschaft-Hypothekenbank AG, Rosenstr. 2, 20095 Hamburg,

 

3.     Münchener Hypothekenbank eG, Karl-Scharnagl-Ring 10, 80539 München,

 

4.     R+V Allgemeine Versicherung AG, Taunusstraße 1, 65193 Wiesbaden,

 

5.     R+V Lebensversicherung AG, Taunusstraße 1, 65193 Wiesbaden,

 

6.     TeamBank AG Nürnberg, Rathenauplatz 12-18, 90489 Nürnberg,

 

7.     Union Investment Service Bank AG, Wiesenhüttenstraße 10, 60329 Frankfurt,

 

8.     VR-LEASING AG, Hauptstraße 131-137, 65760 Eschborn.

 

9.     WL BANK AG Westfälische Landschaft Bodenkreditbank, Sentmaringer Weg 1, 48151 Münster,

 

Es ist somit kein Wunder, wenn Sie Post von Ihrer Bank bekommen die quer durch die Republik aufgegeben wurde. Vermutlich haben im Rahmen des Verbundes alle die Möglichkeit online auf Ihre Daten zuzugreifen?

 

Nutzen Sie beim nächsten Besuch Ihrer Bank den Vereinbarungspassus: „Die vorstehenden Erklärungen kann ich ohne Einfluss auf den Vertrag mit der Bank jederzeit für die Zukunft widerrufen.“


Nicht für alles darf die Bank Gebühren erheben

(2011-05-31)

 

„T-Online“ berichtete unter anderem dieser Tage darüber wofür Ihre Bank keine Gebühren erheben darf:

 

·       Bar-Ein- und Auszahlungen auf das eigene Konto. Nur wenn vereinbart wurde, dass die Bank neben dem Grundpreis für das Konto jede Buchung extra abrechnet und mindestens fünf Buchungen im Monat kostenlos sind, darf sie für die weiteren kassieren,

 

·       Bearbeitung von Erbfällen und Nachlässen. Nur wenn der Erbe ausdrücklich über die Verwendung des Erbes beraten werden will, darf die Bank ein Honorar fordern. Der Eifer einiger Volksbanken bei Erbfällen kennt allerdings keine Grenzen. Die Volksbank Seesen eG zum Beispiel versendet nach Veröffentlichung der Todesanzeige in der örtlichen Heimatzeitung parallel zur Anteilnahmebekundung die Mitteilung über den Kontostand an das in Frage kommende Finanzamt, bevor die Hinterbliebenen in der Lage sind der Bank vom Sachverhalt Kenntnis zu geben. Damit nicht genug, liegt denen dann die Sterbeurkunde vor geht diese per Rundbrief an die betroffenen Verbundpartner, ohne Auftrag und ohne Ermächtigung: „Der Vollständigkeit halber weisen wir daraufhin, dass wir unsere Verbundpartner …, mittels Sterbeurkunde informiert haben.“ Überlegen Sie also ob es zweckmäßig sein kann das eigene Konto oder zumindest entsprechende Beträge bei Ihrer Volksbank vor Ort zu deponieren oder überhaupt eine Sterbeanzeige in die Zeitung zu setzen. Die sich daraus ergebende Dynamik, Dank Ihrer Volksbank, kann nicht mehr beeinflusst werden. Ihrer Volksbank sei Dank für das vorsorgliche Vorgehen. Sie ist eben in allen Lebenslagen behilflich im eigenen Interesse zum Wohl der Allgemeinheit,

 

·       Bearbeitung von Reklamationen,

 

·       Depotübertragung. Kostenbelastung nur für Depotführung sowie An- und Verkauf von Wertpapieren,

 

·       Freistellungsaufträge. Es ist eine gesetzliche Verpflichtung Freistellungsaufträge zu ändern und zu verwalten,

 

·       Kontoauflösung,

 

·       Kontoauskünfte. Die Bank muss kostenlos Auskunft über die strittige Abbuchung geben,

 

·       Kontoauszüge. Die Bank darf dann für die Zusendung Geld verlangen, wenn der Kunde dies ausdrücklich wünscht,

 

·       Kontopfändung. Kostenfreie Bearbeitung und monatliche Überwachung,

 

·       Kopien und Telefonate. Kostenberechnung nur wenn auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden zusätzlich kopiert oder telefoniert wird,

 

·       Kreditkarte und Bankenkundenkarte. Bei Rückgabe vor Ende der Laufzeit anteilige Rückerstattung des Jahresbeitrages,

 

·       Lastschrift-Rückgabe (Rücklastschrift). Auch die Nachricht darüber darf nicht berechnet werden,

 

·       Mahnkosten. Mahnkosten über drei Euro sind kaum zu begründen.


Es ist nicht immer Gold, was glänzt

(2011-06-01)

 

„biallo.de“ berichtete dieser Tage unter anderem: „In Scharen laufen den Sparkassen und vielen Volks- und Raiffeisenbanken die Kunden davon. Sie verlieren sie an Spezialanbieter von Ratenkrediten und an Direktbanken wie ... Einige wenige wollen diesen Trend nun mit attraktiven Offerten stoppen.“

 

„Es ist nicht immer Gold, was glänzt. Das heißt: Ob monatliche Grundgebühr oder nicht, darauf kommt es allein nicht an. Wichtig ist, sich die anderen Kosten anzusehen, die sich Jahr für Jahr zusammenläppern.“

 

http://www.biallo.de/finanzen/Konten_Karten/regionale-banken-es-ist-nicht-immer-gold-was-glaenzt.php


Geschäftsjahr 2010

(2011-06-29)

 

Das Geschäftsjahr 2010 muss wohl unter Betrachtung des Geschäftsberichts 2010 für die Hannoversche Volksbank recht ordentlich gelaufen sein? Hierauf deutet schon die Höhe der gezahlten Steuern in Höhe von 11.876.017,97 EUR (Vorjahr: 4,592 Mio. EUR) hin. Das Ergebnis dürfte somit wohl noch weit besser sein als ausgewiesen, denn der Jahresüberschuß 2009 lag bei ca. 11,365 Mio. EUR., Steigerung gegenüber 2010 somit Plus ca. 1,111 Mio. EUR, Steigerung der Steuerzahlung aber um ca. 7,284 Mio. EUR.

 

Die Mitglieder merken davon allerdings nichts. Es gibt wieder einmal eine marginale Dividende von 5,5 Prozent, diese scheint nun mittlerweile statisch zu werden. Insgesamt wurde ein Bilanzgewinn von 12.476.280,35 EUR erwirtschaftet. Ausgezahlt an die Mitglieder werden davon: 2.148.210,09 EUR, entsprechend ca. 17,22 Prozent.

 

Gesteigert wurde die Zahl der Mitglieder um 1.245, allerdings nur optisch ein positiver Sachstand, denn die Anzahl der umlaufenden Geschäftsanteile reduzierte sich um 16.371. Die beteiligten Genossen reduzieren offensichtlich ihr Beteiligungsrisiko durch Rückgabe von Teilbeständen der Genossenschaftsanteile.

 

Die Zinsaufwendungen der Volksbank sanken gegenüber dem Vorjahr um ca. 20,1 Mio. EUR, bei gestiegenen Kundeneinlagen. Die Zinserträge hielt das Unternehmen konstant bei auf dem Markt gesunkenen Zinsen. Zinssenkungen im Einlagenbereich gab man somit durchgängig zügig weiter, bei den Zinssätzen des Kreditgeschäfts war man offensichtlich etwas zögerlicher.

 

Bei der Position „Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen aus dem Kreditgeschäft“ erscheint ein Minuszeichen, somit kein Ertrag sondern ein Aufwand. Minus 9.445.722,91 EUR gegenüber ca. 25.904 EUR (2009). Möglicherweise hat man hier Wertberichtigungen auf eigene Fehlentscheidungen vorgenommen?

 

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beläuft sich dann auf 32.921.289,99 EUR (Vorjahr: ca. 15.957 TEUR), Steigerung ca. 106 Prozent. Dieses Ergebnis reduziert sich dann zum Jahresergebnis durch die angefallenen Steuern und einen außerordentlichen Aufwand über 8.666.781,67 EUR, entstanden durch „Aufwendungen aus der Unterdeckung der gemäß BilMoG neu bewerteten Pensionsrückstellungen“ (8.522.740 EUR) und „Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen wegen Neubewertung“ (144.042 EUR). 2009 lautete das „außerordentliche Ergebnis“ 0. Bereinigung von Altlasten.

 

Die Bilanz bot offensichtlich ausreichend Gestaltungsspielraum zur Bereinigung von Altlasten und somit zur Reduzierung des Bilanzgewinns.


2011-06-29

Ergebnisverwendung

2010

Jahresergebnis

12.476.280,35

Dividendenausschüttung

2.148.210,09

Zuweisung zur gesetzlichen Rücklage

1.247.628,04

Zuweisung zu anderen Ergebnisrücklagen

9.080.442,22

 


Erfolgsrechnung

(2011-06-30)

 

Erfolgsrechnung

2010

 

EUR

Zinserträge, -aufwendungen

100.128.881,91

Laufende Erträge

6.307.893,30

Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinn- oder Teilgewinnabführungsverträgen,

772.854,12

 

Provisionen

29.641.274,19

Nettoertrag des Handelsbestandes

239.474,83

Sonstige betr. Erträge

4.154.201,61

 

 

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

89.116.015,79

Abschreibungen und Wertberichtigungen

2.894.060,05

Sonstige betr. Aufwendungen

6.987.899,65

Erträge aus Zuschreibungen/Kreditgeschäft

9.445.722,91

Erträge aus Zuschreibungen/Wertpapiere

-140.050,00

Aufwendungen aus Verlustübernahme

19.641,57

 

 

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

32.921.289,99

Außerordentliches Ergebnis

-8.568.991,67

Sonstige Steuern

-11.876.017,97

 

 

Jahresüberschuß

12.476.280,35

 


Zu hohe Gebühren für Auszahlungen am Bargeldautomaten

(2011-07-01)

 

Nach einem Bericht der „FAZ“ ist das Bundeskartellamt der Ansicht, dass derjenige der Bargeld an Automaten fremder Banken abhebt zu viel zahlt.

In ländlichen Regionen, in denen die Kunden nur schwer ausweichen können, lässt die Entwicklung zu wünschen übrig. Dort sind die Kunden oft einer Volks- und Raiffeisenbank oder einer Sparkasse ausgeliefert bei der Suche nach einem Automaten. Manche Volksbanken erheben demnach auch noch eine Zusatzgebühr, abhängig vom Auszahlungsbetrag. Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wies die Kritik zurück.

Unter Beobachtung des Kartellamtes sollen mehr als 500 Genossenschaftsbanken und Sparkassen stehen.


Möglichkeiten für ehemalige hauseigene Kompetenzträger

(2011-07-03)

 

Die „Leine-Zeitung“ berichtete, dass ein ehemaliges Mitglied des Vorstands der Volksbank den Vorsitz eines „Rotary Club“ in der Region Hannover übernehmen würde. Ein elitärer, hochexklusiver Club mit mehr als handverlesenen empfohlenen Mitgliedern. Hier fängt die bessere Seite der Menschheit an. Das ehemalige Vorstandsmitglied der Volksbank werden etliche noch dank seiner ruppigen Gangart, insbesondere bei einer Vorgängerbank, in Erinnerung haben.

 

Volksbank, die Bank an Ihrer Seite, mit Möglichkeiten für ehemalige hauseigene Kompetenzträger die den meisten von uns nie offen stehen werden. Sie dürfen höchstens für diesen armen Club spenden, wenn dieser wieder zu einer seiner Wohltätigkeitstouren aufruft. Zumindest für gewisse Leute ist die Volksbank aber Sprungbrett für größere Aufgaben und bietet zumindest Möglichkeiten um den Ruhestand nicht ganz so eintönig werden zu lassen.


DZBank hält griechische Papiere

(2011-07-06)

 

Auch die genossenschaftliche DZBank hat offensichtlich griechische Papiere im Bestand. Wie „boersen-zeitung-de“ berichtete soll „Marktgerüchten zufolge sich das Anlagevolumen der Deutschen Bank bis 2014 auf deutlich weniger als 1 Mrd. Euro belaufen, bei der Commerzbank auf sehr viel weniger. Die Deutsche Bank hält insgesamt 1,6 Mrd. Euro an Forderungen, die Commerzbank 2,9 Mrd. Euro.

 

Bei der genossenschaftlichen DZBank schätzen Kreise das bis 2014 auslaufende Volumen auf 200 Mill. Euro von insgesamt 1,0 Mrd. Euro.“


ÖVAG erwartungsgemäß beim europäischen Bankenstresstest durchgefallen

(2011-07-19)

 

Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) ist, wie das „Handelsblatt“ berichtet, erwartungsgemäß beim europäischen Bankenstresstest durchgefallen. „Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat in diesem Test eine scharfe europaweite Rezession angenommen. Das Spitzeninstitut der österreichischen Volksbanken würde dabei auf eine Eigenkapitalquote von 4,5 Prozent abrutschen und damit den von der EBA vorgeschrieben Grenzwert von fünf Prozent unterschreiten.“

 

An dem Spitzeninstitut der österreichischen Volksbanken, sind aus Deutschland auch die DZ Bank und die Ergo Versicherung mit zusammen etwa 30 Prozent beteiligt.


Weitere Einschränkung Ihrer Rechte als Genossenschaftsmitglied

(2011-07-31)

 

Wie der dieser Tage verteilten Hauspostille der Hannoverschen Volksbank „meine Bank“ zu entnehmen war wurde wieder einmal eine Vertreterversammlung gegeben. Ort und vor allen Dingen die Tagesordnung, über die vermutlich beschlossen wurde, unterlagen wie üblich der Geheimhaltung. Ihre Vertreter werden sicher in lauschiger Atmosphäre einige vergnügliche Stunden verbracht haben. Auch die sonstigen Aktivitäten der Hannoverschen Volksbank haben offensichtlich im unterhaltsamen Bereich gelegen, es wurde über Pferderennen, musikalische Klänge und bevorstehende Radrennen in „meine Bank“ berichtet. Ureigene Gebiete geschäftlicher Tätigkeiten einer Volksbank? Wen kann es da wundern, wenn die geschäftlichen Aktivitäten um die Durchführung von Testamentsvollstreckungen und damit verbundenen rechtsnahen Dienstleistungen erweitert wurden. Da hier offensichtlich die dafür bisher zuständige Berufsgruppe in unserer Region nicht die erforderlichen Kapazitäten aufweist war es dringend geboten hier tätig zu werden und für Abhilfe in diesem Notstandsgebiet zu sorgen. Eigene Bankkapazitäten lagen offensichtlich ohnehin brach, wie man dem Tätigkeitsbericht der Zeitung entnehmen konnte, warum soll man dann nicht versuchen hiermit Lücken zu schließen.

 

Bemerkenswert sind allerdings die Ausführungen zu einem Punkt über den berichtet wurde. Danach beschloss die Vertreterversammlung eine Satzungsänderung die Ihre Rechte als Genossenschaftsmitglied gravierend einschränkt, beeinträchtigt und verändert:

 

§ 10 der Satzung - Auseinandersetzung. Hierzu wurde beschlossen „Das ausgeschiedene Mitglied hat Anspruch auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthaben, für die Auszahlung ist die Zustimmung von Vorstand und Aufsichtsrat erforderlich.“

 

Eine eklatante Beeinträchtigung Ihrer Rechte. Sie sind bezüglich der Auszahlung Ihrer Ihnen zustehenden Beträge aus Ihren Genossenschaftsanteilen nach Ablauf der von Ihnen einzuhaltenden Fristen auf die Gnade von Vorstand und Aufsichtsrat angewiesen, von beiden, dass diese Ihnen Ihren Gegenwert auszahlen lassen. Es sind keine Festlegungen vorgesehen die diesen Ablauf durch Vorstand und Aufsichtsrat reglementieren und Ihnen irgendwelche Abläufe garantieren und schon gar nicht irgendwelche Rechte und sonstige Zwangsläufigkeiten, weder terminlicher noch anderer Art. Es ist ein reiner Gnadenakt.

 

Es ist zu bezweifeln, dass diese Festlegung bei einer so einschränkenden Reglementierung ohne Ihre Zustimmung überhaupt rechtskräftig sein kann, da hier die gesamte Geschäftsgrundlage in Frage gestellt wird. Nicht nur, dass Sie keine Mitglieder- und Informationsrechte aus Ihren Genossenschaftsanteilen ableiten können, nein, demnächst benötigen Sie auch möglicherweise noch den Petitionsausschuss der Volksbank, so es diesen denn gibt, um an den Gegenwert Ihrer Genossenschaftsanteile zu kommen, wenn Sie beschlossen haben die Genossenschaftsanteile zurück zu geben. Vorstand und Aufsichtsrat unterliegen diesbezüglich keinerlei Zwangsläufigkeiten.

 

Haben Sie eine neue Satzung erhalten aus der Sie die erfolgten Änderungen komplett ersehen konnten? In der Hauspostille wurden nur Ergänzungen ausgeführt. So sieht die Informationspolitik Ihrer Volksbank aus.

 

So sehen aber vollumfänglich Ihre Mitgliederrechte bei Ihrer Volksbank aus. Sie werden nicht gefragt. Ihr Vertreter hat für Sie zugestimmt. Die Frage ist nur, ob er dies durfte und ob dies rechtmäßig sein kann?


Hannoversche Volksbank zog Kreditzusage zurück

(2011-08-13)

 

Ein interessanter Bericht der „Schaumburger Nachrichten“ zu den Machenschaften in der Altenpflege und dem sozialen Verständnis gewisser Kreise. So wird dabei jongliert und die Politik ist immer mit irgendwelchen Pöstchen vertreten, die Banken machen dabei offensichtlich aber auch ihre Geschäfte.


Wohl mangelnde Sorgfaltspflicht

(2011-08-15)

 

Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete, dass zahlreiche ec-Automaten der Hannoverschen Volksbank manipuliert wurden. Angaben zur Schadenhöhe machte die Hannoversche Volksbank nicht, offensichtlich sind aber mindestens Dutzende von Kunden betroffen. Wie weit die bereits vorliegenden Angaben vollständig sind wird sich wohl erst noch zeigen müssen. Erhebliche Zweifel sind derzeit angebracht.

 

Zahlreiche Bankkunden werden möglicherweise noch nicht einmal bemerkt haben, dass ihr Konto manipuliert wurde. Kontoauszüge werden in der Regel nicht mehr versandt, wenn überhaupt dann nur noch als kostenpflichtige Leistung der Bank bzw. wenn mindestens über sechs Wochen kein Ausdruck erfolgte, Service gibt es nicht mehr, und wer läuft schon ständig zum Kontoauszugsdrucker, der sich nun auch nicht immer unbedingt an der nächsten Ecke befindet.

 

Skimming ist eine verwerfliche Tat. Diese kriminellen Vorgänge sind aber bekannt, es ist auch bekannt, dass es sich nicht um Einzelfälle sondern um organisierte kriminelle Vorgehensweisen handelt die ein höchstes Maß an krimineller Energie erfordern. Auf der anderen Seite also auch entsprechend qualifizierte Gegenmaßnahmen der ec-Automaten betreibenden Banken, hier der Hannoverschen Volksbank. Die Hannoversche Volksbank kontrollierte, nach eigenen Angaben, täglich die ec-Automaten. Wie kann es dann sein, dass diese Manipulationen mindestens über zwei Wochen liefen, genau weiß man es wohl selbst nicht.

 

Wie oberflächlich und sorglos geht man bei der Hannoverschen Volksbank mit dieser Gefahr um? Der kriminelle Erfolg zeigt ganz eindeutig, dass die Gegenmaßnahmen dilettantisch waren, auf alle Fälle vom Ansatz her nicht ausreichend. Bei der Vielzahl der betroffenen Automaten und dem langen Zeitraum der Nichtentdeckung muss die Vermutung nahe liegen, dass man seitens der Volksbank viel zu leichtfertig mit dieser Problemstellung umgeht. Es fehlt offensichtlich an Problembewusstsein.

 

Die Kunden sind in der Vielzahl Mitglieder, also Miteigentümer der Bank. Letztendlich zahlen diese also die Beträge die hier für Fehlleistungen aufgebracht werden müssen. Welche Verantwortung übernimmt der Vorstand für diese Vorgehensweise?

 

Warum hat es bei der Hannoverschen Volksbank dieses Mal so gut funktioniert erfolgreich kriminell vorzugehen? Offensichtlich ist zumindest dieses Mal kein anderes Institut bei dieser Aktion betroffen? Sind die ec-Automaten der Hannoverschen Volksbank besonders gut für derartige Angriffe geeignet oder sind deren Kontrollen erkennbar uneffektiv?

 

Vielleicht zahlt man dort jetzt die Zeche dafür, dass man die Kunden vor die Tür setzte, weil es für den Bankbetrieb ganz einfach zu banal war und unter der Würde eines Bankangestellten sich mit der Auszahlung von Geldbeträgen zu beschäftigen. Man ist dort zu höheren Aufgaben geboren und die Geldabheber halten ohnehin nur auf und verschmutzen die Eingangshalle. Offensichtlich beschäftigt man sich jetzt lieber mit Kriminellen deren Vorgehensweisen man nicht Herr wird. Um deren Denkweise nachvollziehen zu können benötigt man allerdings nun wohl auch wieder kriminelle Energie und die sollte bei den Bänkern nun doch nicht vorhanden sein. Nur wer löst jetzt diese Probleme? Die Hannoversche Volksbank kam zumindest ihrer Sorgfaltspflicht wohl nicht nach. Man hat sich vorführen lassen wie eine Provinzbank, der sich dieses Problem zum ersten Mal stellt.

 

Eventuell wäre es aber auch angebracht, dass die Volksbank wieder zu ihrem Kerngeschäft zurückkehrt und sich um die ureigensten Bankangelegenheiten kümmert, zumindest könnte dann die Hoffnung bestehen, dass derartige Fehler im Tagesgeschäft reduziert werden und man nicht unrühmliche Rekorde aufstellt bei denen man kräftig aufs Kreuz gelegt wurde und mit der Schadenhöhe bis jetzt unerreichter Rekordhalter wird.


Geldautomatengebühren für fremde Nutzer

(2011-08-18)

 

Geldautomaten Gebühren laut „biallo.de“, PLZ Bereich 30 - Kosten pro Abhebungsvorgang:

 

Hannoversche Volksbank                  1 % vom Auszahlungsbetrag, mindestens jedoch 4,00 EUR.

Sparda-Bank Hannover                     1,95 EUR

 

Sparkasse Hannover                          4,00 EUR

Bank für Sozialwirtschaft                 5,00 EUR

Nord/LB                                             4,00 EUR       


Volksbank mit Fanaktion

(2011-08-20)

 

Die Hannoversche Volksbank will ec-Kartenfälschern das Handwerk legen. Nachdem jüngst 320 Kunden Opfer einer Skimming-Attacke wurden, will die Volksbank Geldautomaten nun schärfer kontrollieren, berichtete die „HAZ“. „Die Bankangestellten in den Filialen würden die Geräte künftig mehrmals am Tag nach Auffälligkeiten absuchen.“

 

Diese Vorgehensweise hat nun bisher schon nicht geklappt, vielleicht hilft nun aber mehrfaches Hinsehen. Wie will man dann aber die zahlreichen Geldautomaten dort mehrmals täglich prüfen, wo man die Zweigstelle schloss, einen Automaten hinterließ, aber kein Personal. Die Botschaft hör ich wohl…, ist aber wohl nicht ganz schlüssig und ein Widerspruch in sich. Bei 123 betriebenen Geldautomaten darf man auf die organisatorische Abwicklung und die Vorgehensweise ohnehin gespannt sein.

 

Die Volksbank strebt aber auch zu anderen Ufern. „Große Fan-Aktion von BILD, Volksbank und Hannover 96.“ Die Bank hat noch Ressourcen frei, nicht nur um endlich die Geldautomaten, hoffentlich erfolgreich, zu kontrollieren, nein neben dem Bankgeschäft wird auch der Fußball unterstützt. Die Partner passen zumindest für den Kundenkreis den man anspricht.


2010 - Jahr der Genossenschaften

(2011-09-04)

 

Die UNO hat am 18. Dezember 2009 das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften (IYC2012) erklärt.

 

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erkannte unter anderem an:

 

„…dass die Genossenschaften in ihren verschiedenen Formen die breitestmögliche Mitwirkung aller Menschen, namentlich auch von Frauen, Jugendlichen, älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen und indigenen Völkern, an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung fördern, zu einem wichtigen Faktor dieser Entwicklung werden und zur Beseitigung der Armut beitragen…“

 

Welchen Beitrag leistete nun die Genossenschaft „Hannoversche Volksbank“ zu diesen Ausführungen? - Keinen.

 

Im Sinne dieser „Resolution“ der UNO handelt es sich bei der Hannoverschen Volksbank offensichtlich um keine Genossenschaft in diesem Sinn? Der Umgang mit den eigenen Genossen widerspricht ohnehin den Feststellungen der UNO zu Genossenschaften. Wen wundert es da, wenn die Hannoversche Volksbank, sonst bemüht bei jedem Verein der Umgebung werbemäßig in Erscheinung zu treten, diese Steilvorlage nicht nutzt.

 

Hermann Schulze-Delitzsch hätte sich gewiss darüber gefreut, dass die Vereinten Nationen das soziale und wirtschaftliche Engagement würdigen. Dieses besteht nun aber nicht nur darin fast jedem für würdig befundenen Verein publikumswirksam eine milde Gabe zukommen zu lassen.

Diese internationale Aufmerksamkeit dürfte eine Chance für all die größeren und kleinen Einrichtungen sein, die sich mit den Gründervätern der Genossenschaften beschäftigen oder deren Idealen nacheifern. Die Ideale der Hannoverschen Volksbank liegen offensichtlich auf anderen Gebieten?


Außer Spesen nichts gewesen“

(2011-09-09)

 

Das „Handelsblatt“ berichtete unter anderem: „Am Depot einer alten Dame hat eine Volksbank auf dem Land über Jahre gut verdient. Zertifikate und Immobilienfonds bescherten der Bank satte Gebühreneinnahmen.“

 

„Die Dame hatte auf alles Mögliche gewettet: auf Rentenpapiere, Aktien, Immobilien, den Dividendenindex Div-Dax versus den Dax und auf Rohstoffe. Risiken ist die Anlegerin dabei nur in Maßen eingegangen, denn fast jedes Produkt verspricht am Ende der Laufzeit den Einsatz zurück.“

 

„Die Beraterin hat das Sicherheitsbedürfnis der Kundin durchaus berücksichtigt, die ihres Arbeitgebers aber mindestens genau so stark.“

 

„Etwas über 206.000 Euro hatte die Dame in den letzten sieben Jahren portionsweise neu investiert, daraus sind inzwischen inklusive Zinsen 207.400 Euro geworden.“

 

„Dennoch: Hat hier die Bank das Kundengeld nicht eher für sich selbst arbeiten lassen? Die Zertifikate und Fonds hatten Ausgabeaufschläge zwischen zwei und 5,25 Prozent. Dazu kamen Verwaltungsgebühren. Insgesamt 10.400 Euro.“

 

http://www.handelsblatt.com/finanzen/zertifikate/nachrichten/wenn-das-eigene-depot-nur-fuer-die-bank-arbeitet/4573400.html


Das gestörte Demokratieverständnis ist wissenschaftlich belegbar

(2011-09-11)

 

1.     Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg: Risiken und Grenzen der Genossenschaftsdemokratie für eine erfolgreiche Unternehmensführung.

 

„In seinen Ausführungen über die Genossenschaftsdemokratie findet Dr. S. durchaus kritische Worte zur Vertreterversammlung und kommt zu der Feststellung, dass zwar der Vorstand effektiven Kontrollen unterliegt, eine wirksame Kontrolle des Handelns der Vertreter in der Vertreterversammlung aber nicht existiert.“

 

http://www.geno-institut.de/publikationen/veranstaltungen/band-15.html

 

2.     „…Soziologie lässt aber auch einige Zweifel bezüglich der Genossenschaftsdemokratie. Hierarchische Strukturen sind einer Genossenschaft nicht fremd. Sie entstehen jedoch aus der organisatorisch bedingten Differenzierung von Funktionen im Zuge der Anpassung an den Markt. Daraus lässt sich ableiten, dass sich die Führungsspitze verselbstständigt und somit die Demokratie auf die Probe stellt…“

 

„Im vorliegenden Text wird eine soziologische Sichtweise auf die Probleme der Demokratie in Organisationen aufgezeigt.“

 

http://wiki.soziologie.uni-muenchen.de/organisation/dokuwiki/doku.php?id=inhalt:a_selbstverwaltung:ansatzpunkte_einer_soziologie_der_genossenschaften


Genossenschaften sind typischerweise zum Nutzen ihrer Mitglieder tätig, nicht der Allgemeinheit

(2011-09-20)

 

„…International anerkannte Genossenschaftswerte und Prinzipien haben alle Mitgliedern des Internationalen Genossenschaftsbundes (IGB) 1995 in Manchester angenommen. Die UN-Vollversammlung hat sie 2001 bestätigt, ebenso die Internationale Arbeitsorganisation ILO 2002. Die Genossenschaftswerte - Selbsthilfe, Demokratie, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität, Ehrlichkeit, Offenheit, soziale Verantwortung und Sorge für andere - finden also weltweit und über kulturelle Grenzen hinweg Anerkennung, im säkularen Singapur ebenso wie in seinen islamisch geprägten Nachbarländern Indonesien und Malaysia, in Indien ebenso wie in Pakistan und Bangladesch, in der Türkei ebenso wie in Griechenland und Israel…“

 

„…Die Solidarwirtschaft soll die Marktwirtschaft nicht ersetzen, sondern verbessern. Zu ihren Grundsätzen gehören demokratische Verfahren und besondere Formen der Gewinnerzielung und -verwendung - Überschüsse dienen nur dazu, gemeinsam betriebene Unternehmungen zu stärken, und sollen nicht nur die Leistungen für die Mitglieder verbessern (wie bei Genossenschaften), sondern auch für bessere Arbeitsverhältnisse und fairen Umgang mit Lieferanten und Kunden sorgen und dem Wohl der Allgemeinheit Rechnung tragen…“

 

„…Genossenschaften sind dagegen typischerweise zum Nutzen ihrer Mitglieder tätig, nicht der Allgemeinheit…“

 

http://www.welt-sichten.org/artikel/art-11-009/den-markt-gemeinsam-mitgestalten.html

 

Wo liegt der Nutzen für die Mitglieder der Genossenschaft „Hannoversche Volksbank“ und wo deren demokratische Beteiligungsmöglichkeit?


 

Ein Kenner des Volksbankensystems

(2011-09-14)

 

http://www.wegfrei.de/neu1_2.htm

 


Genossenschaftsbanken verschenken jährlich Kostensynergien von 1 Mrd. Euro

(2011-10-09)

 

Die „Börsen-Zeitung“ berichtete zum gemeinsam mit „Wincor Nixdorf“ veranstalteten Retail-Bankentag über eine Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Frankfurter Volksbank zur „Revitalisierung“ der Fusionskultur der Genossenschaftsbanken. Dafür „sprächen unter anderem betriebswirtschaftliche Gründe. Unter Berufung auf eine wissenschaftliche Studie konstatierte …, dass die Kosteneffizienz der größten Volks- und Raiffeisenbanken gerade einmal jener der kleinsten Sparkassen entspreche. „In unserem Bankensektor warten Kostensynergien von jährlich 1 Mrd. Euro auf ihre Hebung - ohne dass dadurch auch nur in Ansätzen die Belange unserer Kunden berührt wären“.“

 

„Die deutschen Kreditgenossenschaften verschenken jährlich Kostensynergien von 1 Mrd. Euro, weil sie die Bündelung der Kräfte nicht entschlossen vorantreiben.“

 

So geht man dort mit den Geldern der Mitglieder um. Das Bankgenossenschaftsmodell ist eben doch ein gescheitertes Modell, denn den Mitgliedern erwachsen daraus keine Vorteile. Selbst das Kontrollsystem funktioniert offensichtlich nicht und alles wird durch Managementfehler nicht besser. Die Vertreterversammlungen die für die nötigen Kontrollen sorgen sollen sind offensichtlich schon damit zufrieden, wenn der eigene „Posten“ über Jahrzehnte erhalten bleibt, was macht es da, wenn die Kompetenz bei Vorstand und Aufsichtsrat vielerorts fehlt, wenn man selbst die zur Lösung anstehenden Probleme meist nicht erkennt.


Hannoversche Volksbank.direkt: Kontoüberziehungen sind dort nicht günstiger

(2011-10-10)

 

„BankLupe“ berichtete: „Die Stiftung Warentest hat die Dispozinsen von 1.610 Banken untersucht und kommt zu dem Schluss: Durchschnittliche Sollzinsen von 12,5 Prozent sind nach wie vor zu hoch.“

 

„Bei Direktbanken sind Kontoüberziehungen nicht zwingend günstiger (DKB begnügt sich mit 7,9 Prozent p.a.). Das zeigt das Beispiel der Hannoversche Volksbank.direkt, die 12,95 Prozent Zinsen von ihren Kunden verlangt.“

 

Diese Feststellung passt zum vorstehenden Bericht. Der Kunde bzw. die Mitglieder zahlen die Zeche.


Wahlen zur Vertreterversammlung?

(2011-10-11)

 

Hin und wieder geschehen noch Zeichen und Wunder. In diesem Fall aber nur ganz kleine Zeichen und Wunder, vor allen Dingen deutet nichts auf einen grundlegenden Wechsel der Einstellung hin. Mit „meine Bank“ Nr. 3 2011 hat es die Hannoversche Volksbank tatsächlich geschafft zwei Monate vor dem Termin darauf hinzuweisen, dass am 13. Dezember 2011, das Datum spricht für sich, Wahlen zur Vertreterversammlung gegeben werden. Soweit die leidlich gute Nachricht.

 

Auf die Bekanntgabe der Einzelwahlergebnisse der letzten „Wahl zur Vertreterversammlung“ in „meine Bank“ warten wir immer noch. Information ist eben alles, bei manchen.

 

„Bekanntmachungen und weitere Details zum Wahlablauf werden ab Ende Oktober in der regionalen Presse sowie im Internet auf der Webseite der Hannoverschen Volksbank bekannt gegeben.“

 

Wer kann sich wo und unter welchen Voraussetzungen zur Wahl stellen? Wie können Sie als Genossenschaftsmitglied selbst bei dieser „Wahl“ antreten? Eine Mitteilung dazu, so weit geht die Liebe nun auch wieder nicht. Der Wahlausschuss der Hannoverschen Volksbank wird im „stillen Kämmerlein“ schon ausgesucht haben wer auf der Wahlliste erscheinen darf, ohne öffentliche Nachvollziehbarkeit. Die Demokratie wird hier vorab entsprechend kanalisiert, natürlich nur zum Wohl der Genossenschaftsmitglieder. Es bleibt abzuwarten ob es überhaupt mehr Kandidaten als Posten gibt.

 

Vier Sätze war diese Wahlankündigung der Hannoverschen Volksbank wert. Gigantisch. Vor der „Wahl“ erscheint voraussichtlich das Volksbankmitteilungsblättchen ohnehin nicht noch einmal. Das war es somit an direkter Information. Was bezeichnet die Hannoversche Volksbank überhaupt als „Wahl“? Ein Plebiszit über vorher selektierte und für würdig befundene handverlesene Kandidaten? Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand hat sich wohl nichts geändert, allerdings wurde angekündigt, dass die Briefwahl möglich sei. Kein Hinweis darauf, wo und ab wann diese Unterlagen angefordert werden dürfen. Bisher mussten diese in einer Filiale abgeholt werden. Warum erhält nicht jedes Genossenschaftsmitglied automatisch die Briefwahlunterlagen zugesandt? Das wäre eventuell Genossenschaftsdemokratie, aber auch nur dann wenn vorher potentiellen und willigen Kandidaten auch die Möglichkeit gegeben würde sich aufstellen zu lassen und nicht nur die die der Wahlausschuss für würdig befand und selbst aussuchte.

 

Wenn man nun aber schon die „Wahlen“ an einem Dienstag durchführt und keine Wahlunterlagen automatisch zusendet, warum muss dann alles an einem Werktag abgehandelt werden? Es soll auch noch Menschen geben die arbeiten müssen und deshalb nicht immer zur Verfügung stehen.

 

Es hat sich nichts geändert im Hause „Hannoversche Volksbank“. Eine ungeliebte Pflichtübung wird durchgeführt, ein Feigenblatt der Demokratie gegeben, mehr nicht. Das Ergebnis ist ohnehin egal, denn es befinden sich nur Kandidaten auf der Liste deren Wohlwollen man sicher zu sein glaubt. Bei der letzten durchgeführten „Wahl“ hatten Sie zumindest die Möglichkeit in jeder Filiale mit Wahlurne, sonst dann noch per Briefwahl falls Unterlagen zur Verfügung standen, eine Stimme abzugeben. Es gibt keine Wahlbenachrichtigungen und auch keine Kontrolle darüber ob jemand seine Kandidaten so sehr liebt, dass er diese gleich mehrmals wählen geht, an verschiedenen Orten. Wer schnell unterwegs ist hat da am Wahltag zahlreiche Möglichkeiten. Es fehlt also nicht nur das Demokratieverständnis bei der Hannoverschen Volksbank sondern, im Zeitalter der Informatik, auch noch die Professionalität eine wirkliche Wahl durchzuführen, zumindest diese ordentlich durchzuführen.

 

Ich bin mir vollkommen sicher, dass es dieses Mal niemanden gelingen wird seine (eine) Stimme in vier verschiedenen „Wahllokalen“ der Hannoverschen Volksbank abzugeben und damit seine Einflussmöglichkeiten zu potenzieren.

 

Was ist es also, was die „Hannoversche Volksbank“ da abhalten lässt?

 

„Die Grundfunktion der Wahl in der Demokratie ist darin zu sehen, dass sie das Medium ist, durch welches die Selbstregierung des Volkes verwirklicht wird. Die Wähler bestimmen Männer und Frauen ihres Vertrauens, die für sie die Staatsgewalt handhaben, die in ihrem Namen und Auftrag ‘regieren'. Die Wahl ist der ‘Grundvorgang des Verfassungslebens, auf dem alles andere aufbaut': sie verleiht dem Parlament die erforderliche Legitimität, durch sie wird die Volksvertretung und jeder einzelne Abgeordnete ermächtigt, für die Gemeinschaft zu handeln (...) Regelmäßige Wahlen bilden daher ein Kernstück jeder demokratischen Verfassungsordnung. Ohne sie ist eine demokratische Herrschaftsausübung, ist Demokratie ausgeschlossen.“

 

Quelle(n): http://egora.uni-muenster.de/FmG/wahlen/…

 

Die Wahl und die Demokratie beginnen aber schon mit der Aufstellung der Kandidaten. Kennen Sie die Kandidaten die für Sie aufgestellt werden bzw. wurden, insbesondere den Vertreter der für Sie tätig wird bzw. wurde? Die bisherigen Vertreter haben, so weit über deren Tätigkeit berichtet wurde und dies kam äußerst selten vor, was möglicherweise auch Rückschlüsse auf den Stellenwert dieser Ihrer Vertreter und deren Ansehen bei der Bank zulässt, wohl ausschließlich für Zustimmung ohne Gegenstimme gesorgt. Dem unbedarften Betrachter könnten da fast Erinnerungen an Abläufe kommen die eine gewisse „Volksvertretung“ früher in den jetzt neuen Bundesländern praktizierte und die „Wahlen“ dazu. Das diesbezügliche Herstellen von Zusammenhängen kann aber eigentlich schon deshalb vom Ansatz her nur falsch sein, weil zahlreiche Mitglieder der Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank aus aktiven und ehemaligen Politikern rekrutiert werden, insbesondere aus dem Kommunalbereich, die sich seit Jahren an diesen Posten bei der Hannoverschen Volksbank klammern und diese wissen natürlich was Demokratie bedeutet. Ein Personalwechsel gehört nicht zwangsläufig dazu, auch nicht nach Jahrzehnten. Zweifel daran sind aber zulässig.


Saubermänner der Finanzwelt

(2011-11-15)

 

Nach Zeitungsangaben wurden von etlichen Genossenschaftsbanken an ihre Kunden Anteile an geschlossenen Fonds ihres Spitzeninstitutes DZ Bank verkauft. Die Anleger erlitten kräftige Verluste, Provisionen wurden trotzdem fällig.

 

„Nach von der Bank bestätigten Angaben hatten sich rund 15.000 Anleger in den neunziger Jahren an zehn geschlossenen Immobilienfonds des genossenschaftlichen Finanzverbundes unter Führung der DG Bank (heute DZ Bank AG) beteiligt, die nun in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken. Eingesammelt wurden auf diese Weise rund 1,13 Milliarden DM, etwa 578 Millionen Euro. Der Finanzverbund hat davon der Anwältin zufolge 133 Millionen Euro, also fast ein Viertel, für Gebühren, Provisionen und Entwicklungskosten kassiert. Gutachter hätten sogar festgestellt, „dass die überteuerten und mit extrem hohen Kosten belasteten Kapitalanlagen gar keinen Gewinn abwerfen konnten, sondern von vornherein zum Scheitern verurteilt waren“, berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung.

 

Die Anwältin stellte zu diesem Vorgang fest, dass sich die Volks- und Raiffeisenbanken in der Öffentlichkeit als die „Saubermänner der Finanzwelt“ darstellen.


Eine geheime Wahl

(2011-11-16)

 

In „meine Bank“ Nr. 3 2011 teilte die Hannoversche Volksbank mit, dass ab Anfang November 2011 Informationen zur angekündigten Vertreterwahl auf ihrer Webseite erfolgen werden. Bei Aufruf dieser Seite deutet auf der Startseite nichts darauf hin, dass eine Vertreterwahl gegeben wird. Erfindungsreichtum und kriminalistischer Scharfsinn werden möglicherweise vorausgesetzt um die entsprechenden spärlichen Angaben dann tatsächlich zu finden. Es hilft weiter im Suchvorgang „Vertreterwahl“ einzugeben, dann erfolgen drei Angebote von denen ein Aufruf dann zum Ziel führt.

 

Im Internetzeitalter allerdings ein mehr als kläglicher Vorgang und nur eine marginale Information, denn wer nun meinte dort eine Kandidatenliste und weitere nähere Informationen zum weiteren Ablauf zu finden irrte. Es gab lediglich eine Aufstellung der Möglichkeiten eine derartige Liste in festgelegten Zweigstellen einsehen zu können, mit Adressenangabe. Allerdings keine flächendeckende kurzfristige Möglichkeit zur Informationsbeschaffung für einen Großteil der Genossen. Vor dem Informationserfolg hat die Hannoversche Volksbank die vielfach langwierige Anreise gesetzt, insbesondere für die Mitglieder aus den Randlagen des Einzugsgebiets. Nur ernsthafte Interessenten sind gefragt.

 

Warum diese Heimlichtuerei? Es kann doch heutzutage kein Problem mehr sein diese Information auf der Webseite zur Verfügung zu stellen. Insbesondere auch die Information wie diese Liste der Auserwählten zustande kam.

 

Diese Vorgehensweise spiegelt den Stellenwert einer „Vertreterwahl“ bei der Hannoverschen Volksbank wider. Dieser Vorgang hat dort eben keinen Stellenwert, es ist nur eine, vermutlich lästige, Pflichtübung. Ein demokratisches Feigenblatt ist es ohnehin nur, betrachtet man die Herstellung der Kandidatenliste.

 

Möglicherweise nimmt es die Hannoversche Volksbank mit der geheimen Wahl aber nur wörtlich, legt es nur anders aus? Die Vorgehensweise muss nicht jedem verständlich sein. Hauptsache der für Sie ausgesuchte Vertreter versteht das System. Seine Nichtwahl ist ohnehin nicht zu befürchten. Vielleicht erläutert er es Ihnen die Abläufe eines Tages?


Wahl und kaum eine Wahl

(2011-12-02)

 

Dieser Tage wurde Nr. 4 der Mitgliederzeitschrift der Hannoverschen Volksbank „meine Bank“ verteilt und mit einigen launigen Erläuterungen zur anstehenden Vertreterwahl versehen. Bemerkenswert, dass hier überhaupt eine entsprechende Erwähnung erfolgte, somit schon mehr als sonst üblich, denn das Mitteilungsblättchen wurde weit vor dem sonst üblichen Termin verteilt, die quartalsmäßige Vorausgabe gab es erst vor ca. sechs Wochen. Dafür diese Ausgabe aber nur in geringerer Seitenstärke, auch eine Volksbank muss sparen, zumindest an Informationen an die Mitglieder. Dies ist aber bei dem geringen Informationsgehalt weiter nicht tragisch. Auf eine ähnlich zeitnahe Berichterstattung zu den Wahlergebnissen werden wir wohl vergeblich hoffen?

 

Es fällt zunächst nur eine der Ausführungen zur Vertreterlistenwahl auf: „Sollte die vorgelegte Liste jedoch auf eine Ablehnung bei vielen Mitgliedern stoßen, können diese weitere Listen einreichen. Hierzu sind lediglich ein paar satzungsrechtliche Rahmenbedingungen und Termine zu beachten.“

 

Wann findet eigentlich die „Wahl“ statt, vor oder mit der „Wahl“?

 

Sehen wir uns § 3 der „Wahlordnung zur Vertreterversammlung“ der Hannoverschen Volksbank an. Diese legt unter anderem fest: „Der Wahlausschuß stellt eine Liste der Kandidaten für die Vertreterversammlung auf (Wahlliste).

 

Weitere Listen können von den Mitgliedern der Volksbank an den Wahlausschuß eingereicht werden, diese Listen müssen von mindestens fünf Prozent der Mitglieder unterzeichnet sein.

 

Eine Liste kann nur berücksichtigt werden, wenn sie die in der Satzung genannten Voraussetzungen erfüllt, insbesondere die erforderliche Anzahl von wählbaren Vertretern und Ersatzvertretern enthält. In Zweifelsfällen entscheidet der Wahlausschuß.“

 

Die Hannoversche Volksbank hatte zum Jahresende 2011 104.142 Mitglieder. Fünf Prozent davon entsprechen somit mindestens 5.207 Mitgliedern oder Unterschriften. Es ist schon eine ganz schöne Unverfrorenheit hier von ein paar satzungsrechtlichen Rahmenbedingungen zu sprechen die zu beachten sind, zumal im Zweifelfall wohl kaum von der Hannoverschen Volksbank eine Liste Ihrer Mitglieder zur Verfügung gestellt werden dürfte um Unterschriften zu sammeln für eine neue Liste, unter dann wohl Hinweis auf datenschutzrechtliche Hindernisse. Wer kennt aber schon 5.207 Mitglieder? Auch wenn Unterteilungen in Bereiche erfolgen, Sie benötigen wohl immer erheblich mehr Unterschriften als Sie zunächst Mitglieder kennen.

 

Hinzu kommt dann noch, dass die Wahltermine wie geheime Kommandosachen behandelt werden und kaum jemand weiß wann wieder die entsprechenden Fristen ablaufen. Nur der Wahlausschuss hat ausreichend Zeit und Gelegenheit.

 

Die Hannoversche Volksbank schafft es nicht einmal die Wahllisten ins Internet zu stellen, sondern gewährt nur einen Überblick über die spärlichen Auslegungsorte. Wer soll dann wissen welche Wahlliste möglicherweise auf Ablehnung stoßen könnte, denn laut § 4 der Liste wird die „vom Wahlausschuß aufgestellte Wahlliste in den Geschäftsräumen der Volksbank oder an einer anderen bekanntzumachenden Stelle für die Dauer von zwei Wochen für alle Mitglieder zur Einsicht ausgelegt. Dies ist vom Vorsitzenden des Wahlausschusses oder seinem Stellvertreter in dem durch die Satzung bestimmten Blatt bekanntzumachen unter Hinweis darauf, dass weitere Listen innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Auslegefrist eingereicht werden können; vorher eingereichte Listen können nicht berücksichtigt werden.“

 

Dies alles versteht die Hannoversche Volksbank unter „ein paar satzungsrechtlichen Rahmenbedingungen und Terminen.“

 

Mancher merkt eben nichts und andere dennoch nicht.

 

Es hilft also nicht, schadet aber auch nicht, wenn Sie an der Vertreterwahl teilnehmen. Man kann einen Stimmzettel auch ungültig abgeben. Eine Möglichkeit sein Missfallen zu bekunden.

 

Der Wahlausschuss der Hannoverschen Volksbank hat auf alle Fälle mehr Zeit und mehr Zugriff um seine Wahlliste zu selektieren. Eine Veranstaltung also mit gravierend unterschiedlichen Möglichkeiten und Ausgangspositionen.

 

Allerdings ist die Erwartungshaltung an diese „Wahl“ der Hannoverschen Volksbank ohnehin nicht sehr gewaltig, eine ungeliebte Pflichtübung für die Bank. Ein „paar Tausend Stimmabgaben wünschen wir uns aber schon…“ Also zwei- bis dreitausend Stimmzettel damit es wohl nicht zu umfangreich, arbeitsintensiv und unübersichtlich wird? Man gibt eine „Wahl“ und es macht gar nichts wenn niemand hingeht.

 

Die angestrebte Anzahl der Wahlteilnehmer sollte doch schon fast mit den Kandidaten, vorausgesetzt jeder besitzt auch einen Genossenschaftsanteil, und deren näherer Verwandtschaft zu schaffen sein. Benötigt werden, ausgehend von der Mitgliederzahl, ca. 415 Kandidaten. Selbst wenn wahrscheinlich darüber hinaus keine Kandidaten aufgestellt werden, die erfolgreiche Wahl ist somit für jeden gesichert, auch wenn es nicht ein paar Tausend Stimmabgaben werden. Könnte dann eventuell den Vorteil haben, dass die gewählten Vertreter zumindest ihre Wähler kennen, der überwiegende Teil der Mitglieder wird ihre Vertreter kaum kennen und umgekehrt. Eine wohl kaum gute Voraussetzung um deren Interessen zu vertreten.

 

Eine „Wahl“ somit fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit, angestrebte Wahlbeteiligung zwischen zwei und drei Prozent, möglicherweise weniger, man ist da offensichtlich flexibel. Wen vertreten denn nun diese Vertreter? Die Mitglieder der Hannoverschen Volksbank demnach offensichtlich nicht. Von der überwiegenden Mehrheit werden diese nicht gewählt, wahrscheinlich nur von einem marginalen Anteil, Überraschungen sind natürlich noch möglich, aber nur was die Wahlbeteiligung betrifft. Alles andere hat der Wahlausschuss bestens kanalisiert. Ein demokratisches Mandat sieht anders aus.

 

Mal sehen, ob wir denn erfahren werden wie hoch die Wahlbeteiligung gewesen sein könnte, vielleicht auch etwas genauer? Möglicherweise gehen mehr Wähler zu den Wahlen der Kirchenvorstände als zu der Veranstaltung der Hannoverschen Volksbank? Aber wahrscheinlich haben bei der Hannoverschen Volksbank die Nichtwähler schon über diese „Wahl“ abgestimmt?


Manche Dinge ändern sich eben nie

(2011-12-07)

 

Haben Sie schon die Briefwahlunterlagen zur Vertreterwahl der Hannoverschen Volksbank angefordert? Unterlagen ohne Informationsgehalt. Auf dem Wahlschein: „Wahl der vom Wahlausschuss aufgestellten Liste der Vertreter“ - „Ja“ oder „Nein“. So etwas muss man einmal mitgemacht haben um sich darüber seine Gedanken machen zu können.

 

Es gibt nur eine Liste, die des Wahlausschusses der Hannoverschen Volksbank, keine Alternative. Selbst im Sozialismus ostdeutscher Prägung bestand zumindest theoretisch noch die Möglichkeit Kandidaten von der Liste zu streichen, auch wenn dies kaum geholfen hat. Hier ist die Namensliste den Unterlagen zur Briefwahl nicht einmal beigefügt. Wen wählen Sie also letztendlich? Offensichtlich fordert man einen Persilschein an? Eine andere Möglichkeit wird ohnehin nicht angeboten, nur ein „Nein“ zu dieser Zumutung ist möglich. Somit doch noch alles gelebte Demokratie?

 

Eigentlich ist es schon ein bemerkenswerter Vorgang. So sieht die „wahre Demokratie“ aus wie sie die Hannoversche Volksbank versteht. Persilschein für eine vom hauseigenen Wahlausschuss vorgegebene Liste ohne Namensnennung, Informationsmöglichkeit und Alternative bei der Stimmenabgabe. So bleiben die Weihnachtsüberraschungen aus.

 

Manche Dinge ändern sich eben nie. Es ist nun einmal eine geheime „Wahl“, hier in des Wortes ureigenster Bedeutung und ändern wird diese bei dem Unternehmen auch nichts. Eine geheime Kandidatenliste unter weitestgehendem Ausschluss der Betroffenen und Vertretenen. Es könnten da fast Zweifel aufkommen an der Einstellung der Kandidaten? Nachfragen sind aber nicht möglich, denn es ist nicht nachvollziehbar welcher Kandidat oder später dann Vertreter für wen zuständig ist.

 

Wer hat hier denn nun eigentlich gewählt - der Wahlausschuss der Hannoverschen Volksbank - oder sollten es doch die Wähler gewesen sein? Dann haben die aber was die Auswahl der Kandidaten und Entscheidungsmöglichkeiten betraf mächtig unter Kuratel gestanden?


Schlechte Informationslage

(2011-12-20)

 

Die Vertreterwahl bei der Hannoverschen Volksbank ist gelaufen und nichts deutet mehr auf der Webseite der Bank darauf hin, dass diese stattfand. Tage danach kein Ergebnis oder Teilnahmewerte. Eine merkwürdige Informationspolitik.

 

Die Informationslage ist bei der Hannoverschen Volksbank ebenso niedrig wie die Zinsen die dort gezahlt werden. Laut „biallo.de“ gewährte die Hannoversche Volksbank beim Online-Tagegeld, Stand 16.12.2011, einen Zinssatz von 1,25 Prozent. Zinsen bis 2,75 Prozent sind bei verschiedenen Mitbewerbern derzeit möglich, keinesfalls ist es ein Problem höhere Zinsen als die bei der Hannoverschen Volksbank angebotenen auch bei Banken zu bekommen die nicht unbedingt im exotischen Bereich zu suchen sind.

 

2011-12-21

Der Internetseite der Hannoverschen Volksbank können Sie unter anderem entnehmen:

 

„Ihr HanVB Festgeld.direkt. Sichere Geldanlage mit 90 Tagen Laufzeit. Garantiert fester Zinssatz von 1,30 % p.a. (bei Neuanlage einmaliger Begrüßungszinssatz von 1,50 % p.a.). Festgeldanlage pro Person schon ab 10.000 EUR bis zu 250.000 EUR Höchstanlage möglich. Nach 90 Tagen kann die Anlage zu dem dann gültigen Zinssatz (ohne den Begrüßungsaufschlag) verlängert werden.

 

2011-12-24

Für Geschenke soll man sich eigentlich immer artig bedanken, auch wenn diese so ihre Tücken haben können. Die Hannoversche Volksbank hat auch ein „Geschenk“ für Sie:

 

„Weihnachten steht vor der Tür und damit auch die Zeit für Geschenke. Da dürfen auch keine attraktiven Präsente von uns für Sie fehlen:

Festgeld.direkt mit garantiertem Zinssatz von 1,30 % p.a.


Für Neuanlagen sogar mit besonderem Begrüßungszinssatz in Höhe von 1,50 %
p.a.“

 

Bedanken kann man sich ja, annehmen muss man nicht alles, auch wenn man „einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut“. Bezüglich des Zinssatzes gibt es erheblich bessere „Geschenke“. Wahrscheinlich macht sich die Hannoversche Volksbank aber mit dieser Vorgehensweise nur selbst ein Geschenk, Erwartungshaltungen gegenüber den Mitgliedern bestehen dort offensichtlich ohnehin.

 

2012-01-04

Meilenweit von marktgerechten Konditionen entfernt

 

„Hannoversche Allgemeine:“ Internetbanken bieten die höchsten Zinsen.“

 

Genossenschaftsbanken wie die Sparda-Bank Hannover mit 1,30 Prozent für Beträge bis 50 000 Euro oder die Hannoversche Volksbank mit 1,25 Prozent fallen hingegen ab.“

 

Die Hannoversche Volksbank versucht sich hier also auf einer „Spielwiese“ deren Regeln andere bestimmen und bei der die Hannoversche Volksbank von marktüblichen Konditionen meilenweit entfernt ist. Dies ist aber nicht nur bei diesem Beispiel der Fall.


Einkommen der Vorstände ein Tabu-Thema

(2011-12-31)

 

Das Einkommen der Vorstände ist in vielen Genossenschaften ein Tabu-Thema. So natürlich auch bei der Hannoverschen Volksbank, dort liegen auch keine Angaben darüber vor welche Vergütung ein Vorstandsmitglied erhält. Ebenso erfolgen keine Angaben über die Aufwandsentschädigungen und sonstige Vergütungen für die Aufsichtsräte. Vielleicht wird auch Ihr Vertreter dort für seine Tätigkeit entschädigt?

 

http://genossenschaftunddemokratie.blogspot.com/2011_11_01_archive.html


Mildtätigkeit der Hannoverschen Volksbank

 (2012-01-09)

 

Auch Ihre Hannoversche Volksbank ist ständig dabei und spendet zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen oder sponsert Veranstaltungen, Vereine und andere Gegebenheiten, landauf, landab. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass nach dem Gießkannenprinzip vorgegangen wird. Die Vorgehensweise dabei ist ebenso intransparent wie die Vertreterwahl dieses Unternehmens. Wenn es auch keine Millionenbeträge sind, Kleinvieh macht auch Mist und es summiert sich im Laufe des Jahres gewaltig. Endzahlen konnte ich nirgendwo finden. Wer zahlt letztendlich diese Spendierfreudigkeit? Sie als Genossenschaftsmitglied, und Sie als Kunde. Wer kontrolliert die Verwendung und wer entscheidet über die Vergabe und deren Höhe? Gefragt danach wen Sie selbst bedenken möchten werden Sie nie und so lange nicht zufällig der Verein oder die Veranstaltung die Sie persönlich besuchen dabei ist haben Sie letztendlich auch wenig davon, dass diese Mildtätigkeit von Ihnen mit getragen wird. Es macht sich eben immer gut, wenn man als Gönner auftreten kann, die Mittel dafür aber andere aufbringen dürfen, ohne Mitsprachemöglichkeit.

 

Diese Vorgehensweisen sind aber offensichtlich üblich, wie einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ entnommen werden kann. Dort war unter anderem zu entnehmen: „Etliche Stadtwerke-Kunden sind verärgert über den Millionenbetrag, mit dem enercity den Anbau des Sprengel Museums unterstützt. Einerseits erhöhe das Kommunale Energieunternehmen die Strom- und Gaspreise, andererseits verschenke man das Geld der Kunden, so lautet der kritische Tenor zahlreicher Leserbriefe an die HAZ. Unmut regt sich jetzt auch in den Reihen der hannoverschen Christdemokraten. CDU-Ratsherr …, Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke, spricht sogar von „ einer Art Veruntreuung von Kundengeld“…“


Ähnlich wie eine aus dem Chinesischen übersetzte Gebrauchsanleitung für Videorekorder?

(2012-01-18)

 

Das „Handelsblatt“ berichtete unter anderem: „An den Schaltern der Volks-und Raiffeisenbanken scheinen die „Duo-Rendite-Garant“-Zertifikate ein Kassenschlager zu sein. Mehr als 20 Varianten hat die DZ-Bank seit März 2010 aufgelegt. Gerade können Kunden die neuste Version kaufen. Das Zertifikat ist an Raffinesse kaum zu überbieten: Die Rendite des Kapitaleinsatzes ist von der Entwicklung zehn verschiedener Aktien an sechs verschiedenen Börsen in Europa abhängig. Allerdings nur zur Hälfte, die Hälfte seiner Anlage bekommt der Kunde nach einem Jahr verzinst zurück…“

 

„Was aus der Hälfte wird, die von der Börsenentwicklung abhängt, der „Vario-Zins-Komponente“, liest sich ähnlich wie eine aus dem Chinesischen übersetzte Gebrauchsanleitung für Videorekorder…“

 

„An insgesamt zwölf Beobachtungstagen im Jahr, immer am 20. des Monats, dürfen die Kurse der zehn maßgeblichen Aktien nicht mehr als 20 Prozent unter ihren Startkurs Ende Januar 2012 gerutscht sein…“

 

„Wäre genau dieses Produkt vor einem, zwei oder drei Jahren an den Start gegangen, hätte der Anleger niemals Glück gehabt. Immer wäre mindestens eine der zehn Aktien unter beide Barrieren gerutscht. Läuft das hochkomplexe Zertifikat die vollen sechseinhalb Jahre, wird die Gesamtrendite nach Kosten immer dünner und kann sogar gegen null gehen…“

 

http://www.handelsblatt.com/finanzen/zertifikate/ratgeber-hintergrund/wenn-die-garantie-zum-rohrkrepierer-wird/6045882.html


Ombudsmann der genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken

(2012-01-21)

 

Da die Hannoversche Volksbank Ihnen wohl kaum den für Sie zuständige Vertreter benannt hat und auch nirgendwo ersichtlich ist wo Sie den Aufsichtsrat ansprechen können kann es im Problemfall durchaus zweckmäßig sein externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein erster Schritt dabei, ohne sofort die richtige Keule zu schwingen, ist möglicherweise der Weg über den für die Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken installierten Ombudsmann. Erwarten sollten Sie davon allerdings nicht allzu viel, denn für seine Tätigkeit wird dieser von den Volks- und Raiffeisenbanken bezahlt. Ein Versuch muss aber nicht schaden und bei einem unbefriedigendem Ergebnis stehen sämtliche weiteren möglichen Wege offen.

 

 

Ombudsmann der genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken

 

Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband der Deutschen
Volksbanken und Raiffeisenbanken - BVR
Schellingstraße 4
10785 Berlin

 

 

Weitere Ombudsmänner:

 

Ombudsstelle für Investmentfonds des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e. V.
Unter den Linden 42
10117 Berlin

 

Verein Versicherungsombudsmann e. V.
Postfach 08 06 32
10006 Berlin

 

Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung
Postfach 06 02 22
10052 Berlin

 

 

http://www.mvb.de/service/impressum_mehrfachvermittler/ombudsmann.html

 

http://www.stern.de/wirtschaft/familie/banken-ombudsmann-hier-werden-sie-geholfen-552696.html


Märchenstunde

(2012-01-28)

 

Es war einmal… Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr der Genossenschaften in Berlin. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) ausgerichtet.

 

Der Präsident des GdW: „Nachhaltige Geschäftsmodelle sowie die Prüfung und Beratung durch Genossenschaftsverbände sind ein stabiles Fundament. Bei einer Genossenschaft werden die unternehmerischen Entscheidungen nicht unter Renditevorgaben, sondern mit Blick auf die optimale Leistungserstellung für die Mitglieder getroffen. Durch die nachhaltige Wirtschaftsweise erzielen die Genossenschaften positive Effekte für die Gesellschaft.“

 

Märchenstunde in Berlin, man muss nur lange genug selbst daran glauben. Vielleicht werden dann Märchen wahr? Auch eine Genossenschaft kann nicht von ständigen Verlusten leben, es sei denn man kann jemanden in die Tasche greifen um die Defizite auszugleichen.

 

In Deutschland gibt es demnach: 1.138 Volksbanken und Raiffeisenbanken, etwa 2.000 Wohnungsgenossenschaften, 2.604 landwirtschaftliche und 1.622 gewerbliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften sowie 219 Konsumgenossenschaften.

 

Die Quantität sagt aber nichts über die Qualität aus.


Unbefriedigendes Ergebnis

(2012-01-29)

 

Darüber wie sinnvoll und zweckmäßig derartige Tests sind dürfte sich trefflich streiten lassen. Wahrscheinlich ist es ohnehin nur Zeitverschwendung. Vorausgesetzt alle wurden gleich behandelt, dann könnte sich zumindest ein Trend aus diesen Durchführungen ablesen lassen:

 

„Ob hierzulande die Banker bereits ausreichend qualifiziert sind, als Jäger auf ihre Kunden losgelassen zu werden, ließ FOCUS-MONEY in einem bundesweiten Filialtest vom Institut für Vermögensaufbau (IVA) prüfen.“

 

http://www.focus.de/finanzen/news/citycontest-fuer-mehr-durchblick_aid_706555.html

 

Die Hannoversche Volksbank fiel jedenfalls weitestgehend durch. Der Unternehmensverbund Hannoversche Volksbank landete mit der Durchschnittsnote „2.1“ nur im hinteren Mittelfeld, der Unternehmensteil Hannover lag mit „2.2“ noch außerhalb des Durchschnittsergebnisses (Hannover, Hannoversche Volksbank eG, 2,2).

 

Wohl eher ein unbefriedigendes Ergebnis bei dem Anspruch den die Hannoversche Volksbank immer von sich darstellt? Zumindest kamen zahlreiche andere Institute besser durch den Test?


Raiffeisenbanken wohl nicht immer so harmlos wie der Anschein?

(2012-02-06)

 

Die Raiffeisenbanken sind international wohl auch nicht immer so harmlos wie man vorgibt zu sein. Zumindest eine Raiffeisenbank befindet sich diesbezüglich in den Schlagzeilen. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) ist, wie einem Bericht der österreichischen „Die Presse.com“ entnommen werden kann möglicherweise auch an einigen kreativen Geschäften beteiligt gewesen, zumindest war sie wohl darüber informiert:

 

„In der Slowakei verdichtet sich der Verdacht, dass jene Geheimdienstprotokolle, die ein riesiges Korruptionsnetz belegen sollen, echt sind. Unter immer größeren Rechtfertigungsdruck geraten damit auch drei österreichische Firmen: Flughafen Wien, Raiffeisen Zentralbank und insbesondere die Meinl Bank.“

 

„In Summe sollen es hunderte Millionen Euro sein, um die der Staat zugunsten einer teilweise bis heute an Schlüsselstellen der Macht sitzenden Elite gebracht wurde.“

 

http://diepresse.com/home/wirtschaft/728819/Oesterreicher-im-slowakischen-Morast


Kunde seit 46 Jahren

(2012-02-10)

 

Es war zwar nicht die Hannoversche Volksbank, der Bericht ist aber trotzdem sehr interessant. Kann er doch ein Indiz dafür sein welchen Stellenwert eine Mitgliedschaft bei einer Bank haben könnte:

 

„Frankfurter Allgemeine“: „Wer zu meinen glaubt, wegen jahrelanger Geschäftsbeziehungen gebe es bei der Hausbank angenehme Konditionen, macht einen Fehler. Der Kredit von der Hausbank muss nicht günstig sein.“

 

„Ein höfliches Schreiben an die Hausbank, ob man so mit alten Genossen umgeht, verbunden mit der Kündigung der Anteile sämtlicher Familienmitglieder, bleibt vier Wochen ohne Antwort. Ein zweites Schreiben, nicht minder höflich, aber mit der dringenden Bitte um Reaktion, provoziert einen Dreizeiler, die Bank nehme den Verkaufswunsch zur Kenntnis.“

 

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/hausbanken-drum-pruefe-wer-sich-lange-bindet-11636972.html


Erneuter Datendiebstahl an Geldautomaten der Hannoverschen Volksbank

(2012-02-27)

 

Wie sich die „Bilder gleichen“ - nach bis jetzt vorliegenden Meldungen wurden 55 Kunden der Hannoverschen Volksbank von einem Datendiebstahl an Geldautomaten betroffen. Ausgeführt an Geldautomaten in der Geschäftsstelle am Engelbosteler Damm und in einer Selbstbedienungsfiliale in der Treschowstraße.

 

Alles schon einmal dagewesen, auch war die Filiale am Engelbosteler Damm schon einmal betroffen und die Hannoversche Volksbank kündigte damals verstärkte Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen an. Offensichtlich hat irgendetwas trotzdem nicht funktioniert. Offensichtlich nur leere Versprechungen?

 

Damals waren es zunächst auch nur einige wenige von denen zunächst berichtet wurde, der Spitze des Eisbergs. Letztendlich wurde dann von ca. 400.000 EUR Schadenhöhe berichtet. Mal sehen welcher Wert diesmal mitgeteilt werden wird.

 

An den üblichen Versprechungen wie beim letzten Mal wird es wohl auch diesmal nicht fehlen? Nur wie lange benötigt die Hannoversche Volksbank immer bis es bemerkt wird, wenn es offensichtlich nicht zu verhindern ist?


Die unendliche Geschichte

(2012-03-01)

 

Hannoversche Volksbank und Paketeria. Einige Geschäftsideen waren wohl doch nicht so innovativ? Zumindest dann wohl nicht deren Zwangsläufigkeiten?

 

http://www.mehrwertkonzept.com/wussten-sie-wie-sich-die-volksbanken-aus-meisen-und-hannover-mit-aufkundigen-ihrer-vertrage-gegenuber-paketeria-verhalten-haben/


Erheblich gestiegener Abschreibungsbedarf

(2012-03-16)

 

„boersen-zeitung.de“ berichtete unter anderem: „Die 1.121 genossenschaftlichen Retailinstitute mussten im vergangenen Jahr 923 Mill. Euro, oder 0,5 % ihres Wertpapierbestands abschreiben - fast drei Mal so viel wie 2010. Dagegen ging die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 409 auf 213 Mill. Euro, oder 0,05 % des merklich ausgeweiteten Kreditbestands zurück.“

 

Bei der Vergabe von Krediten war man vorsichtiger und wählerischer, im Gegensatz zu den eingegangenen Engagements im Anlagenbereich, wo man offensichtlich kräftig falsch lag. Dort hatte man weniger Probleme damit, dass Geld der Mitglieder risikobehaftet einzusetzen.


Geschäftsergebnis 2011 unter Vorjahresniveau

(2012-03-20)

 

In einigen Provinzzeitungen wurde über das Geschäftsergebnis 2011 der  Hannoverschen Volksbank berichtet. Aussagefähig sind diese Darstellungen in keiner Weise, da nur einige Zahlen aufgeführt wurden.

 

Es wird jedenfalls wieder eine marginale Dividende von 5,5 Prozent geben, analog zu den Vorjahren. Was hat nun der Zusammenschluss der hannoverschen Volksbanken dem Genossenschaftsteilinhaber gebracht? - Nichts und der Bank selbst wohl auch keinen nachhaltigen Erfolg.

 

Ein Teil des Ergebnisses der Bank fließt in die  „Stiftung Hannoversche Volksbank“. Die Zustiftung beträgt 500.000 Euro. Die Hannoversche Volksbank versteht sich wohl als Wohlfahrtsinstitut? Demnächst dann wohl Stiftung mit dazugehöriger Bank? Wie andere Vorgänge zeigen ist es immer einfach mit dem Geld anderer wohltätig umzugehen. Es wäre wohl besser gewesen diesen Betrag den freien Rücklagen der Bank zuzuweisen und damit die Substanz des Instituts zu stärken.

 

Jahresüberschuß 2011: 12,4 Mio. Euro (Vorjahr: 12,5 Mio. Euro). So „Positiv“ wie dargestellt kann somit der Geschäftsverlauf nicht gewesen sein, denn das Vorjahresergebnis wurde nicht erreicht. Die Erfolge dieses nun schon langjährig tätigen Vorstands der Hannoverschen Volksbank halten sich somit in arg überschaubaren Grenzen.


Ca. 96,3 Prozent der Mitglieder wählten diese Vertreterversammlung nicht

(2012-04-21)

 

Die Hannoversche Volksbank gab eine Vertreterwahl und (fast) niemand ging hin. „Der Wahlausschuss bedankt sich bei allen Mitgliedern, die zu dieser breiten Unterstützung der neu gewählten Vertreter beigetragen haben.“

 

Bemerkenswert an dieser „Wahl“ ist eigentlich nur, dass es dieses Mal die Hannoversche Volksbank schaffte in ihrer Hauszeitung das Ergebnis mitzuteilen:

 

Abgegeben wurden 3.833 Stimmen, der Einheitsliste haben davon 3.685 Mitglieder zugestimmt. Ausgehend von einer Mitgliederzahl von ca. 105.000, unterstellen wir einmal, dass alle wahlberechtigt waren, dann entspricht dies einem Beteiligungsprozentsatz von ca. 3,7 Prozent. Die Teilnahme bei den kürzlich hier durchgeführten Wahlen zum Kirchenvorstand lag erheblich höher. Allerdings gab man sich dort auch richtig Mühe die Wähler zu mobilisieren, was bei der Hannoverschen Volksbank nicht zu bemerken war. Die dort den Wählern verordnete Einheitsliste, ohne Alternative, mit handverlesenen, für würdig befundenen Kandidaten, ist wohl eher ein Relikt aus vergangenen Zeiten und nicht die Grundlage für eine demokratische Legitimation der Gewählten, schon gar nicht der Versuch sämtliche Mitgliederkreise zu beteiligen und anzusprechen. Zumindest zeugt diese Vorgehensweise von doch wohl erheblich gestörten Vorstellungen bezüglich einer demokratischen Grundlage und der Einschätzung einer „breiten Unterstützung“ und dem Sinn und Zweck einer Wahl.

 

Die traditionelle Kundschaft der Volksbank basiert, laut Mitgliederzeitschrift, auf inhabergeführten mittelständischen Unternehmen, den Selbständigen und Freiberuflern sowie der privaten Baufinanzierung. Konsumentenkredite vermittelt die Bank an den Verbundpartner easyCredit. Gehören Sie also zum angesprochenen traditionellen Kundenkreis? Vielleicht befinden Sie sich bei der falschen Bank?

 

Eine „breite Unterstützung“ von 3,7 Prozent entspricht auch keiner herausragenden demokratischen Rückendeckung, schon gar nicht einer gewaltigen, „breiten Unterstützung“. Es sieht eher danach aus, und dieser Eindruck drängt sich auf, dass bei dieser Wahl wohl eher Familienmitglieder und Freundeskreis der zur Wahl stehenden Vertreter für deren demokratische Legitimation sorgten, wenn es denn eine wurde. Wahlteilnahme im engsten Kreis. Eine Zustimmungsquote von 96,14 %, bei einer Wahlbeteiligung von ca. 3,7 Prozent, entspricht auch eher der Zustimmungsquote bei Wahlen in früheren sozialistischen Staaten. Dort durften dann allerdings noch Kandidaten von der Liste gestrichen werden. Mit einer Wahl hatte das somit wohl nicht so viel zu tun was bei der Hannoverschen Volksbank geboten wurde, aber dies war wohl auch nie die Absicht. Zumindest wurde bei dieser Höhe der Wahlbeteiligung das Risiko für die Kandidateneinheitsliste sehr gering.

 

Man muss es wohl umgekehrt betrachten, diese Vertreterversammlung wurde von ca. 96,3 Prozent der Mitglieder der Hannoverschen Volksbank nicht gewählt.


Bauchpinselei - wer war gemeint?

(2012-05-15)

 

„boersen-zeitung.de“ berichtete unter anderem: „Die Genossenschaften, zumal die Kreditgenossenschaften, haben allen Grund zum Feiern. Erstens können sie in diesen Tagen mehrere 150-jährige Jubiläen begehen. Das runde Alter erreichen: die Frankfurter Volksbank, deren älteste Vorgängerin, die Frankfurter Gewerbekasse, am 19. Mai 1862 von 81 zum Mittelstand zählenden Bürgern aus der Taufe gehoben wurde, und der Genossenschaftsverband, der Prüfungs- und Beratungsverband mit Zuständigkeit für 13 Bundesländer, dessen Historie sich bis zu dem am 25. Mai 1862 in Wiesbaden gegründeten Verband der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften am Mittelrhein zurückverfolgen lässt.“

 

Die Zeitung berichtete weiter: „…Bundeskanzlerin Angela Merkel glänzte mit tiefem Detailwissen über die Nachkommen von Wilhelm Haas, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, als sie jüngst bei der Berliner Festveranstaltung aus diesem Anlass (die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt) die Genossenschaften würdigte als „Vorbilder, wie man ökonomische, soziale und ökologische Ziele verbindet“.“

 

„Mehr Bauchpinselei von hoher Stelle kann eine Bankengruppe in diesen Zeiten kaum erwarten.“

 

„Genossenschaften zeigen der internationalen Gemeinschaft, dass Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung miteinander verbunden werden können“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.“

 

Festzustellen ist bei all diesen Ausführungen - nicht einer dieser Lobredner würdigte das Demokratieverständnis der Genossenschaften und die Freiheiten der Mitglieder am Genossenschaftsleben teilzunehmen und dieses mit zu gestalten, vor allen Dingen auch umfassend darüber informiert zu werden. Diese müssen wohl zumindest einige Genossenschaften näher kennen? Vielleicht sogar die Hannoversche Volksbank?

 

Das Lob dürfte wohl eher den übrigen Formen der genossenschaftlichen Tätigkeit gegolten haben und wohl eher nicht den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, denn in den 150 Jahren des Bestehens des genossenschaftlichen Gedankens hat man dort wohl doch sehr viel auf der Strecke gelassen von den ursprünglichen Idealen und Zielen, setzt man die Vorgehensweisen bei der Hannoverschen Volksbank als allgemein übliche Praxis voraus. Zumindest der genossenschaftliche Bankensektor zieht sich hier wohl „einen Schuh an“ der schon lange nicht mehr zu ihm passt, wenn überhaupt jemals. Man muss wohl Politikerin sein, vielleicht sogar Bundeskanzlerin, um auch so weit entfernt von der Realität zu liegen, wie die Hannoversche Volksbank vom ursprünglichen genossenschaftlichen Gedanken.

 

Aber Frau Merkel dürften wohl auch die Erfahrungen als Vertreterin von Genossenschaftsanteilsinhabern fehlen, denn dazu muss man in der Kommunalpolitik aufgefallen sein um für einen entsprechenden Posten bei einer Volksbank auserwählt zu werden um dann dort die dort vorgegebenen „demokratischen Ideen“ zu pflegen, zu hegen und zu vertreten. Allerdings müsste der demokratische Gedanke dort auch bekannt sein, zumindest eine verbindliche Definition. Wenn nicht, dann schadet dies dort jedenfalls nicht, dies ist aber für das weitere Fortkommen und Postenerhalt nicht schädlich, möglicherweise sogar hilfreich.

 

Möglicherweise wurde dann doch auf der entsprechenden Festveranstaltung dem Falschen der „Bauch gepinselt“? Aber Genossenschaft bedeutet nicht zwangsläufig Volks- und Raiffeisenbank. Allerdings wird es auch dort noch viele geben, die ursprünglichen Idealen folgen. Die übrigen und üblichen Trittbrettfahrer gibt es aber überall.

 

150 Jahre Genossenschaftsleben auf Banken bezogen in Deutschland - „es ist viel zu tun, packen wir es an“. Ab wann kontrollieren dort die Genossenschaftsmitglieder die Genossenschaftsbank und nicht die Genossenschaftsbank die Mitglieder? Beispiel: Hannoversche Volksbank.


Obolus für die Genossenschaftsanteilinhaber

(2012-05-31)

 

Die Vergütung von 5,5 Prozent für das über den Genossenschaftsanteil der Hannoverschen Volksbank zur Verfügung gestellte Risikokapital wird offensichtlich zu einer statischen Größe. Der ausgewiesene Gewinn betrug 12,416 Mio. EUR, davon gehen ca. 2,103 Mio. EUR an die Genossenschaftsanteilsinhaber, also die Eigentümer der Bank. Dies entspricht ca. 16,9 Prozent. Die Ausschüttung ist damit für eine unternehmerische Beteiligung erheblich zu niedrig. Schon unter der Betrachtungsweise, dass Ihnen die Gremien der Volksbank nach einer Kündigung des Genossenschaftsanteils die Zustimmung zur satzungsgemäßen Auszahlung verweigern können, da die Genossenschaftsanteile wie Eigenkapital zugeordnet werden.

 

Insbesondere dann, wenn wir das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrachten sprechen etliche Gründe für eine Erhöhung der Dividende. Beim Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit werden 97,150 Mio. EUR ausgewiesen. Ca. 49,691 Mio. EUR resultieren zwar aus der Auflösung von Rückstellungen und Zuschreibungen. Aber selbst bei Abzug dieses Betrages verbleibt fast noch eine Verdoppelung dieser Position.

 

Dass es der Bank nicht schlecht ging ist auch der Position der gezahlten Steuern zu entnehmen, 2011: ca. 15,951 Mio. EUR, 2010: ca. 11,943 Mio. EUR. Da eine Bank zahlreiche Möglichkeiten hat den ausgewiesenen Bilanzgewinn zu beeinflussen ist die Steuerzahlung immer eine richtungsweisende Größe. Die Hannoversche Volksbank hat so den ausgewiesenen Bilanzgewinn auch dadurch kräftig reduziert, dass dann 68,5 Mio. EUR in einen Fonds für allgemeine Bankrisiken eingestellt wurde. Dorthin gingen über zwei Drittel dieses Ergebnisses.

 

Es wäre also durchaus angemessen gewesen die Dividende zumindest ein wenig anzuheben und der Bank hätte dies auch nicht geschadet. Ein Euro mehr wären ca. 105.000,00 EUR gewesen.

 

Nicht so zurückhaltend wie bei der Dividende waren Vorstand und Aufsichtsrat bei ihren Bezügen bzw. Vergütungen. Optisch wurde Gesamt zwar reduziert, durch Personalreduktion in diesen Bereichen aber letztendlich dann doch eine kräftige Erhöhung. Dagegen sanken allerdings die Personalkosten und damit die Vergütungen für die beschäftigten Mitarbeiter, trotz geringer Personalaufstockung, gegenüber dem Vorjahr um ca. 3,0 Mio. EUR, entsprechend ca. 3,5 Prozent.

 

Die Gesamtbezüge des Vorstands, Aufsichtsrats und der früheren Mitglieder des Vorstandes bzw. deren Hinterbliebenen lagen bei ca. 2.904 Mio. EUR. Wir erinnern uns - an die Genossenschaftsanteilsinhaber werden ca. 2,103 Mio. EUR ausgeschüttet. Die Erhöhung der Bezüge früherer Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebenen lagen bei ca. 70 Prozent.

 

Auch mit den ausgezahlten Zinsen war es nicht so üppig. Trotz leicht gestiegener Gesamteinlagen sank der Zinsaufwand von ca. 100,129 Mio. EUR auf ca. 96,437 EUR, Minus ca. 3,692 Mio. EUR.

 

Etwas genauer betrachtet relativiert sich auch die Aussage zur gestiegenen Mitgliederzahl, diese stieg zwar an, nur die jetzigen Mitglieder halten 14.551 Genossenschaftsanteile weniger. Es lohnt bei dieser Verzinsung auch ohnehin nicht mehr als einen Anteil zu halten, ein Genossenschaftsanteil bringt keine Vorteile und schon gar keine Vergünstigungen, ganz abgesehen davon, dass ohnehin nur jedes Mitglied eine Stimme hat, egal wie viele Anteile es besitzt.

 

Für die Genossenschaftsmitglieder der Hannoverschen Volksbank war es somit wieder einmal kein gutes Jahr.


Hannoversche Volksbank eine soziale Einrichtung mit angeschlossenem Bankbetrieb

(2012-06-22)

 

Diese Vorgehensweise ist durchaus nicht neu. Bei Siemens war es vor Jahrzehnten ähnlich, Bank mit angeschlossenem Industriebetrieb. Zumindest bestand dort noch eine Gewinnmaximierungsabsicht. Warum soll es die Hannoversche Volksbank nicht in ähnlicher Form versuchen? Bei der Hannoverschen Volksbank ist aber eine Dividende von 5,5 Prozent ausreichend. Die Vertreterversammlung hat damit offensichtlich keine Probleme.

 

In der ordentlichen Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank berichtete der Sprecher des Vorstandes der Volksbank unter anderem über das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 und gab einen Ausblick in das laufende Jahr und die weitere wirtschaftliche Entwicklung:

 

„Die Vertreterversammlung beschloss eine Dividende von 5,5%.“ „Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.“ Wie sollte es bei dieser handverlesenen Vertreterversammlung auch anders sein?

 

„In seinem Bericht hob Vorstandssprecher … das regionale Engagement der Hannoverschen Volksbank hervor. Mehr als 1 Mio. € stellt die Bank für soziale, sportliche und kulturelle Zwecke bereit.“ Demnächst wird es dann wohl statt einer Dividende eine Spendenbescheinigung geben?

 

„Ganz aktuell beteiligt sich die Bank unter dem Motto „Vier machen elektromobil“ gemeinsam mit der Innung des Kfz- Technikerhandwerks, der Handwerkskammer Hannover und der Schlüterschen Verlagsgesellschaft am Test eines Elektro- Stadtlieferwagen. Im Alltagsbetrieb sollen Erfahrungen mit der Elektromobilität gesammelt und ein kleiner Beitrag zur Senkung von Emissionen geleistet werden.“

 

Für die Genossenschaftsmitglieder eine marginale Dividende, dafür aber Beteiligung an populistischen Utopien die sich in einigen Jahren als Fehlinvestitionen herausstellen werden. Es ist aber nicht das eigene Geld welches der Vorstand werbewirksam unter das Volk wirft, es sind die Beträge die den Genossenschaftsanteilsinhabern nicht ausgezahlt werden. Schlecht kann es der Volksbank somit wohl kaum gehen?

 

Von der Vertreterversammlung wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet. Es wurde nicht darüber berichtet, dass einer Ihrer Vertreter dort das Wort ergriff. Offensichtlich hatten Ihre Vertreter dort nichts zu sagen - oder mitzuteilen? Fragen waren ohnehin wohl nicht offen? Vielleicht auch nicht zugelassen? Ein bemerkenswerter Vorgang bei einer Versammlung Ihrer Vertreter. Öffentlich scheint diese Veranstaltung auch nicht gewesen zu sein? Sie waren aber schließlich vertreten, durch Ihren Vertreter. Dieser wird Ihnen wahrscheinlich demnächst über seine Eindrücke und Erlebnisse bei dieser Veranstaltung berichten?


Ein Gewinn für wen?

(2012-06-30)

 

Ob es nun Ahnungslosigkeit war oder nur Gefälligkeitsjournalismus lassen wir einmal dahingestellt, vielleicht war es auch keine der beiden Möglichkeiten, sondern nur Unwissenheit und Unerfahrenheit. Eventuell wollte man auch nur einem nicht unbedingt kleinen Inserenten eine Freude bereiten in der Hoffnung auf neue Aufträge? Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete in Ihrem sonst gar nicht so schlechten kleinen, aber ausreichenden, Wirtschaftsteil über Genossenschaften in Deutschland und führt dazu unter anderem aus:

 

„Jeder vierte Bürger ist Mitglied und Miteigentümer einer Genossenschaft - insgesamt fast 21 Millionen. Damit gibt es fünfmal so viele „Genossen“ wie Aktionäre.“

 

Eigentlich können so viele Menschen gar nicht irren, nur stellt sich hier die Frage in welchen Bereichen Genossenschaften tätig werden und wo diese sinnvoll sind? Für den Bankenbereich dürfte diese Gesellschaftsform mehr als überholt sein, obwohl vermutlich dort der Großteil der Mitglieder zu finden sein dürfte. Alte Gewohnheiten sterben eben nur schwerlich aus.

 

„Quasi ein Gegenmodell zum Raubtierkapitalismus, denn bei Genossenschaften steht nicht die Rendite, sondern das Wohl der Mitglieder im Mittelpunkt.“

 

Dies setzt natürlich voraus, dass man die Wünsche und Anliegen der Mitglieder kennt. Wer aber immer mehr Bankfilialen schließt, das Online-Banking favorisiert und fast täglich wechselndes Personal in den Zweigstellen beschäftigt wird wohl kaum die Wünsche der eigenen Mitglieder kennen, schon gar nicht „das Wohl der Mitglieder im Mittelpunkt“ haben können. In einem derartigen Bericht machen sich aber immer Floskeln zum „Raubtierkapitalismus“ und ähnliche Wortspiele sehr gut. Meistens von Leuten die immer noch nicht begriffen haben, dass nicht der Chef das Geld mitbringt und das ein Unternehmen und auch eine Bank kein soziales Unternehmen sein können, denn nur von Gewinnen kann investiert und weiter gearbeitet werden. Es ist da eben wie mit der Jungfrau, wenn sie immer ja sagt, dann landet sie auch eines Tages in der Gosse. Der Beweis ob bei den Genossenschaftsbanken „das Wohl der Mitglieder im Mittelpunkt“ steht wurde bisher noch nicht erbracht.

 

„Die weltweite Finanzmarktkrise, ausgelöst durch die Gier nach immer mehr Rendite, hat viele Unternehmer und Bürger wieder den Wert von Solidarität und Solidität erkennen lassen. Das bieten Genossenschaften…“

 

Hier wäre zunächst die Frage zu klären mit wem ein Bankkunde oder Genossenschaftsmitglied der Hannoverschen Volksbank Solidarität beweisen möchte oder muss und wie viele Genossenschaftsmitglieder dieser überhaupt kennt? Wahrscheinlich kennt er nicht einmal seinen von irgendjemanden gewählten Vertreter der seine Interessen angeblich vertritt? Wo beginnt Solidarität und wo hört Solidität auf? In wie weit ist beides kompatibel? Das Genossenschaftsmodell ist nicht die Fortsetzung des Sozialismus oder Kommunismus mit anderen Mitteln. Diese Formen haben bereits bewiesen, dass sie nicht funktionieren. Eine Genossenschaft ist eine Interessengemeinschaft, die allerdings bei einer Volksbank vollkommen unangebracht ist. Um festzustellen wie viel Solidität eine Volksbank besitzt oder ausstrahlt dazu müssten erst einmal Informationen zur Geschäftsphylosophie und zu den allgemeinen Abläufen gegeben werden. Nur bei den Informationen zu elementaren Abläufen, da wird nicht viel zum Besten gegeben. Es ist nicht einmal nachvollziehbar nach welchen Kriterien Spenden gießkannenartig verteilt werden, schon gar nicht welche Geschäftspolitik verfolgt wird. Der unternehmerische Mittelstand ist das Ziel, soweit eine Teilaussage. Wozu benötigt man dort dann noch den normalen Girokonteninhaber? Er ist eigentlich kontraproduktiv.

 

„Dazu komme die Verzinsung der Geschäftsanteile. Und schließlich steigerten Investitionen den Wert der Genossenschaft.“

 

Die marginale Verzinsung der Geschäftsanteile spricht schon negativ für sich. Der Genossenschaftsanteilinhaber beteiligt sich an einem unternehmerischen Risiko und da sind ca. fünf Prozent Dividende ganz einfach zu wenig. Von der Steigerung des Genossenschaftswerts durch Investitionen und auch andere Einflüsse, davon hat der Anteilsinhaber einer Genossenschaft nichts. Sein Anteil an der Genossenschaft ist nach fünfzig Jahren Mitgliedschaft genau so hoch wie er diesen einmal einzahlte. Mehr gibt es auch nicht zurück. Durch die Inflationsrate hat sich somit der Anteilswert mindestens kaufkraftmäßig halbiert. Von Firmenwertsteigerungen der Genossenschaft hat der Anteilsinhaber nichts. Rechnet er vom jährlichen Zinssatz, sofern es überhaupt jährlich eine Dividende gab, die Inflationsrate ab und den Werteverzehr seines Genossenschaftsanteils gegen die Inflationsrate, dann wurde nach fünfzig Jahren nur Geld gewechselt. Höchstens ein Nullsummenspiel.

 

Und jetzt kommt der weitere große Irrtum dieses Artikels und damit die falsche Schlussfolgerung, zumindest in Bezug auf die Hannoversche Volksbank:

 

„Keine Rechtsform biete zudem mehr demokratische Mitbestimmung: Ein Mitglied eine Stimme - egal, wie hoch die Beteiligung ist. Das schützt Genossenschaften laut Verband vor feindlichen Übernahmen. Unkompliziert, wie sich jeder durch den Erwerb eines Anteils von 100 Euro oder mehr einkaufen könne, sei auch der Ausstieg durch einfachen Verkauf der Beteiligung.“

 

Das Märchen von der feindlichen Übernahme wird nicht nur hier erzählt. Es geistert durch viele Köpfe und soll die Gedanken anderer vernebeln und ein nicht vorhandenes Feindbild aufbauen. Einige malen hier panisch ein Gespenst an die Wand welches es gar nicht gibt und nur in den Fantasien einiger besteht die diesen Irrglauben immer wieder verbreiten. Dadurch wird dieses Gespinst auch nicht realer. Wer will schon eine Genossenschaftsbank übernehmen? Abgesehen davon, dass dies bei dieser Gesellschaftsform gar nicht funktioniert.

 

Dann die „demokratische Mitbestimmung“. Wer hat davon schon einmal etwas bemerkt bei der Hannoverschen Volksbank? Bei einer Wahlbeteiligung in homöopathischen Dosierungen zur Bestimmung von Vertretern der Wahlberechtigten für eine Vertreterversammlung, nach vorherigem Auswahlverfahren des hauseigenen Wahlausschusses zur Suche von geeigneten  und für würdig befundenen Kandidaten, die dann in der Regel wohl nur einstimmige Beschlüsse in der Vertreterversammlung fassen und wohl auch ohne Diskussion dort auskommen. Ein merkwürdiges Demokratieverständnis.

 

„Einfacher Verkauf der Beteiligung.“ Man erhält das Geld zurück welches einmal einbezahlt wurde, nach entsprechend langen Wartezeiten und nach Genehmigung des Geschäftsjahresabschlusses. Also ca. bis zu zwei Jahren nach erfolgter Kündigung. Bei der Hannoverschen Volksbank stellen aber die Beträge der eingezahlten Genossenschaftsanteile Eigenkapital dar und somit muss der Auszahlung durch die Gremien der Bank zugestimmt werden. Es besteht somit kein Rechtsanspruch darauf, dass die gekündigten Beträge auch ausgezahlt werden. Zurzeit spricht zwar nichts dagegen, „unkompliziert“ ist dieser Vorgang aber deshalb noch lange nicht, zumindest nicht unbedingt ein Selbstgänger.

 

Insgesamt somit Thema verfehlt, denn die Überschrift hätte nicht lauten dürfen: „Ein Gewinn für alle“, richtig wäre gewesen: Ein Gewinn für fast alle. Wobei bei einer Genossenschaftsbank wohl selbst diese Formulierung fraglich sein dürfte? Die Vorteile einer Genossenschaft dürften wohl überwiegend bei den Gremien der Genossenschaft und deren Kompetenzträgern liegen? Diese unterliegen einer marginalen Kontrolle durch die kaum vorhandenen mitgliederbasierten Kontrollmöglichkeiten und können folglich fast schalten und walten wie es ihnen beliebt. Selbst die gesetzlichen Kontrollmechanismen werden von genossenschaftlichen Kontrollinstituten des genossenschaftlichen Verbundes wahrgenommen. Da dürfte wohl auch das eine oder andere mit dem „Mantel der Liebe“ zugedeckt werden, zumindest so lange es sich ohne Aufsehen zu erregen beheben lässt.

 

Sehen Sie sich aber nicht nur die Bankgenossenschaften an. Achten Sie auch einmal auf die Wohnungsbaugenossenschaften. Durch Subventionen, Zinsvergünstigungen, verlorene Kredite und weitere zahlreiche andere Subventionierungen und Zuschussmöglichkeiten, unter Nutzung sämtlicher Vergünstigen unseres Sozialstaates, angefangen beim Wohngeld bis hin zur Sozialhilfe, haben diese zunächst fast ohne Eigenmittel für Wohnraum gesorgt. Mittlerweile sind aber größtenteils diese ursprünglichen Fremdmittel zurückbezahlt worden. Hinter diesen Genossenschaften stehen teilweise bei entsprechender Größe, Milliardenwerte die eigentlich den Genossen gehören, denn für diese wurde man tätig. Nur die zahlen immer noch Miete für Wohnungen die ihnen über die Genossenschaften schon längst gehören. Wo sind dort die Wertsteigerungen aus Investitionen und Geschäftstätigkeit geblieben?

 

Nehmen Sie doch einmal den Genossenschaftsanteil und die darauf eingezahlten Werte. Sehen Sie sich die Bilanz an. Betrachten Sie dann einmal den Firmenwert Ihrer Volksbank, nicht aus der Bilanz ersichtlich aber ableitbar, und dann den Wert Ihres Genossenschaftsanteils. Dieser hat nicht nur keine Steigerung erfahren, er wurde weniger durch die Inflation. Der Wert Ihres Genossenschaftsanteils korrespondiert in der Regel nicht mit dem Wert des Unternehmens. Steigen Sie aus, lassen Sie alles zurück, bleiben Sie dabei haben Sie auch nichts davon. Warum sollen Sie sich folglich an einer Volksbank beteiligen?


So viel zum Thema Kundennähe

(2012-07-03)

 

„Hannoversche Allgemeine:“ „Die Hannoversche Volksbank öffnet am Freitag letztmalig ihre Filiale an der Hauptstraße in Isernhagen K.B. Anschließend stehen den Kunden dort nur noch Selbstbedienungsautomaten zur Verfügung.“


Hannoversche Volksbank zu Schadenersatz verurteilt

(2012-08-23)

 

„bankgenosse.wordpress.com:“ „Hannoversche Volksbank erneut zu Schadenersatz verurteilt - Rund 29.000 Euro plus Zinsen muss die Hannoversche Volksbank an einen Kunden zahlen.“

 

„Das Gericht stellte zweifelsfrei klar: Ein Beratungsverschulden liegt vor. Die Bank hat dem Anleger verschwiegen, dass sie für die Vermittlung der gezeichneten Anlage Provisionen erhält und wie hoch diese sind.“

 

„Erst im Mai 2012 war die Hannoversche Volksbank wegen mehrerer Beratungsverschulden zur Zahlung von rund 214.000 Euro Schadenersatz an einen Kunden verurteilt worden.“

 

http://bankgenosse.wordpress.com/2012/08/19/hannoversche-volksbank-erneut-zu-schadenersatz-verurteilt/


Denkwürdige Vorgehensweise zur Mitgliederverwendung

(2012-08-28)

 

„Die Volks- und Raiffeisenbanken ziehen im Kampf gegen eine Bankenunion in Europa alle Register. „Wir werden alles uns mögliche tun, um das Vorhaben der EU-Kommission, eine Bankenunion in der Eurozone zu schaffen, abzuwenden“, kündigt …, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), im Gespräch der Börsen-Zeitung an. Dabei werden Gedankenspiele über eine Mobilmachung der 17 Millionen Genossenschaftsmitglieder wieder aktuell.“ (boersen-zeitung.de)

 

Wenn man es für vermeintlich eigene gute Zwecke missbrauchen kann, dann erinnert man sich urplötzlich, dass die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken auch Mitglieder haben. Aber auch hier, wie bei allen anderen Gelegenheiten werden diese nicht nach ihrer Meinung gefragt, diese wird vorgegeben. So sieht Mitgliederverständnis und Mitgliederbeteiligung bei diesem Verbund aus.

 

Es ist schon eine denkwürdige Vorgehensweise wofür man dort Mitglieder benötigt.


Werbeversprechen der Banken sind leere Worthülsen

(2012-09-02)

 

„Fachleute wissen seit Jahr und Tag, dass sich Anleger, die mit 25.000 oder 50.000 Euro in eine Bank gehen…“ - „…sind für die Institute kleine Fische.“

 

„…Ankündigung, in Zukunft kundengerecht beraten zu wollen, ist eine leere Worthülse.“

 

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/die-vermoegensfrage-werbeversprechen-der-banken-sind-leere-worthuelsen-11866916.html


Schadensumme fast ein Million Euro

(2012-09-13)

 

Letztendlich waren dann doch gut 500 Kunden der Hannoverschen Volksbank betroffen und diese Serie endete dann wohl erst im Februar 2012 lange nachdem die Hannoversche Volksbank angekündigte die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Wie die „Hannoversche Allgemeine“ Zeitung weiter berichtete betrug die Schadensumme fast ein Million Euro.

 

Bei manchen dauert es eben etwas länger bis diese etwas merken und die Sicherheitsmaßnahmen waren dann wohl doch nicht so sicher?

 

Fünf Manipulationen an Bankautomaten der Hannoverschen Volksbank

(2012-09-15)

 

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/900-000-euro-schaden-skimming-taeter-gesteht-ec-kartenbetrug-11886231.html


Wunschdenken

(2012-09-19)

 

Der „Börsen-Zeitung“ war es dieser Tage eine Sonderausgabe wert, Thema: „Volks- und Raiffeisenbanken“.

 

Wer auch immer diesen Sonderbericht in Auftrag gab und die Informationen lieferte, einige wenige Absätze waren daraus durchaus interessant, denn wer Vieles schreibt kann Manchem etwas bieten. An ihren Taten sollten wir sie also messen, Glorifizierung ist nun wirklich nicht angesagt und es besteht dazu auch nicht der geringste Anlass:

 

„…Entscheidender aber ist, dass Kunden bei der Genossenschaft gleichzeitig Miteigentümer der Bank sind. Dadurch ergibt sich ein besonderes Verhältnis zwischen den Kunden und ihrer Bank. „Freundlich und fair“ heißt das bei den Sparda-Banken. Kunden werden für sie nützliche Leistungen angeboten und keine Produkte aufgedrängt. Das Marketing gegenüber den Mitgliedern ist zwar werbend, aber nicht reißerisch. Die Bank begegnet ihren Kunden auf Augenhöhe und nicht mit dem Habitus des überlegenen Bankers...“

 

„…Die Mitglieder erwarten zu Recht, dass sich Genossenschaftsbanken in besonderer Weise ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verantwortung bewusst sind und im Interesse des Gemeinwohls handeln. Das schließt das Engagement für Sport, Kultur und benachteiligte Gruppen ein.

 

Allerdings bleiben Genossenschaften primär der Förderung ihrer Mitglieder verpflichtet und sind keine öffentlichen Einrichtungen...“

 

Entscheidend sind aber folgende Ausführungen:

 

„…Im 19. Jahrhundert wurden Mitgliederbanken gegründet, weil vielen Verbrauchern der Zugang zu Geldanlage und Kredit fehlte. So sind auch die Sparda-Banken als Selbsthilfeeinrichtungen der Bahn entstanden. Diesen Bedarf gibt es heute praktisch nicht mehr: Das Marktversagen von damals ist einem vielfältigen und weit verbreiteten Angebot von Finanzdienstleistungen gewichen…“

 

Es besteht somit also nicht mehr die geringste Notwendigkeit genossenschaftliche Banken zu betreiben, weil deren Unternehmenszweck entfallen ist. Lösen wir diese also auf und kehren die erlösten Beträge an die Mitglieder aus. Die vorstehend aufgeführten Ausführungen, Absatz eins und zwei, sind wohl eher Utopien und Wunschdenken, die Praxis sieht auch bei den Genossenschaftsbanken anders aus.


Dispozinsen

(2012-10-20)

 

„stern.de:“ „Banken verheimlichen Dispozinsen.“

 

http://www.stern.de/wirtschaft/geld/finanztest-banken-verheimlichen-dispozinsen-1910552.html#utm_source=sternde-newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=wirtschaft-16.10.2012

 

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/private-finanzen-zu-hohe-dispozinsen-in-deutschland-11927568.html

 

Haben Sie schon einmal auf der Internetseite Ihrer Hannoverschen Volksbank nach der Höhe der Dispozinsen gesucht? Beim Begriff „Dispozinsen“ oder ähnlichen Begriffen erhalten Sie von der seiteninternen Suchmaschine folgende Antwort:

 

„Suchergebnis - Ergebnisse 0 bis 0“


Universell einsetzbar

(2012-10-21)

 

„Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“, führte schon Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 97 / Direktor, aus.

 

Diese Absicht hat offensichtlich auch der „Gemischtwarenladen“ Hannoversche Volksbank, wie einer Werbe-E-Mail zu entnehmen ist:

 

§  „Sparen und gleichzeitig soziales Engagement fördern,

 

§  Erneuerbare Energien: Zuschüsse vom Staat nutzen!

§  Rechte des Mieters bei Wohnungskündigung,

§  Unsere Top-Immobilie,

§  Am 30. und 31. Oktober ist Weltspartag!“

 

Wenden Sie sich also vertrauensvoll in allen Lebenslagen an Ihre Volksbank. Geld anlegen ist demnach offensichtlich auch noch möglich, denn zumindest wird der „Weltspartag“ noch erwähnt. Es ist doch beruhigend zu wissen, dass Ihre Volksbank fast alles kann und universell einsetzbar ist.


Hat sich in über 150 Jahren etwas geändert?

(2012-12-20)

 

„Am 1. März 1860 wurde in Hannover die "Vorschuss-Vereins-Bank zu Hannover" gegründet. Gut 150 Jahre später heißt das genossenschaftliche Kreditinstitut Hannoversche Volksbank. Die Volksbank ist mit einer Bilanzsumme von vier Milliarden Euro die größte Volksbank Norddeutschlands. Sie betreut über 240.000 Privat- und Firmenkunden in der Wirtschaftsregion Hannover-Celle.“

 

…und die Mitglieder der Hannoverschen Volksbank warten immer noch auf demokratische Rechte und aussagefähige Informationen zum Geschäftsablauf.


Eigenkapital der VR Leasing aufgebraucht

(2012-12-22)

 

„boersen-zeitung.de:“ „Die zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörende VR Leasing erwartet für 2012 einen Verlust von voraussichtlich 240 Mill. Euro nach HGB…“

 

„… bestätigte, dass durch den Verlust das Eigenkapital der VR Leasing aufgebraucht ist.“

 

„In dem Verlust spiegeln sich nach … Angaben Abschreibungen auf Geschäftsfelder, die die VR Leasing nicht mehr betreiben will und die deshalb neu bewertet werden mussten, darunter das Ungarn- und Russlandgeschäft. Hinzu kämen Verluste aus risikoreichen Produktvarianten bei der ungarischen Tochter...“


Neujahrsansprache eines Motivationsberaters

(2013-01-19)

 

Die Hannoversche Volksbank hielt Hof und viele kamen. Schließlich ist Wahljahr und so waren dann auch etliche politische Größen anwesend, zumindest hielten sich möglicherweise eventuell einige dafür oder wurden vermeintlich dafür gehalten. Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordnete und Bürgermeister. Sonst treten diese politischen Größen kaum in Erscheinung, nur wenn Wahljahr ist, dann tauchen diese auf einmal aus dem Nebel auf und besuchen Altenheime, Kindergärten, Pizzabuden, verteilen vor Supermärkten kleine Präsente die ohnehin niemand benötigt und schenken an einer Bushaltestelle warme Getränke aus. Nun war diese Klientel auch auf dem Neujahrsempfang der Hannoverschen Volksbank vertreten. Vielleicht wollte sich dieser Personenkreis danach erkundigen wie die Hannoversche Volksbank die Mitgliederrechte ihrer Genossen wahrt, vielleicht auch nur wie man diese umgehen kann und bei den Volksbanken „Wahlen“ durchgeführt werden? Möglicherweise Erfahrungsaustausch?

 

Interessant war aber, dass die Hannoversche Volksbank offensichtlich einen Motivationsberater benötigt, denn der trat dort auch auf. Mit Vorstandsmitglied abgebildet. Der Vorstand der Hannoverschen Volksbank wird doch wohl keinen Motivationsberater benötigen? Sollte etwa das Betriebsklima bei der Hannoverschen Volksbank so sein, dass für das Personal ein Motivationsberater benötigt wird? Eigentlich kennt man diese Damen und Herren nur von unseren Fußballvereinen wenn es gegen den Abstieg geht oder im Gesundheitswesen, wenn die Pfunde reduziert werden sollen?

 

Womit hat denn die Hannoversche Volksbank Probleme? Die Probleme mit dem Demokratieverständnis bezüglich der Mitglieder wird dort auch ein Motivationsberater nicht lösen können, dazu bedarf es einer grundlegenden Gesinnungswandlung. Politiker sind dazu auch wenig hilfreich, denn wie man jetzt kurz vor der Landtagswahl wieder sieht, sie treten nur vor Wahlen öffentlich kurz auf um mit Auftritten von geringem Unterhaltungswert sich zum Clown zu machen und in die Presse zu gelangen oder auf irgendeiner Internetseite erwähnt zu werden, um dann wieder im Nirgendwo zu verschwinden. Auch diesem Personenkreis können Sie getrost jede Frage stellen, wenn Sie eine Antwort bekommen, dann fragen Sie sich auch dort häufig ob Sie die gleiche Sprache sprechen.


2012 vermeintlicher Geschäftserfolg auf einem Nebenkriegsschauplatz?

(2013-01-21)

 

Dieser Tage konnten Sie der heimischen Presse entnehmen, dass die Hannoversche Volksbank fünf von mehr als vierzig im Jahr 2006 verkauften Gebäuden zurückkaufte. Seinerzeit geschah dies eher „klammheimlich“ und es war keine Erfolgsnachricht wert, nicht einmal eine Erläuterung begründete die damalige Vorgehensweise. Viele werden diese Position dann wohl erst im Geschäftsbericht entdeckt haben.

 

Jetzt nimmt man einige dieser Gebäude zurück und verkündet eine Erfolgsmeldung, weil dies angeblich ein gutes Geschäft sei, denn die einzelnen Gebäude waren seinerzeit höher im Gesamtpaket bewertet worden. Papier ist eben geduldig und in der Zwischenzeit hat man wohl auch Miete oder Leasingraten entrichtet die das Geschäftsergebnis belasteten und der verbleibende Rest wird dann in entsprechendem Umfang das Geschäftsergebnis weiter belasten. Wenn das Geschäft nun so gut war, warum kann man dann keine konkreten Zahlen nennen? Mir erscheint es hier, auf den ersten Blick, eher eine Vorgehensweise nach Beliebigkeit zu sein die nicht zu bewerten ist so lange nicht die Gründe für den seinerzeitigen Verkauf erkennbar sind. Was steckt aber wirklich dahinter? Es macht wohl auch wenig Sinn nur einen Teil rückabzuwickeln? Die Kostenbelastung durch Miete oder Leasingraten für die übrigen Immobilien, soweit diese weiter genutzt werden, bleibt bestehen. Kann oder will sich die Hannoversche Volksbank kaum eigene Immobilien leisten?

 

Es war damals ohnehin wohl ein eher negativ zu bewertender Vorgang wenn eine Volksbank den eigenen Hauptsitz verkauft und in gemieteten Räumen sitzen bleibt? Über die Tragweite und Notwendigkeiten waren wohl nur einige informiert? Im Nachgang liefen bei der Hannoverschen Volksbank auch noch einige Vorgänge ab die unter dieser Prämisse aus heutiger Sicht eventuell dann doch ein Gesamtbild ergeben könnten? Hat sich die Ausgangssituation so geändert, dass diese Maßnahme nun möglich war oder sollte es eine andere Geschäftsnotwendigkeit beim seinerzeitigen Käufer geben der diese Maßnahme jetzt opportun werden ließ? Vielleicht soll es auch nur etwas besser aussehen, wenn jetzt der Hauptsitz wieder der eigenen Firma gehört, weil der Leasinggeber Verkaufsabsichten an ein Konkurrenzunternehmen einer anderen Bank hat? Dies ist natürlich nur reine Spekulation.

 

Ihr Vertreter bei der Hannoverschen Volksbank, der den Aufsichtsrat kontrolliert und somit auch den Vorgang und die Geschäftsabläufe dieser Größenordnung wird höchstwahrscheinlich nähere Auskünfte zu diesem Vorgang geben können bzw. seine Fragen dazu schon gestellt haben?

 

Gleichzeitig wurde angekündigt für 2012 wieder eine marginale Dividende in Höhe von 5,5 Prozent den Genossenschaftsmitgliedern zukommen zu lassen. Mittlerweile wird dieser Betrag statisch und die einst gepriesenen Vorteile aus dem Zusammenschluss zahlreicher Volksbanken haben bisher nicht die einst erhofften Vorteile beim Betriebsergebnis gebracht, zumindest nicht für die Anteilsinhaber. Steckt man allerdings das Geld in  Immobilien, dann ist es natürlich nicht für die Mitglieder vorhanden, schon gar nicht für eine kleine Erhöhung der Ausschüttung.

 

Dafür wird aber der Vorstand um ein Mitglied erweitert.

 

Die Hannoversche Volksbank ist angeblich weiter gewachsen, Kundeneinlagen stiegen, das Kreditgeschäft legte zu, der Jahresüberschuß lag in der Nähe der Vorjahreshöhe, nur das Betriebsergebnis vor Bewertung reduzierte sich um zwei Prozent. Somit wohl doch nicht so erfolgreich, denn das Betriebsergebnis spiegelt das Kerngeschäft wider? Dies lässt sich auch schon daraus schließen, dass man einen eigentlich schon längst erledigten Vorgang, durch Teilrückkauf einiger weniger Immobilien, nun als den Geschäftserfolg des Jahres 2012 darstellen muss. Einen Vorgang der beim eingehen der Verpflichtung keine Sondermeldung in der Presse nach sich zog. Das Tagesgeschäft ist wohl dann doch nicht so doll gelaufen, wenn Nebenkriegsschauplätze so hervorgehoben werden?


Wunschliste

(2013-03-13)

 

Haben Sie sich die „Frageliste“ der Hannoverschen Volksbank schon einmal angesehen? Eigentlich wohl keine Frageliste eher eine Wunschliste wie die Hannoversche Volksbank gesehen werden möchte. Da ist wohl häufig der Wunsch der Vater des Gedankens? Haken Sie bei Gelegenheit einmal die Positionen ab und schätzen für sich ein was davon auch bei Ihnen ankam und wo Sie wirklich tätig werden konnten bzw. gefragt wurden.

 

http://www.hanvb.de/ihre_volksbank/die_hannoversche_volksbank/14_staerken_der_hannoverschen.html

 

Interessant ist folgende Feststellung: „Eigentümer - Nahezu 103.000 Kunden haben sich entschieden - Mitglied ihrer Hannoverschen Volksbank zu werden. Die Vorteile sind offensichtlich: Als Mitglied sind sie nicht nur Kunde, sondern Anteilseigner ihrer Bank. Als solche bestimmen sie mit und profitieren vom Erfolg.“

 

Wann konnten Sie das letzte Mal mitbestimmen? Wo haben Sie vom Erfolg profitiert? Wann hat man Sie zum Geschäftsablauf und zu geschäftlichen Vorgängen befragt? Wann haben Sie unaufgefordert Informationen zum Geschäftsablauf erhalten? Wann ging Ihnen ein Geschäftsbericht zu?

 

„Die Idee der Volksbanken Raiffeisenbanken besteht seit fast 200 Jahren. Sie entspringt den Werten Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit und Demokratie…“

 

Wann und wo haben Sie den Hauch von Demokratie bei Ihrer Volksbank gespürt? In 200 Jahren hat sich wohl einiges von dem Ursprungsgedanken verklärt und sich zu mystischen Ideen verselbständigt? Die Aufstellung begreift sich wohl eher als Märchenstunde, denn die Märchen beginnen meist mit: „Es war einmal…“


Die Bank abseits Ihrer Seite

(2013-05-15)

 

„Hannoversche Allgemeine“: „Die Hannoversche Volksbank hatte vor einigen Tagen angekündigt, ihre Filialen in Dedensen und Lohnde Ende Mai zu schließen…“

 

Eben eine sehr kundenfreundliche und mitgliederfreundliche Bank. Sie kann eben nicht anders. Vorgehensweise nach Art des Hauses.

 

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/An-der-Leine/Seelze/Volksbank-behaelt-SB-Bereich-in-Lohnde


Hannoversche Volksbank und ein Bundesligaverein

(2013-06-01)

 

Was vermisst der geneigte Leser bei all diesem Rummel der Presseagenturen zum Engagement der Hannoverschen Volksbank beim Fußballbundesligisten Hannover 96? Außer von den Agenturen wurde anderenorts wohl wenig darüber berichtet? Nirgendwo steht wie viel die Hannoversche Volksbank dafür in die Kasse von Hannover 96 einzahlte. Kostenlos wird dies wohl alles kaum gewesen sein, eher umsonst? Ob es dem Genossenschaftsmitglied  und dem Kunden der Hannoverschen Volksbank überhaupt etwas bringen wird, der Beweis dafür wurde auch nicht angetreten. Vielleicht soll aber auch nur darauf hingewiesen werden, dass eine Volksbank ebenso seriös ist wie ein Bundesligaverein. Möglicherweise soll davon ausgegangen werden, dass „sich Gleich und Gleich gerne gesellen“?

 

Es werden wohl mehr als die „Peanuts“ gewesen sein mit denen die örtlichen Vereine abgespeist werden die den Breitensport voranbringen möchten und werbewirksam von der Hannoverschen Volksbank, nach vorheriger Würdigkeitsprüfung und nicht nachvollziehbaren Genehmigungskriterien, Zuwendungen erhalten? Bei diesen Beträgen hat die Bank meistens keine Hemmungen deren Höhe zu nennen, da diese in der Regel doch recht übersichtlich sind.


Abmahnung für Union-Investment

(2013-06-09)

 

„handelsblatt.com:“ „Abmahnung für Deka und Union-Investment.“

 

„Die Verbraucherschützer schickten eine Abmahnung, fordern von beiden Gesellschaften eine Unterlassungserklärung, dass sie mehrere Klauseln in den Geschäftsbedingungen einiger ihrer besonders häufig vertriebenen Fonds in Zukunft nicht mehr verwenden

 

Die beanstandeten Klauseln beziehen sich auf sogenannte Performance Fees, erfolgsabhängige Gebühren, die Kunden zahlen müssen, wenn das Fondsmanagement selbst gesteckte Ziele erreicht.“

 

http://www.handelsblatt.com/finanzen/fonds/ratgeber-hintergrund/gebuehrenstreit-bei-fonds-abmahnung-fuer-deka-und-union/8277364.html

 

„Union Investment:“ „Gegründet wurde Union Investment im Jahr 1956 von 16 Privat- und Genossenschaftsbanken. Seitdem sind wir Mitglied in der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Zu dieser Gruppe gehören über 1.100 Volks- und Raiffeisenbanken in ganz Deutschland. Innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe sind wir der Experte für die Fondsvermögensverwaltung - mit heute 2.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Unsere genossenschaftliche Philosophie findet sich auch in unserer Organisation wieder.

 

Wir sind konsequent anlegerorientiert aufgestellt. Das heißt: Was unsere Kunden brauchen und wünschen, ist die Basis dafür, wie und wo wir an den Märkten handeln.“

 

Wie sich die Bilder gleiche, man weiß im genossenschaftlichen Verbund nicht nur was die Kunden „brauchen“, man nimmt auch was man gebrauchen kann. Andere Banken machen dies auch, nur die Volks- und Raiffeisenbanken und deren Verbundinstitute sind offensichtlich auch nicht anders?


Risikoreiche Genossenschaften“

(2013-06-13)

 

„WirtschaftsWoche:“ „So leicht wie der Kauf vom Bio-Obst auf dem Markt ist die grüne Geldanlage leider nicht. Stattdessen müssen sich Anleger häppchenweise über die einzelnen Produkte informieren. Vor allem müssen die Angebote strengstens nach faulen Stellen geprüft werden.“

 

http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/gruene-geldanlage-risikoreiche-genossenschaften/8313856-4.html


Die „Bibel“ der Volksbanken

(2013-06-22)

 

Wenn Sie einmal so richtig sehen wollen mit welcher eigenen Selbstüberschätzung diese Bankengruppe lebt und wovon diese ausgeht dann besorgen Sie sich die Sonderbeilage der „Börsen-Zeitung“ vom 19.06.2013. Vielleicht verteilt Ihre Volksbank diese auch gratis in ihrer Schalterhalle. Wundern kann dies niemanden. So viel Eigenlob kann nur auf eigenem Mist wachsen. Eventuell wird diese Sammlung auch demnächst als Leitfaden für Mitarbeiter und Genossen verteilt, denn sonst könnte der Leserkreis doch sehr übersichtlich sein. Welches Genossenschaftsmitglied hat schon die „Börsen-Zeitung“ abonniert? Bei dem Aufwand der hier betrieben wurde wäre es doch schade wenn diese Ausführungen nicht der Nachwelt erhalten blieben? An ihren Taten soll man sie allerdings messen und nicht nur an den schönen Worten. Vergleichen Sie doch demnächst einmal wie Anspruch und Wirklichkeit bei Ihrer Volksbank auseinander liegen. Die Bedienungsanleitung wurde geliefert. Testen Sie nun ob Ihre Volksbank auch entsprechend liefert.

 

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Niedrigzinsen - Danaergeschenk für die Volkswirtschaft

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Nachhaltigkeit braucht Glaubwürdigkeit

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Chancen für attraktive Immobilieninvestments

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Impulse aus Regulierungsvorhaben aufgreifen

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Die Bank der Zukunft ist mobil

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Wahrnehmung für Sepa muss gesteigert werden

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Künftiges Wohnen ist auf einem guten Weg

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Genossenschaftliche Idee mit Überzeugung leben

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Traditionell dem Mittelstand verpflichtet und verbunden

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Genossenschaftliche Stärke ist die Einheit in Vielfalt

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Nachhaltige Ertragssicherung mit System und Kreativität angehen

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Unternehmensnachfolge - Monetäre Ziele greifen zu kurz

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: DAS UNTERNEHMEN IN KÜRZE: Ganz vorn dabei

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Verbraucherschutz im "genetischen Code" verankert?

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Der Gedanke des Teilens gewinnt zusehends an Boden

19.06.13

Dekoration

Volks- und Raiffeisenbanken: Wettbewerb wird europäisch und beachtlich härter

 

19.06.13 SONDERBEILAGE: VOLKS- UND RAIFFEISENBANKEN: Niedrigzinsen - Danaergeschenk für die Volkswirtschaft

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19.06.13 SONDERBEILAGE: VOLKS- UND RAIFFEISENBANKEN: Nachhaltigkeit braucht Glaubwürdigkeit

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19.06.13 SONDERBEILAGE: VOLKS- UND RAIFFEISENBANKEN: Chancen für attraktive Immobilieninvestments

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Erneut nur eine marginale Dividende

(2013-07-08)

 

Alle Jahre wieder, so auch dieses Jahr, wurde der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hannoverschen Volksbank „einstimmig entlastet“. „Auf Basis des guten Ergebnisses der Bank wurde durch die Vertreterversammlung eine Dividende von 5,5 % für 2012 beschlossen“. Hatten wir auch alles schon, wird aber dadurch auch nicht besser, denn die Dividende bleibt zu niedrig. Außer schönen Bildern von der Herrenriege der Hannoverschen Volksbank, hatten wir nun auch schon zum wiederholten Mal, wurden dann nur Nebensächlichkeiten von der Vertreterversammlung auf der Internetseite der Bank berichtet. Die gehandhabte Informationspolitik zu Vertreterversammlungen änderte sich auch dieses Mal nicht. Detaillierte Aussagen zum Geschäftsergebnis 2012 erfolgten nicht. Dieses wurde wohl zunächst im elitären Kreis der Vertreterversammlung abgehandelt bevor das Fußvolk, sprich Mitglieder, weitere wohldosierte Mitteilungen erhält. Ihr Vertreter war vermutlich zumindest für Sie anwesend und hat es hoffentlich verstanden.

 

Ansonsten bekam die Vertreterversammlung dieses Mal geistlichen Beistand. Vielleicht wäre Zuspruch besser gewesen? Auf alle Fälle eine Ansprache. „Gastredner Abtprimas … stellt die Wertschöpfung mit Werten in den Mittelpunkt“. Vielleicht möchte sich die Hannoversche Volksbank demnächst in ihren Geschäftsabläufen christlichen Normen und Werten unterwerfen bzw. zuwenden und im Rahmen der Nächstenliebe tätig werden? Für eine Bank zumindest ein neuer, wohl ein positiver, Ansatz könnte dies werden, auch im Umgang mit den Mitgliedern und deren Behandlung im täglichen Geschäftsablauf, wenn man die Vorgehensweise ernst nimmt und dabei auch noch den ursprünglichen genossenschaftlichen Gedankengang wieder mit einbezieht, der zumindest bei der Hannoverschen Volksbank weitestgehend verloren ging. Vielleicht lässt man bei der nächsten Vertreterversammlung einen Vertreter des Islams sprechen denn dort hat man schon jahrhundertelange Erfahrungen mit Bankgeschäften im Sinne des Korans.

 

Der Vortrag des „Abtprimas der benediktinischen Konförderation in Rom“ könnte ein erster hoffnungsvoller Anfang und Ansatz gewesen sein. Möglicherweise zu besseren Vorsätzen? Betrachtet man aber die derzeitigen Presseberichte zu den Abläufen bei der Vatikanbank, dann können doch erhebliche Zweifel auftauchen ob dies die richtige Adresse für Ratschläge und Vorgaben sein kann, zumindest wenn die Nächstenliebe bei der Hannoverschen Volksbank Einzug halten soll. Allerdings setzt natürlich der Vorstand der Hannoverschen Volksbank die Prioritäten und bestimmt die Geschäftspolitik, ggf. auch wie viel Vatikanbank man gedanklich übernehmen möchte. Ob da dann auch noch der Eigentumsverzicht der Benediktiner hineinpasst mag einem findigen Vorstand überlassen bleiben. Im Islam sind, auf den ersten Blick betrachtet, auch keine Zinsen zulässig.

 

http://www.hanvb.de/ihre_volksbank/presseservice/pressemeldungen_2013/HanVB-Vertreterversammlung.html

 

Die „große“ Hannoversche Volksbank speist ihre Aktionäre zum wiederholten Mal mit einer marginalen Dividende ab, dies trotz oder gerade wegen eines, nach Ansicht des Vorstands, „guten Ergebnisses“. Die Volksbank in Alfeld, Bad Gandersheim, Bockenem, Langelsheim und Seesen hat „trotz allgemein ungünstiger Rahmenbedingungen“ „einen Überschuss von rund 2,17 Millionen Euro erwirtschaftet“ und „gewährt deren Genossenschaftsanteilsinhabern“ „aus dem Bilanzgewinn von 1,17 Millionen Euro 7,5 Prozent oder rund 558.000 Euro Dividende auf Geschäftsguthaben“.

 

Diese Volksbank schüttet somit rund 50 Prozent des Bilanzgewinns an die Anteilsinhaber und somit die Eigentümer aus. So ist es auch richtig. Ihre Volksbank zahlt Ihnen 5.5 Prozent. Bisher war dies nur ein Bruchteil des Bilanzgewinns. Für 2012 liegen noch keine Zahlen vor um den Prozentsatz festzustellen.

 

http://www.goslarsche.de/Home/harz/seesen_arid,389538.html

 

Einen Vorteil hat es allerdings dann doch Kunde der Hannoverschen Volksbank zu sein, auch für Nichtmitglieder, wenn Sie in ausreichender Mannschaftsstärke in einem Lokal in Herrenhausen auflaufen, einem Kunden der Hannoverschen Volksbank, dann können Sie vorab einen „Aperol Spritzz auf Kosten des Hauses“ zu sich nehmen. So sorgt auch die Hannoversche Volksbank dafür, dass bei ihren Kunden der Umsatz steigt.


Kommentar zu Genossenschaftsbanken

(2013-07-14)

 

„Börsen-Zeitung“: „Kommentar zu Genossenschaftsbanken: Penetrant“

 

http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=18087&titel=Kommentar-zu-Genossenschaftsbanken:-Penetrant


Besonders Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken im ländlichen Raum nutzten ihre Monopolstellung“

(2013-08-23)

 

„Die Welt“: „Größte Abzocker sind kleine Institute auf dem Land“. „Viele Banken verlangen von ihren Kunden laut Stiftung Warentest noch immer überhöhte Dispozinsen.“ „Besonders Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken im ländlichen Raum nutzten ihre Monopolstellung aus und schröpften die Kunden, kritisierte Stiftungsvorstand…“

 

http://www.welt.de/finanzen/article119194536/Groesste-Abzocker-sind-kleine-Institute-auf-dem-Land.html

 

„Die Hannoversche Volksbank spendet Einrichtungen, die sich für soziale, karitative oder kulturelle Zwecke engagieren, fünf Volkswagen vom Typ VW up, sogenannte VR-mobile. Sie haben einen Wert von jeweils 11.000 Euro.“ (Cellesche-Zeitung.de)

 

http://www.cellesche-zeitung.de/S2436767/Volksbank-spendet-Autos


Nun soll die Unesco den Genossenschaftsgedanken schützen

(2013-10-13)

 

Was Auszeichnungen wert sein können, dies kennen wir zur Genüge. Nehmen wir nur den Grimme-Preis als Beispiel, es lässt sich gar nicht verhindern, dass gewisse Moderatoren und Schauspieler diesen eines Tages erhalten. Alles nur eine Frage der Zeit, es kommt jeder an die Reihe. Wer es nötig hat sich mit solchen vermeintlichen Auszeichnungen zu profilieren dem fehlt es wohl zumindest etwas an Selbstbewusstsein?

 

„N24“ berichtete nun: „Unesco soll Genossenschaften schützen.“ „Tango aus Uruguay, tibetische Opern und die Heilig-Blut-Prozession in Belgien gehören schon zum immateriellen Kulturerbe der Unesco. Nun soll auch die Idee der Genossenschaften aufgenommen werden.“

 

http://www.n24.de/n24/Wissen/Kultur-Gesellschaft/d/3642484/unesco-soll-genossenschaften-schuetzen.html

 

Zumindest befindet sich der Genossenschaftsgedanke dann in illusterer Gesellschaft. Manche schrecken eben vor nichts zurück. Aber es ist eben wie beim „Tango“, es kommt immer auf die richtigen Schritte und die Ausführung an. Will man nun den ursprünglichen genossenschaftlichen Gedanken schützen? Oder soll es nur die Ausführung durch die Erben sein? Dann, sollte es so weit kommen, dann hätte wohl auch der Gedanke des immateriellen Kulturerbes der Unesco sich von seinen Idealen entfernt, ebenso wie die heutigen Genossenschaften auch häufig den Ursprungsgedanken des Genossenschaftswesens nur als das Geschwätz von gestern ausführen und interpretieren, insbesondere etliche Banken und Wohnungsgenossenschaften.


Volksbanken doch keine Musterschüler?

(2014-01-06)

 

Ende Dezember konnten wir noch in einem fast eine Seite langen Interview der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit dem Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank lesen wie hervorragend die Hannoversche Volksbank die Bankenkrise und daraus resultierenden Herausforderungen meisterte und die Zeichen der Zeit erkannte, alles auf dem richtigen Weg ist und wie gut die Hannoversche Volksbank aufgestellt ist. Offensichtlich scheint dann die Hannoversche Volksbank zu den Banken zu gehören die entgegen dem wohl sonstigen Trend alles richtig machte? Laut Handelsblatt haben da wohl auch einige Sparkassen und Volksbanken möglicherweise ihre Probleme? Hoffentlich haben schon sämtliche betroffenen Banken bemerkt, dass Probleme bestehen?

 

„Handelsblatt unter anderem:“ „Die Krise der Musterschüler“. „…Sparkassen und Volksbanken - sie haben viele Jahre Vieles richtig gemacht. Doch jetzt kommt eine bankeneigene Studie zu einem anderen Ergebnis: Die Niedrigzinsen fordern Tribut. Politik und Aufsicht sind alarmiert…“

 

„…Eine aktuelle Studie, die von den Regionalbanken selbst angeregt worden ist, kommt jedenfalls zu einem niederschmetternden Ergebnis: Sparkassen und Volksbanken steuern auf eine dicke Krise zu. Das Thema ist so brisant, dass sich inzwischen schon die Finanzaufsicht eingehend damit beschäftigt…“

 

„…Regierungskreise bestätigen dem Handelsblatt, dass der Ausschuss für Finanzstabilität „mögliche Rückwirkungen des Niedrigzinsumfeldes mit Blick auf mögliche Gefährdungen“ bei Sparkassen und Volksbanken eingehend analysiert. Zuletzt traf sich das 2012 gegründete Gremium, in dem Vertreter des Finanzministeriums, der Bundesbank, der Finanzaufsicht Bafin und des Bankenrettungsfonds Soffin unter Vorsitz von Finanzstaatssekretär … sitzen, Mitte Dezember...“

 

 

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/regionalbanken-die-krise-der-musterschueler/9281686.html

 

http://www.t-online.de/wirtschaft/unternehmen/id_67244202/studie-warnt-vor-krise-bei-sparkassen-und-volksbanken.html


Ausnahmen für Volksbanken?

(2014-01-12)

 

„Handelsblatt“: „Nach den neuen Kapitelregeln von Basel III müssen Banken Beteiligungen an anderen Kreditinstituten von ihrem Eigenkapital abziehen. Es gibt jedoch Ausnahmen. Und diese gelten offenbar auch für Volksbanken und Sparkassen.“

 

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/basel-iii-kapitalregeln-ausnahmen-fuer-sparkassen-und-volksbanken/9302964.html

 

Nun haben die Volksbanken und deren Interessenverbände lange genug gejammert und waren nun wohl erfolgreich? In den nächsten Tagen werden wir dann wohl hören, dass es nur eine Minimallösung ist? Man möchte zwar in der ersten Liga „mitspielen“ gelangt dann wohl aber schnell an die Grenzen der eigenen Möglichkeiten. Somit ist es dann immer besser, wenn dann die anderen Auflagen zu verarbeiten haben, Wettbewerbsverzerrungen liegen nur vor, wenn man selbst betroffen ist.


Ankündigung einer marginalen Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013

(2014-01-26)

 

Über die regionalen Publikationen kündigte die Hannoversche Volksbank für das abgelaufene Geschäftsjahr erneut eine Dividende von marginalen 5,5 Prozent an. Dieser Wert scheint offensichtlich statisch zu werden?

 

Wie der Pressemeldung weiter zu entnehmen war betreibt die Hannoversche Volksbank in Garbsen, Seelze, Neustadt und Wunstorf nur noch 16 Filialen.

 

Wie restriktiv die Hannoversche Volksbank bei der Vergabe von Darlehn vorgeht ist aus einem Pressebericht der „HAZ“ zu entnehmen in dem unter anderem ausgeführt wird: „Sinkende Verwaltungsaufwendungen, weiterhin sehr geringe Kreditausfälle und ein Anstieg der Provisionseinnahmen sorgten trotz eines rückläufigen Zinsüberschusses 2013 letztlich für einen Gewinn von 12,77 Millionen Euro…“

 

Bei einer Volksbank ein Darlehn zu bekommen erforderte schon immer einen hohen Bonitätsstand oder ein paar Sicherheiten mehr als sonst üblich. Dies muss man diesem Bankensystem nicht unbedingt vorwerfen, aber Risikokapital und im Krisenfall ein zuverlässiger Begleiter muss wohl anderenorts gesucht werden? Wer genug hat wird auch bei einer Volksbank immer etwas bekommen?


Rekordergebnis bei der Sparda-Bank Hannover

(2014-02-29)

 

Nach einem Bericht der „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ hat die Sparda-Bank Hannover im Geschäftsjahr 2013 mit einem Überschuss in Höhe von 7,2 Millionen Euro „das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt“. Das genossenschaftliche Geldinstitut konnte fast 6.500 neue Mitglieder aufnehmen. Die Dividende wird wieder sechs Prozent betragen und damit mehr als die Hannoversche Volksbank ihren Mitgliedern gönnt.


Eine „Scheich-Idee“

(2014-06-01)

 

Jeder begibt sich eben auf das Niveau, welches er passend für sich findet. „Ideen“ sind ohnehin das Problem der Volks- und Raiffeisenbanken, insbesondere bei der Mitgliederdemokratie.

 

„Handelsblatt“: „In halbseitigen Zeitungsanzeigen machen die Volks- und Raiffeisenbanken Stimmung gegen die Deutsche Bank und ihren neuen Investor. „Auf so eine Scheich-Idee würden wir nie kommen“, heißt es darin. Eine Anspielung auf den Begriff „Scheiß-Idee“, den der Volksmund kennt.“

 

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/anzeige-nach-katar-einstieg-volksbanken-attackieren-deutsche-bank/9963362.html


Ein neues Mitglied für die Herrenriege

(2014-08-10)

 

Der Aufsichtsrat der Hannoverschen Volksbank hat zum 1. Januar 2015 ein neues Vorstandsmitglied berufen für den Bereich des Privatkundengeschäfts als Nachfolger für ein in den Ruhestand gehendes Vorstandsmitglied, so berichtete unter anderem die „Celler Presse“ und die „Börsen-Zeitung“.

 

Der neue Vorstand ist derzeit Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter des Private Wealth Management der Deutschen Bank in der Region Düsseldorf.

 

Wohl schon fast ein Quantensprung von Düsseldorf in die niedersächsische Provinz, von einer Großbank zu einem genossenschaftlichen Bankinstitut.

 

Die Chance die Frauenquote des Vorstands zu verbessern wurde nicht genutzt.


Geschäftsjahr 2013

(2014-08-14)

 

Dem Vorstand fiel nicht sehr viel ein um das abgelaufene Geschäftsjahr schön zu reden. Die Dividende verblieb in der bekannten marginalen Höhe, mittlerweile fast statisch, der Gewinn des Geschäftsjahres im Rahmen des Vorjahres. So richtig gut kann das abgelaufene Geschäftsjahr wohl nicht gewesen sein, denn das „Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank von ca. 47,2 Mio. EUR in 2012 auf ca. 37,8 Mio. EUR in 2013. Die Position „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft“ hat das Geschäftsjahresergebnis wohl kräftig minimiert, ca. 7,929 Mio. EUR? Dass das Ergebnis nicht der ganz große Wurf war ergibt sich auch aus den zu zahlenden Steuern, 2012 waren dies noch ca. 18,3 Mio. EUR, 2013 dann ca. 11,Mio. EUR. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich auf wundersame Weise von ca. 9,1 Mio. EUR auf 41,3 Mio. EUR. Letztendlich wieder einmal ein Geschäftsjahr welches die Hannover Volksbank nicht wirklich voran brachte. Zahlen zum Geschäftsjahr 2013.


Auch hier keine Sonderbehandlung mehr für die Volks- und Raiffeisenbanken

(2014-08-16)

 

Die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken rechnen sich gerne klein, insbesondere dann wenn dieses aus politischen Gründen opportun erscheint. Immer so wie man es benötigt. Letztendlich geht es aber nur darum Sonderstellungen zu halten und mögliche Vorteile daraus zu ziehen, sonst wird immer wieder auf die kräftige Marktstellung hingewiesen.

 

In der Schweiz wurde die Raiffeisen-Bankengruppe jetzt als systemrelevant eingestuft, ebenso wie die Großbanken UBS, Zürcher Kantonalbank und Credit Suisse. Eine wohl folgerichtige Feststellung die auch dieser Bankengruppe die volkswirtschaftlichen Pflichten auferlegt die diese in Anspruch nimmt. In Deutschland darf diesem Bereich auch keine Sonderbehandlung angedeihen, wer entsprechende Geschäfte tätigt, muss auch die Pflichten daraus tragen, gemeinsam mit der Liga in der man „spielen“ möchte.

 

„Neue Zürcher Zeitung“: „Der Entscheid der SNB (Schweizerische Nationalbank) hat Folgen für Raiffeisen. Für die Genossenschaftsbank gelten künftig strengere Eigenkapital- und Liquiditätsbestimmungen. Zudem muss sie Notfallpläne ausarbeiten, die sicherstellen, dass im Krisenfall systemrelevante Einheiten ausgelagert und fortgeführt werden können.“


Vertreterversammlung 2014

(2014-08-23)

 

Haben Sie schon einmal Einsicht in das Protokoll einer Vertreterversammlung Ihrer Hannoverschen Volksbank genommen? Sie können dies beantragen und auch einen Wunsch äußern in welcher Zweigstelle Sie Einsicht nehmen möchten. Das wird Ihnen dann ermöglicht. Aber langsam, Einsicht natürlich nur in eine Fotokopie des Versammlungsprotokolls, selbstverständlich ohne die darin aufgeführten Anlagen. Die Fotokopie dürfen Sie aber nicht mit nach Hause nehmen, nur vor Ort in der Zweigstelle durchsehen. Andere Genossenschaften sind da durchaus großzügiger, da bekommen Sie die Kopie des Versammlungsprotokolls zusammen mit dem Geschäftsbericht zugesandt. Es ist wohl von Genossenschaft zu Genossenschaft unterschiedlich. Bei der Hannoverschen Volksbank sieht die Satzung es jedenfalls nicht vor Kopien für den Fragesteller zur Verfügung zu stellen, so die Auskunft auf Nachfrage. Interessant und auch ein bisschen aufschlussreich ist es aber allemal. Sehr mitgliederfreundlich ganz bestimmt nicht.

 

Am 24.06.2014 fand im „Maritim Airport Hotel Hannover“ eine Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank statt. Daran nahmen 14 Aufsichtsräte der Bank  (Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern), 4 Vorstandsmitglieder, 51 Gäste, 84 Mitarbeiter und 158 Ihrer Vertreter teil.

 

Zunächst stellt sich für mich die Frage was dort 84 Mitarbeiter wollten, denn es war eigentlich eine Vertreterversammlung und damit eine Versammlung der Eigentümer der Genossenschaft. Sie als Mitglied der Genossenschaft durften dort auch nicht teilnehmen, denn Sie waren dort nur durch Ihren „Vertreter“ „vertreten“ und der hat dort über die Wahrung Ihrer Rechte gewacht und Fragen für Sie gestellt - hoffentlich.

 

Von Ihren Vertretern waren somit nur 158 anwesend, also nicht einmal die Hälfte der von Ihnen gewählten Repräsentanten. Eigentlich doch eine mehr als merkwürdige Einstellung und Pflichtauffassung zumal diese Veranstaltung in der Regel nur ein Mal im Jahr stattfindet und dort wichtige Beschlüsse zu verabschieden sind? Auch Informationen zu den Geschäfts-ab- und -verläufen werden dort gegeben. Fragen zu den Vorgängen dürfen dort gestellt werden usw. Durchaus ein elementarer und wichtiger Vorgang. Sollte es Ihren Vertretern an der erhofften Ernsthaftigkeit fehlen, eine mangelhafte Einstellungssache?

 

Haben Sie Ihren Vertreter gefragt, ob er dort anwesend war oder ob wichtige Gründe für sein Fernbleiben vorlagen, was wahrscheinlich der Fall war? Vermutlich kennen Sie aber Ihren Vertreter gar nicht? Dann dürfte es Ihnen so gehen wie dem Großteil Ihrer Miteigentümer an dieser Genossenschaft.

 

War dann diese Vertreterversammlung überhaupt noch beschlussfähig, wenn nur ein Bruchteil der gewählten abstimmungsberechtigten Vertreter anwesend waren? Die Vertreterversammlung soll Vorstand und Aufsichtsrat kontrollieren. Wie wichtig, bzw. für wie wichtig und notwendig wird dies von den gewählten Mitgliedern betrachtet, ist dann so eine Zusammenkunft, wenn der größte Teil der Amtsinhaber bei einer elementaren Veranstaltung dort erst gar nicht erscheint? Offensichtlich war die Versammlung aber beschlussfähig, denn es wurde über alles abgestimmt, in keinem der zur Abstimmung stehenden Punkte gab es eine Gegenstimme. Ausnahmslos alles einstimmig beschlossen bzw. gewählt. Insgesamt wurden sogar vier Fragen gestellt und auch beantwortet.

 

Veranstaltungsbeginn war um 17.15 Uhr, 19.20 Uhr Ende des formellen Teils, danach begann dann der wohl unterhaltsame Veranstaltungsteil.

 

Bei einer Bilanzsumme von 4.518.711.468,03 EUR und einem Bilanzgewinn von 12.745.885,45 EUR ging der formelle Teil schnell über die Bühne.

 

Tagesordnungspunkte waren unter anderem: Jahresabschluss, Bericht des Aufsichtsrats, Umfang der Bekanntgabe des Prüfungsberichts über die Jahresschlussabrechnung, hier erfolgte nur ein zusammenfassender Vortrag über die Schlussbemerkungen des Prüfungsberichts, die Teilnehmer sollten wohl nicht überfordert werden? Zu viel Information kann auch schädlich sein.

 

6,3 Mio. EUR bei den außerordentlichen Aufwendungen fielen für die Auslagerung von Pensionsrückstellungen an, im Vorjahr waren dies 8,3 Mio. EUR.

 

Weiter ging es dann mit der Genehmigung des Jahresabschlusses, Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, Verteilung des Bilanzgewinns - ohne weitere Aussprache, Gewinnverwendungsvorschlag (2.020.927,78 EUR - 5,5 % Bardividende; 1.274.957,67 EUR - Zuführung gesetzliche Rücklage; 9.450.000,00 - Zuführung in andere Ergebnisrücklagen).

 

Beschluss über die Kredithöchstgrenze gem. § 49 GenG, Festsetzung auf 102,4 Mio. EUR, an einen Kreditnehmer nur weniger als die Hälfte (Festsetzung durch Vorstand und Aufsichtsrat).

 

Änderung der Ergebnisabführungsverträge mit Tochtergesellschaften (Hannoversche Volksbank Immobilien GmbH, Hannoversche Volksbank Projektentwicklung GmbH, GEOrd DienstleistungsGmbH).

 

Wahlen zum Aufsichtsrat, fünf vorgeschlagene Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen gewählt.

 

Im Protokoll erwähnte Anlagen die nicht zur Einsichtnahme vorlagen: Einladungsschreiben an die Vertreter, Tagesordnung und Anlage zu TOP 7 und TOP 8, Festlegung der Höchstkreditgrenze gem. § 49 GenG, Gewinnabführungsverträge mit 3 Tochtergesellschaften, Disposition von Herrn B. inkl. Vortrag zu Tagesordnungspunkt 2, Vortrag Herr W. zu Tagesordnungspunkt 1 - Bericht des Vorstands, Seiten zum Versammlungsverlauf.


Keine Feier ohne …

(2014-09-05)

 

„Kaum Sponsoren für das große Einheitsfest“ - „Spürbare Zurückhaltung bei Geldgebern“, so berichtete die „HAZ“ dieser Tage unter anderem zur Spendenbereitschaft für die dieses Jahr am 3. Oktober in Hannover stattfindende Feier zum Tag der Deutschen.

 

Weiter berichtete die „HAZ“: „Aber es gibt noch spendable Geldgeber - unter ihnen die Volksbank …, alle mit Zahlungen zwischen 10.000 und 50.000 Euro.“

 

Wer hat der hat und eben keine Feier ohne … - die Volksbank.


Genossenschaftsbanken gegen Zinsobergrenze“

(2014-09-21)

 

„Handelsblatt“: „Die Dispozinsen befinden sich noch immer in schwindelerregenden Höhen. Nun meldet sich …, der Präsident der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, zu Wort und spricht sich gegen einen Obergrenze aus.


Dafür wird auch das Geld der Genossen ausgegeben

(2014-10-24)

 

„csr-news.net“: „Genossenschaftliche Finanzgruppe veröffentlicht Engagementbericht“

 

Volks- und Raiffeisenbanken als Wohltäter der Gesellschaft. Letztendlich ist es das Geld der Genossenschaftsmitglieder welches hier ohne deren Zutun und ohne deren Mitsprache für vermeintliche Wohltaten ausgegeben wird. Offensichtlich kommt mehr herein als für den normalen Geschäftsbetrieb benötigt wird? Vielleicht sollte man dann bei Gebühren und Zinsen auch für die Mitglieder etwas wohltätiger werden?

 

Weitere Motive sind Solidarität, Selbsthilfe und die Förderung der genossenschaftlichen Mitgliedschaft. Der Fokus eines Großteils der Aktivitäten liegt dabei auf der langfristigen Förderung ausgewählter Anliegen. Strukturen mit Bestand werden geschaffen. Diese wiederum sollen zum dauerhaften Wohl der Region beitragen. Auch hier verhält sich das Engagement analog zur Geschäftsphilosophie der Genossenschaftsbanken, die bewusst auf die langfristige Unterstützung ihrer Kunden und Mitglieder setzt. Nicht die kurzfristigen Effekte stehen hier im Mittelpunkt, sondern vielmehr eine

verlässliche Betreuung mit dauerhaft verlässlichen Strukturen. Stand: 31.12.2013“

 

Der 69-seitige BVR-Engagementbericht „Mittendrin“ steht zum Download zur Verfügung.


Eine dem Bereich der Volks- und Raiffeisenbanken zuzuordnende Bank verlangt Strafzinsen für Ersparnisse

(2014-11-03)

 

„Handelsblatt“:Eine kleine Bank aus Thüringen macht den Anfang: Zum ersten Mal müssen Kunden draufzahlen, wenn sie Geld zur Bank bringen. Betroffen sind zunächst nur vermögende Kunden.“

 

„Bei der genossenschaftlichen Bank, eine Zweigstelle der VR-Bank Altenburger Land, war am Mittwochnachmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.“


"Negativzinsen auf Spareinlagen wird es bei Sparkassen nicht geben"

(2014-11-11)

 

„WirtschaftsWoche“: „Strafzinsen auf Sparguthaben wie bei der Skatbank sind für die Sparkassen tabu. Das versichert der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes … im WirtschaftsWoche-Interview.“


Wer kontrolliert nun eine Genossenschaft?

(2014-11-26)

 

Eigentlich ist eine Genossenschaft eine Unternehmensform die letztendlich wirklich durch niemanden so richtig kontrolliert wird, sofern sie eine Größe erreicht die eine Vertreterversammlung ermöglicht, mit Ausnahme der steuerlichen und berufsständigen Vorgaben die aber ohnehin jede Unternehmensform einhalten muss. Ein geschickter Vorstand sucht sich seine Aufsichtsräte selbst aus, in der Regel eigenen sich dafür besonders häufig alternde oder ausgediente Politiker aller Couleur und Wahlmöglichkeiten, Inhaber mittelständischer Unternehmen die mit ihrer Firma ohnehin schon genug zu tun haben usw. Es macht sich natürlich immer sehr gut einen ehemaligen Bundestagsabgeordneten dabei zu haben, und sonstige vermeintliche Würdenträger die sich noch zu Dingen berufen fühlen die das eigene Ego stärken aber keinen Ärger verursachen und nur in kaum eintretenden Ausnahmefällen anderer Meinung sind als der Vorstand. Ein Qualitätsnachweis ist dies für mich nicht. Wahrscheinlich wird aber ohnehin nur die vermeintlich positive Optik angestrebt?

 

Die Vertreter der Genossenschaftsmitglieder werden über ein hauseigenes Gremium handverlesen ausgesucht und dann gewählt. Als Kompetenzgrundlage reicht zunächst erkennbares und zugetrautes Wohlverhalten und Kritiklosigkeit aus. Besonders geeignet sind offensichtlich Mitglieder die dann möglichst auch nicht an den Vertreterversammlungen teilnehmen um auch Restrisiken auszuschließen, wie die Teilnahmezahl der Mitgliedervertreter der Hannoverschen Volksbank an der letzten Vertreterversammlung zeigt?

 

„Stimmvieh“ für die demokratische Legitimation? Wohl eher die vermeintliche demokratische Legitimation? Wo fängt bei einer Genossenschaft aber die Demokratie an? Wahrscheinlich hat sie eher schon vorher aufgehört? Vielleicht sollte gefragt werden - gibt es bei einer Genossenschaft überhaupt die Demokratie? Welche Legitimation besitzt überhaupt eine Vertreterversammlung bei Teilnahmezahlen bei deren Wahl die erheblich unter denen von Kirchvorstandswahlen liegen?

 

Welche Rechte und Pflichten haben nun Genossenschaftsmitglieder. Hierzu eine Ausführung aus dem überregionalen Bereich. Die „Raiffeisenbank Augsburg Land West eG“ führt dazu aus:

 

Genossenschaften sind Personengesellschaften. Das bedeutet gleiches Mitspracherecht für jedes Mitglied, unabhängig davon, ob es einen oder mehrere Geschäftsanteile besitzt. Die Mitglieder wählen direkt - bei größeren Genossenschaften über ihre Vertreter - den Aufsichtsrat aus ihren Reihen. Der Aufsichtsrat beruft den Vorstand, der die Geschäfte führt. Vorstand und Aufsichtsrat müssen über jedes Geschäftsjahr Rechenschaft ablegen.“

 

Zu „Organe und Mitglieder“ können wir unter „wipedia.org“ lesen:

„Eine Genossenschaft hat in der Regel einen Vorstand, einen Aufsichtsrat und eine Generalversammlung. Es müssen mindestens zwei Vorstandsmitglieder (§ 24 GenG) und drei Aufsichtsratsmitglieder (§ 36 GenG) gewählt werden. Bei Genossenschaften mit nicht mehr als 20 Mitgliedern kann der Vorstand auch aus nur einem Mitglied bestehen und auf einen Aufsichtsrat verzichten. In diesem Fall nimmt die Generalversammlung die Aufgaben des Aufsichtsrats wahr.

Bei den Genossenschaftsbanken, Wohnungsbaugenossenschaften und Konsumgenossenschaften sind die Mitglieder auch zugleich Geschäftspartner (Kunden, Wohnungsnutzer). Bei den Handelsgenossenschaften, den landwirtschaftlichen Genossenschaften und Handwerkergenossenschaften hingegen sind die Mitglieder als Unternehmer (Einzelhändler, Landwirte, Handwerker) anzusehen.“

 

Sehen wir uns nun einmal die Vertreterversammlung etwas genauer an, dass Gremium welches unsere Interessen direkt und unmittelbar vertreten soll. Das Genossenschaftsgesetzt sagt dazu:

 

㤠43a GenG Vertreterversammlung

 

(1) Bei Genossenschaften mit mehr als 1.500 Mitgliedern kann die Satzung bestimmen, dass die Generalversammlung aus Vertretern der Mitglieder (Vertreterversammlung) besteht. Die Satzung kann auch bestimmen, dass bestimmte Beschlüsse der Generalversammlung vorbehalten bleiben. Der für die Feststellung der Mitgliederzahl maßgebliche Zeitpunkt ist für jedes Geschäftsjahr jeweils das Ende des vorausgegangenen Geschäftsjahres.

 

(2) Als Vertreter kann jede natürliche, unbeschränkt geschäftsfähige Person, die Mitglied der Genossenschaft ist und nicht dem Vorstand oder Aufsichtsrat angehört, gewählt werden. Ist ein Mitglied der Genossenschaft eine juristische Person oder eine Personengesellschaft, können natürliche Personen, die zu deren gesetzlicher Vertretung befugt sind, als Vertreter gewählt werden.

 

(3) Die Vertreterversammlung besteht aus mindestens 50 Vertretern, die von den Mitgliedern der Genossenschaft gewählt werden. Die Vertreter können nicht durch Bevollmächtigte vertreten werden. Mehrstimmrechte können ihnen nicht eingeräumt werden.

 

(4) Die Vertreter werden in allgemeiner, unmittelbarer, gleicher und geheimer Wahl gewählt; Mehrstimmrechte bleiben unberührt. Für die Vertretung von Mitgliedern bei der Wahl gilt § 43 Abs. 4 und 5 entsprechend. Kein Vertreter kann für längere Zeit als bis zur Beendigung der Vertreterversammlung gewählt werden, die über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, wird nicht mitgerechnet. Die Satzung muss bestimmen,

 

1. auf wie viele Mitglieder ein Vertreter entfällt;

2. die Amtszeit der Vertreter.

 

Eine Zahl von 150 Mitgliedern ist in jedem Fall ausreichend, um einen Wahlvorschlag einreichen zu können. Nähere Bestimmungen über das Wahlverfahren einschließlich der Feststellung des Wahlergebnisses können in einer Wahlordnung getroffen werden, die vom Vorstand und Aufsichtsrat auf Grund übereinstimmender Beschlüsse erlassen wird. Sie bedarf der Zustimmung der Generalversammlung.

(5) Fällt ein Vertreter vor Ablauf der Amtszeit weg, muss ein Ersatzvertreter an seine Stelle treten. Seine Amtszeit erlischt spätestens mit Ablauf der Amtszeit des weggefallenen Vertreters. Auf die Wahl des Ersatzvertreters sind die für den Vertreter geltenden Vorschriften anzuwenden.

 

(6) Eine Liste mit den Namen und Anschriften der gewählten Vertreter und Ersatzvertreter ist mindestens zwei Wochen lang in den Geschäftsräumen der Genossenschaft und ihren Niederlassungen zur Einsichtnahme für die Mitglieder auszulegen. Die Auslegung ist in einem öffentlichen Blatt bekannt zu machen. Die Auslegungsfrist beginnt mit der Bekanntmachung. Jedes Mitglied kann jederzeit eine Abschrift der Liste der Vertreter und Ersatzvertreter verlangen; hierauf ist in der Bekanntmachung nach Satz 2 hinzuweisen.

 

(7) Die Generalversammlung ist zur Beschlussfassung über die Abschaffung der Vertreterversammlung unverzüglich einzuberufen, wenn dies von mindestens einem Zehntel der Mitglieder oder dem in der Satzung hierfür bestimmten geringeren Teil in Textform beantragt wird. § 45 Abs. 3 gilt entsprechend.“

 

Die „Hannoversche Volksbank“ sagt, unter anderem zu den Aufgaben der Vertreterversammlung bzw. führt in der Satzung aus:

„Die Vertreterversammlung der Mitglieder ist das zentrale Willensbildungsorgan der Bank. Vorstand und Aufsichtsrat legen vor der Vertreterversammlung Rechenschaft über ihre Tätigkeit ab. Die Versammlung stellt den Jahresabschluss fest und beschließt, wie der Jahresüberschuß verwendet werden soll. Außerdem entscheidet sie über die Entlastung des Aufsichtsrates und des Vorstandes. Der Aufsichtsrat wird von den Mitgliedern der Vertreterversammlung gewählt.“

Hannoversche Volksbank: „Allgemeine Geschäftsbedingungen: Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Satzung der Bank in der jeweils gültigen Fassung.“ Die Satzung finden Sie hier: „Satzung und Wahlordnung zur Vertreterversammlung

 

Auszüge aus der Satzung der „Hannoversche Volksbank“:

 

㤠11: Rechte der Mitglieder

 

Jedes Mitglied hat das Recht, nach Maßgabe des Genossenschaftsgesetzes und der Satzung die Leistungen der Volksbank in Anspruch zu nehmen und an der Gestaltung der Volksbank mitzuwirken. Es hat insbesondere das Recht,

 

a)     an der Wahl zur Vertreterversammlung teilzunehmen und sich im Rahmen der Vorschriften dieser Satzung um das Vertreteramt zu bewerben;

 

b)     Anträge für die Tagesordnung der Vertreterversammlung einzureichen;

 

c) Anträge auf Berufung einer außerordentlichen Vertreterversammlungen gemäß § 34 Abs. 2 einzureichen;

 

d) Wahlvorschläge für die Vertreterversammlung einzureichen; hierzu bedarf es der Unterschriften von 150 Mitgliedern;

 

e) nach Maßgabe der einschlägigen Bestimmungen und Beschlüsse am Jahresgewinn teilzunehmen;

 

f) rechtzeitig vor Feststellung des Jahresabschlusses durch die Vertreterversammlung auf seine Kosten eine Abschrift des Jahresabschlusses, des Lageberichtes und des Berichts des Aufsichtsrates zu verlangen;

 

g) die Niederschrift über die Vertreterversammlung einzusehen;

 

h) das zusammengefasste Ergebnis des Prüfungsberichtes einzusehen;

 

i) die Mitgliederliste einzusehen;

 

j) die Liste mit den Namen und Anschriften der gewählten Vertreter einzusehen bzw. eine Abschrift der Liste zur Verfügung gestellt zu bekommen.“

 

 

㤠29: Wahlturnus und Zahl der Vertreter

 

(1) Die Wahl zur Vertreterversammlung findet alle vier Jahre statt. Nach Maßgabe der gemäß § 31 Abs. 2 aufzustellenden Wahlordnung ist ein Vertreter zu wählen:

 

a) für je 180 Mitglieder, solange die Volksbank höchstens 58.500 Mitglieder hat,

b) für je 210 Mitglieder, solange die Volksbank höchstens 68.250 Mitglieder hat,

c) für je 240 Mitglieder, solange die Volksbank höchstens 78.000 Mitglieder hat,

d) für je 270 Mitglieder, solange die Volksbank höchstens 87.750 Mitglieder hat,

e) für je 300 Mitglieder, solange die Volksbank höchstens 97.500 Mitglieder hat,

f) für je 330 Mitglieder, solange die Volksbank höchstens 107.250 Mitglieder hat,

g) für je 350 Mitglieder, solange die Volksbank höchstens 113.750 Mitglieder hat,

h) für je 375 Mitglieder, solange die Volksbank höchstens 121.875 Mitglieder hat,

i) für je 400 Mitglieder, wenn die Volksbank mehr als 121.875 Mitglieder hat.

 

Maßgeblich ist der Mitgliederbestand am letzten Tag des der Wahl vorhergegangenen Geschäftsjahres. Zusätzlich sind unter Festlegung der Reihenfolge ihres Nachrückens 100 Ersatzvertreter zu wählen.

 

(2) Finden Ergänzungswahlen nach einer Verschmelzung statt, so bemisst sich die Schlüsselzahl

nach derjenigen Schlüsselzahl, die im Zeitpunkt der Wahl der Vertreter der übernehmenden

Genossenschaft gegolten hat. Die Wahl findet nur für die Dauer des Amtes der bereits gewählten

Vertreter statt.2

 

$ 30 (1) Aktives Wahlrecht (teilweise)

 

(1) Wahlberechtigt ist jedes bei der Bekanntmachung der Wahl in die Mitgliederliste eingetragene Mitglied. Ausgeschlossene Mitglieder haben kein Wahlrecht (§ 9 Abs. 5)

 

 

Sie benötigen also mindestens 150 Unterschriften um sich als Vertreter zur Wahl stellen zu können. Es ist somit an der Zeit Einsicht in die Mitgliederliste zu nehmen um 150 unterschriftswillige Mitglieder zu finden (§11 i GenG). (Wahlvorschläge für die Vertreterversammlung einzureichen; hierzu bedarf es der Unterschriften von 150 Mitgliedern)

 

Vielleicht ist es aber auch zunächst ausreichend, dass Sie Ihren Vertreter einmal zumindest namentlich kennen lernen? § 11 j GenG. („Die Liste mit den Namen und Anschriften der gewählten Vertreter einzusehen bzw. eine Abschrift der Liste zur Verfügung gestellt zu bekommen.“)

 

Möglicherweise ist es aber auch einmal interessant „Anträge für die Tagesordnung der Vertreterversammlung einzureichen“ § 11 b GenG“?

 

Dies alles ist nun gelebte Genossenschaftsdemokratie. Gewollt nicht praktikel, die Lobby der Genossenschaftsverbände hat es geschickt verstanden die letzte Überarbeitung der Genossenschaftsgesetze im eigenen Sinn und im eigenen Verständnis umzusetzen.

 

Die Frage war – wer kontrolliert nun eine Genossenschaft? – Wohl eher niemand? Der Vorstand herrscht über den Dingen, wenn er es richtig anstellt? Zumindest sind die Genossenschaftsmitglieder weitestgehend nur Statisten bei dieser Veranstaltung bzw. Vorstellung. Die „Hannoversche Volksbank“ sieht dies aber anders:

 

„Volksbanken und Raiffeisenbanken werden von ihren Mitgliedern getragen und sind diesen durch den genossenschaftlichen Förderauftrag in ganz besonderer Weise verbunden – dazu verpflichtet sogar § 1 des Genossenschaftsgesetzes. Als Mitglied sind Sie nicht nur Kunde, sondern auch Miteigentümer Ihrer Hannoversche Volksbank eG. Das gilt auch für Firmen, Vereine und Körperschaften.“

 

Nun machen Sie etwas daraus…


Die Bank an Ihrer Seite

(2014-11-27)

 

Demnächst werden Sie wohl etwas weiter fahren oder laufen müssen um zu Ihrer Volksbankfiliale zu kommen? Die „Hannoversche Allgemeine“ berichtete unter anderem: „Volksbank will Filialen schließen – Hannoversches Geldinstitut gibt nächstes Jahr zehn ihrer 60 Zweigstellen auf“.

 

Der Vorstandssprecher begründete laut „HAZ“ die Maßnahme unter anderem mit dem „Vormarsch des Internets und dem demografischen Wandel“. Die Maßnahmen seien auch erforderlich weil durch den Niedrigzins der europäischen Zentralbank die Effizienz und Produktivität der Volksbank beobachtet werden müsse.

 

Der „demografische Wandel“ kann nun wohl keine Argumentationsgrundlage sein. Dieser würde eher dazu führen eine Bankfiliale in der Nähe aufzusuchen. Das Internet dürfte seinen Anteil daran haben, dass etliche Kunden keine Filiale mehr aufsuchen, eher sich wahrscheinlich eine andere Bank suchten, weil andere Institute interessantere Angebote hatten. Schließlich bekam man die Kunden doch nicht schnell genug aus den Filialen heraus, jetzt wundert man sich darüber, dass man keinen Zugriff mehr auf sie hat und schließt dann noch die Zweigstellen um diese dann gar nicht mehr zu erreichen.

 

Die Niedrigzinsen der europäischen Zentralbank sind doch nun wohl wirklich kaum ein Argument. Gerade die Volksbanken waren doch mit die ersten Banken die die Zinsen auf Einlagen senkten und jetzt selektiv Negativzinsen einführten. Es ist wohl eher die fehlende Risikobereitschaft bei der Auslegung von Darlehn welche das Ergebnis reduziert?

 

Wenn man einem neuen und anderen Kundenkreis zustrebt dann muss die Grundidee stimmen und es muss etwas angeboten werden, dass das Interesse hervorruft und anspricht. Vielleicht auch etwas anders ist als bisher, zumindest vom normalen überall erhältlichen Angebot abweicht. Wird der eigene Kundenstamm selektiert nach lohnenden Objekten, dann verabschieden sich oft auch die die man gerne behalten hätte, möglicherweise weil die Mitarbeiter unsensibel vorgehen. Die Kundenwünsche werden anspruchsvoller und das Ohr muss dann noch näher beim Kunden sein. Ob dann die Reduzierung der Filialen der richtige Weg ist sei dahingestellt. Gesundschrumpfen ist nicht immer die beste Idee und den Kundenkontakt zu reduzieren, das hat wohl schon die Vergangenheit gezeigt, dass dies nun gründlich schief ging oder gehen kann. Großbanken haben die Problemstellungen teilweise dadurch gelöst, dass sie verschieden Kundenklassen schufen und diese entsprechend ansprechen. Dies dürfte für eine genossenschaftliche Bank kein Kriterium sein. Die Realität sieht möglicherweise anders aus. Die „Hannoversche Volksbank“ sieht sich als größte Volksbank in Norddeutschland. Hoffentlich entspricht die Tat auch dem Anspruch.


Alles sollte besser werden

(2014-11-29)

 

Einige werden sich noch erinnern wie es anfing? Als ich vor mehreren Jahrzehnten hier in den Ort zog, da gab es dort noch eine Raiffeisenkasse. Das Personal kannte die eigenen Kunden und wusste was man denen zumuten konnte. Das war natürlich nicht zeitgemäß. Aus der Raiffeisenkasse wurde eine Volksbank die dann aber zu klein war um allein zu existieren. Zumindest meinte man dies. Es wurde mit der Nachbargemeinde fusioniert um alles besser zu gestalten und das Angebot für den Kunden zu verbessern. Es sollte alles besser werden.

 

Es dauerte nur wenige Jahre, dann war auch dieses Konstrukt zu klein und es wurde mit einer weiteren Volksbank in der Nachbarschaft zusammengelegt. Die Argumente waren die gleichen. Eigentlich blieb fast alles wie bisher. Nur die Entscheidungswege wurden länger.

 

Aber auch diese Verbindung war nicht von langer Dauer und es wurde mit der nächstgelegenen Großstadtbank zusammengelegt, die dann weitere „kleinere“ Genossenschaftsbanken schluckte. Alles natürlich nur zum Vorteil der Genossen vor Ort. Nur die merkten nichts oder nur sehr wenig davon. Wahrscheinlich war dies nur deren falsche Einstellung zu den Abläufen?

 

Der Vorteil ging dann so weit, dass man dann feststellte, dass die kleine Zweigstelle vor Ort nicht mehr den Erfordernissen entsprach, unwirtschaftlich arbeitete und natürlich den Kunden dort kein adäquates Angebot mehr anbieten konnte. Man schloss den Laden, natürlich gezwungenermaßen, den vermeintlichen wirtschaftlichen Zwangsläufigkeiten folgend. Nach jahrelangen Protesten gab es dann einen Geldautomaten, zunächst hatte man kundenfreundlich wie man eben bei einer Genossenschaftsbank ist, auf den Geldautomaten der vermeintlich nahe gelegenen Autobahnraststätte verwiesen.

 

Jetzt schließt man auch noch die Zweigstellen in den Nachbarorten die notfalls noch mit dem Fahrrad erreichbar waren und als kundenfreundliche Ausweichmöglichkeit und Alternative lobend erwähnt wurden.

 

Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, es ist aber schon sehr lange her, dass man bei einer Volksbank genau so freundlich behandelt wurde wenn man fünfzig Mark auf sein Sparbuch einzahlte und eben nicht unbedingt das große Geschäft dort auf den Weg bringen wollte. Man traf dann auch dort noch den Mitarbeiter den man schon von früher her kannte. Heute nehmen die gar kein Bargeld mehr an und wenn Sie Glück haben dann wird Ihnen erläutert in welchen Automatenschlitz Sie Ihr Geld stecken dürfen.

 

Heute nun, suche ich eine Filiale der Volksbank auf, dann störe ich dort nur noch den Geschäftsablauf. Ein gleiches Gesicht wie beim Mal davor finde ich ohnehin nicht und den Ablauf der Dinge muss ich mir jedes Mal neu erläutern lassen.

 

„Wir denken, wir können künftig mit der höheren Qualität der Beratung Zweifler überzeugen“. Hatten wir doch alles schon. Seit mindestens drei Jahrzehnten die gleichen Töne. Geändert hat sich nichts, nur der Wandel der kleinen kundenfreundlichen Volksbank hin zu einem Großunternehmen mit Beratungsqualität und kundenferner Erreichbarkeit, steril und anonym wie jede Großbank. Zweigstellen mit zwei oder drei Mitarbeitern sind da natürlich nicht mehr zeitgemäß.

 

Es gibt aber auch die Kunden die nur eine Bank benötigen um ein Konto für ihre Rente zu haben und die bei deren Höhe eben keinen Beratungsbedarf haben, nur eine Möglichkeit suchen die Geldabholung „um die Ecke“ erledigen zu können ohne in Bus, Bahn oder Auto steigen zu müssen und bei der Geldabhebung nicht auf der Straße oder einer Durchgangshalle unter ungewisser Beobachtung mit entsprechendem Publikumsverkehr stehen möchten.

 

Worin unterscheidet sich die „Hannoversche Volksbank“ noch von den Großbanken? Die bieten auch erhöhte Beratungsqualität an, für vermögende Kunden noch in gesteigerter Form. Eine Richtung in die man hier auch strebt, man hat den Kundenstamm nur noch nicht weit genug sortiert. Woher kamen denn die Volks- und Raiffeisenbanken und deren „Kunden“, eigentlich Genossenschaftsmitglieder? An Raiffeisen und Schulze-Delitzsch erinnert sich dort wohl niemand mehr? Die Genossenschaft ein Zusammenschluss von Menschen die etwas für sich benötigen und erreichen wollen, einen bestimmten Zweck verfolgen. Stark durch eine Gemeinschaft, die sich miteinander half.

 

Wie weit hat sich die „Hannoversche Volksbank“ davon entfernt? Was bietet sie eigentlich noch ihren Mitgliedern an? Wofür steht sie? Man entfernt sich aus der Fläche und bescheinigt auch den älteren Kunden, dass sie in der Lage sind die neuen Techniken zu bedienen. Immer so wie man es gebrauchen kann. Offensichtlich kann man deren Geld weiter gebrauchen, Zweifel daran sind allerdings berechtigt, nur eben bitte nicht den Geschäftsablauf stören und den Automaten vor der Tür benutzen. Zurzeit ist die Geldanlage ohnehin lästig, da der Anleger auch noch angemessene Zinsen verlangt.

 

„Die Zahl der Kundenkontakte ist signifikant gesunken“. Wer geht schon dorthin, wo er nicht willkommen ist? Es ist mir vollkommen klar, nur die ewig gestrigen erinnern sich an vergangene Zeiten. Vielleicht sollte sich die „Hannoversche Volksbank“ trotzdem gelegentlich an den genossenschaftlichen Grundgedanken erinnern, insbesondere im Umgang mit ihren Mitgliedern? Welche Zumutung kommt als nächstes unter dem Deckmantel der Wirtschaftlichkeit? Der genossenschaftliche Gedanke war ursprünglich ein Gedanke zur Hilfestellung für Betroffene, nicht für einen wirtschaftlich starken Kreis. Unter Betrachtung der derzeitigen Vorgehensweise, die nun schon jahrzehntelang anhält, dürfte es doch zweckmäßig sein aus dieser Genossenschaft eine Aktiengesellschaft zu machen, denn was zeichnet diese „Genossenschaft“ noch als solche aus? Werbewirksame Spenden für die Optik, dies gehört mittlerweile auch zum Standardrepertoire jeder Großbank und zeichnet eine Genossenschaftsbank nicht gesondert aus.

 

Eine Genossenschaft war immer eine Zweckgemeinschaft, wenn man jetzt den Zweck neu definiert sollte den Mitgliedern mitgeteilt werden welche dort keinen Platz mehr haben und für welche man in Zukunft noch gerne tätig sein wird. Es ist verständlich, auch bei einer Genossenschaft ändern sich die Zeiten und die Ziele. Dann sollte man auch das Feigenblatt „Genossenschaft“ verlassen und ändern und die neuen Zielsetzungen klar benennen.

 

Eigentlich müsste bei dieser Vorgehensweise durch die Reihen der Vertreter, dies sind die Mitgliedervertreter die Sie gewählt haben, ein Aufschrei gehen? Haben Sie von Ihrem Vertreter diesbezüglich etwas gehört?

 

„Hannoversche Allgemeine“:Volksbank will Filialen schließen.“

 

Der Grundgedanke einer jeden Genossenschaft ist nicht im Alleingang sondern gemeinsam seine Ziele besser zu erreichen. Schon in § 1 des Genossenschaftsgesetzes ist festgehalten, dass das oberste Prinzip und Leitmaxime einer Genossenschaft die Förderung aller ihrer Mitglieder ist. Eine Genossenschaft dient der Selbsthilfe, Hilfe des Einzelnen durch Selbsthilfe in der Gruppe. Selbstverantwortung und Selbstverwaltung mit anderen um sich wirtschaftlich und gesellschaftlich zu behaupten.


 

„Neue Presse“:Zwei Dörfer bald ohne Volksbank“ - 2014-11-30

 


Woher nimmt bei der „Hannoversche Volksbank“ ein Vertreter der Genossenschaftsmitglieder seine Legitimation?

(2014-12-02)

 

Gemäß § 11 j GenG besteht eine Verpflichtung der Genossenschaft auf eine entsprechende Bitte hin dem anfordernden Mitglied eine Liste der gewählten Vertreter der Genossenschaft zur Verfügung zu stellen. Auf meine entsprechende Anforderung erhielt ich kurzfristig von der „Hannoversche Volksbank“ einen „Datenfriedhof“ mit ca. 314 Namen zur Verfügung gestellt. Außer dem Namen wurde noch der Wohnort mitgeteilt, unterteilt war diese Aufstellung nach neun Marktgebieten.

 

Wie soll ich nun aber einen oder mehrere Vertreter oder eine Vertreterin erreichen bzw. ansprechen, wenn dort nun Herr X in Hannover oder Frau Y in Neustadt notiert wurde, denn ein Vertretersprecher oder ein Mitglied aus diesem Vertreterbereich als Ansprechpartner steht nicht zur Verfügung.

 

„Hannoversche Volksbank“ „Es gibt keine Hierarchie innerhalb der Vertreter, also keinen "Sprecher" o.ä“.

 

Eine Anschrift, Telefonnummer oder andere erklärende Informationen gibt es aber auch  nicht: „Zusätzliche persönliche Informationen über die gewählten Vertreter können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen.“

 

Auf meine weitere Nachfrage: „…offen geblieben ist zunächst die Beantwortung meiner Frage, wie ich einen oder mehrere meiner "Vertreter" direkt erreichen bzw. ansprechen kann?“, kam postwendend als Antwort: „…detailliertere persönliche Angaben können wir Ihnen aus den bereits genannten Gründen nicht zur Verfügung stellen.“

 

Wenn ich dann die Antwort der „Hannoversche Volksbank“ richtig verstehe ist man dort nicht in der Lage mir einen Weg aufzuzeigen, ich hoffe und unterstelle einmal, dass es kein fehlender Wille ist, auf dem ich einen oder mehrere der für mich zuständigen Vertreter direkt oder indirekt erreichen kann?“

 

Wie soll ich dann aber meinem Vertreter eine Mitteilung zukommen lassen oder ein Anliegen vortragen oder ihm meine Meinung zu Themen darbringen bei der „Er“ bzw. „Sie“ mich vertritt? Im Umkehrschluss, woher nimmt der Vertreter die Berechtigung zur Abstimmung über irgendwelche Tagesordnungspunkte bei der Vertreterversammlung, wenn gar keine Kontaktmöglichkeit zu den Mitgliedern besteht die er vertritt? Wen und was vertritt er dann eigentlich? Bei der letzten Vertreterversammlung gingen sämtliche Abstimmungspunkte ohne Gegenstimmen durch.

 

Ist dies die genossenschaftliche Vorstellung von genossenschaftlicher Demokratie? Für mich eine sehr merkwürdige Vorstellung. Gewählt von einem marginalen Anteil der Genossenschaftsmitglieder, anschließend offensichtlich ohne Kontaktmöglichkeit zu oder von bzw. mit diesen, vertritt die Vertreterin bzw. der Vertreter deren Interessen. Es könnten fast Politiker sein?

 

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der „Hannoversche Volksbank“ offensichtlich alles nach der Methode „order di mufti“ laufen könnte? Dies liest sich aber in den genossenschaftlichen Publikationen ganz anders:

 

„Mehr bewegen“ – Was?

 

„Als Genossenschaftsbank setzen wir auf Regionalität. Wir sind dort zu Hause, wo auch Sie zu Hause sind.“          – „Starker Tobak“ diese Antwort - darum werden jetzt wohl zahlreiche Zweigstellen vor Ort geschlossen um dem Kunden näher zu sein? Wahrscheinlich in Gedanken?

 

„Deshalb kennen wir unsere Mitglieder ganz genau und können sie konsequent fördern.“ – Fördern wohl in der Beweglichkeit zum aufsuchen der dann weiter entfernt gelegenen Filiale? Unsere Gesellschaft in Bewegung zu bringen ist eine anspruchsvolle Verpflichtung, wenn es so gemeint sein sollte?

 

„Gleichzeitig stärken wir damit unsere gemeinsame Region.“ – Stärken durch Rücknahme der Präsenz? Dann aber welche Region? Die vor der Haustür dann doch so wohl nicht? Letztendlich wird es dann ohnehin das hinlänglich bekannte Spiel, zuerst geht die Volksbank und wenn es noch eine Sparkassenfiliale dort gibt lässt diese sich nicht lange bitten und macht dann ebenfalls Monate danach die Türen zu.

 

„Mit der schriftlichen Beitrittserklärung und der Zulassung des Beitritts durch die Genossenschaftsbank werden Sie zum Mitglied und damit auch Teilhaber der Bank.“ – Offensichtlich zum stillen Teilhaber?

 

„Als Miteigentümer haben Sie das Recht auf umfassende Transparenz und Information.“ – Fragen Sie nach der Erreichbarkeit eines für Sie zuständigen Vertreters, dann erhalten Sie zur Antwort: „: „Zusätzliche persönliche Informationen über die gewählten Vertreter können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen.“ – „…detailliertere persönliche Angaben können wir Ihnen aus den bereits genannten Gründen nicht zur Verfügung stellen.“ – Sehr transparent und informativ? Wohl eher nicht.

 

„Auf der jährlichen Vertreterversammlung informiert der Vorstand über alles Wichtige zur Geschäftspolitik.“ – An der dürfen Sie aber nicht teilnehmen, nur ihr Vertreter. Um diesen aber erreichen zu können kann aber die „Hannoversche Volksbank“ „zusätzliche persönliche Informationen über die gewählten Vertreter“ „aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen.“

 

„Darüber hinaus können sich alle Miteigentümer jederzeit an Ihre Bank wenden oder sich im Geschäftsbericht über die Geschäftstätigkeit informieren.“ – Fordern Sie den Geschäftsbericht an, es ist eher interessant was dort nicht zu entnehmen ist. Sehr interessant ist auch, wie man Dinge darstellen kann oder mit vielen Worten nichts erklärt. Ihre Bank wird sich riesig freuen, wenn Sie bei nächster sich bietender Gelegenheit in Ihrer Filiale erscheinen, so Sie denn noch eine erreichen können, und nach Daten des Geschäftsverlaufs in diesem Jahr fragen. Ihre Verbundenheit wird dankbar zur Kenntnis genommen werden? Lassen Sie sich zum Beispiel den Halbjahresbericht erläutern, der doch hoffentlich schon vorliegen wird?

 

Offensichtlich habe ich bei diesen Vorgängen etwas nicht begriffen? Warum sind Sie eigentlich (noch) Mitglied bei dieser Genossenschaftsbank? Ich bin dabei geblieben um zu sehen und aus erster Linie heraus mitzubekommen wann die letzte Filiale geschlossen wird und man eine Volksbank ohne Volksnähe und als geschlossene Gesellschaft betreibt und dies noch als genossenschaftliches Modell zum Wohle der Genossenschaftsmitglieder verkauft. Bei dem diesbezüglich vorgelegten Tempo habe ich bei meinem Alter wohl noch Chancen dies zu erleben.

 

Wahrscheinlich haben Sie bzw. Ihr Vertreter ständig Kontakt mit einander und tauschen sich aus, denn: „Volksbanken und Raiffeisenbanken werden von ihren Mitgliedern getragen und sind diesen durch den genossenschaftlichen Förderauftrag in ganz besonderer Weise verbunden?“ Offensichtlich ist es bei der „Hannoversche Volksbank“ so wie bei guten Verwandtschaftsverhältnissen, je weiter entfernt man von einander wohnt und je seltener man sich sieht, je besser ist das Verhältnis?

 

In der mir zugesandten Namensliste der Mitgliedervertreter der „Hannoversche Volksbank“ waren ca. 314 Vertreter aufgeführt. Von der Satzung her hätte ich eine höhere Anzahl vermutet.

 

Satzung und Wahlordnung zur Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank

 

„In der Regel findet einmal im Jahr eine Vertreterversammlung statt.“ Wird die Vertreterversammlung eine Sondersitzung verlangen um die zahlreichen Filialschließungen zu hinterfragen? Dazu müssten die einzelnen Vertreter über die „datenschutzrechtlich“ geschützten Daten verfügen wo ein anderer Vertreter zu erreichen sein könnte um sich mit diesem austauschen zu können. Gleiches Recht für alle, folglich verfügt dieser über diese Daten auch nicht?

 

Ende 2013 106.665 Mitglieder – somit ca. ein Vertreter je ca. 340 Mitglieder. Woher weiß dieser Vertreter nun was die von ihm vertretenen Mitglieder wünschen? Wo erfolgt ein Austausch der Meinungen und Interessen? Da es keine Hierarchie gibt und auch keine Zuordnung fester Mitgliederkreise mit Ausnahme der Kundenbezirke vertritt ein Vertreter letztendlich die gesamten Mitglieder ohne zu wissen was diese wünschen und ohne Kontaktmöglichkeiten zu diesen Mitgliedern? Oder hat Ihr Vertreter bzw. einer Ihrer Vertreter jemals mit Ihnen gesprochen, sofern Sie ihn denn kennen? Wie oft werden die Mitgliedervertreter im Laufe des Jahres über Abläufe informiert?

 

„Deshalb kennen wir unsere Mitglieder ganz genau und können sie konsequent fördern.“ – ich habe noch keine Fördermittel von der „Hannoversche Volksbank“ erhalten. Vielleicht habe ich es auch nur versäumt einen Antrag zu stellen? Eigentlich habe ich die „Hannoversche Volksbank“ bisher für ein genossenschaftliches Bankinstitut gehalten und nicht für eine Fördereinrichtung. Gegen die Fördereinrichtung würde auch die gewinnorientierte Ausrichtung der Bank sprechen, dafür die häufig gießkannenartige Verteilung von Spenden ohne die Möglichkeit der Genossenschaftsmitglieder, also der Eigentümer, wie wir lesen konnten, Vergabekriterien zu erkennen.

 

Die genossenschaftliche Demokratie muss wohl noch kräftig an einigen Dingen arbeiten, zumindest an der Vorstellung die die „Hannoversche Volksbank“ von „genossenschaftlicher Demokratie“ hat. Letztendlich müssen sich wohl auch die „Vertreter“ der Genossenschaftsmitglieder fragen lassen mit welchem Verständnis sie ihrer Aufgabe nachkommen? Bei der letzten Vertreterversammlung war weniger als die Hälfte der gewählten Vertreter anwesend.

 

2014-12-05

Auch für die Volksbank ist offensichtlich kein Weg erkennbar wie ein Mitglied seinen Vertreter erreichen kann?

 

Um bezüglich der Erreichbarkeit eines der Vertreter meiner Mitgliedschaft bei der „Hannoversche Volksbank“ sicher zu gehen fragte ich noch einmal sicherheitshalber nach:

 

„…damit ich Ihre Antwort richtig verstehe - Sie sind nicht in der Lage mir einen Weg aufzuzeigen auf dem ich einen oder mehrere der für mich zuständigen Vertreter direkt oder indirekt erreichen kann?“

 

Bis jetzt keine Antwort, also ist es so. Wofür wird dann ein Vertreter benötigt? Was soll diese Vorgehensweise? Offensichtlich sind so die Mitgliederrechte?

 

Originaltext „Hannoversche Volksbank, unter anderem“: „So gestalten sie zum Beispiel die Geschäftspolitik mit, indem sie ihre Vertreter für die Vertreterversammlung, wählen.“

 

Wählen dürfen Sie ihn, wenn Sie den Wahltermin kennen, nur erreichen können Sie ihn offensichtlich nicht.

 

Originaltext „Hannoversche Volksbank“: „Lokal verankert, überregional vernetzt, ihren Mitgliedern verpflichtet und demokratisch organisiert…“

 

 

2014-12-10

Unerreichbare Vertreter

 

„Hannoversche Volksbank“: „…wir dürfen Ihnen keine persönlichen Daten mitteilen!“

 

Eigentlich führt sich hier ein System „ad absurdum“. Sie wählen einen Vertreter den Sie nicht erreichen können. Dieser vertritt Sie aber. So sieht dann die gelebte Demokratie bei der „Hannoversche Volksbank“ aus. Die blumigen Ausführungen der hauseigenen Propagandaabteilung lassen grüßen. Die dortigen Phrasen zu den Möglichkeiten der Mitglieder haben aus meiner Sicht der Dinge heraus mit der Realität kaum etwas, im günstigsten Fall sehr wenig, gemeinsam. Alles nur Rhetorik, wohl eher alles nur „fauler Zauber“ und Wunschdenken fern jeglicher gelebter Wirklichkeit?

 

Hoffentlich kommt die Handhabung in anderen dort angesprochenen Bereichen den verkündeten Botschaften näher und ist dort nicht auch so zweideutig? Aus meiner Sicht haben sich die Volksbanken dem allgemeinen Bankenverständnis mehr als angepasst. Es wäre nur folgerichtig das Volk aus dem Namen zu streichen, denn diese Bank vertritt weder das Volk, noch ist sie für das Volk da. Ob sie die eigenen Mitglieder vertritt muss jeder für sich selbst beurteilen.

 

Die Zeiten haben sich auch dort gewaltig geändert, vor allen Dingen die Einstellungen. Von der ursprünglichen genossenschaftlichen Idee ist die Genossenschaft „Hannoversche Volksbank“ meilenweit entfernt. Warum greift man auf diese Idee noch zurück, wenn man diese nicht mehr lebt? Anpassungen sind immer erforderlich, nur hier hat man sich von dieser Idee verabschiedet, diese nicht angepasst, schon gar nicht evolutioniert. Nur durch die Ausgabe von Genossenschaftsanteilscheinen aus alter Gewohnheit heraus ergibt sich keine Verinnerlichung des genossenschaftlichen Gedankenguts.

 

Stellt sich natürlich auch die Frage ob eine Bank überhaupt eine Genossenschaft sein kann? Am Beispiel der „Hannoversche Volksbank“ muss ich dies für mich klar verneinen.


Kappung des Filialnetzes

(2014-12-14)

 

„Börsen-Zeitung“: „Sparkasse und Volksbank in Hannover kappen Filialnetz. - Die Sparkasse Hannover und die Hannoversche Volksbank dünnen ihr Filialnetz wegen Kundenschwunds aus.“

 

Vielleicht hatte und hat man das falsche Konzept? Wenn die Kunden sich entschließen sich anderweitig zu orientieren, dann muss doch etwas falsch gelaufen sein? Das Angebot dürfte dann doch wohl an denen vorbei gegangen sein die man ansprechen wollte? Vielleicht wollte man aber auch gar nicht diesen Kundenkreis und strebt zu neuen Ufern? Was hat man versucht um die Kunden zu halten?

 

Es ist schon merkwürdig, wenn hier die beiden größten Institute doch mehr oder weniger eine konzertierte Aktion durchführen. Beim nächsten Mal ist dann der andere der Vorreiter. Es ist doch mehr als fadenscheinig wenn hier dann auch die durch die Politik kontrollierte Sparkasse Hannover dann fast zeitgleich auf den Zug aufspringt und Kürzungen der Öffnungszeiten durchführt, vermutlich um dann nach einer Schamfrist festzustellen das dieses Konzept dann doch nicht angenommen wurde und unwirtschaftlich ist?

 

Es ist aber wohl die Unverfrorenheit der Kommunalpolitik die Vorgehensweise einer Bank zu kritisieren, bei dem Institut auf welches man aber direkten Zugriff hat dann, zunächst zwar etwas geschönt und optisch besser diskutierbar, dann schlussendlich den ähnlichen Weg zu gehen.


R+V senkt Überschussbeteiligung

(2014-12-21)

 

„Handelsblatt“: „Deutschlands zweitgrößter Lebensversicherer R+V senkt die Überschussbeteiligung für das kommende Jahr auf 3,2 von 3,4 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.“


Illustere Gesellschaft

(2014-12-22)

 

„Süddeutsche.de“: „Idee der Genossenschaften auf Platz eins.“

 

Es ist schon eine illustere Liste bzw. es sind schon illustere Kandidaten die da eingestellt wurden zum Vorschlag als wichtiges geistiges Kulturgut nach den Vorgaben der Unesco:

 

„Südeutsche.de“: „An oberster Stelle stehen allerdings nicht die beiden bayerischen Traditionen, sondern die von Rheinland-Pfalz für alle anderen Länder eingebrachte Idee der Genossenschaften. Mit dieser wird sich der Bund um die Aufnahme in die Welterbeliste der Unesco bewerben…“

 

„27 Kulturgüter - Die Liste mit den wichtigsten geistigen Kulturgütern Deutschlands wurde nach den Vorgaben der Unesco erstmals erstellt. Unter den Preisträgern sind die Auseinandersetzung mit dem Rattenfänger von Hameln, das Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung, die Morsetelegrafie sowie Köhlerhandwerk und Teerschwelerei. Aber auch weniger trockene Ideen wurden berücksichtigt, etwa der Rheinische Karneval.“

 

„Erstmals wurde eine solche Liste nach den Vorgaben der Unesco erstellt. Sie soll traditionelles Wissen und Können, Bräuche und Darstellungen auch für die kommenden Generationen bewahren.“

 

Genossenschaften als Kulturgut? - Es mag zwar durchaus einen gewissen Charme haben Genossenschaftsbanken auf der Stufe des „Rattenfänger von Hameln“ zu sehen, zum „Rheinische Karneval“ könnte da schon eher eine Beziehung bestehen, wenn der Humor dabei nicht wäre? Aber zum Beispiel einen Genossenschaftsbänker beim absingen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung, nun zumindest eine ganz neue Sichtweise der Dinge.

 

Es scheint wohl eher nötig zu sein zunächst zu definieren was zu einer Genossenschaft passt und was eine Genossenschaft ist, nicht was man wünscht, dass es eine Genossenschaft sein möge. Die Idee an sich zu berücksichtigen ist richtig. Nur was wurde teilweise daraus gemacht?

 

Etliche genossenschaftlichen Großbanken, ebenso wie mehrere große Wohnungsbau- und Baugenossenschaften, auch diverse kommunale Genossenschaften und einige Genossenschaften im Bereich Gesundheitswesen, um einige Beispiele zu nennen, gehören wohl eher nicht mit in eine Liste der geistigen Kulturgüter Deutschlands und somit auch nicht in die Welterbeliste der Unesco. Es waren wohl eher steuerliche Aspekte die hier für die Entscheidung zur Gründung einer Genossenschaft sprachen und die doch wohl eher niedrige Kontrollfrequenz in diesem Bereich? Nur weil es eine Genossenschaft ist muss es nicht zwangsläufig auch ein mitgliederfreundliches Unternehmen sein. Jede Genossenschaft muss sich allerdings einzeln an ihren „Taten“ messen lassen. Sollte der Eintrag in die Welterbeliste gelingen wird man einen Coup gelandet haben aus dem sich auch werbemäßig Honig für alle Genossenschaften saugen lässt, denn dafür wird vermutlich ein Weg zu finden sein.

 

Den Politikern die hier für diesen Eintrag so viel Energie und Ideenreichtum einsetzen und auf den Weg brachten kann eigentlich nur empfohlen werden auch endlich dafür einzutreten ein vernünftiges Genossenschaftsgesetz auf den Weg zu bringen welches nicht nur Posten für ganze Politikergenerationen schafft sondern den Mitgliedern auch Kontrollmöglichkeiten und Möglichkeiten zum Engagement gibt und nicht nur den Aufsichtsräten, Vorständen und Vertretern der Genossenschaften. Die Demokratie in den Genossenschaften darf nicht nur auf dem Papier stehen. Letztendlich muss auch die Frage geklärt werden wem die Genossenschaft denn nun wirklich gehört und wer die Interessen der Mitglieder nun wirklich vertritt. Erheblich mehr Transparenz ist angesagt, insbesondere bei den Großen dieses Bereichs.

 

Die Gesellschaftsform der Genossenschaft ist für diese großen Einheiten nicht mehr zeitgemäß.

 

Allerdings könnte die Vorgehensweise einiger Genossenschaftsbanken durchaus als Vorbild für andere Teile dieser Welt dienen. Verständnis für deren Berücksichtigung von Mitgliederinteressen und –wünschen dürften in manchen Ländern dieser Welt durchaus Zustimmung finden und Nachahmer. Dies ist nicht nur positiv gemeint.


Auslaufmodell Überziehungszinsen

(2014-12-24)

 

„Hannoversche Allgemeine“: „Für Privatkunden gelte inzwischen ein genereller Zins von 11,87 Prozent für Girokonten im Minus, erklärte ein Volksbank-Sprecher.“

 

„Die günstigsten Konditionen haben Direktbanken. So verlangt die 1822 direkt, eine Tochter der Frankfurter Sparkasse, nur 7,74 Prozent Zinsen, bei der ING Diba sind es 8,25 Prozent – egal, ob es sich um einen Dispokredit oder eine geduldete Überziehung handelt.“

 

Offensichtlich benötigt man eine positive Presse nach den zahlreichen miesen Schlagzeilen der vergangenen Wochen? Ob diese Maßnahme die Zweigstellenschließungen kompensiert müssen wohl die Kunden für sich selbst entscheiden. Viele der von den Zweigstellenschließungen betroffenen Kunden werden ohnehin nicht zu dem Kreis zu zählen sein die Überziehungszinsen in Anspruch nehmen?


Dividende für 2014 soll wieder nur 5,5 Prozent betragen

(2015-02-01)

 

Nach einem Zeitungsbericht soll die Dividende der Hannoverschen Volksbank für 2014 wieder marginale 5,5 Prozent betragen. Wie diesem Bericht zu entnehmen ist sank das Betriebsergebnis. Die Gesamtkundenzahl reduzierte sich um ca. zweitausend Kunden. Für die Bank kein Problem denn dies sind Kunden mit „vergessenen Sparbüchern“. „Wir gewinnen interessante neue Kunden“, so demnach die Hannoversche Volksbank.

 

Es ist doch schön, wenn sich eine Bank ihre Kunden aussuchen kann und es egal ist, wenn uninteressante Kunden, zumindest hält man wohl Abgänge dafür, das Institut nicht mehr belasten? Kundenpflege nur noch da wo es sich lohnt, der Rest kann dem Unternehmen nur noch den Gefallen tun und es verlassen? Neukundenaufnahme nach Würdigkeit? Die allgemeine Bankenarroganz ist nun wohl auch bei den Volksbanken angekommen?

 

An der Schließung von zehn „Zweigstellen besonders in Ortsteilen von Garbsen und Neustadt werde trotz einiger Proteste nicht mehr gerüttelt.“ – Es macht nichts, wenn Kunden mit „vergessenen Sparbüchern“ die Bank verlassen. So einfach kann Ursachenforschung sein.


Volksbanken und Sparkassen könnten Probleme bekommen

(2015-02-04)

 

„t-online.de“:Die niedrigen Zinsen treffen insbesondere Sparkassen und Volksbanken: Ihr Kerngeschäft ist bedroht. Das könnte schwerwiegende Folgen für das von der Finanzkrise bislang unbescholtene und solide Einlagenmodell und die Belegschaft haben, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) berichtet.“


Kontoeröffnung verwehrt

(2015-06-07)

 

„Hannoversche Allgemeine Zeitung“: „Einer Mitarbeiterin der Pestalozzi-Werkstatt, die behinderte Menschen beschäftigt, hat die Volksbank Hannover die Eröffnung eines Kontos verwehrt. Der Betreuer der Frau sieht darin eine „systematischer Benachteiligung“ - ein Vorwurf, dem die Bank vehement widerspricht.“

 

Nun wollte die 45-Jährige, deren Geschäftsfähigkeit durch die Betreuung nicht angetastet ist, das Geldinstitut wechseln. Dabei erlebte sie, was die Antidiskriminierungsstelle des Bundes über „betreute Personen im zivilen Rechtsverkehr“ schon 2011 publizierte: Sie erführen „regelmäßig Benachteiligungen, zum Beispiel (...) bei Bankgeschäften (...)“. ... erhielt am Infotresen der Volksbank in Großburgwedel die Auskunft, dass die Eröffnung eines Kontos für sie nicht möglich sei.“

 

Erinnern wir uns? „…wir machen den Weg frei…“ – „ …die Bank an Ihrer Seite“…


Moody’s“ verteilt Noten für deutsche Banken

(2015-06-25)

 

„Handelsblatt“: „Die deutschen Landesbanken und Genossenschaftsbanken bekommen von der Ratingagentur Moody's überwiegend bessere Noten.“


Weiter Schließung von Bankfilialen

(2015-06-26)

 

„Handelsblatt“: „Nach einer Schätzung der DZ Bank, dem Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken, steht ein wahrer Kahlschlag bei Bankfilialen bevor. Bis zum Jahr 2030 werde die Zahl der Filialen auf unter 20.000 zurückgehen, so das Ergebnis einer Ende Mai vorgestellten Studie des Geldinstituts. Das entspräche einem Rückgang von deutlich über 40 Prozent.“


BVR-Sicherungseinrichtung

(2015-08-15)

 

Bei dem System der Genossenschaftsbanken, Institutssicherung dann erst Einlagensicherung, dürfte wohl die Einlagensicherung dann, sollte diese erforderlich werden, schon den Problemfall darstellen, denn dann hätten die Mittel und Möglichkeiten nicht ausgereicht das Institut zu retten. Bei diesen Abläufen stellt sich dann die Frage nach der Rechtsstellung des Genossenschaftsanlegers wenn eine angeschlossene Bank Probleme bekommt und möglicherweise, vielleicht auch nur tageweise, zunächst nicht auszahlen kann? Zunächst wird demnach das Institut bedient um es zu retten. Wann und wo stellt ggf. der Anleger seine Forderungen? Wer stellt den Eintritt des Entschädigungsfalls fest – etwa das hauseigene Sicherungssystem?

 

BVR-Sicherungseinrichtung: „Die aufgrund dieser neuen Gesetzesvorgaben beschlossenen Anpassungen der BVR-Sicherungseinrichtung wurden vor allem deshalb nötig, weil die EU-Richtlinie den Aspekt der Einlegerentschädigung in den Vordergrund stellt – eine Situation, zu der es aufgrund des bei Genossenschaftsbanken einschließlich ihrer Zentralbanken DZ BANK und WGZ BANK vorgeschalteten Institutsschutzes in ihrer Praxis gar nicht erst kommt.“

 

Handelsblatt“: „Ebenso wichtig wie die Beiträge ist ein zweiter Punkt: Die Reform soll den Status der Einlagensicherung als von der Bankenaufsicht BaFin anerkanntes „institutsbezogenes Sicherungssystem“ schützen. Das bedeutet, dass nicht nur Einlagen garantiert sind, sondern die Pleite von Banken verhindert wird.“

 

„Konto.com“: „Einlagensicherung bei Volksbanken und Raiffeisenbanken“

 

„ratgeber-geld.de“: „Eine weiterer wichtiger Punkt für Anleger ist meistens die Frage danach, was nach einem Ausscheiden einer Bank aus der Sicherungseinrichtung des BVR passiert. Zunächst muss die Bank dies ihren Kunden sofort mitteilen, um ihnen die Möglichkeit einzuräumen, entsprechend darauf zu reagieren.“

 

„Abschließend kann man sagen, dass die Genossenschaftsbanken ein wirklich gut durchdachtes und funktionierendes Einlagensicherungssystem haben, weil es neben der Entschädigung der Anleger auch für die Erhaltung und gegebenenfalls für die Sanierung angeschlagener Institute sorgt.“


Fusion von DZ Bank und WGZ zum 01. August 2016

(2015-11-22)

 

„t-online.de“: „Dieses Mal soll es endlich klappen: Die genossenschaftlichen Spitzeninstitute - DZ Bank und die kleinere WGZ Bank - wollen zusammengehen. Der letzte Fusionsversuch war während der Finanzkrise 2009 auf der Zielgeraden geplatzt.“

 

„Mit einer Bilanzsumme von zusammengerechnet knapp 500 Milliarden Euro wäre es nach Deutscher Bank und Commerzbank die Nummer drei am deutschen Markt.“

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Wahlen“ bei der Hannoverschen Volksbank

(2015-11-23)

 

„Hannoversche Allgemeine“: „Am Dienstag, 1. Dezember, findet die Wahl der Vertreterversammlung statt. Noch bis Donnerstag, 26. November, können die Volksbank-Mitglieder Briefwahlunterlagen anfordern.“

 

In Abwandlung eines anderen Sprichworts fällt mir dazu nur ein: „Stell Dir vor es findet bei der Hannoverschen Volksbank eine Vertreterwahl statt und niemand geht hin…“

 

Dieses vermeintlich demokratische Feigenblatt wird wohl analog zu früheren Veranstaltungen dieser Art ablaufen? Es wird somit nicht schaden wenn Sie daran teilnehmen, bringen wird es auch nichts, denn es werden voraussichtlich wohl auch dieses Mal nicht mehr Kandidaten wählbar sein als Mandate zur Verfügung stehen? Die bisherige Wahlbeteiligung lag immer unter den ohnehin schon niedrigen Werten für Wahlen der Kirchenvorstände. Welchen Wert die Hannoversche Volksbank diesem Ereignis beimisst sehen Sie ohnehin schon an der geringen Publizierung dieses Ereignisses durch die Bank, insbesondere auch an den Möglichkeiten für Sie sich wählen zu lassen und die Veröffentlichung der dazu benötigten rechtzeitigen Informationen. So viele Mitglieder der Hannoverschen Volksbank kennen Sie gar nicht um an die benötigten Unterschriften zu kommen um sich als Kandidat aufstellen zu lassen. Die aufgestellten Kandidaten werden von einem hausinternen Wahlgremium handverlesen ausgesucht und wahren dann Ihre Interessen gegenüber der Bank insbesondere auf den Vertreterversammlungen der Genossenschaft, sofern diese dann daran teilnehmen. Nach meinem unvollständigen Erkenntnisstand gab es auf dieser Vertreterversammlung, zumindest in den vergangenen Jahren, nie Gegenstimmen zu den dort zur Abstimmung stehenden Tagesordnungspunkten.

 

Die Volksbanken schließen sich zu immer größeren Einheiten zusammen und stellen immer größere wirtschaftliche Macht dar. Welche Kontrollmöglichkeiten haben aber die Eigentümer, also die Genossenschaftsmitglieder? Das was dort als „Wahl“ abgehalten wird verdient nicht ansatzweise den Namen. Wer kontrolliert diese Genossenschaften wirklich? Bei jeder Aktiengesellschaft haben Sie mehr Informationsrechte als bei einer Genossenschaft und die Informationsmöglichkeiten sind dort auch schon nicht allzu viel wert.

 

Fordern Sie also zumindest die Briefwahlunterlagen an vielleicht steht einer Ihrer Freunde oder Bekannten zur Wahl. Sie können ihm dann zu einer demokratischen Legitimation verhelfen damit der Wahlvorschlag ein paar Kreuze bekommt.

 

„Hannoversche Allgemeine“: „„Wir blicken bislang auf ein gutes Jahr zurück“, sagte … am Mittwochabend. Dank der nach wie vor robusten Konjunktur in der Region Hannover sei die Kreditnachfrage weiter sehr hoch.“

 

Dann dürfen wir eventuell die Hoffnung haben, dass dann die Dividende nicht so mäßig ausfallen wird wie in den Vorjahren. Denn wenn es im November schon ein gutes Jahr ist, dann kann es doch bis zum Jahresende nur noch besser werden?


Bankfiliale der Hannoverschen Volksbank verwüstet

(2015-11-28)

 

Ein offensichtlich desorientierter Kunde der Hannoverschen Volksbank verwüstete die Bankfiliale der Hannoverschen Volksbank im Garbsener Ortsteil Altgarbsen und richtete dort erheblichen Schaden an.

 

Es ist schon sehr eigenartig feststellen zu müssen wie wenig diese Filiale der Hannoverschen Volksbank offensichtlich gesichert war, denn bei dieser Schadenhöhe war wohl kein großer Aufwand nötig um dort hinein zu gelangen und „Umbauarbeiten“ größeren Umfangs durchzuführen?

 

Sollten es wirklich nur „fünf Minuten“ gewesen sein, dann ist das alles noch unverständlicher. „Die Filiale muss vorerst ganz geschlossen werden. „Weil die Trennwände herausgerissen wurden…““ Sehr stabil kann dann wohl kaum etwas dort gewesen sein?

 

„Der Notruf ging bei der Polizei gegen 1.16 Uhr ein.“ Ein Notruf oder löste eine Alarmanlage aus? Womöglich war der Täter dann doch mehr als nur „fünf Minuten“ tätig? Die Polizei war fünf Minuten nach der Alarmierung vor Ort. War der Zeitpunkt der Alarmierung auch der Zeitpunkt zu dem der Täter tätig wurde?

 

Dabei stellt sich dann für mich die Frage was wäre gewesen, wenn jemand gezielt schlechte Absichten gehabt hätte? Wie sind dort die Kundendaten und andere Wertgegenstände der Kunden gesichert? Mir scheint, dass erheblicher Erklärungsbedarf besteht, wohl auch Klärungsbedarf. Vielleicht auch in Bezug auf andere Örtlichkeiten der Hannoverschen Volksbank, falls es auch dort möglich sein sollte problemlos und ohne großen Aufwand und ohne Anmeldung einen Tag der „offenen Tür“ dort abzuhalten?

 

Es stimmt schon mehr als bedenklich, wenn aus einer Laune heraus, spontan und ohne technische Hilfsmittel eine Filiale der Hannoverschen Volksbank ohne großen Aufwand zu „knacken“ ist.

 

„Hannoversche Allgemeiner Zeitung“: „Mann verwüstet Bankfiliale in Garbsen.“

 

„ndr.de“:Mann verwüstet Bankfiliale in Garbsen.“


Wir haben die Demokratie eingeführt. 1843.“

(2016-01-25)

 

War da nicht irgendetwas? Doch – tatsächlich, am 01. Dezember 2015 wurden „Wahlen“ zur Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank gegeben. Haben Sie irgendetwas dazu gehört oder gelesen. Nein? Ich auch nicht. Ich bekam nicht einmal, trotz Anforderung, die Unterlagen zur Briefwahl zugesandt um an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können. So wie dieser Vorgang dort behandelt wurde muss es wohl doch ein ganz unwichtiges Ereignis gewesen sein?

 

Rufen Sie auf der Internetseite mit der dortigen Suchfunktion einmal auf „Wahl zur Vertreterversammlung“. Sie bekommen 762 Treffer angezeigt. Ich habe es dann nach einigen Versuchen aufgegeben nach dem Wahlergebnis zu suchen. Ich habe zumindest zunächst nichts gefunden was damit für mich im ursächlichen Zusammenhang stand.

 

Über eine der externen Suchmaschinen war ich dann doch noch erfolgreich. Eine Erfolgsmeldung:

 

„Wir haben die Demokratie eingeführt. 1843.“

 

Wahl zur Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank

 

Die Vertreterversammlung ist das Organ innerhalb der Hannoverschen Volksbank, in dem Sie als Mitglied über die gewählten Mitgliedervertreter den Kurs Ihrer Bank mitbestimmen können.

 

Ergebnis der Wahl zur Vertreterversammlung am 1. Dezember 2015

 

Der Wahlausschuss hat die Stimmauszählung vorgenommen. Der zur Wahl stehenden Liste haben 95,54 % der Wählerinnen und Wähler zugestimmt. 3,58 % stimmten dagegen, 0,1 % enthielten sich, 0,78 % der abgegebenen Stimmen waren ungültig.

Der Wahlausschuss bedankt sich bei allen Mitgliedern, die zu dieser breiten Unterstützung der neu gewählten Vertreter beigetragen haben.

Die Liste der neu gewählten Vertreter liegt ab Mitte Januar in allen Geschäftsstellen der Hannoverschen Volksbank aus.

 

Hannoversche Volksbank eG
Der Wahlausschuss“

 

 

Sehr aufschlussreich? Wie viele Stimmen wurden abgegeben? Wer wurde zu Ihrem Vertreter gewählt? Anzahl der teilnehmenden Genossen?

 

 

„Wir haben die Demokratie eingeführt. 1843.“ – Wann wurde die Demokratie bei der Hannoverschen Volksbank wieder abgeschafft?


Die Hannoversche Volksbank bekam die schlechteste Note aller Institute“

(2016-01-26)

 

23 Institute wurden getestet. Zwei bekamen die Note „mangelhaft“. Außer der Hannoverschen Volksbank wurde somit nur noch ein Institut mit „mangelhaft“ ausgezeichnet. Da fällt mir doch nur zu ein - „Das können die auch nicht?“

 

Bezeichnend ist dann natürlich auch die Reaktion des ertappten Sünders: „fondsprofessionell.de“ - „Unmut in Hannover - Reichlich verschnupft reagiert ein Institut aus dem genossenschaftlichen Bankenlager: die Hannoversche Volksbank. “Die abschließende, subjektive Bewertung der Stiftung Warentest gibt aus unserer Sicht nicht die Qualität der Beratung sowie der Anlageempfehlung wieder", lässt der Vorstand der Hannoverschen Volksbank wissen.“

 

„handelsblatt.com“: „Die Stiftung Warentest hat die Beratung von 23 Geldhäusern getestet. Die Hannoversche Volksbank bekam die schlechteste Note aller Institute.“

 

„finanzen.at“: „Zwei Banken verlieh FINANZTEST gar die Note „mangelhaft“. Die beiden Betroffenen gingen übrigens sehr unterschiedlich mit der Bewertung um: Während die Hypovereinsbank in einer Stellungnahme Besserung verspricht, schießt die Hannoversche Volksbank zurück: „Die abschließende, subjektive Bewertung der Stiftung Warentest gibt aus unserer Sicht nicht die Qualität der Beratung sowie der Anlageempfehlung wieder“, verkündet der Vorstand auf seiner Website und ergänzt…“

 

„fondsprofessionell.de“: „Die durchwachsenen Resultate der jüngsten "Finanztest"-Studie zur Beratungsqualität deutscher Banken rufen unterschiedliche Reaktionen hervor. Die meisten Häuser geloben Besserung – bis auf eines…“

 

"Finanztest" stellt Bankberatern miese Zeugnisse aus

 

Statement des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank„…Diese Einschätzungen bestätigen die durchweg positiven Ergebnisse, die wir bei unabhängigen Banken-Tests im vergangenen Jahr beispielsweise bei Focus Money (City Contest, Beste Privatkundenberatung) und Die Welt (Sieger Bankentest "Beratung Privatkunden") erreicht haben. Aus diesen ist die Hannoversche Volksbank durchweg als Sieger hervorgegangen...“

 

Letztendlich sind all diese Tests wohl nur Relativitätstheorie? Der eine Test ist so wenig wert wie der andere. Bei diesem Test hat man nun einmal bei diesen Ausgangsvorgaben die negative Karte gezogen und letztendlich wurden sämtliche getesteten Institute nach gleichen Kriterien bewertet und zugeordnet. Die anderen konnten es besser oder waren hierbei eben besser. Allerdings testete hier auch ein namhaftes Institut und keine Zeitung die letztendlich von ihren Inserenten lebt. Dies könnte zu denken geben. Nur, wenn man Kritik an den negativen Beurteilungen übt, dann soll man auch aufhören lautes Hurragebrüll anzustimmen wenn das Testergebnis den eigenen Vorstellungen nützlich ist und alles mit etwas Zurückhaltung angehen. Dies können die Banker sonst doch so hervorragend. Vornehme Zurückhaltung. Kriterien warum dann diese Ergebnisse so positiv waren wurden auch nicht hinterfragt, schon gar nicht erläutert. Das nimmt man doch auch kritiklos hin. Die Beurteilungen haben eben nur in das eigene Selbstverständnis gepasst.

 

Die Hannoversche Volksbank sollte daher die Selbstbeweihräucherung lassen in Vorgängen wenn man es gebrauchen kann, aber auch nicht überzogen bei Kritik reagieren, vielleicht auch das eigene Vorgehen selbst gelegentlich kritisch hinterfragen. Das bei der Hannoverschen Volksbank etliches verbesserungsbedürftig ist ist mir seit langer Zeit klar. Nur gewisse Abläufe ändern sich eben nie. Wie alle anderen „kochen auch die nur mit Wasser“ und haben so ihre Unzulänglichkeiten, schon aus dem angeblichen genossenschaftlichen Standesdünken heraus. Da gibt es eben Abläufe von denen man meint, dass diese so sein müssen und die folglich auch nie hinterfragt werden, siehe Demokratieverständnis. Die wollen das aber nicht besser können. Glauben wohl auch noch, dass sie es richtig machen?

 

Welche Genossenschaftsbank ist aber schon kritikfähig? Beratungsresistent ohnehin. Die sind allesamt so von sich überzeugt, dass man einbahnstraßenartig marschiert, Kritik ist Lästerung, kein Anreiz es besser zu machen, egal ob die Richtung zweifelhaft ist. Vor Kraft und Energie können die ohnehin alle kaum laufen. Die Meinung der eigenen Mitglieder interessiert da auch nur wenn man diese positiv und vermeintlich werbewirksam gebrauchen kann. Im Zweifel geschieht ohnehin alles auf Wunsch derselben. Benötigt man positive Darstellung dann wird die Fragestellung schon so programmiert, dass diese dann nur zu positiven Bewertungen führen wird. Wir kennen doch alle dieses Spiel?

 

„Lokal verankert, überregional vernetzt, ihren Mitgliedern verpflichtet und demokratisch organisiert.“ – Wann haben Sie etwas von der demokratischen Organisation Hannoversche Volksbank wahrgenommen? Wann haben Sie etwas bemerkt von: „Genossenschaftliche Werte, Mitbestimmung und regionale Verwurzelung: Wir sind mehr als nur eine "Bank"?

 

Die Phrasendrescherei ist hinlänglich bekannt. Die Taten offensichtlich auch? Gelegentlich holt dann doch jemand die Sterne vom Himmel die nicht wirklich so hell leuchten wie man vorgibt.

 

 

„test.de“: „Anla­geberatung: Nur 3 von 23 Banken beraten gut

 

Stiftung Warentest: Nur wenige Banken beraten Anleger gut

 

Hannoversche Bank berät am schlechtesten


Dividendenkürzung

(2016-02-03)

 

„Handelsblatt“: „Bisher zahlte die Sparda-Bank Baden-Württemberg 5,6 Prozent aus, nun wird der Vertreterversammlung eine Ausschüttung von 3,5 Prozent vorgeschlagen.“

 

„Auch die Dortmunder Volksbank, die ebenfalls zu den größten Genossenschaftsbanken zählt, will der Vertreterversammlung vorschlagen, die Dividende von sechs auf vier Prozent zu senken. Darüber berichteten die „Ruhr Nachrichten“. Viele Volks- und Raiffeisenbanken zahlen bisher Dividenden von fünf, sechs oder sieben Prozent.“


Positives Fazit?

(2016-02-15)

 

Es wurde nun wohl eine positive Presse benötigt? Die „Celler Presse“ war dabei wohl das „dankbar Opfer“ welche das „Statement“ der Hannoverschen Volksbank unkritisch und ohne weitere Hinterfragung brachte? Diese vielfach wenig arbeitsbelastenden Vorgehensweisen kommen wohl doch des Öfteren vor? Der Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank zieht bzw. sieht für das Geschäftsjahr 2015 „durchweg ein positives Fazit“. Die Zahlen zumindest die die der Vorstandssprecher veröffentlichen ließ könnten darauf hindeuten, allerdings spiegelt sich dies für mich im Ergebnis dann doch nicht so umfänglich wieder und die Steigerungen liegen ohnehin nur im ganz unteren einstelligen Prozentbereich.

 

Anlass zu Euphorie ist somit wohl kaum gegeben? Allerdings nach den zahlreichen vergangenen mageren Jahren können solche Werte dann wohl doch zu Freudesstürmen Anlass geben. Offensichtlich ist man bei der Hannoverschen Volksbank ergebnismäßig bescheiden geworden und auch kleine Erfolge geben dort schon Anlass zur Überschwänglichkeit.

 

Es ist wohl zunächst das „Pfeifen im Keller“? Nach den negativen Schlagzeilen der vergangenen Wochen durchaus eine legitime Vorgehensweise. Warten wir zunächst einmal ab was die Genossenschaftsmitglieder von diesem „durchweg positiven Fazit“ haben werden. Dazu „schwieg des Sängers Höflichkeit“.

 

2016-02-20

Dividende für 2015 wohl wieder nur 5,5 Prozent.


Genossenschaftsbanken 2015 mit Milliardengewinn

(2016-03-12)

 

„Handelsblatt“: „Deutschlands Volks- und Raiffeisenbanken haben trotz anhaltender Niedrigzinsen und teurer Regulierung 2015 an den Milliardengewinn des Vorjahres anknüpfen können.“


Schließung SB-Center

(2016-03-30)

 

„Hannoversche Allgemeine“: „Volksbank zieht sich aus Otze zurück - Die Hannoversche Volksbank wird ihre SB-Center an der Burgdorfer Straße in Otze zum 2. Mai und am Ärztezentrum in der Weststadt zum 1. November schließen. Der Grund: Die Terminals werden laut Geldinstitut von den Kunden immer seltener genutzt.“

 

Nun werden schon SB-Center geschlossen, weil kein Bedarf dafür mehr erkennbar ist. Vielleicht liegt es auch nur an einer möglicherweise fehlenden Bedienungsanleitung? Kundenfreundlich waren die SB-Center wohl ohnehin nie. Vielleicht auch deshalb damit man diese dann nach und nach wegen zu geringer Nutzung schließen kann. Es muss alles nur dementsprechend unpraktikabel gestaltet werden damit dann die Argumentation, fehlende Nutzung, genutzt werden kann?

 

Zunächst als Kundenfreundlichkeit und als Verbleib der Bank als Präsenz in der Fläche propagiert haben die Kunden die Kundenfreundlichkeit wohl nicht erkannt? Müssen wir demnächst das Geld im Supermarkt abholen oder sind das nun schon die Vorboten des propagierten bargeldosen Zeitalters?


Kartellamt genehmigt geplanten Zusammenschluss

(2016-04-02)

 

„Handelsblatt“: „Dem geplanten Zusammenschluss der DZ Bank mit der WGZ Bank steht auch von Seiten des Kartellamts nichts mehr im Wege. Es ist schon die zweite Freigabe der Wettbewerbshüter für die Fusion.“

 

„Gelingt die Fusion, entstünde gemessen an einer Bilanzsumme von knapp 500 Milliarden Euro das drittgrößte Institut in Deutschland nach der Deutschen Bank und der Commerzbank.“


2016-04-29

„Handelsblatt“:Filialsterben der Banken jetzt auch amtlich“ – „Die Zahl der Banken und Filialen in Deutschland schrumpft seit vielen Jahren. Im vergangenen Jahr hat sich der Abbau der Geschäftsstellen beschleunigt – aus mehreren Gründen.“


Eine Bank schafft sich ab

(2016-05-07)

 

„Hannoversche Allgemeine Zeitung“: „Die Hannoversche Volksbank schließt zwei SB-Center in Seelze: Zum 30. September wird der Standort an der Harenberger Meile in Harenberg aufgegeben, das SB-Center an der Calenberger Straße in Lohnde wird zum 1. Dezember aufgegeben. Grund ist die geringe Auslastung der Automaten, teilt die Bank mit.“

 

„Leine-Zeitung“: „Die Hannoversche Volksbank schließt in diesem Jahr ihre Filiale in Havelse und löst das SB-Terminal in Schloß Ricklingen auf.“

 

Ist es nun Arroganz oder Dummheit wenn man sich immer noch weiter von seinen Kunden entfernt? Offensichtlich stimmt aber das Angebot ohnehin nicht, denn sonst würde dieses genutzt werden. Wahrscheinlich haben die Kunden schon die Flucht ergriffen und der Bank den Rücken gekehrt und das Angebot muss der Nachfrage angepasst werden? Gerade bei den Volksbanken gab es Zeiten in denen man dort die eigenen Kunden noch kannte. Dies ist schon lange nicht mehr der Fall und nicht nur dem Kundeninteresse geschuldet, denn wenn in den Zweigstellen nur noch Teilzeitbeschäftigte beschäftigt werden die dann auch noch fast täglich an wechselnden Standorten eingesetzt werden wo soll dann eine Kundenbindung entstehen?

 

Wenn jetzt schon Geldautomaten nicht mehr wirtschaftlich im Sinne des Bankenverständnisses betrieben werden wohin soll dann noch die Reise gehen. Wie lange benötigen wir dann überhaupt noch Banken? Vielleicht sollten die Banken insgesamt einmal ihr Geschäftsmodell überdenken und darüber nachdenken, dass nicht die Kunden für sie sondern sie für die Kunden da sind. Ein kundenfreundliches Angebot wird auch genutzt werden. Dies wird aber nicht angeboten. Gerade die Volksbanken haben ihre Kunden früher nie bei den Millionären gesucht und sind mit den kleinen Sparern groß geworden, aber wohl auch überheblich. Diese Sünden werden nun bestraft.

 

Den Kunden hat man in den vergangenen Jahren so viel zugemutet, dass diese nun den Banken die Quittung für die Vernachlässigung geben und die Banken entbehrlich machen. Nur will man dies offensichtlich bei den Banken nicht merken. Der Kunde versteht eben das Geschäftsmodell nicht mehr. Es ist ihm eher unangenehm eine Filiale aufzusuchen, weil er sich dort nicht mehr willkommen fühlt. Vielleicht sollte man ihm einmal erläutern welches Geschäftsmodell noch vertreten wird? Wahrscheinlich gelingt es dann auch noch einen weiteren Großteil der Kunden zu verlieren? Angefangen hat man schließlich auch mit einer Raiffeisenkasse. Diese befand sich aber vor Ort und kannte ihre Kunden und musste nicht nach einer längeren Anfahrt und mehreren Umsteigern aufgesucht werden. Da ging man hin, es war keine Halbtagesreise mit Bus und Bahn.

 

Wenn Sie keine Kunden mehr benötigen dann schließen Sie Ihren „Laden“ und beschäftigen sich mit sich selbst. Die Rücklagen werden wohl eine Weile reichen? Vielleicht richten Sie dann wieder einen Vertreterservice ein der die Kunden zu Hause aufsucht und die Beträge einkassiert. So haben die Bausparkassen auch einmal begonnen. Zurück zu den Anfängen.

 

Die Mitglieder könnten ihre Vertreter fragen wie diese zu diesen Abläufen stehen. Die Adressenliste unterliegt aber dem Datenschutz. Welche oder wessen Interessen vertreten diese Vertreter?


Kundenflucht bei Banken

(2016-05-08)

 

Handelsblatt“: „Bei diesen Banken drohen Kunden zu fliehen.“ – „Eine Umfrage zeigt: Viele Bankkunden wollen bald wechseln. Manche Institute sind akut gefährdet.“

 

„Auch die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken zählen – wie die Sparda- und PSD-Banken – zu den Genossenschaftsbanken. Ihre Kunden scheinen relativ zufrieden. Jedenfalls gaben nur 7,2 Prozent der befragten Kunden an, wechselbereit zu sein.“


Freifahrtscheine für Fahrten zum nächsten Geldautomaten

(2016-05-19)

 

Wie weit will man es in dieser Republik eigentlich noch treiben? Kundendienst ist offensichtlich ein Fremdwort, nicht nur bei Banken und Sparkassen? Für ein Pferderennen wird ein Preisgeld von 25.000 EUR ausgelobt, der Geldautomat an der Ecke ist aber unwirtschaftlich:

 

 

„Großer Preis der Hannoverschen Volksbank“ – „Wir laden ein zum Renntag um den Großen Preis der Hannoverschen Volksbank an Pfingstmontag, dem 16. Mai 2016, ab 12.30 Uhr auf der Pferderennbahn Neue Bult in Langenhagen.“

 

Sportlicher Höhepunkt ist der Große Preis der Hannoverschen Volksbank: Das mit 25.000 Euro dotierte Listenrennen für die Dreijährigen wird mit dem Untertitel "Derby Trial" gelaufen.

 

 

Handelsblatt“: „Wenn die letzte Bank oder Sparkasse im Ort schließt, bangen viele Kunden vor allem um die Versorgung mit Bargeld. Sparkassen in Bayern wollen es ihnen notfalls nach Hause liefern: Wenn kein Geldautomat erreichbar sei, könne Geld zu den Kunden gebracht werden, sagte der bayerische Sparkassenpräsident … der Deutschen Presse-Agentur in München. „Dieses Angebot wird bislang aber nur von wenigen Kunden genutzt.“ Auch Bus-Tickets für die Fahrt zur nächsten Filiale oder mobile Geschäftsstellen hätten einige Sparkassen schon im Angebot.“

 

Was diese „Angebote“ dem Nutzer kosten wurde vorsichtshalber nicht erwähnt.

 

Wann kommt die „Hannoversche Volksbank“ mit einer ähnlichen kundenfreundlichen Idee?


Kontogebühren ab zweiter Jahreshälfte?

(2016-05-28)

 

„bild.de“:Die Hannoversche Volksbank zieht Konto-Gebühren ab der zweiten Jahreshälfte in Betracht, die Höhe ist unklar.“


Ein paar Euro Kontoführungsgebühr sollen wohl nur „Peanuts“ sein?

(2016-08-12)

 

„Kleinvieh“ macht aber auch Mist und daran scheinen sich nun wohl auch die Volksbanken wieder zu erinnern? Allerdings kommt da auch nur genug „Mist“ zusammen, wenn die Menge stimmt. Da hat man bei den Volksbanken aber wohl schon kräftig aussortiert bzw. die Kunden haben die Zeichen der Zeit verstanden und sich anders orientiert. Kostenlos gab es bei den Volksbanken aber ohnehin nie etwas, dort hatte schon immer alles seinen Preis und die potentiellen Kunden suchte man sich schon immer aus. Jetzt versucht man wohl sich auf den lukrativen Teil zurückzuziehen?

 

Bargeldversorgung durch den Supermarkt und es werden wohl ohnehin nur Kunden benötigt die Beratungsbedarf haben? Möglichst natürlich mit dem entsprechenden Geldbestand in der Hinterhand? Für die anderen Kunden ist dann die Konkurrenz zuständig? Nur welchen Zinssatz oder welche Anreize will man dann den Kunden mit dem nötigen Geldbestand anbieten oder nur versprechen, es gibt doch kaum noch Zinsen? Bei den sonstigen Anlageberatungen könnte man im Internet zahlreiche Ausführungen finden wo der Anleger mit der Beratung der Volksbanken nicht so ganz glücklich wurde? Es ist noch nicht so lange her, dass das Ergebnis der Hannoverschen Volksbank bei einem Test zur Qualität der Anlagenberatung sehr unbefriedigend ausfiel? Wozu werden dann noch Banken benötigt wenn die Bargeldversorgung auf anderen Wegen passieren soll, denn der Normalbürger läuft nicht jede Woche zur Bank um einen Kredit zu beantragen oder einen Sack voll Geld anzulegen?

 

Auch der genossenschaftliche Gedanke und die nur in der Propaganda der Bank vorhandenen Hinweise zur genossenschaftlichen Demokratie und dem möglichen Gestaltungsspielraum für Genossenschaftsmitglieder dürften wohl auch kaum ein Grund sein das Institut nicht zu wechseln, denn der Größte Teil dieser Ausführungen ist fauler Zauber.

 

Es könnte durchaus zweckmäßig sein bei den Volksbanken einmal darüber nachzudenken welcher Ursprungsgedanke der Gründung dieser genossenschaftlichen Institutionen zugrunde lag. Bestimmt nicht den vermögenden Kunden eine Großbank zu bieten, mit Kundenfreundlichkeit nach der Höhe der Einlagen. Die Hannoversche Volksbank baut den Kunden vor Ort den Geldautomaten ab weil der Volksbank dieser zu kostenintensiv ist nachdem die örtliche Zweigstelle ohnehin schon vor Jahren dicht gemacht wurde. Warum sollen sich die Volksbankkunden bankfreundlich verhalten, wenn die Kundenfreundlichkeit der Bank auf den Kostenfaktor reduziert wird und dort die einzigen Ideen des Kundendienstes darin bestehen dem Bankkunden aufzeigen mit welchem Verkehrsmittel eine der noch gelegentlich vorhandenen Bankzweigstellen aufgesucht werden kann?

 

„Handelsblatt“: „„Wir hatten in der Vergangenheit einen Wettlauf, dass alles kostenlos sein soll“, erklärte …, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbands, am Freitag. „Diese Zeiten sind vorbei, denn die früher gängige Quersubventionierung durch Zinserträge ist in der anhaltenden Niedrigzinsphase nicht mehr möglich.“

 

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Letztlich seien „ein paar Euro Kontoführungsgebühr nicht entscheidend“, wenn der Kunde die qualitativ hochwertige Beratung erhalte, die er erwarte.“

 

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Machen 2000 Volksbank-Filialen bald dicht?“

 

„Neue Zürcher Zeitung“: „Wer braucht noch Bankfilialen? In Grossbritannien sollen die Institute dazu verpflichtet werden, alle Dienstleistungen auch über das Smartphone anzubieten. „

 

„Handelsblatt“: Für Kunden wird's teurer – und unübersichtlicher


Weitere Genossenschaftsbank will Geld für Erspartes

(2016-10-16)

 

„Handelsblatt“: „Mit der Volksbank Stendal verlangt ein weiteres Geldhaus Negativzinsen, wenn Kunden hohe Summen auf dem Tagesgeldkonto parken. Zwei andere Genossenschaftsbanken haben solche Strafzinsen bereits eingeführt.“

 

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Nach der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee verlangt jetzt eine weitere Genossenschaftsbank in Deutschland Negativzinsen auch von Privatkunden.“


Deutsche Verkehrsbank kann Prognose nicht einhalten

(2016-10-24)

 

„WirtschaftsWoche“: „Vielleicht müssten wir bei den Genossenschaftsbanken wirklich genauer hinsehen. Dann hätten wir rechtzeitig entdeckt, dass die genossenschaftliche Deutsche Verkehrsbank gegen alle Warnungen lange in Schiffskredite investierte, die sie nun tief unter Wasser drücken.“

 

„Die Deutsche Verkehrsbank (DVB), eine Tochter der genossenschaftlichen DZ Bank, musste am Mittwoch in einer Ad-hoc-Meldung einräumen, ihre bisherige Prognose nicht einhalten zu können. Der Grund ist ein Portfolio aus Schiffskrediten, von denen fraglich ist, ob das Geld je wieder in die Kasse der Bank zurückfließt. Die DVB erwartet aufgrund des erhöhten Risikovorsorgebedarfs für diese Kredite ein Ergebnis, das „im zweistelligen negativen Millionenbereich“ liegen wird. Die Bank, einst das Goldstück im großen Reich der genossenschaftlichen Institute, zu dem die Volks- und Raiffeisenbanken gehören, wird damit zum Problemfall für den Verbund.“


Wann durften Sie oder wann haben Sie bei „Ihrer“ Volksbank von „Ihren“ Rechten als Genossenschaftsmitglied Gebrauch machen dürfen?

(2016-10-25)

 

„WirtschaftsWoche“: „Wir alle wünschen uns die gute Bank. Diejenige, die unser Geld treu verwaltet, uns Kredite gibt, das Risiko im Auge behält, anständige aber nicht übertriebene Löhne bezahlt und unseren Unternehmen ein aufrichtiger Begleiter ist. Die gibt es, und 18 Millionen Deutsche nutzen sie.

 

Soviel sind nämlich Kunden genossenschaftlicher Banken in Deutschland und haben damit das Recht, bei all den Entscheidungen, die das Gute in ihrer Bank ausmachen, mitzureden.

 

Das Problem: Kaum einer nutzt diese Möglichkeit…“

 

„…Wir klagen über die Zustände, aber wenn wir die Hand zur Veränderung gereicht bekommen, lassen wir unsere Hände lieber in der Tasche…“


und wo blieben die Gewinne der Volksbank?

(2016-10-25)

 

„Handelsblatt“: „Sparkassenschreck“ setzt Kreditinstitute unter Druck - Der 71-jährige … setzt die bayerischen Sparkassen mächtig unter Druck. Er fordert eine höhere Ausschüttung und versucht, Lokalpolitiker in ganz Bayern davon zu überzeugen. Das Thema sorgt für Furore.

 

Sein Vorwurf heute: Die Sparkassen horten Milliarden an Eigenkapital, viel mehr, als sie eigentlich – selbst in Krisenzeiten – bräuchten. Das Geld haben die Institute in vielen Jahren angehäuft, indem sie Teile ihres Gewinns ins Eigenkapital schoben…“

 

Analog zu diesem Bericht stellt sich für mich die Frage, wo die Gewinne der Volksbank blieben? Wer sitzt dort auf den Millionen?

 

Egal wen ich betrachte, ob Genossenschaftsbanken oder Wohnungsgenossenschaften, es werden dort Milliarden bewegt, aus meiner Sicht ohne ausreichende Kontrolle und ohne Eigentumszuordnung. Für mich ist das Genossenschaftsmodell ein in diesen Bereichen gescheitertes Modell. Es sollte für diese Unternehmensformen abgeschafft werden.

 

Die genossenschaftlichen Banken, aber auch die Wohnungsgenossenschaften, spielen Monopoly und schließen sich zu immer größeren Einheiten zusammen, möchten aber behandelt werden wie die früheren ländlichen Raiffeisenkassen mit angeschlossenem Landhandel. Dort wurde noch der genossenschaftliche Gedanke gelebt, in genossenschaftlichen Unternehmen mit überdimensionalen Größenordnungen sind mittlerweile jegliche Bindungen dahin und genossenschaftliche Mitgliedschaften bringen zumindest dem Mitglied gar nichts. „Vertreten“ wird das Mitglied über anonyme „Vertreter“ die es in der Regel nicht kennt und die häufig selbst gar nicht zu den Vertreterversammlungen erscheinen, zumindest dort wohl kaum das große Wort führen. Es ist ein lächerliches Modell welches nur dem Anbieter Genossenschaft steuerliche und andere öffentliche Vorteile bringt. Das Mitglied ist lediglich nur noch ein Instrument welches zu benötigten Zwecken benutzt wird und sich offensichtlich auch benutzen lässt?

 

Demokratische Strukturen sind den Genossenschaften weitgehend fremd, zumindest wird dort die Demokratie erheblich anders verstanden und definiert. Bei den Wohnungsgenossenschaften wurden über die Jahre zigtausende von Wohnungen mit Subventionen geschaffen, nicht rückzahlbare Darlehn, zinslose Darlehn und zahlreichen sonstigen Vergünstigungen bis hin zu steuerfreien Möglichkeiten. Über die Jahrzehnte sind die meisten dieser Wohnungen belastungsfrei, die Mieten steigen aber auch dort ständig und Renovierungen werden nur zögerlich, wenn überhaupt durchgeführt. Wer kontrolliert dort wie bei den Genossenschaftsbanken die Abläufe? Wer ist aber Eigentümer dieser Genossenschaften und derer Werte? Selbstherrliche Vorstände, Aufsichtsräte und von diesen handverlesene Mitglieder in den Kontrollgremien? Welcher überregionalen Kontrolle unterliegen diese Genossenschaften?

 

Diese Genossenschaften definieren ihr Selbstverständnis selbst, immer so wie man es dort gebrauchen kann fernab jeglicher ausreichender staatlichen Kontrolle und häufig steuerbegünstigt gelegentlich sogar steuerfrei.

 

Was haben Sie davon Mitglied einer Genossenschaft zu sein? Bekommen Sie dort etwas was Sie anderswo nicht zumindest genauso gut oder anderswo nicht bekommen, steht Ihnen irgendetwas preisgünstiger oder gar gratis zur Verfügung? Wann hat man Sie zu den Geschäftsabläufen befragt oder darüber informiert? Konnten Sie jemals auf irgendwelche Abläufe Einfluss nehmen? Zahlreiche Bankfilialen wurden geschlossen und es hat wohl auch niemanden interessiert wie Sie darüber denken. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob Sie überhaupt zu dem Kundenkreis gehören den „Ihre Volksbank“ noch anspricht und den diese erreichen will?


Neuer stellvertretender Vorsitzender bei der Stiftung Hannoversche Volksbank

(2016-10-30)

 

„CelleHeute“: „…wird stellvertretender Vorsitzender.“ – „Die Stiftung Hannoversche Volksbank wurde anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Bank im Jahr 2010 gegründet.“

 

„meineBank“: „... Das Stiftungskapital beträgt nun 1.000.000 Euro. Aus dem Jahresüberschuss von 12,42 Mio. Euro (Vorjahr: 12,48 Mio. ...“

 

Mehr Informationen zur Stiftung.

 

Angaben zur aktuellen Höhe des Stiftungskapitals und über Zustiftungen konnte ich auf der Internetseite der Stiftung Hannoversche Volksbank nicht finden. Wenn schon eine Stiftung besteht die „insbesondere die Förderung von Kunst und Kultur, die Förderung hilfebedürftiger Menschen und die Unterstützung von Bildung und Erziehung im Bereich der Jugendhilfe innerhalb des Geschäftsgebietes der Hannoverschen Volksbank und der Wirtschaftsregion Hannover-Celle“ vorsieht warum werden dann noch Spendengelder direkt verteilt?


Die Hälfte der Kunden wandert bei kostenpflichtigem Girokonto ab

(2016-11-05)

 

„faz.net“: „Sobald das Girokonto kostenpflichtig wird, wandert fast die Hälfte der Kunden ab. Dem sollten Sparkasse und VR-Banken nicht tatenlos zusehen.“

 

„Handelsblatt“: „Junge Kunden sagen Servus“.


 

 

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