Hannoversche Volksbanken

 

 

 

Volksbanken und (kaum praktizierte) Mitgliederrechte - 2005-01-25

Mitbestimmung durch Mitgliedschaft? - 2004-03-17/2005-03-23

Sternstunde der Basisdemokratie - 2004-11-01

Ergänzende Vertreterwahlen - eine lästige Pflichtübung - 2005-11-03

 

Selbstbedienungsladen Volksbank - 2011-06-26

Listenwahl zur Ergänzungswahl zur Vertreterversammlung - 2005-11-07

25 Jahre Teilhaber - 2005-12-22

Ergebnis der Listenwahl - 2006-02-06

 

Es geht auch anders - 2006-03-29

Keine Informationsfreude - 2006-06-09

Das Papier war es nicht wert - 2006-11-09

In gegenseitigem Einvernehmen - 2007-05-26

 

Corporate Governance bei Volksbanken ein Fremdwort - 2007-06-25

Tafelsilber verkauft - 2007-07-05

Weder Kontrolle, noch Mitbestimmung - 2007-07-10

Mäßige Ergebnisse trotz Erstattung von Körperschaftssteuerguthaben - 2007-07-21

 

Demokratieverständnis weiter ein Fremdwort - 2007-11-18

...man gibt eine Vertreterwahl...und niemand geht hin... - 2007-12-23

Auch die genossenschaftliche DZ Bank - 2008-03-03

Minimalismus 2007 erreicht - 2008-03-16

 

Gründung eines GU - Sparkasse Hannover/Hannoversche Volksbank - 2008-04-26

Die Volksbank als Postbote - 2008-04-30

Marktanteil der Volks- und Raiffeisenbanken gesunken - 2008-06-06

Zum Dritten - 2008-06-07

 

Gemischtwarenladen Hannoversche Volksbank - 2008-06-17

Informationslose Veranstaltung - 2008-09-14

 

Konzernzahlen - 2011-06-26

 

Bei den Zockern auch dabei - 2008-09-28

Anspruch und Realität klaffen weit auseinander - 2008-10-25

Verlosung eines Farbfernsehers an Neumitglieder - 2009-05-02

Es waren nicht die Proteste anderer Volks- und Raiffeisenbanken - 2009-08-15

 

Vertreterversammlung mit Unterhaltungswert - 2009-08-22

„Räuberbanken“ den Rücken kehren - 2009-08-23

Die Geister schwebten über der Feier - 2009-09-14

Zusendung von Tagegeldauszügen Monate nach dem Abschlussdatum - 2009-09-24

 

Kaum noch Mitgliederselbstförderung bei den Genossenschaftsbanken - 2009-10-04

Mezzanines Beteiligungskapital für den Mittelstand - 2009-10-14

Beitrag für die Sicherungseinrichtung wird um 50 % angehoben - 2009-11-11

Volks- und Raiffeisenbanken ziehen 60.000 Kreditkarten ein - 2009-11-21

 

Fehlstart beim neuen Private-Banking-Auftritt - 2009-11-22

Keine Schätz- oder Besichtigungsgebühr - 2009-11-29

Engagement für unnötige herbstliche Illumination - 2009-11-30

Wer entscheidet darüber für wen und in welcher Höhe milde Gaben bei der Volksbank ausgegeben werden - 2009-12-21

 

Des Brot ich ess, des Lied ich sing - 2009-12-23

In Münster läuft alles zusammen - 2010-01-03

Das Paket kommt nun wohl doch nicht von der Volksbank - 2010-01-09

Wie attraktiv sind die Zinsen für Tagegeld bei der Hannoverschen Volksbank? - 2010-01-12

 

Frankfurter Volksbank mit glanzvollem Ergebnis - 2010-01-15

Hannoversche Volksbank als „Weihnachtsmann“ - 2010-01-31

Gießkannenartige Vergabe - 2010-02-04

Sponsorenzusage mit Eishockeyverein verlängert - 2010-02-23

 

Knapp eine Million für SB-Angebot mit „KompetenzCenter“ - 2010-02-24

Auf dem Weg zum „Kramladen“ - 2010-02-26

Marginale Dividende für erfolgreichstes Jahr seit der Fusion - 2010-02-28

Der „democratische“ Stallgeruch ist schon lange dahin - 2010-03-14

 

Die Genossenschaftsmitglieder waren keine Erwähnung wert - 2010-03-17

Zwischen gut gemeint und gut klafft noch eine gewaltige Lücke - 2010-03-31

Politische Nachhilfe für die Führungsgremien der Volks- und Raiffeisenbanken - 2010-04-18

Definition des Genossenschaftsbegriffs - 2010-05-16

 

Bank oder Sozialverband - 2010-05-17

Wer Banken vertraut muss ein Esel sein“ - 2010-06-09

Hannover ein Standort für die neue DZ-Privatbank - 2010-06-13

Abstand zwischen dem durchschnittlichen Überziehungszins und dem 3-Monats-Euribor ausgeweitet - 2010-06-16

 

Überzogene Besetzung - 2010-06-21

Peanuts für die Genossen - 2010-07-17

Volksbelustigung mit der Volksbank - 2010-07-24

Milde Gabe für Bundesligafußball - 2010-08-06

 

Zinsgestaltung der Hannoverschen Volksbank - 2010-08-16

Die Hürden für die Benennung von Aufsichtsräten sind niedrig angesetzt - 2010-09-09

Zweistellige Zinsen bei Dispokrediten - 2010-09-18

Allmählich gelangt man in die Nähe des Negativzinses - 2010-09-24

 

Folgeseite

 


 

Wie behandeln Banker ihre Kunden?

Wie rohe Eier.

Und wie behandelt man rohe Eier?

Man haut sie in die Pfanne.

 


Volksbanken und (kaum praktizierte) Mitgliederrechte?
2005-01-25

 

Welche Vorteile haben Sie als Mitglied und Kunde einer Volksbank gegenüber einem Nichtmitglied und Kunden? Vorteile gegenüber Nichtmitgliedern haben Sie in keinem Fall, die Konditionen sind für alle gleich.

Im Extremfall, Konkurs der Bank, dürfen Sie den Einlagenbetrag nachschießen, zumindest bei einigen Volksbanken. Die Erträge von ca. 25 Jahren wären dann dahin, schon allein durch den Verlust der Einlage, bei einem Nachschuss wird es entsprechend mehr. Wahrlich dürftig für dieses Risiko, dass Sie noch nicht einmal beeinflussen und auch nicht einschätzen können.

Oder haben Sie etwa als Miteigentümer schon einmal einen Geschäftsbericht oder irgendeine andere Information unaufgefordert von Ihrer Volksbank erhalten? Jede Aktiengesellschaft schickt Ihnen diese Unterlagen jahrzehntelang zu, wenn Sie einmal darum bitten.

Bei jeder Aktiengesellschaft die über eine gute Ertragslage verfügt erhalten Sie auch eine entsprechende Dividende, zwar in der Regel keine ca. vier Prozent, dass Kurs-Gewinn-Verhältnis ist meistens niedriger, hinzu kommen dann normalerweise Kursgewinne. Wertsteigerungen kennt Ihre Volksbank nicht, jedenfalls nicht für die Eigentümer, sondern im Extremfall nur den Totalverlust.

Ihr Anteil ist auch nach 40 Jahren Mitgliedschaft noch so hoch wie am Tag der Einlage, allerdings ist er dann durch die Inflationsrate der Jahre nur noch ca. ein Viertel wert. Für Ihr Durchhaltevermögen werden Sie dann im Informationsblatt Ihrer Volksbank, sofern vorhanden, namentlich genannt.

Wenn Sie ihr Geld zurück haben möchten dürfen Sie in der Regel Jahre darauf warten (2005-03-23: Hannoversche Volksbank, Satzung § 5, „Jedes Mitglied kann mit einer Frist von einem Jahr seine Mitgliedschaft zum Schluss eines Geschäftsjahres schriftlich kündigen“).

 

Beim Übertrag auf Ihre Erben läuft es ähnlich (2005-03-23: Hannoversche Volksbank § 6, „Mit dem Tode scheidet ein Mitglied aus. Seine Mitgliedschaft geht auf den Erben über. Die Mitgliedschaft des Erben endet mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem der Erbfall eingetreten ist (§ 77 Abs. 1 GenG).

Eine Aktie verkaufen Sie und realisieren den Gegenwert von heute auf morgen, abgesehen davon können Sie an jeder Hauptversammlung teilnehmen und haben dort Rederecht.

Nun zu Ihren weiteren Rechten? Sollten da noch welche sein? Das Genossenschaftsrecht sieht diese vor!

Hatten Sie schon einmal Gelegenheit an einer Wahl bei Ihrer Volksbank teilzunehmen, wurden Sie schon darauf hingewiesen, dass derartiges stattfindet? Laut Genossenschaftsrecht sind Wahlen vorgesehen!

Nun aber nicht das Sie denken Sie könnten den Aufsichtsrat selbst direkt wählen. Nein, nicht doch, Sie dürfen nur einen Vertreter wählen, der erledigt dann in Zukunft alles für Sie. Haben Sie Ihren Vertreter schon einmal kennen gelernt, der für Sie oder Ihren Bereich zuständig ist und Sie vertritt?

Ich nicht, obwohl inzwischen ca. 20 Jahren Mitglied, nur eine einzige Wahlbenachrichtigung, obwohl weitere Wahlen stattfanden, auch keine weitere Gelegenheit zur Teilnahme, weder aktiv noch passiv.

Briefwahl oder ähnliches wo mag es so etwas wohl geben? Bei den Volksbanken offensichtlich nicht. Trotzdem sind sämtliche Gremien vollständig besetzt, vermutlich auch mit zahlreichen Politikern die uns ständig etwas über Demokratie erzählen.

Wahlvorschläge zu unterbreiten dazu hatte ich auch keine Gelegenheit. Informationen hierzu wurden wohl nicht versandt?

Sofern Sie die Absicht haben selbst zu kandidieren - lesen Sie vorher die Satzung - so viele Bekannte mit Genossenschaftsanteil bekommen Sie nie zusammen, selbst wenn Ihnen Fristen und Termine bekannt sein sollten.

Abgesehen davon ist dann, da noch der Wahlausschuss der alles regelt und so natürlich auch weiß was für die Genossenschaft das Beste ist. Dieser unterbreitet wohl auch die Wahlvorschläge.

Es ist schon verständlich, dass man in der Vertreterversammlung unter sich sein möchte und nur die Honoratioren aufnimmt?

Wo nehmen die Mitglieder der Vertreterversammlung ihre demokratische Legitimation eigentlich her, welches Demokratieverständnis darf vorausgesetzt werden? Ich vermag keines zu erkennen. Ist dieses Kontrollinstrument überhaupt tauglich seine Aufgaben zu erfüllen?

Die Mitglieder der Genossenschaften müssen es wohl so hinnehmen, dass weiter vorgegangen wird wie in den vergangenen 100 Jahren und sich wie unmündige Bürger behandeln lassen, aber man ist natürlich nicht gezwungen einen Genossenschaftsanteil zu erwerben, Alternativen gibt es ausreichend - auch bei Ihrer Volksbank.


2011-06-26 - 2012-05-28 - 2014-08-14

 

Hannoversche Volksbank eG

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2005

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

Sachanlagen

39,903

41,360

9,127

10,587

11,412

11,378

Sonstige Vermögensgegenstände

14,403

16,706

19,069

19,617

21,836

23,801

 

 

 

 

 

Eigenkapital

263,266

253,199

243,291

233,575

224,151

215,13

207,1

207,7

201,9

196,9

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

282,826

278,646

298,446

303,421

359,103

290,101

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

3.505,248

3.395,946

3.281,442

2.966,557

2.911,242

2.783,984

Rückstellungen

36,634

35,978

83,247

99,001

95,207

79,386

 

 

 

 

 

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

43,342

37,816

47,239

97,150

32,921

15,96

2,3

-1,2

9,5

16,5

Jahresüberschuß

12,904

12,746

12,569

12,416

12,476

11,36

2,8

9,3

9,0

8,9

Einstellung in Fonds für allgemeine Bankrisiken

21,325

7,200

7,000

68,500

 

 

 

 

Sonstige Steuern

8,988

11,623

18,339

16,233

11,876

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere Verwaltungsaufwendungen

 

 

 

86,006

89,116

 

33,1

34,9

30,4

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

90,863

86,633

87,674

 

88,67

Zinsaufwendungen

78,476

88,232

91,968

96,437

100,129

79,978

 

 

 

 

 

 

Mitarbeiter Vollzeit

654

644

 

642

642

642

639

686

Mitarbeiter Teilzeit

290

278

 

265

257

248

239

234

Personalaufwand

57,073

54,973

 

52,288

55,794

55,789

54,117

55,155

67,781

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dividende (Prozent bezogen auf Anteil)

5,5 %

5,5 %

5,5 %

5,5 %

5,5 %

7,0 %*

5,5 %

5,5 %

5,5 %

5,5 %

Dividendenausschüttung

 

2,021

 

 

2,148

 

 

 

 

 

Kundenkonten

 

 

 

 

Keine Angabe

452.167

487.252

469.407

475.703

474.703

Kundeneinlagen

3.505,2

3.395,9

3.281,4

2.966,6

2.911,2

2.784,0

Spareinlagen

 

996,8

884,9

849,8

849,2

776,7

Kredite

2.894,7

2.752,6

2.770,6

2.793,3

2.617,1

2.487,3

 

 

 

 

 

Mitglieder

107.117

106.665

106.380

105.256

104.142

102.897

102.501

102.663

103.127

102.769

Anzahl der umlaufenden Genossenschaftsanteile

 

716.974

733.538

747.936

762.487

778.858

Haftsumme der Mitglieder

 

35,847

 

37,397

38,124

38,943

 

*inkl. 1,5 Prozent Jubiläumsbonus


Selbstbedienungsladen Volksbank

(2011-06-26 – 2014-08-11)

 

Bezüge des Vorstands

EUR

2013

1.426.029

2011

1.225.996

2010

1.467.885

2009

Keine Angabe

2008

1.249.721

2007

1.551.559

 

 

Bezüge früherer Mitglieder des

Vorstands und deren Hinterbliebene

EUR

2013

668.258

2011

1.442.116

2010

850.722

2009

Keine Angabe

2008

899.634

2007

1.893.226

 

 

Bezüge des Aufsichtsrats

EUR

2013

222.484

2011

235.638

2010

241.483

2009

Keine Angabe

2008

272.699

2007

282.225

 

 

Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder

des Vorstandes und deren Hinterbliebene

EUR

2013

4.221.757

 

2011

13.844.877

2010

13.953.129

2009

Keine Angabe

2008

12.958.452

2007

9.833.936

 

 

Forderungen an und aus eingegangenen

Haftungsverhältnissen für:

EUR

Mitglieder des Vorstands

2013

444.622

Mitglieder des Aufsichtsrats

2013

13.818.585

 

 

2011-06-26

Die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat bewegen sich in einer unangemessenen Größenordnung. Wozu benötigt man 19 Aufsichtsratsmitglieder um vier Vorstände zu kontrollieren? Mangelnde Qualifikation oder Postenbeschaffung? Wahrscheinlich um alles unübersichtlicher zu gestalten?

 

2012-05-28

15 Aufsichtsräte kontrollieren 3 Vorstände. Fünf Aufsichtsräte somit je Vorstand. Optisch reduzierten sich die Bezüge für Vorstand bzw. die Vergütungen für den Aufsichtsrat. Real entspricht es aber durch die Personalreduzierung einer kräftigen Erhöhung.


Mitbestimmung durch Mitgliedschaft?

(17.03.2004/2005-03-23)

 

Das einzige was einem dazu einfällt ist „gut gebrüllt Löwe...“. Haben Sie Ihr Exemplar des Mitglieder- und Kundenmagazins der Hannoverschen Volksbank erhalten? Dort wird unter der Überschrift „Mitbestimmung durch Mitgliedschaft“ großspurig ausgeführt: „Unsere Mitglieder prägen den Charakter ihrer Hannoverschen Volksbank. Sie bestimmen die Geschäftspolitik mit, indem sie die Vertreterversammlung wählen. Hier wird u. a. über die Gewinnverwendung und damit über die Höhe der jährlichen Dividende abgestimmt. Die Vertreterversammlung wählt den Aufsichtsrat. Mitglieder können in den Aufsichtsrat, dem wichtigsten Kontrollorgan gegenüber dem Vorstand, gewählt werden.“

 

Bemerkenswert, aber alles nur Konjunktiv. In nunmehr fast zwanzigjähriger Mitgliedschaft bei der Volksbank Hannover hatte ich bisher nicht ein einziges Mal Gelegenheit an einer Wahl im dortigen Unternehmen teilzunehmen. Nicht eine entsprechende Mitteilung erreichte mich in diesen Jahren, dass überhaupt eine Wahl stattfand. Hat wirklich eine stattgefunden?

 

Was bedeutet es aber eine anonyme Vertreterversammlung wählen zu dürfen deren Mitglieder nur die Insider kennen? Wo bleiben die Hinweise, dass ein Mitglied auch für die Vertreterversammlung kandidieren kann und unter welchen nachvollziehbaren Kriterien dieses möglich ist? Wo bleibt der Hinweis wann die nächste Wahl stattfinden wird? Wie wird sonst das Vorschlagsrecht für die Vertreterversammlung durchgeführt? Wer sucht die Kandidaten aus? Findet nicht gerade bei den Volksbanken in der Regel immer nur eine Listenwahl statt, bei der die Anzahl der Kandidaten der Anzahl der zu verteilenden Mandate entspricht, zuzüglich der Ersatzkandidaten? Wer stellt diese zusammen?

 

Warum, wenn man den Gedanken der Mitbestimmung und der Demokratie so groß schreibt, allerdings nur angeblich, wie die Taten zeigen, wird dann keine Briefwahl durchgeführt bei der jedes Mitglied die Unterlagen erhält um daran teilnehmen zu können. Warum werden die Wahltermine nicht rechtzeitig bekannt gegeben? Warum wird nicht rechtzeitig darauf hingewiesen, dass Wahlen anstehen und ggf. auch das einzelne Mitglied Vorschläge zur Wahl der Vertreterversammlung machen kann? Betrachtet man die Amtslänge der gewählten Vertreter so scheinen dort zumindest etliche auf Lebenszeit gewählt worden zu sein?

 

Bis jetzt sind die „Wahlen“ bei den Volksbanken für mich eine jämmerliche Veranstaltung, die mit dem Gedanken einer Wahl nun wirklich wenig zu tun hat, eigentlich nichts. Demokratie fand und findet bei den Volksbanken nicht statt, zumindest nicht bei der bisherigen Volksbank Hannover. Wie es aussieht wird es wohl bei der Hannoverschen Volksbank nicht besser werden, wie sollte es auch, das Personal hat wohl nicht gewechselt und die Handhabungen waren bei den jetzt zusammen geschlossenen Banken identisch.

 

Der Vorteil einer Mitgliedschaft mag darin liegen, dass der eingezahlte Betrag für den Genossenschaftsanteil in der Regel ordentlich verzinst wird, allerdings können Sie diese Beträge abschreiben, denn kurzfristig wieder darüber verfügen können Sie nicht. Wenn Sie die Mitgliedschaft kündigen dauert es bis Sie wieder an Ihr Geld kommen. Eine Dividende wird für den Kündigungszeitraum natürlich gezahlt. An sonstige Vergünstigungen brauchen Sie nicht zu glauben, weder die Gebühren sind für Sie als Mitglied günstiger, noch erhalten Sie bevorzugt ein Darlehn. Ihr Vorteil liegt nur darin, dass Sie die Gebühren nun als Mitglied zahlen dürfen, mit geringen Mitgliedsrechten und als Feigenblatt für die demokratischen Grundlagen einer Genossenschaft.


Sternstunde der Basisdemokratie

(2004-11-01)

 

Dieser Tage fand eine Ortsversammlung der Volksbank Garbsen eG statt. Einer der dortigen Redner, ein Vorstandmitglied dieser Genossenschaft verstieg sich in seinem Vortrag in der Behauptung hierbei würde es sich um eine Sternstunde der „Basisdemokratie“ handeln. Was mag diesen Mann zu diesen Ausführungen nun veranlasst haben?

 

Seine sonstigen Ausführungen zum Geschehen in seiner Genossenschaft und den anstehenden Zusammenschlüssen glichen eher einer Märchenstunde. Die Anwesenden hielt wohl dann auch eher die Aussicht auf ein baldiges Ende seiner Ausführungen und den anstehenden gemütlichen Teil aufrecht.

 

Das der Demokratiegedanken eines Vorstandsmitglieds einer Volksbank merkwürdigen Grundlagen entspricht, dass scheint wohl allgemein üblich zu sein. Zu den Voraussetzungen dort um einen derartigen Posten besetzen zu dürfen scheint diese falsche Lagebeurteilung wohl zwingend erforderlich. Da dies dann in der Familie oft schon in der dritten oder vierten Generation erfolgt, kann das Ergebnis auch nicht verwundern, denn häufig leiteten schon die Väter genossenschaftliche Kreditinstitute. Dort wie in vielen anderen Fällen ist dies natürlich keine Aussage über die Qualität der Betroffenen.

 

Die Realität hat hierbei nicht das Geringste mit der Wirklichkeit zu tun, als Kleinaktionär in jeder Aktiengesellschaft stehen Ihnen mehr Rechte zu als Sie jemals als Genosse bekommen werden und diese Rechte als Kleinaktionär sind auch nur marginal. Bei den Genossenschaften stehen diese nur auf dem Papier und in den Schönreden zu gewissen Anlässen, praktiziert werden sie nicht.

 

Klären wir zunächst einmal den Begriff „Basisdemokratie“. Den Begriff selbst gibt es eigentlich nicht, gemeint soll wohl sein eine unmittelbare, direkte, plebiszitäre Demokratie, wie es einst im alten Athen gewesen sein soll und jetzt noch in vielen Kantonen der Schweiz praktiziert wird, sonst aber nirgendwo? Bei allen guten Geistern, wovon träumt dieser Mann nachts? Haben Sie schon einmal einen Stimmzettel bei einer Volksbank ausgefüllt?

 

Sehen wir uns doch einmal die Realitäten an. Diese Ortsversammlung soll eigentlich jeweils im Abstand von zwei Jahren stattfinden, die vorangegangene Versammlung war im November 2001, vielleicht habe ich auch zwischenzeitlich etwas verpasst?

 

In den letzten ca. fünfzehn Jahren meiner Mitgliedschaft in verschiedenen Genossenschaften des Volksbankbereichs habe ich nur einmal eine Mitteilung erhalten, dass eine „Wahl“ ansteht, plebiszitäre Abstimmung. Dort wurden jedenfalls die Mandate nicht auf Lebenszeit vergeben, somit müssten eigentlich in gewissen Abständen Wahlen stattfinden oder stattgefunden haben?

 

Wahlvorschläge oder eine Kandidatur waren in keinem Fall möglich, da es keine Mitteilungen dazu gab, dass eine derartige Veranstaltung anstand.

 

Die Wahl selbst wird dann als Listenwahl durchgeführt, wie ich auf dieser Ortsversammlung erfuhr, es gab eine Gegenstimme. In der Regel werden die Kandidaten dafür von einer aus dem Aufsichtsrat der Genossenschaft und weiteren Beteiligten aus diesen Bereichen ernannt. Für das normale Genossenschaftsmitglied besteht somit kaum die Gefahr von derartigen Dingen belästigt zu werden.

 

Bei der Wahl können Sie dann die Liste ablehnen oder zustimmen, sofern Sie überhaupt eine Mitteilung dazu erhalten, dass eine Wahl stattfindet. Bei mehreren Genossenschaften denen ich angehöre habe ich in fast zwei Jahrzehnten keine derartige Mitteilung erhalten.

 

Das meine Damen und Herren ist Basisdemokratie wie die Volks- und Raiffeisenbanken diese verstehen. Ich liege sicher falsch bei diesem Gedanken, da ich es zum Glück nicht miterleben musste, aber unseren ostdeutschen Landsleuten dürfte dieses bestimmt sehr bekannt vorkommen, die durften sogar noch Streichungen auf dem Wahlzettel vornehmen, wenn man sie denn ließ? Nur wie kann dann ein Mitglied dieser unserer Gesellschaft, der auch noch in leitender Position tätig ist so etwas als „Basisdemokratie“ bezeichnen? Vielleicht fehlt ihm doch ein Grundkurs in Demokratie? Hoffentlich bekleiden solche Leute nicht auch noch Posten in der Politik, es reicht schon, wenn solche Gedanken in der Wirtschaft unterwegs sind, sie richten dort schon genug Schaden an.

 

Was bleibt von der Zeichnung eines Genossenschaftsanteils? Die Hoffnung auf eine ordentliche Dividende. Dort wird es aber auch immer magerer, denn die überall so gepriesenen Zusammenschlüsse kosten Geld, viel Geld, bringen aber keine Verbesserungen für den einzelnen Kunden. Folglich werden die Dividenden auch von Jahr zu Jahr magerer. Am liebsten würde man wohl vielerorts keine mehr zahlen, aber dann würden diese Fehlentscheidungen zu den Zusammenschlüssen wohl doch zu offensichtlich. Es bleibt ohnehin immer nur eigenartigerweise in der Bilanz der Dividendenbetrag über? Wo bleiben die sonstigen Erträge.

 

Uns bleibt zumindest die Gewissheit, dass uns zumindest die leitenden Herren in der Regel alle erhalten bleiben, auch wenn es einige Jahre dauert bis in den Vorstandsriegen der neuen Gremien genügend Leute ausgeschieden sind um Platz für die Nachrücker zu machen. In der erweiterten Geschäftsleitung lassen sich alle Kandidaten gut parken. Auf der Strecke werden wohl nur einige Aufsichtsratsmitglieder bleiben und natürlich Vertreter der Mitglieder die ohnehin niemand kennt, denn die Räumlichkeiten für Tagungen wären dann nicht groß genug um alle unterzubringen. Abstimmungsergebnisse der Vertreterversammlungen werden zwar nicht veröffentlicht, aber in anderen Genossenschaftsbereichen von denen ich Kenntnis habe, gehen alle Anträge in der Regel meist ohne Gegenstimme durch. Warum sollte es hier anders sein?

 

Es dürfte wohl an der Zeit sein dieses Genossenschaftsmodell abzuschaffen. Machen wir eine Aktiengesellschaft davon, mehr Rechte fallen so oder so nicht für das einzelne Mitglied an. Eine Idee hat sich überholt, nicht durch die Zeit, sondern durch die Leute die diese durchführen.


Ergänzende Vertreterwahlen - eine lästige Pflichtübung

(2005-11-03)

 

Haben Sie die Ausgabe „meine Bank“, zugestellt bei mir am Sonnabend, 29. Oktober 2005, auch erhalten? Hier teilt die Hannoversche Volksbank ihren erstaunten Mitgliedern mit, dass am 10. November 2005 eine ergänzende Vertreterwahl stattfindet für die Mitglieder der ehemaligen Volksbank Garbsen und Volksbank Burgdorf-Celle. Immerhin doch schon ca. 11 Tage vor dem Wahltermin. Sonst erhielten die Mitglieder in der Regel gar keine Mitteilung, somit schon fast ein gewaltiger Fortschritt gegenüber der Vergangenheit.

 

Hatten Sie Gelegenheit einen eigenen Wahlvorschlag einzubringen oder eventuell sogar selbst zu kandidieren? So weit geht nun das Demokratieverständnis der Volksbank nun auch wieder nicht. Es hat sich gegenüber früher nichts, aber auch gar nichts geändert. Man hat es nicht einmal nötig ein Feigenblatt zu verwenden um diese Missstände zu überdecken. Es interessiert „Ihre Volksbank“ nicht im Geringsten, ob Sie Ihre Rechte an der Wahl ermöglicht oder nicht. Eben nicht, man mauschelt weiter im stillen Kämmerlein. Ein Kontrollgremium von eigenen Gnaden wird dort geschaffen, wohl eher von eigenem Gutdünken?

 

Zumindest, aber das bedeutet nicht das Geringste, können Sie diesmal per Briefwahl an dieser Veranstaltung teilnehmen. Zehn Tage vor der Wahl erhalten Sie diese Mitteilung. Wollen wir doch einmal sehen ob „Ihre Volksbank“ es schafft die Unterlagen rechtzeitig zuzusenden. Was machen aber die, die nun in dieser Zeit und das ist von der Jahreszeit her nicht ungewöhnlich nun gerade zwei Wochen Urlaub machen oder aus anderen Gründen abwesend sind? Warum diese knappe Terminierung, denn wer rennt schon jede Woche zu „seiner Volksbank“. Im Internetzeitalter will man Sie dort ohnehin nicht sehen und Ihr Geld können Sie gefälligst an einem aushäusigen Automaten abheben. Warum somit die Schalterräume verschmutzen?

 

Keine Teilnahmemöglichkeit, man hat ohnehin keinen Wert auf Ihre Stimme gelegt. Das sehen Sie schon aus dem Zustellungstermin der Hauszeitschrift: Ausgabe 03/2005, also im dritten Quartal 2005, zugestellt am 29.10.2005, folglich fast zur Mitte des vierten Quartals. Der Wahltermin wird wohl kaum dieser Tage vom Himmel gefallen sein?

 

Wie lange lassen Sie sich noch von „Ihrer Volksbank“ und deren Interessenvertretern, es können doch wohl nicht die Ihrigen sein, auf den Arm nehmen? Warum kaufen Sie bei denen eigentlich noch Genossenschaftsanteile, Einfluss können Sie darüber keinen nehmen, ab? Ob dann die Vertreterversammlung „Ihre Interessen“ dort zum Ausdruck bringt ist mehr als fraglich, wahrscheinlich werden nur ihre Interessen dort vertreten? Woher nehmen diese Damen und Herren eigentlich ihre Legitimation? Wie hoch ist eigentlich die Wahlbeteiligung? Kennen Sie den für Sie zuständigen Vertreter? Woher nehmen diese Damen und Herren eigentlich das „Recht“ Ihre Interessen zu vertreten? Aus dieser „Wahl“ heraus doch wohl kaum?

 

Wahl bei der Hannoverschen Volksbank - alles fauler Zauber.


Listenwahl zur Ergänzungswahl zur Vertreterversammlung

(2005-11-07)

 

Ergänzungswahl zur Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank. Man schaffte es doch tatsächlich die Briefwahlunterlagen innerhalb einer Woche zuzusenden. Was dann aber ankam, kam eher einer Wundertüte gleich. Ergänzungswahl als Listenwahl. Sie haben somit die Möglichkeit dieser Liste die der Wahlausschuss der Hannoverschen Volksbank zustellte und für Sie aussuchte zuzustimmen oder es bleiben zu lassen.

 

Es gibt nur eine Liste, entweder „hopp“ oder „topp“, Alternativen sind nicht zugelassen.

 

Nur wen sollten Sie eigentlich wählen. In der Hauszeitschrift wurde keine Kandidatenliste veröffentlicht. Hatten Sie jetzt die Hoffnung eine entsprechende Liste mit den Briefwahlunterlagen zu bekommen? Weit gefehlt, eine derartige Liste gab es nicht, lediglich einen Karton in ca. C6-Größe auf dem Sie mit „Ja“ oder „Nein“ stimmen können. Offensichtlich ist die Kandidatenliste geheim? Daher wohl die Bezeichnung geheime Wahl?

 

Wahrscheinlich hätte Ihnen die Namensliste ohnehin nicht weiter geholfen, denn vermutlich kennen Sie ohnehin wenige der dort aufgeführten Kandidaten. Vorgestellt hat sich sicher niemand von diesen Kandidaten die Sie wählen sollen. Ihre Volksbank wusste das und wollte Ihnen langes nachdenken ersparen?

 

Auch wenn Sie glaubten einen frankierten Rückumschlag vorzufinden, dann lagen Sie vollkommen falsch. Ihrer Volksbank ist es keine 55 Cent wert Ihren Stimmzettel zurückzubekommen. Selbst die Beteiligten zur Sozialwahl waren da spendabler.

 

Bei Listenwahl fallen mir immer die ostzonalen Gegebenheiten ein. In der ehemaligen Zone ging man ähnlich vor. Sehr weit hiervon entfernt ist diese Vorgehensweise wohl kaum? Selbst bei den Wahlen zum Kirchenvorstand geht es demokratischer und informeller zu.

 

Ihre Volksbank, die Bank an Ihrer Seite, wie es so schön in der Werbung dieses Instituts heißt. Offensichtlich steht man bei diesem Vorgang, denn Wahl wollen wir das doch wohl nicht nennen, neben Ihrer Seite und beobachtet Sie?

 

Nur, was mag es dann sein, was man dort jetzt abhält und demnächst dann doch wohl noch in größerem Rahmen plant, da dies ja nur eine „Ergänzungswahl“ sein soll.


25 Jahre Teilhaber

(2005-12-22)

 

Dieser Tage erhielt eine „Teilhaberin“ von ihrer Volksbank, einer norddeutschen Volksbank, folgenden Brief:

 

„...seit 25 Jahren sind Sie Teilhaber unserer Bank.

 

Wir meinen, das ist etwas Besonderes und Grund für uns, Ihnen für Ihre langjährige Treue zu Ihrer Volksbank „Dankeschön“ zu sagen.

 

Es ist unser Ziel, Sie als langjähriges Mitglied in allen finanziellen Angelegenheiten gut und zufriedenstellend zu beraten; aber eine wesentliche Aufgabe sehen wir auch darin, den persönlichen Kontakt mit Ihnen zu pflegen.

 

Möge die beigefügte Geldbörse immer so gefüllt sein, dass sich Ihre kleinen und großen Wünsche erfüllen lassen...“

 

Um das Bild abzurunden nur nachstehende Anmerkungen: Die gehbehinderte 82-jährige Dame wurde von ihrer Volksbank vor einigen Wochen angerufen, sie möge doch vorbeikommen und sich Brief, Ehrennadel und Geschenk abholen. Nachdem ihr dies dann nicht möglich war, warf man Brief, Geschenk und Ehrennadel Mitte Dezember in ihren Briefkasten.

 

„...aber eine wesentliche Aufgabe sehen wir auch darin, den persönlichen Kontakt mit Ihnen zu pflegen“.


Ergebnis der Listenwahl

(2006-02-06)

 

Im November 2005 fand eine Ergänzungswahl zur Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank statt. Haben Sie bisher eine Mitteilung über das Wahlergebnis irgendwo gesehen? Vielleicht sogar erhalten? Ich nicht. Offensichtlich hat man die Angelegenheit auch bei der Volksbank nicht so ganz ernst gesehen. Ansonsten war es natürlich eine geheime Wahl, vielleicht auch beim Ergebnis?

 

(2006-03-21)

Dieser Tage wurde die Ausgabe 1/2006 des Mitteilungsblatts Ihrer Hannoverschen Volksbank verteilt. Haben Sie darin etwas zum Wahlergebnis der Ergänzungswahl zur Vertreterversammlung finden können? Ich nicht. Also doch eine geheime Wahl? Offensichtlich hat bei der Bank selbst das Ergebnis einen niedrigen Stellenwert und findet wenig Interesse?


Es geht auch anders

(2006-03-29)

 

allerdings nicht im Bereich der Volksbanken der Region Hannover und wahrscheinlich auch anderswo bei den Genossenschaften. Am 26. März 2006 führte die evangelische Kirche Wahlen zum Kirchenvorstand durch. Ebenfalls eine Organisation die auf einen langen Bestand zurückblicken kann und nicht unbedingt für demokratische Visionen steht. Im Gegensatz zu den Genossenschaften verfügt diese nur über begrenzte Mittel, leistet sich aber den „Luxus“ eine ordentliche demokratische Wahl durchzuführen zur Bestimmung der eigenen Gremien.

 

Es werden dort nicht, wie bei den Genossenschaften üblich, nur anonyme Vertreter, die niemand kennt, für etliche hundert Mitglieder gewählt, sondern Kandidaten die direkt von den Mitgliedern vorgeschlagen werden. Dies nach vorheriger Bekanntmachung der Möglichkeit an dieser Wahl teilzunehmen. Kandidatur durch entsprechende Unterschriftensammlung, Vorstellung gegenüber den Wählern, Durchführung von Veranstaltungen auf denen die Kandidaten sich vorstellen. Keine Auswahl durch einen anonymen Wahlausschuss, der fern jeder Einflussnahme seitens der Mitglieder tagt.

 

Jeder Wahlberechtigte erhält auch eine Wahlbenachrichtigung und hat dann die Möglichkeit an der Wahl teilzunehmen, da Ort und Termin allen bekannt sind. Selbst die Auszählung der Stimmen ist öffentlich und kann von jedem Interessierten verfolgt werden.

 

Die Wahlergebnisse werden dann mindestens in den eigenen Publikationen bekannt gegeben.

 

Haben Sie so etwas schon bei Ihrer Volksbank erlebt? Ich nicht.

 

 

2006-03-31

Die Wahlbeteiligung bei den Kirchenvorstandswahlen lag bei 15,7 Prozent. Wie hoch mag diese wohl bei entsprechenden „Wahlen“ bei den Genossenschaften sein?


Keine Informationsfreude

(2006-06-09)

 

Haben Sie bei Ihrer Volksbank um den Geschäftsbericht des abgelaufenen Geschäftsjahrs gebeten? Sie sollten es tun, denn dieser steht Ihnen zu, schließlich sind Sie Eigentümer. Allerdings sollten Sie für 2005 keine allzu großen Erwartungen haben, zumindest darüber was den Informationsgehalt betrifft. Der Bericht ist dieses Mal serienmäßig sehr übersichtlich gehalten, allerdings ein Zahlenfriedhof. Es ist somit nicht viel anders als in den Vorjahren, der Informationsgehalt ist dieses Mal allerdings noch dürftiger.

 

Dieses Jahr, Geschäftsjahr 2005, hat sich die Hannoversche Volksbank gar nicht erst die Mühe gemacht auf vielen Seiten nichts zu sagen und Sie mit allzu großem Wissen um die Geschäftstätigkeit des Unternehmens Volksbank zu belasten, denn diesmal erhalten Sie ohnehin nur einen zehnseitigen Flyer, die bunten Bilder abgerechnet. Extrakt aus dem Geschäftsjahr, zusammenhanglos und uninformativ. Von einem ausführlichen Geschäftsbericht kann gar keine Rede sein. Wissen belastet ohnehin nur. Ihr Informationsrecht ist der Volksbank nur wenige Seiten wert.

 

Überschrift: „Finanzbericht - Das Geschäftsjahr in Kürze“, dann weiter: „2005 ...in wenigen Zahlen“.

 

Corporate Governance darüber wird dort kein Wort verloren. Suchen Sie Angaben darüber welches Gehalt Ihr Vorstand bei der Volksbank im erwähnten Geschäftsjahr bezog? Vielleicht sogar als Einzelaufstellung jedem Vorstand zugeordnet? Dann suchen Sie vergeblich. Nicht nur, dass es keine Einzelaufstellung darüber gibt, nein, man hält es nicht einmal für nötig Ihnen die Gesamtsumme der Vergütung mitzuteilen die Vorstand oder auch Aufsichtsrat bekamen und natürlich auch  keine Grundlage für dessen Berechnung. Ebenso erfolgen natürlich keine Angaben darüber welche Beträge man Ihren Vertretern, die Ihre Interessen auf der Vertreterversammlung vertraten, zukommen ließ.

 

Sie sind die Arbeitgeber dieser Herren, Damen gibt es ohnehin nicht in diesem Gremium. Die Bank an Ihrer Seite kommt in den Führungsetagen offensichtlich ohne diese aus.

 

Dafür gibt es ein Beiheft, uninteressant, nur Kostenträger. Es wird in diesem Heft kräftig Beweihräucherung betrieben. Vermutlich wurde es, immerhin 28 Seiten stark und damit gewichtiger als die Geschäftsjahresinformation, ohnehin nur für die Verwandtschaft des Vorstands konzipiert. Die Herrenriege ist dort im schmucken Anzug, frisch rasiert und gekämmt abgebildet. Die Großeltern und Eltern derselben werden sich freuen ihre Enkel und Söhne dort aufgeführt zu sehen. Für die Mitarbeiter war schon kein Platz mehr im Heft. Für die Mitglieder ist dieses Pamphlet allerdings auch entbehrlich, weder über diese, noch über deren Rechte in der Genossenschaft erfolgten dort Aussagen.

 

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei der Volksbank um eine informelle Blackbox handelt. Die Eigentümer der Genossenschaftsanteile stehen im Abseits und werden nicht am Unternehmensgeschehen beteiligt, wesentliche Entscheidungen finden im informellen Vakuum statt und sind nicht im Interesse der Genossenschaftsmitglieder.  Eine Wahrung der Interessen der Genossenschaftsmitglieder findet nicht statt. Transparenz des Unternehmensgeschehens ist ein Fremdwort.

 

Welchen Vorteil haben Sie davon einen Genossenschaftsanteil einer Volksbank zu besitzen?


Das Papier war es nicht wert

(2006-11-12)

 

Haben Sie dieser Tag die „Verlagsbeilage“ der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung / Neue Presse zum Thema Genossenschaften gelesen? Wenn nicht, Sie haben wirklich nichts versäumt. Sechzehn Seiten Desinformation. Der Hinweis „Verlagsbeilage“ sollte wohl auf eine unabhängige Berichterstattung hindeuten. Auf diesen sechzehn Seiten befanden sich acht zum Teil ganzseitige Anzeigen aus dem Bereich des Finanzverbundes der Volks- und Raiffeisenbanken. „Des Brot ich ess, des Lied ich sing...“ So etwas soll sich dann wohl unabhängige Berichterstattung einer Zeitung nennen oder diese zumindest vortäuschen.

 

Lobhudelei ohne ernsten Hintergrund und mit wenig Bezug auf die Realität. Probleme wurden bei dieser „Berichterstattung“, ohnehin fast nur Artikel der Presseabteilungen der werbenden Firmen, nicht angesprochen. Aus deren Sicht gibt es auch keine, denn insbesondere die Mitglieder hat man fest im Griff. Die wissen gar nicht, dass sie auch Rechte haben.

 

Vielleicht hätte man diese Publikation einmal dazu verwenden sollen um den Genossenschaftsmitgliedern die neue Gesetzgebung zum Genossenschaftsrecht vorzustellen. Viele von den ursprünglich geplanten Veränderungen sind ohnehin nicht übrig geblieben. Die Interessenverbände der Genossenschaftslobby haben ganze Arbeit geleistet.

 

So wundert es denn auch nicht, dass der Pressesprecher der Hannoverschen Volksbank ausführt: „ Rund 103.000 Kunden sind auch Mitglieder und damit Eigentümer der Volksbank. Sie profitieren damit direkt von den Gewinnen der Bank, in Form der Dividende, die zuletzt bei 5,5 Prozent lag. Jedes Mitglied verfügt, unabhängig von der Höhe seines Genossenschaftsanteils, zudem über eine Stimme bei der Wahl der Mitgliedervertreter. Die rund 510 gewählten Vertreter fassen alle wichtigen Beschlüsse in der Vertreterversammlung, zum Beispiel Satzungsänderungen und die Höhe der Dividende.“

 

Vielleicht hätte der gute Mann einmal ausführen sollen wie es ein Genossenschaftsmitglied schafft sich für dieses elitäre Gremium (Vertreterversammlung) zur Wahl aufstellen lassen zu dürfen, insbesondere welcher demokratische Vorgang hierbei greift.

 

Vielen Mitgliedern hätte es wohl auch gereicht darüber Kenntnis zu erlangen von welchem Vertreter sie denn vertreten werden und woher dieser denn weiß wo die Interessen der von ihm vertretenen Mitglieder liegen. Wann und wo können die Mitglieder mit „ihrem Vertreter“ sprechen.

 

Von ganz besonderem Interesse wäre aber gewesen wie viele dieser 103.000 Mitglieder an der letzten Wahl der Vertreterversammlung teilgenommen haben und wo man dieses Wahlergebnis nachlesen darf bzw. wo es veröffentlicht wurde.

 

Das als Leitbild angesprochene Motto der vor über 150 Jahren von den Gründern festgelegten Maxime „Hilfe zur Selbsthilfe“, sollte vielleicht zunächst mit einer Lektion in Demokratieverständnis beginnen, zweckmäßigerweise bei den derzeitigen Kompetenzträgern der Genossenschaften.


In gegenseitigem Einvernehmen

(2007-05-26)

 

Es war wieder einmal eine „Sternstunde“ der genossenschaftlichen „Informationsfreude“. Es hätte eher alle gewundert, vielleicht noch erstaunt, wenn es anders gewesen wäre, doch es ist nur arttypisch, aber hier, wie auch sonst, und ganz besonders in diesem Fall völlig fehl am Platz.

 

Die örtliche Presse berichtete an nachrangiger Stelle unter anderem wie folgt: „Der Aufsichtsrat der Hannoverschen Volksbank hat Alfred Runge zum neuen Sprecher des Vorstandes bestellt. Sein Vorgänger Hermann Mehrens scheidet in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand aus. Runge war bisher stellvertretender Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank und bis zur Fusion Vorstandsvorsitzender der Volksbank Burgdorf-Celle.

 

Mit Alfred Runge steht ein erfahrener und engagierter Genossenschaftsbanker als Sprecher des fünfköpfigen Vorstandes an der Spitze der Bank. Neben Runge gehören wie bisher Gisbert Fuchs, Gerhard Oppermann, Heinrich Sprengel und Jürgen Wache dem Vorstand der Hannoverschen Volksbank an.“

 

Geht man von den Gepflogenheiten der Zeitungen aus, dann dürfte die vorstehende Meldung in weiten Teilen der Pressemitteilung der Hannoverschen Volksbank entsprochen haben. Hier wird nicht irgendjemand, sondern der langjährige Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank vorzeitig von einem Tag auf den anderen von seinem Posten „befreit“ und den Herren dort fällt nur ein ihren Genossen zu erklären, dass dies „in gegenseitigem Einvernehmen“ erfolgte.

 

Betrachtet man die übliche Vorgehensweise in genossenschaftlichen Verbänden, dann wird ein verdientes Mitglied eines Führungsorgans im genossenschaftlichen Verbund immer mit den entsprechenden Ehrenbezeugungen  und nach längeren vorherigen Ankündigen aus seinen Ämtern entlassen bzw. hinausgelobt. Gründe werden hier eigenartigerweise keine genannt, übliche Lobreden nicht gehalten, keine Abschiedszeremonien, nein -  nicht einmal in freundschaftlichem Einvernehmen wurde Herr Mehrens ersetzt.

 

Hat es nun Vorfälle gegeben die diese sofortige Maßnahme erforderten oder hat die Provinzriege der Hannoverschen Volksbank ganz einfach nur erfolgreich geputscht? Möglicherweise hatte Herr Mehrens auch genug von diesem Verein und die Brocken hingeworfen? Für die Mitglieder dieser Genossenschaft kann es mit Sicherheit nicht ausreichend sein hier nur mitgeteilt zu bekommen, dass dies „in gegenseitigem Einvernehmen“ geschah. Für wie dämlich hält man die eigenen Genossen?

 

Wie hoch wird möglicherweise die Rückstellung bei den Personalkosten werden?


Corporate Governance bei Volksbanken ein Fremdwort

(2007-06-25)

 

Dieser Tage war es wieder einmal so weit. Ihre Genossenschaftsbank, Sie erinnern sich, Sie sind Miteigentümer durch den erworbenen Genossenschaftsanteil, zahlte Ihnen wie im Vorjahr 5,5 Prozent Dividende, entsprechend  16,50 EUR/Genossenschaftsanteil. Das ist zwar einiges mehr als Sie dort für Einlagen auf dem normalen Sparbuch bekommen, in Anbetracht des Rades welches Ihr Unternehmen dreht ist diese Risikopauschale doch wohl nur „Peanuts“ um bei der Aussage des Vorstandssprechers eines anderen Kreditinstituts zu bleiben. Gemeinsamkeiten gibt es zwischen diesen beiden Instituten ohnehin nicht.

 

Fordern Sie nun, wie es Ihnen zusteht, einen Geschäftsbericht an, dann erhalten Sie nach der zweiten Anforderung ein ca. zwanzigseitiges Heftchen aus dem Sie auch einige finanzielle Zahlen entnehmen können, welches ansonsten aber wohl nur der Desinformation und der Eigendarstellung dient. Neben etlichen bunten Bildern, fast ausnahmslos nur Herren, offensichtlich die Kompetenzträger des Unternehmens, bekommen Sie das in Kurzform zu lesen was man Ihnen zumuten will.

 

Corporate Governance ein Begriff der bei börsennotierten Unternehmen mittlerweile zum Alltag gehört und der dort zumindest die Informationskultur allmählich zu verbessern beginnt, dürfte auch den Unternehmen des genossenschaftlichen Bereichs, die wie hier die Volksbank jährlich Milliarden Euro bewegen, gut anstehen und es dürfte angemessen sein auch danach zu handeln, wenngleich dafür keine Verpflichtung besteht. Der Unterschied zwischen Aktionären und Genossen besteht doch nur darin, dass die Genossen ihre Rechte nicht wahrnehmen (können).

 

Der Corporate-Governance-Kodex der deutschen Regierungskommission sah vor folgende Punkte im Einzelnen zu regeln:

 

 

Sehen wir uns jetzt aber dieses, von der Volksbank als „Jahresbericht 2006“ bezeichnete Miniheftchen an dann fehlt dort fast alles was ein Mindestmaß an Informationspflicht umfasst. Es gibt keine Erklärung wie man mit den Festlegungen des Corporate-Governance-Kodex umgeht, bei Genossenschaften gibt es diesen nicht, offensichtlich auch keinen anderen Kodex der die Mindestinformationspflichten an die Mitglieder regelt.

 

Erwarten Sie nicht, dass dort die Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge insgesamt aufgeführt sind, schon gar nicht mit personenbezogener Unterteilung. Es wird auch nicht aufgeführt welche weiteren vergleichbaren Aufsichtsrats- oder Vorstandsposten die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat Ihrer Bank innehaben. Sie erhalten keinen Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrats, der Vorstand schreibt Ihnen einen nichtssagenden Brief, aber nur dann, wenn Sie den Bericht anfordern, denn nur dort ist dieser abgedruckt.

 

Vergleichen wir dann einmal die wenigen Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung, ohnehin nur in Obergruppen zusammengefasst ohne Erläuterung der Zusammensetzung, dann finden sich doch einige Merkwürdigkeiten. Im Jahr 2005 wurde insgesamt eine Dividende in Höhe von 2.437.164,85 EUR ausgeschüttet, der Gesamtgewinn betrug 8.942.672,99 EUR. 2006 betrug der Gewinn 9.044.093,69 EUR. Die 2006 ausgeschüttete Gesamtdividende ist aus der überlassenen Unterlage nicht abzuleiten. Nur was sagt bei einer Bank der ausgewiesene Gewinn aus? Eigentlich nichts, zumindest wenig, denn die Möglichkeiten hier im gesetzlich vorgegebenen Rahmen eine kreative Bilanz zu erstellen sind für Banken fast grenzenlos.

 

Als Anteilsinhaber können Sie erwarten, dass die Hälfte des Gewinns ausgeschüttet wird.

 

Betrachten wir einmal die Position Steuern. Wer Erfolg hatte, der muss auch Steuern darauf bezahlen, je größer der Erfolg, je höher die Steuern. 2005 zahlte Ihre Volksbank ca. 7.522.000,00 EUR an Steuern, 2006 waren dies nur noch ca. 272.215,00 EUR, entsprechend 3,5 % der Vorjahressumme.

 

Vielleicht hat man hier das ausgekehrte Körperschaftssteuerguthaben des Jahres 2000/2001 gegengerechnet? Wohl eher nicht, zumindest nicht nachvollziehbar. Dieser Betrag hätte dann den Gewinn erhöhen müssen und den Eigentümern hätte daraus ein Anteil zugestanden. Der Betrag verschwindet aber in die Pensionsrückstellungen um diese auf das „Marktniveau aufzustocken“. Wer hat denn da in der Vergangenheit was versäumt? Die Unternehmen der freien Wirtschaft schaffen die Pensionszusagen ab, bei der Volksbank werden diese „auf das Marktniveau aufgestockt“.

 

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank von ca. 16.457.000,00 EUR (2005) auf ca. 9.471.675,00 EUR (2006) (minus 42,4 %). Fast Halbierung des Ergebnisses auf der eigentlichen unternehmerischen Tätigkeit und des Erfolgsausweises.

 

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betrugen 2005 ca. 86.749.000,00 EUR, 2006 98.209.277,00 EUR (plus 13,2 %).

 

Sonstige betriebliche Aufwendungen stiegen in 2006 auf ca. 3.404.438,00 EUR, Vorjahr: 1.752.000,00 EUR (plus 94,3 %).

 

Bemerkenswert ist die Position „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft. 2005: Ca. 25.880.000,00 EUR, 2006: Ca. 33.555.566,00 EUR (plus 29,7 %). Wenn Sie mit solchen Zahlen zu Ihrer Volksbank gehen wird man Ihnen sagen, dass Sie erst einmal Ihre Hausaufgaben machen sollen, bevor man Ihnen die Kreditlinie erhöht.

 

Der Teilbereich Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, also Kundeneinlagen wuchs um ca. 2,5 Prozent, wohl eher eine marginale Steigerung. Der Vorstand der Hannoverschen Volksbank spricht in seinem Brief an die Mitglieder für 2006 von „einem erfreulichen Wachstum“, ein erfreuliches Ergebnis war es wohl kaum, wie man richtig bemerkt. Erinnern wir uns nur an die großen Töne mit denen die Vorteile des Zusammenschlusses angepriesen wurden. Davon ist kaum etwas zu bemerken.

 

Am 15. Mai 2007 verließ der langjährige Vorstandsprecher Hermann Mehrens, verantwortlich für die Bereiche Controlling, Finanzen, IT, Personal, Recht, Revision und Unternehmensservice „im gegenseitigen Einvernehmen“ das Unternehmen kurzfristig.


Tafelsilber verkauft

(2007-07-05)

 

Haben Sie dieser Tage das Mitglieder- und Kundenmagazin der Hannoverschen Volksbank bekommen. Nein? Dann haben Sie kaum etwas versäumt. Die Volksbank hielt Hof, die Honoratioren und die die man für würdig hielt daran teilzunehmen, waren zum gemütlichen Beisammensein geladen. „Mehr als 500 Mitgliedervertreter, Ersatzvertreter, Gäste und Mitarbeiter wurden in der Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank im Congress Centrum Hannover über den Verlauf des Geschäftsjahres 2006 informiert.“ Viel kann der neue Vorstandssprecher nicht zu sagen gehabt haben, denn nur drei Seiten waren diesem Bereich gewidmet, davon die Hälfte Fotos. Offensichtlich waren die Informationen auch nur für diesen elitären Kreis bestimmt?

 

Haben Sie gelesen, dass man Teile des Tafelsilbers verkauft hat? Geht es dem Unternehmen so schlecht, dass man zu dieser Maßnahme greifen musste? Verkauft und zurückgemietet. „Die Hannoversche Volksbank hat aus ihrem Immobilienbestand ein Paket mit 42 Objekten veräußert. Darin enthalten sind auch fremdgenutzte Objekte. Für die selbst genutzten Flächen wurden langfristige Mietverträge bis zu 15 Jahren zuzüglich Verlängerungsoptionen um dreimal fünf Jahre abgeschlossen. Erwerber ist ein in London ansässiger Immobilienfonds. Hinter der Unternehmensgruppe steht das Spitzeninstitut des französischen Genossenschaftssektors Natixis, an dem auch die DZ Bank, Frankfurt, beteiligt ist. Geschäfte macht man eben nur unter sich. Es wird doch wohl das beste Angebot genommen worden sein oder fand keine Ausschreibung statt?

 

Jetzt bezahlen Sie Miete für Objekte die Ihnen einmal gehörten. Welchen Erlös hat man erzielt und wozu wird dieser verwendet? Wie hoch sind die jährlichen Mietzahlungen dafür? Ihren Vertretern im Congress Centrum Hannover hat man dies hoffentlich gesagt. Fragen Sie Ihren Vertreter, sofern Sie ihn überhaupt kennen sollten, danach.

 

Zum Hinauswurf des Vorstandssprechers wurde lediglich berichtet, dass dieser im „gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand ausgeschieden“ sei. „Der heute 53-Jährige war zum 1. Oktober 2000 in den Vorstand der damaligen Volksbank Hannover berufen worden“. Danach folgt die bekannte Lobhudelei zum neuen Vorstandssprecher und den sonstigen Vorständen. Beweihräucherung nach Art des Hauses. Zum bisherigen Vorstandssprecher jedenfalls fand man keine lobenden Worte.

 

Zu diesen Themen fällt dann dem Verfasser des Artikels nur noch ein, dass „die lebhafte Diskussion zu diesen Themen das große Interesse der Teilnehmer an den Veränderungsprozessen in der Bank  zeigte.“ Kritische Fragen wurden offensichtlich nicht gestellt. Ihre Vertreter waren wohl mit wenig zufrieden?

 

Abstimmungsergebnisse wurden nicht veröffentlicht, auch nicht die Themen näher bezeichnet über die man für Sie abstimmte. Die Tagesordnung war vermutlich geheim. Unsere Brüder und Schwestern aus dem ehemaligen anderen Teil Deutschlands kennen die Zustimmungsergebnisse bei derartigen Veranstaltungen zur Genüge, insbesondere die Vorgänge bei den Wahlen zum Wahlausschuss. Dieser wurde hier wieder neu gewählt.

 

Im Wahlausschuss befinden sich die Damen und Herren aus dem Kreis der Vertreterversammlung, die diejenigen aussuchen die dann für würdig befunden werden zur nächsten Vertreterwahl antreten zu dürfen. Durchgefallen ist von diesen Kandidaten bisher wohl noch niemals jemand? Ein Urvorgang der genossenschaftlichen Demokratiebewegung, nur so bleibt man unter sich, so definiert man dort Demokratieverständnis. Sie dürfen dann demnächst über diese handverlesenen Kandidaten abstimmen, es befinden sich ohnehin nur so viele Kandidaten auf den Listen wie benötigt werden, der Rest funktioniert dann als Ersatzvertreter, sofern dann doch einmal einer der Vertreter im hohen Alter ausscheiden sollte.


Weder Kontrolle, noch Mitbestimmung

(2007-07-10)

 

Haben Sie sich einmal den Internetauftritt der Volksbanken und Raiffeisenbanken unter „werden-sie-mitglied.de“ angesehen? Es muss dort wohl ein anderer Film als in der Praxis ablaufen? Der Wunsch als Vater des Gedankens. Leider besteht nicht die Möglichkeit einen Prospekt anzufordern um dieses Thema zu vertiefen. Vermutlich gibt es wohlweislich keinen Prospekt zu diesem Bereich, die Genossenschaftsmitglieder der Volksbanken könnten dann Realität und Wunschdenken miteinander vergleichen.

 

„Kontrolle ist gut, mitbestimmen ist besser“ wird dort ausgeführt. „Jeder fünfte Deutsche ist Mitglied einer Genossenschaftsbank“, können Sie dort weiter nachlesen. So vielen konnte man einen Genossenschaftsanteil verkaufen - sehr tüchtig diese Organisation, man kann es kaum glauben. Zu welchem Zweck wurden diese Anteile gekauft? „Damit gibt es dreimal so viele Mitglieder bei Genossenschaftsbanken wie Aktionäre in Deutschland. Und die Zahl steigt weiter. Denn immer mehr Kunden sagen sich: "Kontrolle ist gut, mitbestimmen ist besser“." Was dürfen oder sollen diese denn kontrollieren und wobei mitbestimmen? Doch wohl nicht den Geschäftsablauf bei einer Volksbank?

 

Es ist kaum zu glauben. Bei „meiner“ Volksbank bekomme ich nicht einmal einen ordentlichen Geschäftsbericht zugesandt, geschweige denn andere Dinge zur Information.

 

Weiter berichtet man dann: „So funktioniert die Mitgliedschaft. Mitglieder einer Bank sind Teilhaber und Kunde zugleich. Sie sind auch Kapitalgeber und Gewinn-Beteiligte. Als Mitglied können Sie an demokratischen Entscheidungs-Prozessen teilnehmen und besitzen eine Stimme auf der Generalversammlung bzw. bei der Vertreterwahl. Unabhängig davon, wie hoch Ihre Kapital-Beteiligung ist.“

 

Von bevorstehenden Wahlen hörte ich in den vergangenen über zwanzig Jahren meiner Mitgliedschaft bei einer Volksbank fast gar nichts. Ich hatte Glück, wenn ich in Ausnahmefällen überhaupt erfuhr, dass diese zu irgendeinem Zeitpunkt stattfanden. Mitteilungen zu Ergebnissen habe ich nicht ein einziges Mal gesehen. Sie können an „demokratischen Entscheidungs-Prozessen“ teilnehmen. Wo bei welcher Volksbank?

„Und besitzen eine Stimme auf der Generalversammlung bzw.  bei der Vertreterwahl“. Besitzen schon, anwenden oder verwenden in der Regel wohl kaum. In über zwanzig Jahren hatte ich kaum Gelegenheit meine Stimme abzugeben. Wo findet denn heute noch eine Generalversammlung bei einer Volksbank statt? Bei den nunmehr wohl fast überall geschaffenen Größenordnungen ist man wohl den bequemen Weg in die Anonymität gegangen und hat handverlesene Vertreter durch Wahlausschüsse aufgestellt und wählen lassen.

 

„Kapitalgeber und Gewinn-Beteiligte.“  Selbst die Gesellschafter einer stillen Gesellschaft haben Anspruch auf eine Abschrift der Bilanz und ein Kontrollrecht. Bei meiner Volksbank bekomme ich eine nichtssagende Kurzfassung.

 

„Als Mitglied haben Sie natürlich auch das Recht, die Geschäftspolitik Ihrer Bank aktiv mitzugestalten. So können Sie sich z. B. als Vertreter oder Aufsichtsrats-Mitglied zur Wahl stellen.“  Wenn man Sie lässt schon, d. h. wenn der Wahlausschuss Sie für würdig hält Ihnen ein derartiges Mandat (Vertreter) anzutragen und Ihnen zutraut die genossenschaftlichen Interessen zu vertreten. Auf welche Art und Weise ein Aufsichtsratsmitglied bei einer Volksbank ernannt wird konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen. Wie sagte man so schön? „Teilnahme an demokratischen Entscheidungs-Prozessen“. Selten so gelacht.

“Natürlich steht Ihnen als Mitglied das gesamte Produkt- und Leistungs-Spektrum Ihrer Bank und des starken Finanzverbundes zur Verfügung.“ Gegen entsprechende Zahlung ihrerseits, versteht sich, denn umsonst bekommen Sie auch bei „Ihrer“ Volksbank nichts und günstiger gegenüber anderen Instituten sind diese in der Regel auch nicht. Vergünstigungen für Mitglieder gibt es sowieso nicht. Das was Sie bei einer Volksbank bekommen, dafür benötigen Sie keinen Genossenschaftsanteil, und bekommen Sie bei jeder anderen Bank auch. Alles übliches Tagesgeschäft.

 

Lesen Sie sich jetzt aber einmal durch was man meint Ihnen als Vorteil bieten zu können: „Vorteile der Mitglieder. Jedes Mitglied wird in Form einer jährlichen Dividende direkt am Erfolg der Bank beteiligt. Darüber hinaus bieten wir Mitgliedern exklusive Leistungen und Vorteile aus nahezu allen Lebensbereichen (z. B. günstigere Beiträge für R+V Versicherungen). Egal, ob es ums Bauen oder Wohnen, um Reisen, Kunst oder Kultur geht.“  Diese „Vorteile“ hauen den unbedarften Leser fast um, insbesondere die „günstigeren Beiträge für R+V Versicherungen.“ Kinokarten bekomme ich auch ohne Mithilfe „meiner“ Volksbank, ebenso die Buchung der Reise an die Nordsee. Eine „Dividende“ oder eine „Gewinn-Beteiligung“ gibt es ohnehin nur, wenn „Ihre“ Volksbank auch erfolgreich ein Geschäftsjahr beendete. Die Volksbank als Tante-Emma-Laden bei der Sie fast alles bekommen. Warum schließt man sich dann zu immer größeren Verbänden zusammen, um Eintrittskarten günstiger einkaufen zu können?

 

Um noch auf den Vergleich zur Aktiengesellschaft zurückzukommen? Dort nehmen Sie in der Regel an den Wertsteigerungen des Unternehmens teil und dürfen jede Hauptversammlung selbst besuchen und sich dort auch zu Wort melden, ganz abgesehen davon, dass Sie die Aktie fast jederzeit verkaufen können. Bei „Ihrer“ Volksbank haben Sie vor zig Jahren einen Betrag eingezahlt und dafür einen Genossenschaftsanteil erhalten. Wollen Sie jetzt diesen Betrag zurückbekommen zahlt man ihn diesen nach einer längeren Kündigungsfrist aus. In gleicher Höhe wie damals, von den Wertsteigerungen des Unternehmens erhalten Sie nichts. Wertsteigerungen des Firmenwertes gibt es bei Volksbanken offensichtlich nicht, zumindest nicht für die Genossen.

 

„Mitglied werden, ist ganz einfach.“  Natürlich. „Dazu müssen Sie nur die nächste Bankstelle einer Volksbank oder Raiffeisenbank aufsuchen und sich mit einem Geschäftsanteil an der Bank beteiligen.“  Danach lernen Sie dann das Demokratieverständnis „Ihrer“ Volksbank kennen und welche „großzügigen“ Mitgliederrechte und Einflussmöglichkeiten Ihnen als Genossenschaftsmitglied bei einer Volksbank eingeräumt werden. Von all diesen Vorteilen habe ich bis heute nichts, aber auch gar nichts bemerkt.

 

In der Regel erhalten Sie eine Dividende die oberhalb der Sparbuchverzinsung liegt, darauf haben Sie aber keinen Anspruch, die Dividendenhöhe ist Großzügigkeit der Genossenschaft. Verwöhnen wird man Sie aber auch damit nicht.


Mäßige Ergebnisse trotz Erstattung von Körperschaftssteuerguthaben

(2007-07-21)

 

Dank einer Steuererstattung in Milliardenhöhe haben die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken 2006 ihren Überschuss trotz sinkender Erträge gesteigert. Im vergangenen Jahr verbuchten die genossenschaftlichen Institute nach Steuern 3,9 (Vorjahr: 2,5) Milliarden Euro. 2,7 Milliarden Euro davon resultierten aus der Erstattung von Körperschaftssteuerguthaben.

 

Vor Steuern verzeichnete der Finanzverbund der Volks- und Raiffeisenbanken ein Minus von 47 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

 

Warum sind Volks- und Raiffeisenbanken nicht ad-hoc-meldepflichtig? Warum müssen Volks- und Raiffeisenbanken keinen Geschäftsbericht an sämtliche Mitglieder verteilen? Informationen über die Geschäftslage werden, wenn überhaupt, nur scheibchenweise verteilt. Betrachtet man die Ergebnisse des Vorjahres bei diesen Banken, dann hätten wohl einige von ihnen, sofern es dies geben würde, von ihrer Hausbank die Kreditlinie nicht erhöht bekommen.


Demokratieverständnis weiter ein Fremdwort

(2007-11-18)

 

Mitte November 2007 erhielt ich von der Hannoverschen Volksbank eG das Mitgliedermagazin „meine Bank“, Ausgabe 3/2007. Darin wurde unter anderem doch tatsächlich mitgeteilt, dass eine Vertreter-„wahl“ ansteht. Gegenüber den früheren derartigen Veranstaltungen schon fast eine Informationsflut. Auf die „wichtigsten Termine“ dazu wurde hingewiesen, einige waren allerdings schon längst verstrichen.

 

Demnach wurde in diversen Pressepublikationen mitgeteilt, dass die Wahllisten auslagen, Mitteilung am 26.10.2007. Wer hat nun schon die richtige Tageszeitung abonniert? Wahllisten lagen demnach in allen KompetenzCentern der Hannoverschen Volksbank vom 30.10. bis 12.11.2007 aus, nur welches Volksbankmitglied besucht im Zeitalter des Internets und der Geldautomaten öfter als zweimal im Jahr die zuständige Filiale? Sie müssten dann doch Reinigungsgebühren bezahlen.

 

Was ist ein KompetenzCenter? Wir haben hier im Ort nur einen Geldautomaten. Dort lag keine Information zur Wahl aus, dort kann wahrscheinlich auch nicht gewählt werden. Bis zum 26.11.2007 können noch Wahllisten eingereicht werden. Das Mitteilungsblatt erreichte mich Mitte November. Versuchen Sie einmal in dieser Zeit die laut Volksbanksatzung notwendigen Unterschriften zu bekommen um eine Kandidatur zu ermöglichen.

 

Wahllisten erstellt vom Wahlausschuss. Die Kriterien für die Auswahl der Kandidaten dürfte wohl das Geheimnis dieses Ausschusses sein und bleiben. Offensichtlich ist es aber nicht schwierig genug Kandidaten zu bestellen die das gleiche Demokratieverständnis haben wie dieser Ausschuss und die Genossenschaftsbank. Es soll dort Vertreter geben die dort schon seit Jahrzehnten sitzen. Die haben wahrscheinlich gar nicht bemerkt, dass zwischendurch Wahlen waren.

 

Am 15.11.2007 ging ich auf die Internetseite der Hannoverschen Volksbank, um die Informationen zur Vertreterwahl abzurufen. Auf der Startseite kein Hinweis zu diesem für die Basisdemokratie der Hannoverschen Volksbank so wichtigen Ereignis. Die Suchfunktion zeigte an: „Kein Treffer erzielt“. Die Basisdemokratie bei der Hannoverschen Volksbank ist also kein Treffer, eigentlich auch sonst nicht. Das Suchprogramm kennt die Eigenheiten des Hauses.

 

Betrachten wir nun einmal den Wahlvorgang als solchen. Eine Mitteilung darüber, dass Briefwahl möglich ist fand ich an keiner Stelle. In einer Zeit wo die Hannoversche Volksbank zahlreiche ihrer kundennahen Zweigstellen schloss, und wenn Sie als Kunde Glück hatten nach Jahren durch einen Geldautomaten ersetzte, wäre dies doch zwangsläufig ein wirklicher Beitrag zur Basisdemokratie gewesen. Diese Möglichkeit gibt es also auch nicht. Warum soll auch jedes Mitglied die Möglichkeit haben seine Stimme abzugeben, daran hat der Veranstalter gar kein Interesse. An dessen Meinung aber auch nicht, dafür gibt es den anonymen Vertreter.

 

Wahl dann am 11.12.2007 während der Öffnungszeiten. Ein Tag muss für diesen Vorgang genügen, warum kann nicht an zwei oder drei Tagen gewählt werden? Bei den kaum zentralen Lagen der Zweigstellen, ich benötige mindestens 10 Minuten mit dem Bus bis zur nächsten Filiale, wäre dies doch ein mitgliederfreundlicher Beitrag, ganz abgesehen von der Möglichkeit zur Briefwahl. Die Hannoversche Volksbank macht eine Wahl und keiner geht hin.

 

Warum wurde nicht in der vorhergehenden Ausgabe des Mitgliedermagazins auf die Wahltermine hingewiesen, insbesondere auf die Wahlvorschläge, insbesondere auf Kandidaturmöglichkeiten der Mitglieder. Es wird doch wohl nicht plötzlich entschieden worden sein, dass wieder einmal das stattfindet was bei der Hannoverschen Volksbank als Wahl bezeichnet wird, auf die Veröffentlichung der Teilnehmerzahlen der letzten Wahl warten wir immer noch. Dann hätte für Interessierte auch die Möglichkeit bestanden sich darum zu kümmern sich als Kandidat für die Wahl zur Verfügung stellen zu können. An diesem Zulauf war aber der Wahlausschuss gar nicht interessiert. Die Plätze dort sind bestimmt für die Honoratioren die man für würdig erachtet auf den Wahllisten zu erscheinen. Bei der erfolgenden Listenwahl sind Misserfolge ohnehin unmöglich. Handverlesene Kandidaten, die in der Regel einstimmigen Ergebnisse der vergangenen Vertreterversammlungen verpflichten.

 

Elf Tage abzüglich zwei Wochenenden stehen den interessierten Außenseitern nun noch zur Verfügung um eine eigene Kandidatur zu versuchen. Geschickt terminlich gelegt, großer Andrang ist somit kaum zu befürchten. Fragen Sie einmal in Ihrem KompetenzCenter zum Ablauf, vermutlich hört dort dann die Kompetenz auf. Eine mögliche Opposition ist in der Vertreterversammlung nicht vorgesehen.

 

Die Auslage der Liste der gewählten Vertreter soll dann vom 15. bis 28. Januar 2008 erfolgen. Ca. fünf Wochen bis zur Veröffentlichung des Ergebnisses. Wofür benötigt man diesen Zeitraum? Im Computerzeitalter benötigt eine Volksbank über einen Monat um Ergebnisse bekannt zu geben. Wo liegt eigentlich das Problem dies nicht einen Tag danach zu tun? Die Wahlzettel bedürfen anschließend doch wohl kaum einer Bearbeitung?

 

Es hat sich nichts geändert, wie sollte es auch, späte Informationen, geheim erstellte Wahllisten, keine Briefwahl, Wahlmöglichkeit nur bei persönlichem Erscheinen, handverlesene Kandidaten usw. usw. Kennen Sie eigentlich den Vertreter der für Sie vorgesehen ist, bzw. haben Sie den für Sie zuständigen bisherigen Vertreter gekannt? Das könnte Wählernähe sein und Basisdemokratie, wenn Sie ihn kennen bzw. kannten und wüssten wofür dieser eintritt. So etwas gibt es bei der Hannoverschen Volksbank aber nicht. Man darf nur zur Kenntnis nehmen, dass auch Vertreter dort tätig sind die von den demokratischen Parteien her schon zahlreiche Mandate bekleiden mit denen sie überfordert sind, zur Kenntnis nehmen, nachdenken sollte man darüber nicht, denn mit welchem Verständnis führen die dort ihr Mandat aus. Was man von Politikern, hier diversen Kommunalpolitikern, zu halten hat ist hinreichend bekannt.


...man gibt eine Vertreterwahl...und niemand geht hin...

(2007-12-23)

 

Sie erinnern sich vielleicht? Am 11. Dezember 2007 führte die Hannoversche Volksbank eine Vertreter- „wahl“ durch. Waren Sie auch in Ihrer Filiale um zu wählen? Vielleicht waren Sie dann etwas irritiert? Es gab keine Liste der Kandidaten, sondern nur eine Listenwahl. Ihre Wahlmöglichkeiten waren darauf reduziert entweder „Ja“ oder „Nein“ anzukreuzen. Mehr stand auf dem Wahlzettel nicht. Damit hatte es sich. Es gab nur eine separate Liste der Kandidaten, auf der konnten Sie natürlich keine Streichungen vornehmen oder bestimmte Kandidaten bevorzugen, „Ja“ oder „Nein“ war nur die Frage, so wie vom Wahlvorstand der Hannoverschen Volksbank vorgegeben. Durchfallen konnte bei dieser Wahl keiner der Kandidaten. Jeder erhält seinen Posten und sei er auch nur als Ersatzvertreter gewählt. Worin bestand also die Wahl für den Wähler?

 

Eine alternative Liste gab es nicht. Wie sollte diese auch zustande kommen. Für diesen Fall hätten zehn Prozent der Volksbankgenossen unterschreiben müssen, dann hätten Sie eine zweite Liste bekommen. Im Zeitalter des Datenschutzes ist so etwas ganz einfach unmöglich. Der Wahlausschuss hatte ohnehin nur eine Liste vorgesehen und diese für Sie ausgesucht, keine Alternative, für Sie den unmündigen Volksbankgenossenschaftsanteilsinhaber.

 

Suchten Sie am Wahltag nun Ihre Volksbankfiliale auf dann hingen dort keine Wahlplakate, es gab nicht einmal Hinweise darauf, dass an diesem Tag eine Wahl stattfand. Nein, Sie mussten extra danach fragen, ob Sie vielleicht auch wählen durften. Befanden Sie sich nicht in einem der „KompetenzCenter“ dann hatte man Probleme. In den Filialen und Zweigstellen gab es dann auf einmal Briefwahlunterlagen, diese Möglichkeit hatte man vorher nicht angekündigt, plötzlich waren diese doch da, nach einigem Suchen.

 

Wahlurnen gab es nur in den Hinterzimmern der „KompetenzCenter“, dafür bekamen Sie dort aber keine Liste der Kandidaten die Sie wählen durften, zumindest ich nicht in „meinem“ „KompetenzCenter“. Auch dort gab es keinen Hinweis darauf, dass Wahlen stattfanden, ich wurde aber nach meiner entsprechenden Bitte daran teilnehmen zu dürfen in den rückwärtigen Bereich gebeten. Dort gab es auch eine Wahlurne. Das Kreuz für „Ja“ oder „Nein“ durfte ich dann in Gegenwart des Bankmitarbeiters machen. Es gab natürlich keine Wahlkabine oder einen abgetrennten Bereich. Selbst die Kommunisten in der ehemaligen „DDR“ hatten zumindest eine Wahlkabine vorgesehen, benutzt wurde diese in der Regel selbstverständlich nicht. Diese Arbeit hatte sich die Hannoversche Volksbank gleich gespart, zumindest dort wo ich war.

 

Die Nachfrage nach Wahlunterlagen schien mir aber nur sehr mäßig zu sein. Eine Schlange anstehender Wähler konnte ich nicht feststellen. Warten wir einmal ab, ob dieses Mal seitens der Hannoverschen Volksbank Zahlen darüber mitgeteilt werden wie viele Genossenschaftsmitglieder an der Wahl teilnahmen und wie das Ergebnis aussieht. Vermutlich war die prozentuale Beteiligung der Mitglieder bei der letzten Wahl der Kirchenvorstände der evangelischen Kirche höher als die bei den Volksbankgenossen. „...man gibt eine Vertreterwahl...und niemand geht hin...“, ein paar werden es wohl doch gewesen sein damit ein Ergebnis herauskommt, Mindestteilnehmerzahlen mussten aber ohnehin nicht erreicht werden. Eine „Ja“-Stimme zur Liste wäre somit ausreichend gewesen, die hat man mit Sicherheit „gefunden“.

 

Nach den Statuten der Volksbanken hat jeder Genosse eine Stimme, unabhängig wie viele Anteile dieser hält. Bei der Hannoverschen Volksbank bezog sich diese eine Stimme nur auf die jeweilige Filiale oder das „KompetenzCenter“, eine Stimme je Wahlort, wer an diesem Tag flexibel genug war hatte so die Möglichkeit seine Wahlchancen oder seine Meinung erheblich zu potenzieren.

 

Demokratieverständnis einer Genossenschaftsbank, die Bank selbst hält von dieser Veranstaltung offensichtlich nichts. Die Hannoversche Volksbank hat sich nicht einmal bemüht diesem Vorgang Bedeutung zu geben. Fragen Sie demnächst einmal Ihren Vertreter woher dieser die demokratische Legitimation nimmt, fragen Sie ganz gezielt die Vertreter die nebenbei auch noch ein politisches Mandat innehaben nach ihrem Demokratieverständnis.

 

Die Kompetenzträger dieser Bank haben offensichtlich ohnehin kein Interesse an einer Wahl die von einem breiten Mitgliederinteresse begleitet wird. Es wird eine Pflichtübung durchgeführt deren Ausgang von Beginn an in geregelte Bahnen geleitet, zum Abschluss im eigenen Interesse gebracht wird. Allenfalls dient diese Veranstaltung als Werbegag, dort wo es gebraucht wird. Die Vertreterversammlung ein „Parlament“ der Mitglieder, wohl kaum, denn wer kennt den eigenen Vertreter. Ein „zahnloser Tiger“ wird dort geschaffen, wohl eher ein kleines Kätzchen und dies soll dann eine Bank kontrollieren in der hunderte Millionen Euro bewegt werden.


Auch die genossenschaftliche DZ Bank

(2008-03-03)

 

Beantragen Sie bei „Ihrer“ Volksbank ein Darlehn, dann erhalten Sie des Öfteren zur Antwort, dass man damit sehr vorsichtig umgeht, denn es sind ja die „Gelder unserer Mitglieder die verwaltet werden“...

 

Es waren vermutlich auch die Gelder der „Mitglieder“ die im Rahmen der Finanzkrise seitens der DZ Bank in den Sand gesetzt wurden. Nach der Methode „keine Feier ohne Meier“, musst man natürlich dabei sein. Die genossenschaftliche DZ Bank erwartet nach einem Gewinneinbruch 2007 weitere Belastungen als Folge der Finanzkrise. Nach und nach kommt auch dort die Wahrheit ans Tageslicht, Vorgehensweise bekannt und branchentypisch, kein Unterschied zum sonstigen Bankensektor bei den genossenschaftlichen Banken. Dort bekamen offensichtlich auch einige den Hals nicht voll und sind nun auf die Nase gefallen.

 

Wegen der Unsicherheit an den Märkten wagte die Bank keine Ergebnisprognose für 2008 und sprach von einer neuerlichen Verschärfung der Vertrauenskrise zu Jahresbeginn, die weitere Wertberichtigungen unausweichlich macht. Schlechte Nachrichten im Avis. 2007 hatte das Institut bereits rund 1,4 Milliarden Euro Belastungen durch den Preisverfall bei strukturierten Wertpapieren zu verkraften. Im Januar wurden weitere 130 Millionen Euro wegen des anhaltenden Preisverfalls im Wert berichtigt.

 

Die DZ Bank ist als Zentralinstitut der rund 1.250 Volks- und Raiffeisenbanken für deren Refinanzierung zuständig.


Minimalismus 2007 erreicht

(2008-03-16)

 

Marginale Gewinnsteigerung, mäßige Dividendenausschüttung. Die Möglichkeiten des Marktes wurden nicht genutzt. Trotz großspurig durchgeführter Fusion und daraus angekündigter positiver Unternehmensmöglichkeiten „kreiste der Berg und gebar eine Maus“. Es hat auch nichts gebracht, dass der „Landadel“ Anfang 2007 erfolgreich „putschte“, offensichtlich konnte er es auch nicht besser. Vielleicht wäre es anders sogar besser gelaufen? Es wurden wohl damit nur die eigenen Posten gesichert? Dies Ziel hat man zumindest erreicht. Wann lassen sich diese Herren ersetzen? Ein Vorstandsmitglied der ehemaligen Volksbank Garbsen scheidet schon aus. Allerdings nur oberflächlich eine positive Nachricht, denn der Nachfolger stammt aus dem gleichen Beritt, eine Verschlankung des Gremiums findet nicht statt. Das Ausscheiden erfolgt auch nicht freiwillig, sondern wegen Erreichens der Altersgrenze. Einsicht kann man in diesen Kreisen ohnehin kaum erwarten.

 

Der Überschuss stieg lediglich um 300.000 EUR auf 9,3 Millionen EUR. Zu welchem Zweck hat man diese Großbank geschaffen? Wirtschaftliche Erfolge sind daraus bis jetzt nicht eingetreten, waren aber doch eigentlich vorgesehen. Man übt nun in einer anderen Liga, bisher ohne sichtbaren Erfolg.

 

9,3 Millionen EUR Gewinn, Eigenkapital in Höhe von 232,7 Millionen EUR. Hieraus folgt eine Verzinsung von knapp vier Prozent. Vielleicht sollte diese Bank ihre Geschäftstätigkeit einstellen und das Eigenkapital am Geldmarkt anlegen. Es dürfte wohl besser dabei gefahren werden, allerdings sollte dann die Anlage nicht im genossenschaftlichen Verbund erfolgen. Knapp vier Prozent für ein unternehmerisches Risiko, bei einem derartigen Ergebnis dürften die Geschäftskunden dieser Bank Probleme haben die Kreditlinie zu erhöhen bzw. eine zu bekommen.

 

Durch den „Verkauf eines Immobilienpakets“ erzielte die Bank einen Nettoertrag von 24 Millionen Euro. Ein Teil des Tafelsilbers wurde somit verkauft und damit das Eigenkapital verbessert. Dafür mietet man jetzt einen Teil dieser Objekte zurück und schafft damit weitere laufende Kosten. Eine Ergebnisverbesserung wird daraus wohl kaum resultieren.

 

Für den Genossenschaftsanteilsinhaber wird eine Dividende von 5,5 Prozent ausgeschüttet. Offensichtlich soll dieser Wert zur Gewohnheit werden. Die bisherigen miesen wirtschaftlichen Erfolge lassen wohl auch keine andere Möglichkeit zu?

 

Die sonstigen veröffentlichten Zahlen geben auch nicht allzu viel her. Zinsüberschuß unter Planwert, eine Aussage für Dumme, denn was sagt schon ein Planwert aus? Personalaufwand normalisierte sich. Was ist bei einer Bank dieser Größe und nach dieser Fusion normal? Der Provisionsüberschuß stieg, die Mitglieder durften also für die in Anspruch genommenen Leistungen mehr zahlen, denn Kundeneinlagen gingen zurück, trotz der Gewinnung von ca. 18.000 neuen Kunden. Das Kreditgeschäft hatte einen Zuwachs über 2,7 Prozent, damit fast auf dem Niveau der Inflationsrate.

 

Der Gipfel des Unmöglichen liegt in der Mitteilung, dass die meisten Kunden offensichtlich mit ihrer Volksbank zufrieden sind. Viele werden dies auch sein, nur für was für eine Veranstaltung hat man hier Geld ausgegeben? „Bei einer Umfrage unter 2.300 Kunden erhielt das Institut die Note „gut“ (1,9).“ Die Bank verfügt nach eigenen Angaben über ca. 250.000 Kunden, befragt wurden somit nicht einmal ein Prozent der Kunden. Offensichtlich wurden die Befragten handverlesen. Viele sind es dann aber nicht geworden denen man die richtige Antwort zutraute. Man kennt dieses Verfahren bei der Volksbank bereits von den Vertreterversammlungen und den Wahlbenachrichtigungen her. Außer Spesen nichts gewesen?

 

Dabei werden wir auch gleich an die letzte Wahl zur Vertreterversammlung erinnert. Viele Genossenschaftsmitglieder werden sich daran ohnehin nicht mehr erinnern. Haben Sie irgendwo ein Ergebnis gesehen oder darüber gelesen. Ich nicht. Es gab ohnehin nur eine Einheitsliste. Die Informationsfreude dieser Genossenschaft ist grenzenlos, nicht nur hier. Grenzenlos im Sinn der Desinformation.

 

Ebenso beim Bericht zum Geschäftsjahr. Der Bericht in der Presse war sehr schlicht und übersichtlich gehalten und somit wenig aussagefähig. Vielleicht gibt es dieses Jahr für die Genossenschaftsmitglieder wieder einen Geschäftsbericht aus dem die relevanten Daten zum Unternehmen ersichtlich sind und nicht das Faltblatt der letzten Jahre in dem nicht mehr steht als in der kurzen Pressemitteilung und keine wirklichen Rückschlüsse auf den tatsächlichen Verlauf des Geschäftsjahrs zulässt. Es wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.


Gründung eines GU - Sparkasse Hannover/Hannoversche Volksbank

(2008-04-26)

 

Finanznachrichten.de berichtet unter anderem: Quelle: Bundeskartellamt. Angemeldete Fusionen: Sparkasse Hannover/Hannoversche Volksbank; Gründung eines GU.

 

Angemeldete Fusionen: Sparkasse Hannover/Hannoversche Volksbank; Gründung eines GU.

 

Datum der Anmeldung: 17.04.2008. Aktenzeichen: B9-70/08.

 

Unternehmen: Sparkasse Hannover/Hannoversche Volksbank; Gründung eines GU.

 

Produktmärkte: Gelddienste, Wertdienste. Bundesländer/Unternehmenssitz: Niedersachsen.


Die Volksbank als Postbote

(2008-04-30)

 

Es ist schon ungewöhnlich auf was man alles kommen kann, wenn die Zeit lang wird. In Geschäftsstellen der Volksbank Celle können von Ende Mai an auch Briefe und Pakete abgegeben werden. Die Niederlassung der Hannoverschen Volksbank arbeitet künftig mit dem Berliner Postdienstleister Paketeria AG zusammen. Bringen Sie also Ihren Eckschrank zur Volksbank, dort wird man sich freuen Ihre Grüße auf den Weg bringen zu dürfen.

 

Wenn der neue Service in Celle gut angenommen wird, will die Bank auch in Hannover und anderen Standorten solche Postdienstleistungen anbieten. Um Transport und Zustellung der Briefe und Pakete sollen sich Kooperationspartner von Paketeria kümmern. Wir kennen diesen Service, Briefe und Pakete werden dann beim Empfänger  entsorgt, vielleicht auch nur in der Nähe.

 

In einer zentral gelegenen Geschäftsstelle sind auch eine Ebay-Agentur, Internetterminals oder ein Kopierservice vorgesehen. Vielleicht sollten wir auch noch eine kleine Bar oder ähnliches bei dieser Gelegenheit eröffnen. Es plaudert sich immer besser bei einem Gläschen Rotwein, auch mit Ihrem zuständigen Volksbankmitarbeiter.

 

An dieser Geschichte wundert mich nur eine Tatsache, zum einen bemühten sich die Banken ihre Kunden aus den Zweigstellen und Filialen hinauszudrängen, jetzt will man offensichtlich auch die Laufkundschaft ansprechen und Postkarten versenden. Es wird wohl allmählich einsam in den Geschäftsstellen. Man stand zwar kurz davor Eintrittsgelder zu erheben um die Reinigungskosten bezahlen zu können wenn Kontoinhaber ihren Auszug abholten, jetzt steigt man wieder ins Massengeschäft ein, außerhalb des Bankgeschäfts. Man fühlt sich offenbar zu höheren Aufgaben berufen.

 

Irgendetwas ist hier doch mächtig faul. Vielleicht sollte sich die Hannoversche Volksbank erst einmal Gedanken dazu machen die eigenen Kunden vernünftig zu versorgen und nicht die Filialen in immer kundenentferntere Gebiete verlegen. Vermutlich benötigt aber kein Volksbankkunde mehr seine Bank vor Ort, dank der tatkräftigen Vertreibungsstrategien der vergangenen Jahre. Vielleicht ersetzt man dort dann auch noch den Tante-Emma-Laden durch ein entsprechendes Angebot? Logik vermag ich in dieser Vorgehensweise nicht erkennen.

 

Zumindest hat die Vorgehensweise den Vorteil, dass, wenn es nicht klappt, ein Programm gestartet werden kann mit dem man zum Kerngeschäft zurückkehrt. Ein anderes Vorstandsmitglied kann dann seine Träume verwirklichen und Lorbeer ernten.


Marktanteil der Volks- und Raiffeisenbanken gesunken

(2008-06-06)

 

Die Volks- und Raiffeisenbanken haben die Idee begraben, eine zentrale Direktbank unter der Führung der WGZ-Bank aufzubauen.  Die angestrebte Bündelung des Internet-Geschäfts ist damit hinfällig. Das berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf Insider. Internen Unterlagen zufolge sank der Marktanteil der Gruppe, gemessen an der Bilanzsumme, seit 1999 um ein Prozent, im Einlagengeschäft um 2,9 Prozent und im Konsumentenkreditgeschäft um neun Prozent.

 

Auf die schlechten Zahlen hat die Berliner Volksbank, die größte Genossenschaftsbank in Deutschland, reagiert: So erklärten Mitarbeiter der Berliner Volksbank gegenüber der WirtschaftsWoche, dass in einem Brief an die Belegschaft im Mai mit Personalabbau gedroht werde. Für den Fall, dass Ertragsziele nicht erreicht würden, müsste über einschneidende Kosteneinsparungen zum Beispiel über betriebsbedingte Kündigungen oder Auslagerungen nachgedacht werden.

 

Von der Berliner Volksbank heißt es hierzu, dass es einen Beschäftigungspakt gebe, der betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 ausschließe. Sollte allerdings „der dramatische Verfall von Margen und Entgelten für Dienstleistungen im Finanzsektor weiter anhalten“ und „die Marktanteile weiter erbittert umkämpft bleiben“, bestehe „die Notwendigkeit, rechtzeitig und vorausschauend über weitergehende Maßnahmen zur Sicherung von Beschäftigung nachzudenken“, so die Berliner Volksbank.


Zum Dritten

(2008-06-07)

 

Fast könnte man auf den Gedanken kommen, dass jeder einmal darf. Kollegialer Führungsstil wird dies normalerweise genannt, führt aber meist zu wenig, da dies oft als Kumpanei verstanden und gehandhabt wird. Innerhalb von ca. vierzehn Monaten nun den dritten Sprecher des Vorstands. Was ist eigentlich faul in dieser Bank? Hermann Mehrens bis zum 15. Mai 2007, Alfred Runge bis zum 30. Juni 2008, nun Jürgen Wache ab 01. Juli 2008. Warten wir einmal ab wie lange der neue Vorstandssprecher jetzt darf.

 

Derartige Fluktuationen auf Führungspositionen haben bisher keinem Unternehmen Vorteile gebracht, es sei denn man hätte erkannt einen Fehlgriff getan zu haben und zieht  die Notbremse. Ihre Volksbank würde sich zu diesem Thema natürlich nie äußern. Zu dieser Personalpolitik dürfen Sie als Genossenschaftsmitglied sich aber Ihre Gedanken machen. Erklärungen wird man Ihnen ohnehin nicht liefern.

 

Erfolgreich war die Führungsbesetzung im vergangenen Geschäftsjahr ohnehin nicht. Ein tiefrotes Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit heraus, also dem Kernbereich des Unternehmens, dort wo eigentlich das Geld verdient wird. Darüber hinaus lässt der Geschäftsbericht einige interessante Schlussfolgerungen zu. Vielleicht hatte der jetzt ausscheidende Vorstandssprecher auch nur die Aufgabe die Altlasten zu bewältigen? Dagegen würde allerdings das miese Ergebnis im operativen Geschäft sprechen.


Gemischtwarenladen Hannoversche Volksbank

 (2008-06-16)

 

Sehen wir uns zunächst den Originaltext des Verursachers an, dort ist unter anderem zu entnehmen: „Ein zukunftsweisendes Pilotprojekt im deutschen Bankensektor ist in Celle an den Start gegangen. In den Geschäftsstellen der Volksbank Celle, Niederlassung der Hannoverschen Volksbank, gibt es seit dem 22. Mai mehr als die Beratung zu den finanziellen Fragen des Lebens. In Zusammenarbeit mit dem Super Service Markt Paketeria wird den Cellern ein breites Angebot an Post-und Paketdienstleistungen, Internet-Terminals, Vodafone-Angebote, Ebay-Agentur, Copy- und Print-Service, Foto-Service, und Druckerpatronen-Befüllung angeboten. Mehrwerte für die Kunden und ein Service Plus für die Bankfilialen.

 

Viel Service unter einem Dach - das Shop-in-Bank-Konzept kommt an. „Schon jetzt, zu Beginn des Pilotversuches, stellen wir eine erhöhte Kundenfrequenz in unseren Filialen fest. Doch nicht nur Volksbankkunden nutzen die verschiedenen Serviceangebote, sondern auch neue Kunden besuchen unsere Filialen. Sie kaufen im Paketeria Bank Service Shop ein, nehmen die Angebote wahr und informieren sich über unsere klassischen Bankdienstleistungen. Es zeichnet sich eine tolle Synergie zwischen uns als Bank und dem Serviceanbieter Paketeria ab, die die Attraktivität der Standorte steigert“, so Jürgen Wache, Vorstandsmitglied der Hannoverschen Volksbank.“

 

Eine erhöhte Kundenfrequenz dürfte zunächst kein Wunder sein. So etwas muss man doch gesehen haben, zumal hier wohl kein Eintrittsgeld für diese Veranstaltung erhoben wird. Den eigenen Kunden hat man abgewöhnt die Filialen vor Ort zu besuchen, jetzt muss man das Personal mit dem Verkauf von Kleinkram und Dienstleistungen die viele nicht benötigen auslasten. Bankangestellte sind offensichtlich für vieles zu gebrauchen. Wie schlecht muss es um diese Bank bestellt sein, dass derartige Aktivitäten erforderlich werden? Sehen wir uns doch einmal die letzte Bilanz des Jahres 2007 der Hannoverschen Volksbank in einigen Punkten etwas genauer an, dann werden wir  verstehen warum dringend Umsatz benötigt wird.

 

Laut Geschäftsbericht 2007 sanken die Sachanlagen von 50.107 TEUR auf ca. 15.753 TEUR. Das Tafelsilber wurde verkauft. Man „kann die Kuh nur einmal schlachten die die Milch gibt“.  Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzpositionen und zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung fehlen fast überall. Es wäre interessant gewesen zu dieser Transaktion zu sehen welche Kosten für Leasing- und Mietaufwand anfallen, denn die verkauften Sachanlagen dürften weiter genutzt werden, nur jetzt verursachen diese jährliche Kosten. Ein Indiz könnte sein, dass die Position „andere Verwaltungsaufwendungen“ von 30.428 TEUR auf ca. 34.871 TEUR stieg.

 

Mit einem Teil der Einnahmen erhöhte man den Fonds für allgemeine Bankrisiken um 24.300 TEUR auf jetzt 25.000 TEUR.

 

Gleichzeitig sanken die Anteile an verbundenen Unternehmen von 28.878 TEUR auf ca. 21.564 TEUR. Erfolgswirksam wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung davon ca. 7.056 TEUR an „Erträgen aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren“ vereinnahmt.

 

Diesen Betrag rechnet man dann zum „Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.“ Es kann wohl kaum zur normalen Geschäftstätigkeit gehören auch hier Teile des Tafelsilbers zu verhökern. Trotzdem erreicht Ihre Volksbank aus der „normalen Geschäftstätigkeit“ heraus, also dem eigentlichen Urgeschäft einer Bank, von dem man auch etwas verstehen sollte, nur ein Ergebnis von minus ca. 1.183 TEUR. Im Vorjahr hatte man hier noch ein Plus von 9.472 TEUR. Würde man den Verkauf der Beteiligungen hier nicht einbeziehen würde der Verlust aus der bankeigenen Tätigkeit sogar bei ca. 8.239 TEUR liegen. Ein erschreckendes Ergebnis.

 

Die außerordentlichen Erträge liegen bei ca. 41.949 TEUR. Ca. 34.354 TEUR davon dürften aus dem Verkauf der Sachanlagen resultieren. Wo kommen dann die weiteren ca. 7.565 TEUR her? Darüber schweigt „des Sängers Höflichkeit“, der Verfasser des Geschäftsberichts macht dazu keine Angaben, wie zu vielen anderen Dingen auch. Was wurde dort versilbert?

 

Es kann daher niemanden wundern, wenn bei all diesen Aktivitäten letztendlich überflüssigerweise auch noch Steuern in Höhe von ca. 7.104 TEUR zu zahlen sind. Warum musste alles in einem Jahr abgewickelt werden? Im Jahr davor wurden gerade einmal 0,428 TEUR an Steuern gezahlt. Ein teurer Preis in diesem Geschäftsjahr um sich vom Tafelsilber zu trennen. Wo lag hierzu die Zwangsläufigkeit?

 

Letztendlich verbleibt dann ein Gewinn in Höhe von ca. 9.306 TEUR, in Anlehnung an das Vorjahr (9.044 TEUR).

 

Wovon konnte man nun überhaupt eine Dividende zahlen? Eigentlich hätte es keine geben dürfen, denn es wurde keine Dividende erwirtschaftet. Die Dividende wird für dieses Geschäftsjahr aus der Substanz bezahlt. In Anbetracht der bewegten Beträge und Objekte ist diese ohnehin marginal. Normalerweise hätte den Genossenschaftsanteilsinhabern eine Zusatzdividende zugestanden, denn es wurde ihr Tafelsilber verkauft. Von den ca. 41.949 TEUR flossen 24.300 TEUR in den Fonds für allgemeine Bankrisiken. Damit kann Ihre Volksbank in den nächsten Jahren weiter schlechtes wirtschaften abdecken. Ca. 1.183 TEUR wurden zum Verlustausgleich ausgegeben, ebenso wie die ca. 7.104 TEUR an Steuern.

 

Ca. 9.306 TEUR stellen den Bilanzgewinn dar und werden unter anderem zur Zahlung einer Dividende benutzt, der Rest fließt ins Eigenkapital. 16,50 EUR je Genossenschaftsanteil, bei 102.663 Anteilen somit ca. 1.693.939,50 EUR. Mit diesem Anteil von einer Verzinsung Ihres Anteils mit 5,5 Prozent wurden Sie schlecht bedient, denn der überwiegende Teil fließt ins Eigenkapital, ca. 7.612 TEUR. Von einer Sonderdividende, die Ihnen eigentlich zugestanden hätte, in Anbetracht der durchgeführten Maßnahmen, ist keine Rede. Die übliche Regel ist fünfzig Prozent für die Firma, die anderen fünfzig Prozent für die Eigentümer.

 

Letztendlich bleibt festzuhalten, die Ausgangssituation hat sich erheblich verschlechtert. Es wurde eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellt die mehr verschleiert als nachvollziehbar darstellt. Erläuterungen zu einzelnen Positionen erfolgen kaum, es erfolgt nur Ausweis in riesigen, unübersichtlichen Zuordnungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bleibt trotz der Reduzierung der Anteile aus verbundenen Unternehmen trotzdem noch mit ca. 1.182 TEUR im Minus.

 

Außerordentliche Erträge deren Entstehung nicht voll nachvollziehbar sind werden dadurch verbraucht, dass ca. 24,3 Mio. EUR in einen Fonds für allgemeine Bankrisiken eingestellt wurden, ca. 7,1 Mio. EUR für Steuern ausgegeben wurden die überflüssigerweise offensichtlich erst durch diese Transaktionen anfielen. Ca. 9,3 Mio. EUR verbleiben als Zuführung zum Eigenkapital. Insgesamt wird der lächerliche Betrag von ca. 1,74 Mio. EUR an Sie ausgeschüttet. Aus dem ureigenen Geschäft heraus wäre die Zahlung einer Dividende nicht möglich gewesen. Das Eigenkapital erhöht sich um ca. 5.822 TEUR. Das gezeichnete Kapital reduziert sich von 43.647 TEUR auf ca. 42.546 TEUR. 1,052 TEUR durch die Anteile ausscheidender Mitglieder.

 

Jetzt füllt man zusätzlich Druckerpatronen, führt einen Foto-Dienst durch und bietet einen Copy-und Print-Service usw. usw. an. Wie weit hat es Ihre Volksbank gebracht. Fragen Sie doch einmal Ihren aus der letzten Wahl zur Vertreterversammlung hervorgegangenen Vertreter was er von diesen Dingen hält. Bis heute habe ich kein Wahlergebnis zu sehen bekommen und auch keine Informationen zu diesem Vorgang erhalten. Dieses Ergebnis bzw. diese Vorgehensweise ist ebenso mies wie das Ergebnis Ihrer Volksbank. Wann machen Sie von Ihren Rechten als Genossenschaftsmitglied Gebrauch? Im vergangenen Jahr reduzierte sich die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder der Hannoverschen Volksbank um 464 auf 102.663. Zumindest ein Anfang.


Informationslose Veranstaltung

(2008-09-14)

 

Welche Aufgaben mag nun eine Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank haben? Offensichtlich trifft man sich dort gelegentlich, ähnlich einem Klassentreffen, verbringt einen eventuell schönen Nachmittag und geht dann im Laufe des Abends wieder auseinander, nachdem der Gastgeber für ein ordentliches Programm sorgte. Welche Kosten entstehen eigentlich für eine solche Versammlung, im Geschäftsbericht habe ich dazu keine Angaben gefunden.

 

Sehen wir uns einmal an was die Hannoversche Volksbank in ihrem in loser Folge erscheinendem „Mitglieder- und Kundenmagazin“, hier die im September 2008 verteilte Ausgabe 2/2008, unter anderem dazu schreibt: „…Mehr als 400 Mitgliedervertreter, Gäste und Mitarbeiter wurden in der Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank in der Glashalle des Hannover Congress Centrums über den Verlauf des Geschäftsjahres 2007 informiert. In seinem Bericht ging … als Sprecher des Vorstandes auf die wichtigsten Kennzahlen der Bilanz ein und gab einen Einblick in die strategische Ausrichtung der Volksbank.

 

Die Mitgliedervertreter stimmten im Verlauf der Vertreterversammlung einer Dividende von 5,5 % auf die Geschäftsanteile der Mitglieder zu. In den Aufsichtsrat wiedergewählt wurden …“. (Die Namen erübrigen sich, denn die meisten von denen kennt ohnehin kaum jemand.)

 

Sehen wir uns diese Ausführungen einmal etwas näher an dann fällt dabei eventuell auf, dass nicht einmal ein Datum genannt wurde an dem die Vertreterversammlung informiert wurde und auch ein bisschen abstimmen durfte. Es dürfte bei Verteilung dieses Informationsblatts für Mitglieder der Hannoverschen Volksbank und bei der Größenordnung dieser Bank Mitte September 2008 doch wohl angemessen gewesen sein einen Halbjahresgeschäftsbericht mit aufzuführen. Weit gefehlt, keine Information.

 

Haben Sie von Ihrer Volksbank schon einmal während des Geschäftsjahres Mitteilungen in der Presse zu irgendwelchen geschäftlichen Ereignissen gelesen. Bei entsprechenden Aufrufen erscheint bei meiner Suche immer der Hinweis: „Kein Suchergebnis - überprüfen Sie die Schreibweise“. Die Hannoversche Volksbank sollte wohl eher einmal deren Vorgehensweise zur Information ihrer Eigentümer, der Genossenschaftsanteilsinhaber überprüfen. Es interessiert nämlich kaum jemanden, ob wieder einmal irgendein Kaninchenzüchterverein gesponsert wurde, Angaben zur Geschäftslage und -entwicklung sind gefragt.

 

Abgestimmt wurde demnach nur über die Höhe der Dividende und Wiederwahlen in den Aufsichtsrat. Welches Ergebnis hatten diese zwei Wahlen, keine Angaben dazu. Keine neuen, nein die alten Mitglieder durften noch einmal, von Gegenkandidaten wurde nichts erwähnt. Zum wievielten Mal erfolgte eigentlich die Wiederwahl. Einige dürften dort wohl schon kurz nach der Entlassung aus der Schule hineingewählt worden sein? Altersbeschränkungen und Beschränkungen der Wiederwahl gibt es wohl nicht.

 

War hierzu dieser ganze Aufwand erforderlich? Dazu mietet man die Glashalle des Hannover Congress Centrums und tagt wohl weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, der Mehrheit der eigenen Mitglieder ohnehin. Es wird noch nicht einmal ausführlich darüber berichtet, dies hält man alles nicht für erforderlich. Ist das alles was die Vertreterversammlung macht und darf? Keine Diskussion, keine kritischen Stimmen, Wohlverhalten allerorten? Zu diesem demokratischen Feigenblatt, es ist keines, man bemüht sich nicht einmal es so erscheinen zu lassen, berichtet das Mitteilungsblättchen dann auf ca. 6 x 18 cm, ein Drittel davon ein Foto. Mehr fällt denen dazu nicht ein. Kann es auch nicht bei dieser Einstellung zu diesen Dingen. Vielleicht ist dort auch nicht mehr passiert. Die Ausführungen zum Abgang des Vorstandssprechers waren drei Mal so groß und den vermisst inzwischen wohl niemand mehr. Personenkult wird in diesem Unternehmen betrieben.

 

Eines wäre dabei fast noch in Vergessenheit geraten. Ende vorigen Jahres wurde doch eine Vertreterversammlung gewählt. Offensichtlich war dies die erste Sitzung danach. Haben Sie irgendwo ein Wahlergebnis gesehen, eine Liste der gewählten Mitglieder der Vertreterversammlung, eventuell auch ein Hinweis wer für welchen Bereich zuständig sein könnte? Ich nicht.

 

Wieder einmal eine merkwürdige Veranstaltung einer Gesellschaft die vorgibt nach demokratischen Regeln geführt zu werden. Wie demokratisch dies alles ist sieht man schon daran, dass nur über zwei Punkte berichtet wird über die abgestimmt wurde, mehr war wohl nicht zu beschließen. Ergebnisse wurden keine veröffentlicht. Ansonsten ein bisschen Information für einen erlauchten Kreis. Wieder einmal eine weitere Posse, aber man kennt dies schon von dieser Genossenschaft, andere handhaben dies ähnlich, eben unternehmensspezifisch auf alle Fälle nicht informell. Das will man aber offensichtlich gar nicht sein. Warum verkauft man dann aber Genossenschaftsanteile?

 

Der Gesetzgeber hat zwar vor einigen Monaten ein neues Genossenschaftsgesetz fabriziert, die Genossenschaftslobby hat es aber hinbekommen dies noch undurchsichtiger gestalten zu lassen als das vorherige und wirklich durchgreifende Änderungen verhindert. An Mitglieder die Geldgeber und Eigentümer sind hat dabei niemand gedacht. Politiker kennen sich in diesen Dingen gut aus, viele davon sitzen in den Gremien der Volksbanken. Die Mitglieder werden durch keine Lobby vertreten, auch nicht durch diese Leute die an dieser Vertreterversammlung teilnahmen. Wer schützt und wahrt die Rechte der Genossenschaftsmitglieder in dieser Volksbank? Die Mitglieder haben noch weniger Rechte als die ausgesuchten, handverlesenen Vertreter.

 

Originaltext Vorstand Hannoversche Volksbank: „In der neuen Ausgabe von „meine Bank“ (das ist das Mitgliedermagazin) finden Sie viele Informationen rund um die Hannoversche Volksbank…“. Die „Informationen“ sind nur so alt, dass niemand sich traut ein Datum dazu zu schreiben. Nichts ist eben so alt wie die Zeitung von gestern, bei Nachrichten ist es ebenso. Der Vorstandssprecher weiter: „…ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre!“


Bei den Zockern auch dabei

(2008-09-28)

 

Man traut dieser Tage seinen Augen nicht, auch die Genossenschaftsbanken sind von der Bankenkrise betroffen. Offensichtlich konnten die sich immer so seriös gebenden Genossenschaftsbänker auch nicht die Finger von gewissen Dingen lassen. Die Begehrlichkeiten waren wohl doch zu groß, man hätte etwas versäumen können. Bisher wies man dies weit von sich, nun kommen auch hierzu nach und nach Informationen. Sonst fürchtet die Bank schon den Verlust eines Kleinkredits in marginaler Höhe und mancher ehrbare Kaufmann oder Handwerker musste sich von seinem Genossenschaftsbänker schon sagen lassen, dass er keine Kreditlinie bekäme oder diese nicht aufgestockt würde, da man ja die Gelder der eigenen Mitglieder verwaltet. So weit ging eben die Freundschaft der Bank an Ihrer Seite nicht. Sie wissen ja, ein Bänker ist jemand der Ihnen „einen Regenschirm leiht und diesen zurückverlangt, wenn es anfängt zu tröpfeln.“ Jetzt ist man schon bei einer Milliarde angekommen die man offensichtlich in den Sand setzte, bei anderen Instituten waren derartige Informationen auch oft erst der Einstieg zu größeren Dingen.

 

Zunächst berichtete die WirtschaftsWoche dieser Tage unter anderem: „Nur eingeschränkt handelbar sind auch Papiere, welche die DZ Bank als sogenannte Cobold-Anleihen an Anleger verkauft hatte. Mit den zertifikatsähnlichen Papieren haben sich die Investoren gleich ein vielfaches Risiko eingeholt. In den Cobolden Nummer 74 und 75 zum Beispiel stecken jeweils Schulden von fünf US-Banken, darunter eben auch von Lehman. Geht eine der Banken in Insolvenz oder bedient vorher definierte Verbindlichkeiten nicht, erhalten Anleger nur noch einen geringen Ausgleich in bar, wenn überhaupt. Beide Cobold-Papiere fielen zunächst um mehr als 90 Prozent unter ihren Emissionspreis. Privatanlegern droht ein Verlust von 100 Millionen Euro, allein bei diesen beiden Papieren.“ Die Volksbank als Wettannahmestelle? Vielleicht demnächst auch noch als Spielcasino? Die Annahme von Paketen zur Beförderung bringt wohl nicht die nötigen Beträge in die Kassen?

 

Einige Tage später berichtete die überregionale Presse schon unter anderem wie folgt: „Doch jetzt erfasst die Krise auch die Genossenschaftsbanken, die bisher vergleichsweise glimpflich weggekommen sind. Laut einem Bericht im „Handelsblatt“ verfügen die Banken über Lehman-Papiere im Wert von rund einer Milliarde Euro, die sie wohl abschreiben müssen.“

 

Den Angaben der Zeitung zufolge sollen dabei allein zwischen 500 und 700 Millionen Euro auf die rund 1.230 Volks- und Raiffeisenbanken und andere genossenschaftlich organisierte Kreditinstitute entfallen. Das Frankfurter Spitzeninstitut DZ-Bank und ihre Töchter verfügen über Papiere im Wert von rund 300 Millionen Euro.

 

Die DZ Bank, die sich derzeit in Fusionsverhandlungen mit der Düsseldorfer WGZ-Bank befindet, wollte sich laut „Handelsblatt“ zu den Informationen nicht äußern. Nach den Schätzungen eines betroffenen Volksbank-Vorstandes bewegt sich das Volumen der Lehman-Papiere bei den meisten genossenschaftlichen Ortsbanken im einstelligen Millionenbereich. In Hessen, Thüringen, Sachsen und dem Saarland beläuft sich das Volumen der Lehman-Papiere nach Informationen aus Finanzkreisen auf rund 50 Millionen Euro. Existenzbedrohend für die einzelnen Institute sind diese Größenordnungen aber nicht, sagten Insider.

 

Ganz anders sieht demnach die Situation dagegen bei den Landesbanken aus: Laut „Handelsblatt“ kommen auf diese Banken Belastungen von rund 1,7 Milliarden Euro zu. Neben der HSH Nordbank trifft die Krise vor allem die Landesbank Baden-Württemberg und die BayernLB betroffen. Vergleichsweise glimpflich kommen dagegen die Sparkassen weg. Die rund 450 Institute müssen nur Belastungen in einem „niedrigen dreistelligen Millionenbetrag“ schultern.

 

Willkommen im Club also. Fragen Sie doch einmal Ihren von Ihnen wahrscheinlich nicht gewählten Vertreter bei der Volksbank danach welche Informationen man ihm zu diesem Thema gab. Bei den Landesbanken dauerte es auch Wochen bis die Informationslage immer größere Beträge ans Tageslicht brachte, ob dort schon die letzte Zahl genannt wurde weiß niemand. Möglicherweise stehen auch die Genossenschaftsbanken erst am Anfang weiterer Offenbarungen. Die DZ Bank ist die Zentralbank von rund 1.000 Raiffeisen- und Volksbanken.


Anspruch und Realität klaffen weit auseinander

(2008-10-25)

 

Nun dürfen wir dieser Tage zum wiederholten Mal einen offenen Brief der Hannoverschen Volksbank in den teilweise auch überregionalen Zeitungen lesen. So hervorragend war er nun auch wieder nicht, dass es einer Wiederholung bedurfte. Da die Kunden aber kaum noch die hauseigenen Geschäftsstellen und Filialen aufsuchen ist dies wohl der einzige Weg diese zu erreichen. Das was es allerdings in diesem Brief zu lesen gab hätte man auch lassen können. Ausnahmslos Allgemeinplätze wurden dort verteilt, konkrete Aussagen gibt es wie auch sonst üblich nicht, informationslos wie immer.

 

„Natürlich werden die Verwerfungen am Finanzmarkt auch Spuren in den Bilanzen deutscher Banken hinterlassen“. Angeblich sind die Volksbanken doch mit Ausnahme einer kleinen Milliarde Euro an der Finanzkrise nicht beteiligt? Welche Auswirkungen somit auf die Hannoversche Volksbank? Die Hannoversche Volksbank sagt auch nicht, dass Sie an all diesen Dingen keine Anteile hält. Haben wir dort noch einiges zu erwarten? Bei der Risikofreudigkeit dieses Unternehmens ist dies wohl eher nicht zu befürchten, die haben doch schon Angst bei der Herausgabe eines Kleinkredits.

 

Nutzt man die Gunst der Stunde um die Anteilsinhaber schon einmal darauf vorzubereiten, dass es für dieses Jahr möglicherweise keine Dividende geben wird? Nicht weil man sich diese möglicherweise nicht leisten kann sondern nur, weil es andere eben auch nicht machen werden. Man befindet sich dann in guter Gesellschaft. Abgesehen davon wurde in den vergangenen Jahren die Dividende ohnehin aus der Substanz heraus bezahlt.

 

Auf einmal stellt man auch fest, dass die Hannoversche Volksbank „ihren Mitgliedern und Kunden gehört“. Welche tiefschürfende Erkenntnis! Bisher haben die davon nichts ge- und bemerkt. Sollen die Mitglieder jetzt mögliche Verluste mit tragen? Das sieht die Satzung allerdings nicht vor. Vermutlich werden die Gebühren steigen und die Dividende ausfallen bzw. reduziert werden?

 

Mittlerweile befinden wir uns im Oktober des Geschäftsjahres. Vielleicht hätte es doch angestanden, allerdings wäre das dann der Information zu viel gewesen, Zahlen zum bisherigen Geschäftsverlauf zu veröffentlichen. Über diese wird man doch hoffentlich verfügen?

 

Für diesen Brief hätte man nun wirklich keine Mitgliedergelder ausgeben müssen. Da man es aber nun schon einmal für nötig hielt dürfte es wohl angemessen gewesen sein zumindest einige klare Aussagen zur Finanzkrise in Bezug auf das eigene Institut zu machen. Nichts, aber auch gar nichts erfolgte.

 

Wenn man also an keinen Dingen beteiligt ist, Auswirkungen nicht erkennt, warum schreibt man dann diesen Brief? Erster Einstieg in Dinge die noch zu erwarten sein werden und die dann, je nach Erfordernis, allmählich und scheibchenweise, weil nicht mehr zu verhindern, nach und nach publik werden? Es fängt immer mit Kleinigkeiten an, lesen wir also weiter zwischen den Zeilen, mehr wird kaum verlauten. Die Mitglieder der Hannoverschen Volksbank kennen diese Informationspolitik. Anspruch und Realität klaffen eben weit auseinander.

 

Betroffen von der Finanzkrise waren hierzulande bisher überwiegend Banken die dem Bund, Kommunen und den Ländern zuzuordnen sind und deren Kontrollgremien überwiegend paritätisch besetzt aus dem Bereich der Politik entstammen, ohne Rücksicht auf Befähigung und Fachwissen. In den Kontrollgremien der Volksbanken sitzen auch die vermeintlichen Größen der Lokalpolitik und dies schon seit Jahren, gut und trocken, vermutlich auch unwissend.

 

Woran erkennt man einen Politiker im Aufsichtsrat einer Gesellschaft? „Er weiß nicht wie viele Nullen eine Milliarde hat.“


Verlosung eines Farbfernsehers an Neumitglieder

(2009-05-02)

 

Sie werden dieser Tage auch das Faltblatt erhalten haben welches sich großspurig „Mitglieder- und Kundenmagazin der Hannoverschen Volksbank“ nennt. Der Informationsgehalt ist wahrlich nur gering, viele der Berichte eigentlich entbehrlich. Es ist allerdings verständlich, dass man diese „Publikation“ aufrecht erhalten muss, denn schließlich möchten die Kompetenzträger der Bank auch einmal abgelichtet und es müssen Lobgesänge veröffentlicht werden und sei es auch nur in dem selbst finanzierten Mitteilungsblatt. Die örtliche Presse berichtet kaum über den Geschäftsverlauf der Bank. Es gibt eben nichts zu berichten, zumindest nichts was man den Mitglieder mitteilen will. Pressemitteilungen zum Geschäftsverlauf scheint die Bank nicht zu kennen. Publikationspflichten gelten nur für andere. Haben Sie schon einmal eine Ad-hoc-Mitteilung Ihrer Volksbank gelesen?

 

Sehen wir uns den zweiseitigen Bericht des Vorstandssprechers zum Geschäftsjahr einmal an. Dort wurden nur Allgemeinplätze verteilt und kaum Informationen gegeben. Vielleicht hätte man einmal die komplette Gewinn- und Verlustrechnung dort ablichten sollen, eventuell auch noch die Bilanz? Das wäre dann aber des Guten doch zu viel an Information gewesen. Hätte letztendlich auch nur wenig gebracht, denn als eines der wenigen Unternehmen schafft es diese Bank immer nur den Gewinn auszuweisen der genau benötigt wird um die marginale Dividende auszuschütten. Ist schon merkwürdig, dass die immer genau so passt, in guten wie in schlechten Jahren. Immer eine Punktlandung, ebenso wie bei der Nichtinformation der Mitglieder.

 

Unternehmen der freien Wirtschaft werden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft, was nicht bedeuten soll, dass deren Qualität kritiklos hinzunehmen ist. Der Genossenschaftsverbund erledigt dies durch seine genossenschaftlichen Prüfungsgesellschaften. So ist dort möglicherweise manches etwas gestaltungsfähiger, weil man Verständnis für gewisse Dinge hat, wohl aber auch natürlich die Hintergründe besser einschätzen kann.

 

Es ist schon fast lächerlich, wenn dem Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank zur Finanzkrise einfällt, immerhin hat er bemerkt, dass es eine Finanzkrise gab und vielleicht noch gibt: „An keiner Bank ist die Finanzkrise ohne Auswirkungen vorbeigegangen.“ Eine gewaltige Feststellung auf die wohl sonst keiner der Leser des hauseigenen Mitteilungsblatts gekommen wäre. Der unbedarfte Leser könnte jetzt auf die Idee kommen, dass diese Feststellung nun der Beginn einer entsprechenden Erläuterung sein könnte. Weit gefehlt, das Thema ist damit durch. Also keine Finanzkrise bei der Hannoverschen Volksbank und den Genossenschaftsbanken, betroffen sind wieder einmal nur die anderen. Die Meldungen zur DZ-Bank haben wohl nichts mit der Finanzkrise zu tun? Möglicherweise ist die Krise in der Provinz doch nicht angekommen oder der Vorstandssprecher hat keine Auswirkungen bemerkt?

 

Einige Seiten weiter dann der Aufruf: „Die HanVB-Familie soll größer werden“. Eingefallen warum jemand Genossenschaftsmitglied werden soll ist dem Verfasser dazu nichts. Das ist allerdings auch der richtige Sachstand. Gut dargestellt. Warum sollen Sie dort Mitglied werden? Um an der Verlosung eines Flachbildfernsehers teilnehmen zu können haben Sie zahlreiche andere erfolgversprechendere Möglichkeiten. Fast jeder Zeitungsverkäufer offeriert entsprechende Möglichkeiten, ganz abgesehen von den zahlreichen Telefonanbietern. Auf welches Niveau begibt sich hier eine Bank um Mitglieder zu werben? Andererseits betätigt man sich als Copy-Shop und Paketzusteller, dann passt es wieder.

 

Es muss doch aber etwas geben was dafür sprechen könnte Genossenschaftsmitglied einer Volksbank zu werden? Mir fällt zwar auch nach längerer Überlegung nichts dazu ein, aber der Verfasser des Artikels wird sich doch wohl dazu Gedanken gemacht haben. Offensichtlich ist ihm aber auch nichts dazu eingefallen. Warum sollte man auch Mitglied in einem Verein werden bei dem Mitgliedsrechte kaum vorhanden sind? Sämtliche Ihrer Interessen werden durch einen Vertreter den Sie nicht kennen und der Sie auch nicht kennt wahrgenommen. Er weiß aber trotzdem was Sie möchten und behält auch nach erster Wahl in der Regel jahrzehntelang seinen Posten, weil er dort gut und trocken sitzt. Die Belastung hält sich wohl auch in Grenzen, zumindest ist nicht genau definiert worin diese bestehen könnte. Altersversorgung für Kommunalpolitiker und sonstige Honoratioren, zumindest für die die sich dafür halten und vom Wahlausschuss des Unternehmens dafür für geeignet erachtet werden. Die Mitglieder des „Akklamationsparlaments“ werden handverlesen.

 

Sie stecken Geld in ein Unternehmen und bekommen nicht einmal einen ordentlichen Geschäftsbericht, geschweige denn regelmäßige Informationen. Die Volksbank führt sich diesbezüglich auf wie ein Tante-Emma-Laden, arbeitet aber mit Milliardenbeträgen. Andere Großbanken schaffen es auch jährlich eine Hauptversammlung durchzuführen und zusätzlich ein informelles Investor Relation zu betreiben.

 

Vielleicht sollte die Bank einmal darüber nachdenken die Satzung dahingehend zu ändern, dass die Vertreter nur höchstens ein oder zwei Mal wiedergewählt werden dürfen. Das würde aber voraussetzen, dass dort etwas in Bewegung kommt und kann nur der Beginn für generelle Änderungen sein, aber Demokratieverständnis darf man nicht erwarten bei Genossenschaften, schon gar keine Maßnahmen die dies eventuell fördern. Es fehlt dort bei den Kompetenzträgern auch ganz einfach der Wille in dieser Richtung tätig zu werden.

 

Die Mitglieder sollten sich daher überlegen, ob dem eigenen Bekannten- und Freundeskreis empfohlen wird Mitglied der Hannoverschen Volksbank zu werden. Womit sollte diese Empfehlung begründet werden, wenn dem Unternehmen selbst dazu schon nichts einfällt? Im Auge behalten sollte man auch, dass man eigentlich seine Freunde und Bekannten behalten möchte, Empfehlungen können da durchaus eines Tages nicht die gewünschten Reaktionen hervorrufen.


Es waren nicht die Proteste anderer Volks- und Raiffeisenbanken

(2009-08-15)

 

Die Zinsen von Tagesgeld und Unternehmensanleihen sind deutlich gesunken. Im Schnitt bringt Tagesgeld nur noch 1,5 Prozent. Rufen Sie den Internettauftritt der Hannoverschen Volksbank eG auf dann erhalten Sie, rufen Sie Informationen zu Zinssatz Tagesgeld die Mitteilung der Suchmaschine „Keine Treffer“. Sucht man etwas nachhaltiger dann bekommen Sie hierzu einen Link angeboten: „Kontakt zu Ihrem Berater“. Sehr informationsfreudig dieses Unternehmen. Man kennt dies von anderen Gelegenheiten her bereits. Das Zinsangebot der Hannoverschen Volksbank liegt ohnehin unter dem Durchschnitt, mögliche Zinssenkungen erfolgen sehr zeitig, bei Anhebungen verzögert sich der Vorgang eigenartigerweise etwas, mit der entsprechenden Mitteilung an die Kunden hapert es aber immer gewaltig, so oder so.

 

Die Inhaber von Tagesgeldkonten erhalten ohnehin nur quartalsweise eine Mitteilung zum Beispiel zu den ständig sinkenden Zinssätzen, allerdings dann in der Regel noch mit einem Abstand von bis zu zwei Monaten. Im Zeitalter der EDV ist es eben nicht jedem Unternehmen möglich zeitnahe Informationen zu versenden, schon gar nicht wenn die Zinssätze Richtung Null tendieren.

 

Schnell sprach es sich daher im Internet herum. Die Volksbank Darmstadt-Kreis Bergstraße bot über ihre neue Internetplattform, http://www.volksbanking-direkt.de/, einen Tagesgeldsatz von vier Prozent. Plötzlich war die Zinswelt vieler Anleger wieder in Ordnung. Doch das Glück der Zinsjäger währte nur kurz. Gerade fünf Tage war die Direktbank im Netz, da beschränkten die Genossen das Vier-Prozent-Angebot drastisch. Sie fügten auf ihrer Internetseite die Klausel hinzu, dass das Angebot nur für „Privatpersonen mit Wohnsitz im Postleitzahlengebiet 64000 bis 68999“ gilt. Angeblich war die Nachfrage zu groß.

 

Dass Proteste anderer Volks- und Raiffeisenbanken für den ungewöhnlichen Schritt gesorgt hätten, wie manch einer vermutete, wurde indes zurückgewiesen…


Vertreterversammlung mit Unterhaltungswert

(2009-08-22)

 

Haben Sie dieser Tage auch das „Mitglieder- und Kundenmagazin der Hannoverschen Volksbank“ erhalten? Eigentlich nur ein Propagandablättchen von entsprechendem Niveau und dürftigem Informationsgehalt.

 

Wie mitteilsam das Unternehmen „Hannoversche Volksbank“ ihren Mitgliedern und Eigentümern gegenüber ist können Sie diesmal schon auf Seite eins dieses Blättchens feststellen. Demnach fand irgendwann in diesem Jahr eine ordentliche Vertreterversammlung statt. Selbst das Datum der Durchführung unterliegt offensichtlich der Geheimhaltung, die Tagesordnung und die Abstimmungsergebnisse dieser Versammlung offensichtlich ohnehin. Zum Tagungsort wurden auch keine Angaben gemacht. Zu entnehmen ist unter anderem nur, dass vier Aufsichtsräte wiedergewählt wurden, von den anwesenden Vertretern der Mitglieder. Wer hätte diese auch sonst wohl wählen sollen? Gegenkandidaten hat es offensichtlich nicht gegeben, wahrscheinlich überstand kein neuer Kandidat das Auswahlverfahren und somit wurde vermutlich niemand für würdig befunden sich um dieses Amt zu bewerben. Es gab einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, wie der Hauspostille zu entnehmen ist. Offensichtlich geht man davon aus, dass alle Eigentümer diesen kennen, denn eine Vorstellung erfolgte nicht.

 

Alles in allem war aber wohl eher der Unterhaltungswert dieser Veranstaltung als Schwerpunkt gedacht? Vertretermotivation, unerlässlich bei diesem schwierigen, kräftezehrenden Amt eines Mitgliedervertreters. Ein ehemaliger Schiedsrichter erzählte mindestens einen Schwank aus seinem Leben. Ihre Vertreter hat es offensichtlich amüsiert. Zumindest war dieser Sachverhalt die Erwähnung wert, andere Sachverhalte wohl nicht. Normalerweise versteht sich eine Vertreterversammlung als ernsthaftes Kontrollgremium, auch in unserer Spaßgesellschaft, und ist vom Gesetzgeber auch als solches gedacht. Dazu wurde aber nichts ausgeführt, keine Abstimmungsergebnisse, keine Fragestellungen, keine Vorträge des Aufsichtsrats und des Vorstands wurden veröffentlicht, auch keine Tagesordnung, schon gar nicht weitere Mitteilungen zum Ablauf. Offensichtlich wäre es Ihren Vertretern wohl zu langweilig auf der Veranstaltung geworden, eventuell wäre diese auch zu schnell zum Ende gekommen, wenn nicht ein ehemaliger Schiedsrichter einen lauschigen Vortrag gehalten hätte? Vertreterversammlung mit Unterhaltungswert, hoffentlich auch mit Kontrollfunktion, was wohl eher zu bezweifeln sein dürfte.

 

Fragen Sie doch bei nächster Gelegenheit einmal Ihren Vertreter, so Sie diesen denn kennen sollten, was er für Sie auf dieser Veranstaltung tat.


Räuberbanken“ den Rücken kehren

(2009-08-23)

 

Bankkunden bekommen für ihre Sparguthaben immer weniger Zinsen. Bei den Überziehungskrediten verlangen die Institute dagegen nach wie vor hohe Prozentsätze. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung von Stiftung Warentest. Danach muss ein Kunde derzeit im bundesweiten Durchschnitt für einen Dispo-Kredit 11,6 Prozent Zinsen bezahlen.

 

Die 57 untersuchten Kreditinstitute haben ihre Zinssätze für Kredite seit Oktober 2008 demnach lediglich um 0,6 Prozentpunkte reduziert. Dabei sank der für die Konditionen maßgebliche Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) wegen der Rezession im Euro-Raum um 3,25 Prozentpunkte. Den Rückgang auf das Rekordtief des Leitzinses von 1,0 Prozent geben die Banken daher nur eingeschränkt an ihre Kunden weiter. Die Institute können sich immer günstiger Geld leihen und ihre Margen verbessern.

 

Dagegen haben die Banken die Sparzinsen für ihre Kunden laut „Finanztest“-Bericht schnell gesenkt. Stand bei den Tages- und Festgeldkonten im Oktober vergangenen Jahres noch eine Vier vor dem Komma, so ist es heute im Schnitt eine Zwei.

 

Die Geldbranche scheint selbst ein schlechtes Gewissen zu haben. Mehr als 20 Banken boykottierten die Umfrage der staatlichen Verbraucherstiftung.

 

Auffällig viele Sparkassen und Volksbanken verlangen hohe zweistellige Überziehungszinsen, so „Finanztest“.

 

Tief in die Tasche greifen die Banken ihren Kunden auch bei der Überziehung des eingeräumten Dispolimits. Wer seine Kreditgrenze auf dem Girokonto überschreitet, zahlt im Schnitt nochmals 5 Prozentpunkte mehr. Die Sparkasse Köln-Bonn verlangt dann 19,24 Prozent Zinsen und gehört damit zu den teuersten Banken überhaupt.

 

Zum Vergleich die Konditionen einiger Institute in Hannover, laut „Hannoversche Allgemeine Zeitung“: Die Sparkasse Hannover verlangt für den Dispokredit überdurchschnittliche 13,5 Prozent, bei Überziehungen über den eingeräumten Rahmen hinaus werden 18 Prozent fällig. Bei der Sparda-Bank Hannover liegen die entsprechenden Sätze bei 13 beziehungsweise 17 Prozent.

 

Die Hannoversche Volksbank kassiert für Dispositionskredite sogar 13,95 Prozent und für Überziehungen darüber hinaus 18,95 Prozent.

 

Die Experten raten dringend, solchen „Räuberbanken“ den Rücken zu kehren.

 

 

2009-08-25

Wie die Berliner „Morgenpost“ unter anderem berichtete will der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) die Zinspolitik seiner Mitglieder überprüfen. Die von der Stiftung Warentest festgestellten hohen Zinsen für Dispositionskredite bei einzelnen Ost-Sparkassen sind „unerfreulich“, sagte OSV-Präsident. Auch die Dispozinsen sollten mehr oder weniger der Zinsentwicklung folgen, die für die Refinanzierung maßgeblich ist. Das Magazin „Finanztest“ hatte die Dispozinsen von 57 Kreditinstituten untersucht, die ihre Zinssätze seit Oktober 2008 im Durchschnitt lediglich um 0,6 Prozentpunkte reduziert hatten. Dabei hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im gleichen Zeitraum um 3,25 Punkte gesenkt. Die Ostseesparkasse Rostock zum Beispiel verlangt jetzt aber immer noch 13,5 Prozent für einen Dispokredit.


Die Geister schwebten über der Feier

(2009-09-14)

 

In einem Punkte hatte die „Leine-Zeitung“ in ihrem Bericht zu fünfzig Jahren Volksbank in Berenbostel, seit einigen Jahren fusioniert mit Hannoversche Volksbank, zweifelsohne die richtige Wortwahl getroffen. „Der Geist ist noch spürbar“, es ist wohl wirklich so, die Geister schweben offensichtlich noch über etlichen Volksbanken und beeinflussen das Geschehen. Der Blick zurück hat allerdings noch nie zu sehr viel geführt, vor allen Dingen ist dies nicht der Weg in die Zukunft. So wird dies dort auch, betrachtet man das Foto der Anwesenden, eine Versammlung der Altvorderen gewesen sein, ein elitärer Kreis aus dem einmal hineingebeten eine lebenslange Zugehörigkeit und Einflussnahme herrührt bzw. abgeleitet wird. Dieses vermeintliche Recht wird man sich nicht nehmen lassen.

 

Kein Wunder, dass für neue Ideen und vor allem neue Gesichter dort wenig Platz ist. Wahrscheinlich werden etliche der Posten und Möglichkeiten dort vererbt? Es wäre bösartig anzunehmen, dass diese ehemaligen Volksbänker zu keiner anderen Freizeitgestaltung fähig sind als für diese Idee tätig zu sein. Nach den langen Jahren der Zugehörigkeit, ausgerichtet auf eine Fiktion die aber schon lange zu Grabe getragen wurde, zumindest seit Jahren nicht mehr aktiv betrieben wird. Es ist eben eine Lebensaufgabe. Nur Herr Raiffeisen hat vieles wohl anders gemeint und praktiziert als es jetzt durchgeführt wird. Allerdings so alt waren diese Herren nun auch wieder nicht, dass sie ihn noch persönlich kannten.


Zusendung von Tagegeldauszügen Monate nach dem Abschlussdatum

(2009-09-24)

 

Tagegeldauszüge gibt es bei der Hannoverschen Volksbank quartalsweise. In Zeiten sinkender Zinsen lässt auch diese Bank keine Möglichkeit aus jede Reduzierung zu nutzen. Bei Erhöhungen war man in der Vergangenheit nie so flink. Kaum informativ ist es dann wenn der Abschlusssaldo per 30. Juni mit Auszug vom 18. September mitgeteilt wird und darin dann Zinsreduzierungen ab Anfang April mit aufgeführt werden. Im Zeitalter der EDV benötigt diese Bank zweieinhalb Monate um einen Abschlusssaldo mitzuteilen, bzw. ca. fünf Monate um Konditionsverschlechterungen bekannt zu geben, kein Einzelfall, es läuft immer so.

 

Mit welcher Datenverarbeitungsanlage arbeitet man? Eigentlich sollte man sich Sorgen um den Zustand der technischen Hilfsmittel dort machen.

Informationsgestaltung bei der Hannoverschen Volksbank. Selbst in den Zeiten in denen der Auszug noch mit der Hand geschrieben wurde war man schneller. Viele Banken benötigen auch derzeit dazu nur maximal eine Woche.


Kaum noch Mitgliederselbstförderung bei den Genossenschaftsbanken

(2009-10-04)

 

Das Handelsblatt schreibt unter anderem: „Der Aufsichtsratsposten bei Volks- und Raiffeisenbanken gilt künftig beim Finanzamt nicht mehr als ehrenamtliche Tätigkeit. Mit diesem Grundsatzurteil hat der Bundesfinanzhof die Steuerpflicht von Aufsichtsräten bei Volks- und Raiffeisenbanken neu geregelt. Das veröffentlichte Urteil der höchsten deutschen Finanzrichter hat zur Folge, dass die Sitzungsgelder von Aufsichtsräten bei Genossenschaftsbanken künftig grundsätzlich nicht mehr von der Umsatzsteuer befreit sind (Az.: .V R 32/08).“

 

„Für das Selbstverständnis der Genossenschaftsbanken interessant ist aber ein Teil in der Argumentation der Richter: Sie führen unter anderem aus, dass sich die Genossenschaftsbanken im Laufe der Zeit verändert hätten. Sie stünden in Wettbewerb mit anderen Kreditinstituten und unterlägen den gleichen, kostenintensiven bankaufsichtsrechtlichen Bestimmungen wie alle anderen.“

 

„Damit berührt das Urteil einen empfindlichen Punkt unter Genossenschaftsbanken, denn einige ihrer Vertreter monieren, die Volks- und Raiffeisenbanken hätten sich zu weit von ihren Wurzeln entfernt.“

 

„Die Genossenschaftsbanken müssten zwar qua Rechtsform die Mitgliederselbstförderung betreiben und seien der wechselseitigen Selbsthilfe verpflichtet. Dem kämen sie aber kaum noch nach und büßten daher kontinuierlich an Profil ein.“

 

Der Bundesfinanzhof hat den Genossenschaftsbanken eigentlich bestätigt was viele Mitglieder der Genossenschaftsbanken schon längst hinlänglich zur Kenntnis nehmen durften. Es ist eigentlich nur noch peinlich, dass man sich nun auch noch gerichtlich bestätigen lassen muss kaum noch etwas für die eigenen Mitglieder zu tun.

 

Welche Vergünstigungen und Rechte nehmen Sie eigentlich durch Ihren Genossenschaftsanteil regelmäßig wahr bzw. erhalten Sie dadurch? Welche Informationen zum Geschäftsablauf Ihrer Genossenschaft erhalten Sie regelmäßig und welchen Einfluss können Sie als Miteigentümer auf Ihre Genossenschaft nehmen?

 

Wer kontrolliert eigentlich diesen Apparat Genossenschaftsbank?  Wo bleiben die hoffentlich erwirtschafteten Erträge?


Mezzanines Beteiligungskapital für den Mittelstand.

(2009-10-14)

 

Die Hannoversche Volksbank hat jetzt gemeinsam mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG) ein spezielles Programm auch für kleinere und mittlere mittelständische Unternehmen (KMU) aufgelegt. Das mezzanine Beteiligungskapital ist verfügbar für Investitionen, die nachhaltig der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit dienen. Als Investitionsvorhaben gelten auch Kooperationen, Filialgründungen, grundlegende Rationalisierung oder Umstellung von Betrieben, Markterschließungen sowie strategische Warenlageraufstockungen und Sortimentserweiterungen.

 

Gefragt sind alternative Finanzierungsformen. Gerade mittelständische Unternehmer legen dabei großen Wert darauf, dass die Position der bestehenden Gesellschafter nicht geschwächt wird. Eine Eigenkapitalbeteiligung eines oder mehrerer neuer Gesellschafter ist also nicht der gewünschte Weg.

 

An diesem Punkt setzt Mezzanine an. Abgeleitet von dem italienischen Wort Mezzanino, das übersetzt Zwischengeschoss oder Halbetage bedeutet, steht Mezzanine als Oberbegriff für verschiedene Finanzierungsinstrumente, die weder zum besicherten Fremdkapital noch zu dem zur Mitwirkung und Mitbestimmung berechtigenden haftenden Eigenkapital gehören. Dazu zählen Nachrangdarlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen. Letztere sind Gegenstände von spezialisierten Fonds, die auch dem Privatanleger ein Engagement in diesem Bereich ermöglichen.

 

Wichtige Voraussetzung für die Bereitstellung von Mezzaninekapital ist eine tragfähige Finanzierungsstruktur. Mezzanine werden im Vergleich zu echtem Fremdkapital nachrangig behandelt, gelten daher im Außenverhältnis als Eigenkapital. Dies verbessert die Bonität des Unternehmens gegenüber der Hausbank. Im Innenverhältnis haftet das Eigenkapital des Unternehmens für die Verbindlichkeiten gegenüber dem Investor. Das Engagement ist zeitlich fest umrissen, ein Rückfluss des Kapitals zu einem fixen Termin vereinbart. Daraus ergibt sich, dass eine Mezzanine-Finanzierung längst nicht für jedes Unternehmen in Betracht kommt. Die Investoren erwarten ein starkes und erfahrenes Management, das ein erfolgreiches Geschäftsmodell mit stabilem Cashflow etabliert hat und eine aussagefähige und realistische Planung für den Investitionszeitraum vorlegen kann.

 

Für eine Sanierung oder Gründungsfinanzierung kommen Mezzanine deshalb nicht in Betracht. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zu den spekulativeren Private-Equity-Fonds, die auch in diesem Bereich investieren. Während Private-Equity auf einen Wertzuwachs der Unternehmensbeteiligung bis zu einem unbestimmten Zeitpunkt des Exits abzielen, haben Mezzanine-Fonds eine von der Ertragslage des Unternehmens unabhängige Verzinsung gegebenenfalls zuzüglich variabler Vergütungen und eine Rückzahlung des Kapitals zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt im Auge.

 

Was die Hannoversche Volksbank unter diesem Geschäftsmodell versteht wird der Antragsteller wohl abwägen müssen. Dem Vorsichtsprinzip dieser Bank und deren Mentalität steht dieses Modell eigentlich entgegen.


Beitrag für die Sicherungseinrichtung wird um 50 % angehoben

(2009-11-11)

 

Wie die Börsen-Zeitung dieser Tage berichtete sieht sich auch der genossenschaftliche Finanzverbund gezwungen, die Beiträge der Kreditinstitute für die Sicherungseinrichtung um 50 % anzuheben. Nach einstimmigem Beschluss des Verbandsrats des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wird der Garantiefondssatz zur Sicherungseinrichtung mit Beginn 2010 auf 1,5 Promille angehoben, nach 1 Promille der risikogewichteten Kreditengagements bislang.


Volks- und Raiffeisenbanken ziehen 60.000 Kreditkarten ein

(2009-11-21)

 

Wegen eines Datendiebstahls in Spanien ziehen die Volks- und Raiffeisenbanken etwa 60.000 Kreditkarten aus dem Verkehr. Die Banken wollen lieber auf Nummer sicher gehen und tauschen möglicherweise von Datendiebstahl betroffene Kreditkarten aus. Schon mehrere Anbieter räumten in den vergangenen Tagen ein, dass sie Karten sperren.


Fehlstart beim neuen Private-Banking-Auftritt

(2009-11-22)

 

Der DZ Bank, dem Zentralinstitut von Volks- und Raiffeisenbanken, droht ein Fehlstart beim neuen Private-Banking-Auftritt. Gemeinsam mit der Düsseldorfer WGZ-Bank, der zweiten genossenschaftlichen Zentralbank in Deutschland, sollte die Betreuung von vermögenden Privatkunden forciert und dafür eigens die VR Privatbanken gegründet werden. Es sollten spezielle Produkte für die reiche Klientel entwickelt werden, die Volks- und Raiffeisenbanken sollten die Angebote über ihre Filialen vertreiben.

 

Der Zeitplan läuft immer mehr aus dem Ruder. Offiziell will die DZ Bank von den Verzögerungen nichts wissen. „Das Projekt sorgt in der Bank für ein Hauen und Stechen um Zuständigkeiten und Kompetenzen.“ Internen Plänen zufolge schaffe man den Abschluss des Vorhabens frühestens im kommenden Jahr.

 

Im Geschäft mit vermögenden Kunden sind noch immer attraktive Margen zu erzielen. Potenzial gibt es reichlich. Warten Sie ab wann Ihnen Ihr genossenschaftlicher Bankberater Produkte der „VR Privatbanken“ anbietet. Bislang sind dort allerdings noch nicht einmal die Schlüsselpositionen besetzt.


Keine Schätz- oder Besichtigungsgebühr

(2009-11-29)

 

Eine Bank darf bei der Vergabe von Krediten an Privatkunden keine Schätz- oder Besichtigungsgebühr verlangen. Eine derartige Regelung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Volksbank erklärte das Oberlandesgericht Düsseldorf für nicht rechtens.


Engagement für unnötige herbstliche Illumination

(2009-11-30)

 

Ab dem 23. 11. 2009, wird in den Flanierstraßen von Hannovers City wieder die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Schon seit Oktober schmückten 4,9 Kilometer lange Lichterketten mit ca. 10.000 Glühbirnen, 85 Straßenbäume in der City. Diese „Herbstbeleuchtung“ nach Biergartenart ist eine Unsitte und hat nichts mit der schönen, beleuchteten City in der Adventszeit zu tun die den Hannoveranern eine liebgewordene Tradition geworden ist. Die Weihnachtsbeleuchtung beginnt nach Totensonntag, nicht davor, gleichgültig welche Bezeichnung man dafür erfindet.

 

Der City-Gemeinschaft Hannover e. V. ist es wieder gelungen, die erforderlichen Mittel für die Beleuchtung der Innenstadt in Höhe von rund 105.000 Euro zu akquirieren. Hätte man auf die unnötige „Herbstbeleuchtung“ verzichtet wäre dieser Betrag wahrscheinlich moderater ausgefallen. Ermöglicht wurden die herbstliche Illumination und die Weihnachtsbeleuchtung durch die finanzielle Beteiligung von Mitgliedern der City-Gemeinschaft, der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover und drei neu gewonnenen Sponsoren, die sich in 2009 speziell für diesen Zweck engagieren: die Sparkasse Hannover, die Hannoversche Volksbank eG und die Sparda-Bank Hannover eG.

 

Die Hannoversche Volksbank hat also traditionsgemäß auch noch Geld für diese Dinge über. Vielleicht überlegt man dort für das folgende Jahr diese Mittel auch traditionsbewusst einzusetzen.


Wer entscheidet darüber für wen und in welcher Höhe milde Gaben bei der Volksbank ausgegeben werden

(2009-12-21)

 

Gelegentlich sind es die kleinen Nachrichten die zu denken geben. Nehmen wir die Ausgabe 3/2009 „meine Bank“, dies ist der Informationsflyer den die Hannoversche Volksbank in unregelmäßigen Abständen an ihre Mitglieder verteilt, dort die Ausführungen zu „Kalender 2010“.

 

Der geneigte Leser kann dort vernehmen, dass „die Hannoversche Volksbank in diesem Jahr erstmals auf die Herausgabe von Kalendern für das kommende Jahr verzichtet.“

 

Welch eine Feststellung. In nunmehr ca. 25 Jahren Mitgliedschaft in dieser Genossenschaft habe ich noch nie einen Kalender bekommen. Offensichtlich war eine gewisse Würdigkeit vonnöten um diese Auszeichnung zu erhalten. Was machen nun all die Mitglieder die diese Auszeichnung jährlich, ständig oder vielleicht auch nur sporadisch, erhielten und nun darauf verzichten müssen?

 

Offensichtlich fällt es der Hannoverschen Volksbank leicht diese Gabe zu streichen, denn dieser Kalender wurde natürlich nicht in irgendeinem feierlichen publikumswirksamen Akt übergeben für den die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat dieser Bank gerne zur Verfügung stehen um dann auch entsprechend honorig dargestellt in den regionalen und überregionalen Medien zu erscheinen. Als großzügiger, nicht großspuriger, Spendengeber mit sozialer Komponente, der Gesellschaft verpflichtet.

 

Da ist es natürlich angebracht, und die betroffenen Mitglieder werden dafür auch Verständnis haben, die kleinen Dinge der zwischenmenschlichen  Kommunikation zu streichen. Im Zeitalter von Onlinebanking, Geldautomaten, Beleglesern und Kontoauszugdruckern kennt die Bank ihren Kunden ohnehin nicht mehr, ist auch in der Regel persönlich an ihm kaum interessiert, abgesehen davon, dass zahlreiche Kunden schon Jahre keine Zweigstelle der Bank mehr betreten haben bzw. mussten. Es wird über die Automaten mit der Bank kommuniziert und umgekehrt kommuniziert die Bank über die Automaten mit dem anonymen Kunden.

 

Man muss die großen Ziele im Auge behalten damit der Vorstandssprecher bei passenden und unpassenden Gelegenheiten den entsprechenden Spendenscheck in die Kamera halten kann. Selbstlose Einsätze dieser Art dürfen natürlich nicht reduziert werden. Der Kalenderempfänger wird nicht in ewiger Dankbarkeit verharren. Wird dies aber der Empfänger der anderen milden Gaben? Vielleicht wird auch nur das Ego des Übergebers gestärkt?

 

Diese Beträge, wie alle anderen auch, werden von den Gebühren bezahlt die die Mitglieder dieser Bank auf den Tisch legen müssen um Leistungen der Bank in Anspruch nehmen zu dürfen und bei denen es keine soziale Komponente gibt. Die Mitglieder haben auch keine Möglichkeit darüber zu entscheiden wer bedacht wird. Möchte ich einen mildtätigen Verein unterstützen dann mache ich dies direkt selbst, nach eigener Entscheidung, nicht über die Bankgebühren oder beim Einkauf eines Bierkastens.

 

Betrachten wir dann einmal die „regionalen Engagements“ der Hannoverschen Volksbank, wie im vorstehenden Bericht, dann stellt sich die Frage nach welchen Kriterien diese ausgesucht werden und wer letztendlich darüber entscheidet wofür und in welcher Höhe die Gelder der Mitglieder ausgegeben werden.

 

Ist man dort der Ansicht, dass das Image einer Bank durch derartige Maßnahmen aufgebessert werden muss, bzw. aufgebessert wird?


Des Brot ich ess, des Lied ich sing

(2009-12-23)

 

In der Regel können Sie informationsseitig nichts oder nur unwesentliche Dinge zu den Geschäftsabläufen der Hannoverschen Volksbank in den Medien oder in anderen gegebenen Möglichkeiten erfahren. Informationsfreudig ist dieses Unternehmen gegenüber den eigenen Mitgliedern, also den Eigentümern, keineswegs. Ob diese Meldung auf der Internetseite des Unternehmens nun von elementarer Bedeutung war sei somit dahingestellt, zumindest war diese Mitteilung den Beteiligten einen entsprechenden Hinweis wert, passt aber wohl eher in den Bereich der bisherigen Wichtigkeitszuordnung der gegebenen Informationen. Wichtige Informationen erfolgen eben nicht.

 

Dieser Meldung, unpassend mit denglischer Überschrift (TÜV Service tested), konnte man entnehmen: „Der TÜV Saarland befragte einen Teil von Ihnen neutral und unabhängig zu den Leistungen unserer Bank. Das Ergebnis ist ebenso aussagekräftig wie erfreulich. 

Nahezu 90 Prozent der Befragten sind
zufrieden mit der Hannoverschen Volksbank. Über ein Drittel von Ihnen gab zudem an, sehr zufrieden zu sein. Auf einer Skala von 1 - wie sehr zufrieden - bis 5 - für völlig unzufrieden - bestätigen Sie Ihre Zufriedenheit mit den Service- und Beratungsleistungen unseres Hauses mit einer hervorragenden Note von 1,8. Dabei bewerten Sie das Vertrauen zu Ihrem Berater mit einer 1,7 und die Beratungskompetenz mit 1,77. Die Freundlichkeit unserer Mitarbeiter erhält sogar eine 1,49. Hierüber freuen wir uns sehr.“

 

Nähere Angaben erfolgten nicht. Wie viele Kunden wurden befragt? Welche Fragen wurden wie gestellt? Nach welchem Prinzip erfolgte die Auswahl der Befragten und wie wurden dabei die Kunden berücksichtigt die nicht ständig eine Zweigstelle aufsuchen? In welchen Bereichen wurde die Befragung durchgeführt? Wurden die Fragebögen anonym abgegeben?

 

Diese Umfrage erinnert mich an die Umfrage zur Kundenzufriedenheit vor einigen Wochen bei meinem Friseur. Beim betreten der Räumlichkeiten wurden jedem Kunden ein Fragebogen ausgehändigt, diesen konnte dieser dann ausfüllen und vor seinem Haarschnitt abgeben, anonym natürlich, mein Friseur kennt aber jeden seiner Kunden. Das Ergebnis lag dann ebenfalls bei einer 99,98-prozentigen vollen Zufriedenheit.

 

Wir kennen alle diese dubiosen Umfragen und das Ergebnis liegt dann in der Regel auch im vermuteten Bereich, auch wenn hier bei der Hannoverschen Volksbank Zwischenstationen eingebaut werden um Objektivität zu suggerieren. Das mit der Durchführung beauftragte Unternehmen wird schließlich vom Auftraggeber bezahlt, der auch über eine entsprechende Erwartungshaltung verfügt.

 

Warum gibt man eigentlich Geld für derartige unsinnige Veranstaltungen aus, wenn man anschließend nicht einmal nachvollziehbar darüber berichtet wie die Ermittlung ablief und das Ergebnis ermittelt wurde? Ganz abgesehen von den angefallenen Kosten? Einen Kalender will man sich nicht mehr leisten, für Umfragen hat man aber Geld und Zeit.

 

Es ist hier wie bei allen anderen Möglichkeiten der Selbstdarstellung. Ob Qualitätssiegel oder ähnliche Zertifikate und Umfragen, diese werden inflationär überall angeboten, auf die Vorbereitung kommt es an. Am Tag X läuft dann alles generalstabsmäßig nach Plan ab. Danach macht man weiter wie bisher, nun aber extern bestätigt, dass man hervorragend war und überlegt nun was am nächsten Tag X noch effizienter gestaltet werden kann, denn das erreichte Ergebnis muss beim nächsten Mal besser ausfallen.

 

Diese Urkunden sind nicht einmal das Papier wert auf dem sie geschrieben werden und schon gar nicht das Geld welches dafür ausgegeben wird. Hier hätte die Hannoversche Volksbank durchaus eine sinnvolle Einsparmöglichkeit gehabt, eventuell aber auch die Möglichkeit umfassend zu informieren.


In Münster läuft alles zusammen

(2010-12-03)

 

Wegen einer Computerpanne sind am 29.12.2009 die Geldautomaten der Volks-, Raiffeisen- und Genossenschaftsbanken in Norddeutschland ausgefallen. Ab 9.00 Uhr konnten die Kunden sechs Stunden lang kein Bargeld an Automaten abheben und keine Kontoauszüge ziehen.

 

Betroffen von dem Ausfall der Volksbank-Geldautomaten in Norddeutschland waren sämtliche Automaten und Filialen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen, wie der Bereichsleiter der Volksbank Lübeck, den „Lübecker Nachrichten“ bestätigte.

 

Auch die Mitarbeiter in den Filialen hatten den Angaben zufolge keine Verbindung zu den Kontodaten der Kunden. Auslöser waren demnach wohl Netzwerkprobleme im Hauptrechenzentrum der Gesellschaft für automatische Datenverarbeitung in Münster.

 

Bemerkenswert an dieser Nachricht ist, neben der Sache an sich, dass zentral die Möglichkeit besteht auf sämtliche Daten von einer Stelle aus zuzugreifen, denn im Hauptrechenzentrum in Münster dürften alle Daten zusammenlaufen, ganz abgesehen von den sonstigen Variationen und Möglichkeiten.


Das Paket kommt nun wohl doch nicht von der Volksbank

(2010-01-09)

 

Die Hannoversche Volksbank verkaufte es im April 2008 weitgehend als eigene Idee mit dem Streben neue Ufer zu erreichen. Dieser Tage konnte man in „wallstreet online“, eine Zuschrift von „Marco Farina / MMB Medical Marketing Berlin GmbH“ lesen in der unter anderem ausgeführt wird:

 

„Das Paketeria Konzept als Mehrwert Shop in Bank Konzept ist ein sehr gutes Geschäftsmodell, das auch entsprechend großes Interesse bei Banken fand. Es wurde auch auf höchster Ebene bei der Akademie der Genossenschaften präsentiert. Paradoxer Weise scheiterte ein solches Modell für Banken und Ihre Probleme in Sachen mangelnder Besucherfrequenz und direkten Kontakt des Bankers zum Kunden an der fehlenden Bereitschaft der Volksbanken der Paketeria Wachstumskapital zur Verfügung zu stellen. Wir stehen zum Konzept und deshalb streben wir einen Insolvenzplan an...“

 

So weit her war es mit der eigenen Idee dann wohl doch nicht, man schwamm im großen Teich mit und ging offensichtlich mit baden. Das fehlende Wachstumskapital lag nun aber offensichtlich nicht an der Hannoverschen Volksbank. Hier hatten wohl andere Volksbanken keinen Mut zum Risiko. Der Erfolg hätte dann sicher viele Väter gehabt, so ruht aber still der See.


Wie attraktiv sind die Zinsen für Tagegeld bei der Hannoverschen Volksbank?

(2010-01-12)

 

Wie marktgerecht sind die von der Hannoverschen Volksbank gewährten Zinsen für Tagegeld? Es war nun schon fast eine Sensation, dass dieser Tage auf der Internetseite der Bank unter anderem der aktuelle Zinssatz angegeben wurde:1,15 % Zinsen p.a. ab dem ersten Cent.“ Bisher konnten Sie an entsprechender Stelle zu den Konditionen nur lesen: „Sprechen Sie Ihren Kundenberater an“.

 

Geprahlt ist es dann, wenn Sie dort weiter unter anderem lesen können: „Maximale Zinsen & maximale Flexibilität“ – „Parken Sie Ihre Liquidität, mit einer attraktiven Verzinsung, aber ohne sich zu binden. In Verbindung mit dem Gratiskonto.direkt profitieren Sie zusätzlich von unserem "realtime-Banking"*. Das ist Direktbanking aus Hannover. Einfach und direkt.“

 

Das was man Ihnen dort anbietet ist nun wirklich nicht das „Ei des Kolumbus“ und mit Sicherheit auch keine innovative Erfindung der Hannoverschen Volksbänker, andere, insbesondere auch andere Volksbanken, hatten dies in dieser Form schon mindestens vor Monaten, Volksbanken auch wenn man diese ließ und es im genossenschaftlichen Verbund keine Proteststürme gab. Man zieht also nur nach, weil der Markt sich schon lange so entwickelt, im Wesentlichen durch fast gleiche, angepasste Zinssätze, immer wohl darauf bedacht nicht allzu viele neue Kunden aus dem genossenschaftlichen Bereich zu bekommen.

 

Wie attraktiv ist nun aber diese Verzinsung von 1,15 Prozent im Vergleich. Gehen wir hierbei einmal vom Vergleich mit Beträgen bis 10.000 EUR aus, dann lagen in der ersten Januarwoche die Konditionen einiger anderer Banken, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wie folgt:

 

Hannoversche Volksbank                  1,15 %

 

Mercedes-Bank                                 1,35 %

BMW-Bank                                       1,55 %

comdirect-bank                                 1,75 %

 

mbs-direkt                                         1,80 %

SKG-Bank                                         1,85 %

Wüstenrot                                          1,88 %

Ziraat Bank                                        1,90 %

 

1822 direkt                                        2,00 %

ING-Diba                                           2,00 %

DKB Deutsche Kredit-Bank              2,05 %

SKG Bank                                          2,05 %

 

Santander Direkt-Bank                      2,10 %

Netbank                                             2,25 %

Bank of Scotland                               2,30 %

 

DABbank                                           2,50 %

Ethikbank                                          2,50 %

 

Angaben ohne Gewähr, keine Anlageempfehlung. Teilweise Konditionen nur für Neukunden. Unterschiedliche Einlagensicherungen.

 

Möglich ist natürlich auch, dass die Hannoversche Volksbank gar nicht den Vergleich mit anderen Instituten des freien Marktes sucht. Vielleicht vergleicht man sich mit dem Tagegeldkonto des Bundes welches bei der Finanzagentur eröffnet werden kann. Dort werden dieser Tage marginale 0,2 Prozent auf Tagegeld gezahlt. Bei diesem Vergleich könnte man den Zinssatz der Hannoverschen Volksbank wohl doch als „maximal“ und „attraktiv“ bezeichnen. Es ist eben alles relativ, die Vorgehensweise der genossenschaftlichen Geldinstitute ohnehin.


Frankfurter Volksbank mit glanzvollem Ergebnis

(2010-01-15)

 

„boersen-zeitung.de“ berichtete unter anderem: „Die Frankfurter Volksbank kann mit einem Plus von mehr als 50 % beim operativen Ergebnis 2009 glänzen. Die nach Bilanzsumme zweitgrößte Volksbank in Deutschland fuhr, vor allem dank eines deutlich gesteigerten Zinsüberschusses, einen Rekordgewinn von 96,2 Mill. Euro vor Bewertung ein.“

 

Warten wir ab, wann wir die ersten konkreten Zahlen der Hannoverschen Volksbank lesen können.


Hannoversche Volksbank als „Weihnachtsmann“

(2010-01-31)

 

Die Garbsener „Umschau“ berichtete dieser Tage unter anderem: Neun Vereine, Schulen und Organisationen konnten sich über ein verspätetes Weihnachtsgeschenk der Hannoverschen Volksbank freuen. Von den Reinerträgen des VR-Gewinn-Sparens waren 5.000 EUR nach Garbsen und Luthe geflossen.“

 

Angaben darüber welche Voraussetzungen gegeben sein müssen um in den Genuss dieser milden Gaben zu kommen erfolgten nicht und sind auch nicht nachvollziehbar. Verteilung nach „Gutsherrenart“, möglicherweise? Regeln für die Verteilung wurden von der Hannoverschen Volksbank offensichtlich nicht bekannt gemacht, auch nicht wer dort die Entscheidungen für eine Vergabe trifft, somit auch keine Vorgaben für einen potentiellen Antragsteller um mögliche Erfolgsaussichten beurteilen zu können.

 

Für den unbedarften Betrachter dieser Spendenaktion stellt sich natürlich auch die Frage, ob Voraussetzung für die Spendenvergabe durch die Hannoversche Volksbank die Möglichkeit ist den Betrag auf ein Konto bei der Hannoverschen Volksbank zu überweisen?


Gießkannenartige Vergabe

(2010-02-04)

 

„Deister aktuell“ berichtete unter anderem: Fünf Ver­eine und In­sti­tu­tio­nen aus Bar­sin­g­hau­sen er­hiel­ten je 500 Euro von der Han­no­ver­schen Volks­bank. Seit Jah­ren en­ga­giert sich die Han­no­ver­sche Volks­bank für so­ziale und kul­tu­relle Zwe­cke so­wie für den Sport in der Wirt­schafts­re­gion Han­no­ver-Cel­le. Zum Jahres­start gab es jetzt für 88 ge­meinnüt­zige In­itia­ti­ven und Ver­eine fi­nan­zi­elle Hil­fen in Höhe von 120.000 Euro für be­son­dere Pro­jek­te.

 

Ge­för­dert wur­den aus den Rei­ner­trä­gen der VR-Ge­winnspar­ge­mein­schaft, de­ren Lose bei der Volks­bank er­hält­lich sind, So­zial-, Sport- und Kul­tur-Pro­jek­te.

 

Die Rei­ner­träge er­ge­ben sich aus dem VR-Ge­winnSpa­ren der ge­nos­sen­schaft­li­chen Ban­ken­grup­pe. Lot­te­rie­ver­an­stal­ter ist die VR-Ge­winnspar­ge­mein­schaft, die vor ü­ber 50 Jah­ren von den Ge­nos­sen­schafts­ban­ken hier­für ge­grün­det wur­de. Zu­sätz­lich zu den Spar­sum­men und at­trak­ti­ven Ge­win­nen fal­len beim VR-Ge­winnSpa­ren die so­ge­nann­ten Rei­ner­träge an - Gel­der, die ü­ber die Volks­ban­ken und Raiff­ei­sen­ban­ken an so­ziale und kul­tu­relle Ein­rich­tun­gen ver­ge­ben wer­den.“

 

Abgesehen von der fehlenden Transparenz bei der Vergabe dieser Mittelvergaben und der Nichtnachvollziehbarkeit wo und wer die Vergabeentscheidungen trifft kann man sich hier nicht des Eindrucks erwehren, dass hier zu Werbezwecken Beträge gießkannenartig ausgeschüttet werden die auf fast geniale Weise eingespielt wurden. Zumindest belasten diese Beträge den Geber nicht, er erntet die Lorbeeren. Wer prüft ob die dadurch bei den Empfängern frei werdenden eigenen Mittel eine sinnvolle Verwendung erfahren?


Sponsorenzusage mit Eishockeyverein verlängert

(2010-02-23)

 

Obwohl noch fünf Heimspiele der aktuellen Saison verbleiben, hat die Hannoversche Volksbank vorzeitig das Sponsoring für die nächsten drei Jahre bei den Indians-Eishockeyprofis verlängert.

In den nächsten drei Jahren wird die Hannoversche Volksbank u. a. die Indians-EC-Karte weiterführen, auf den Trikots präsent sein und die komplette Umrandung der Glasschutzwand im Stadion am Pferdeturm namentlich zieren.

Angaben dazu wie viel Geld dieses Engagement den Mitgliedern der Hannoverschen Volksbank kostet und damit der Bank wert ist erfolgten nicht. Offensichtlich ist es das Ziel der Hannoverschen Volksbank Vereine der zweiten und der danach folgenden Liegen bzw. Reihen zu unterstützen. Dieses macht auch Sinn, denn die Volksbank gehört bekanntlich auch nicht zur ersten Liga der Bankenlandschaft. Sie verfügt aber wohl über ausreichende Mittel um großzügiges Mäzenatentum zu ermöglichen.


Knapp eine Million für SB-Angebot mit „KompetenzCenter“

(2010-02-24)

 

SB-Angebot mit „KompetenzCenter“ der Hannoverschen Volksbank wurde in Neustadt eröffnet.

 

In den Umbau hat die hannoversche Volksbank knapp eine Million Euro investiert. Wie viele Geldautomaten hätte man nur für einen Teil dieses Betrages installieren können und damit auch auf dem flachen Land ein Minimum an Kundennähe zusätzlich erreicht? Die Filialen und Zweigstellen in den Ballungsräumen werden immer komfortabler und nobler, dies in einer Zeit in der bedingt durch Onlinebanking und andere Produkte immer weniger Kunden die Räumlichkeiten aufsuchen und die Banken auch gar kein Interesse mehr an einem Kundenbetrieb haben.

 

Andererseits wurden und werden „auf dem flachen Land“ die Räumlichkeiten geschlossen, das ist dann Kundennähe.


Auf dem Weg zum „Kramladen“

(2010-02-26)

 

Nach einem Bericht der Börsenzeitung steigen Volks- und Raiffeisenbanken großflächig in das Geschäft mit Postdienstleistungen ein. Die neu gegründete „GenoPost" soll im April an den Markt gehen. Nach den Worten des Präsidenten des für 13 Bundesländer zuständigen Genossenschaftsverbandes, haben bundesweit bisher 240 der insgesamt knapp 1.200 Banken dieser Gruppe grundsätzliches Interesse signalisiert, zehn Häuser hätten bereits angekündigt, das Postmodell umzusetzen.

 

Hauptmotiv ist es, mehr Kunden in die Banken zu locken. Sind die hauseigenen Angebote so uninteressant, dass man damit nicht mehr interessant ist? „Schuster bleib bei Deinen Leisten“, Rückkehr zum Kerngeschäft und Auslagerung von Geschäftsbereichen ist fast überall angesagt, hier steigt man in einen Bereich ein den man nicht kennt und will einen Niedriglohnbereich mit gut bezahlten Bankangestellten betreiben.

 

Man strebt tatsächlich an, auch das Postgeschäft selbst profitabel zu betreiben. Welche Absichten hätte man sonst eigentlich damit haben können? Die GenoPost soll sich zunächst auf die Annahme von Briefen und Paketen als Kernleistungen konzentrieren, während die Verteilung der Sendungen externe Dienstleister, eventuell auch die „Gelbe Post",  übernehmen.

 

Mögliche weitere „Mehrwertleistungen" in „GenoPost-Shops" soll der Verkauf von Schreibwaren und Handykarten oder Dienstleistungen für Online-Apotheken werden. Wenden Sie sich also vertrauensvoll an Ihren Kundenberater bei der Volksbank, wenn Sie Kopfschmerzen haben. Er hat wohl das richtige Mittel für Sie parat.

 

Eigentlich ist es kaum zu glauben. Nachdem es mit der „Paketeria AG“ zum Flop wurde versucht man nun einen weiteren Anlauf. Wie wirklichkeitsfremd man dort liegt beweist schon die Aussage des Verbandspräsidenten: „Wir wollen vor allem an Orten, wo die Gelbe Post nicht mehr vorhanden ist, da sein“. Offensichtlich kennt dieser Mann gar nicht die Praxis, denn die ländlichen Filialen und Zweigstellen der Volks- und Raiffeisenbanken gingen schon Jahre vor den Postzweigstellen aus den ländlichen Bereichen und kehren jetzt in einigen wenigen Orten, wo es sich lohnen könnte, mit einem Geldautomaten zurück. Vielleicht kann man an diesen demnächst auch Briefmarken ziehen und Briefe einwerfen.

 

Auf der einen Seite hat man doch durch Kontoauszugsdrucker, Geldautomaten und sonstige technische Möglichkeiten die Kunden aus den Zweigstellen geworfen. Man stand doch kurz davor Eintrittsgeld dafür zu erheben, wenn es ein Kunde wagte sich dort sehen zu lassen. Man kennt die eigenen Kunden kaum noch und will jetzt neue durch den Verkauf von Briefmarken, Kopfschmerztabletten und Bleistiften anlocken. Tante Emma lässt grüßen. Hatten wir alles doch schon mal, vor sechzig und mehr Jahren. Nur da gab es auch noch die Raiffeisenkasse vor Ort.

 

Gehen Sie demnächst dann einmal in Ihre Zweigstelle und lassen sich die Postkarte frankieren, Porto bei der Deutschen Post 45 Cent im Inland, fragen Sie dann was diese Karte nach Botswana kosten würde. Sie können dann, wenn Sie schon bei Ihrer Bank sind bei dieser Gelegenheit gleich Ihren Hunderter wechseln, Kleingeld wird man dort wohl genug haben. Allerdings müsste dann das Porto wohl etwas niedriger liegen als beim bisherigen Marktführer. Nur jetzt will dann auch noch ein weiterer Beteiligter an diesem Porto verdienen, denn dieses Geschäft soll „profitabel“ betrieben werden. Für wen bleibt dann aber noch etwas übrig, wenn nicht die Qualität der Zustellung weiter verschlechtert wird? Wo sollte sonst gespart werden?

 

Wir kennen es doch zur Genüge von diesen diversen jetzt tätigen Postentsorgungsunternehmen. Etliche bringen nicht einmal mehr ein Datum auf dem Briefumschlag an damit nicht nachvollziehbar ist wie lange dieser unterwegs war. Zu Zeiten als man dies noch tat kamen die Briefe teilweise vor dem aufgedruckten Datum an. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Nachvollziehbarkeit durch wen eine Sendung zugestellt wird besteht in der Regel auch nicht, da auch dieser Hinweis oft fehlt. Teilweise sind die doch nicht einmal in der Lage Ihren Brief, egal ob es stürmt oder schneit, komplett in den Briefkasten zu stecken. Wo lassen Sie eigentlich den Brief, wenn diese Postentsorger bei Ihnen eine Sendung einwerfen der gar nicht für Sie bestimmt ist, der richtige Empfänger aber entfernt wohnt? Die unterhalten vor Ort nicht einmal eine Möglichkeit wo Reklamationen erfolgen können. Sind Sie nicht anwesend, an wie viele Zusteller sollen Sie eigentlich einen Nachsendungsantrag geben?

 

Eine Branche die sich gegen Mindestlöhne ausspricht und die Entlohnung über das Sozialamt für seine Mitarbeiter zumindest mit in Erwägung zieht, wird hier als Geschäftsmodell für die Zukunft angesehen. Wie motiviert können dann die Zusteller und die Mitarbeiter dieses Postdienstes sein? Ihre Hannoversche Volksbank, die gleich beim Start mit dabei sein wird, hat es eigentlich weit gebracht. Jahre hat man gebraucht, bis man diesen genossenschaftlichen Verein, mit kaum vorhandenen Mitgliederrechten, eine Existenz als Bank zubilligte und akzeptierte, strebte dann nach Zusammenlegung und Schließung zahlreicher Zweigstellen zu ernsthaften Größen, um jetzt zu einem Tante Emma-Laden abzudriften. So sieht heute ein Zukunftsmodell aus.

 

Den jetzigen Kompetenzträgern dieser Bank, die in vielen Fällen aus kleineren Bankeinheiten kommen, sind diese Einheiten wohl über den Kopf gewachsen, die kleineren überschaubaren Einheiten vertraut, und es wird jetzt damit begonnen der möglichen Sehnsucht nachzugeben und zu den Ursprüngen zurück zu kehren. Dann dürfen wir uns aber noch auf zahlreiche Überraschungen einrichten, denn die Mitarbeiter der Raiffeisenkassen früher verkauften im Frühjahr Saatgut, im Herbst Kartoffeln, im Winter Briketts, Dünger usw. und es konnte neben anderen Möglichkeiten Schaf, Ziege und Schwein gegen vorzeitiges Ableben versichert werden. Es gibt also noch ungeahnte Möglichkeiten die profitabel gestaltet werden können, ohne Briefmarken zu kleben.


Marginale Dividende für erfolgreichstes Jahr seit der Fusion

(2010-02-28)

 

Aus dem Jahresüberschuß von 11,37 Mio. Euro will die Bank,  wie im Vorjahr, nur eine Dividende von 5,5% zahlen, im Jubiläumsjahr 2010 kommt noch ein Bonus von 1,5% für 150 Jahre Hannoversche Volksbank hinzu. Dieser Bonus dürfte dann wohl erst im Folgejahr ausgezahlt werden? Die marginale Dividende bleibt somit gegenüber den Vorjahren unverändert, trotz Steigerung des Jahresüberschusses auf 11,37 Mill. Euro, Vorjahr 2,84 Millionen.

 

Was ist aus den vollmundigen Versprechungen geworden, dass nun alle Vorteile von der durchgeführten Fusion haben? Den Eigentümern bleibt davon jedenfalls nichts und die Kunden dürften wohl auch kaum eine Gebührenreduzierung erhalten haben oder sonstige Vorteile, die es bei den Mitbewerbern nicht auch und häufig besser gibt. Der Dividendenprozentsatz bewegt sich kaum im unteren Bereich langfristiger Anlagen und schon gar nicht in den Bereichen für ein unternehmerisches Risiko.

 

„Das 150-jährige Jubiläum bestimmt auch maßgeblich die Aktivitäten der Volksbank im laufenden Jahr. Im März macht ein Festakt den Anfang, gefolgt von vielen Aktionen für Mitglieder, Kunden und Hannoveraner.“ Die erwirtschafteten Erträge, aus Fusion und analog dazu aus dem Jahr 2010 und folgenden, werden wohl für volkstümliche Veranstaltungen für handverlesene Honoratioren und Wohltätigkeitsverteilung der Führungsriege ausgegeben werden, obwohl derartige Beträge bereits den jeweiligen Jahresgewinn reduzieren.

 

4.200 neue Mitglieder konnten nach der Presseerklärung der Hannoverschen Volksbank gewonnen werden. Damit wurde annähernd dann der Mitgliederschwund ausgeglichen, denn Ende 2008 hatte die Hannoversche Volksbank laut Geschäftsbericht 102.501 Mitglieder, jetzt rund 103.000 Mitglieder. Offensichtlich sind einige doch schlau geworden.

 

Wie dem ausgewiesenen Jahresüberschuß zu entnehmen ist, kommt letztendlich doch einiges zusammen, wenn man ständig mindestens ein Prozent weniger Zinsen zahlt als andere Anbieter auf dem Markt. Ca. 10,00 EUR bei 1.000,00 EUR Einlage/Jahr, da kommt schnell der Betrag für diese Minidividende zusammen, insgesamt wohl erheblich mehr, dafür ist dann das ausgewiesene Ergebnis wohl doch nicht so berauschend. Trotzdem ist man problemlos in der Lage den Gönner zu spielen, letztendlich kostet es den Verteiler nichts, damit die Honoratioren der Bank auch in den örtlichen Medien abgebildet werden, zumindest namentlich erwähnt. Mancher braucht dies offensichtlich.


Der democratische“ Stallgeruch ist schon lange dahin

(2010-03-14)

 

Wie wir dieser Tage unter anderem einem Artikel der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ entnehmen durften begeht die Hannoversche Volksbank ihr 150-jähriges Bestehen. Betrachtet man etliche Vorgänge bei dieser Bank dann lässt es sich nicht leugnen, dass die Hannoversche Volksbank in die Jahre gekommen ist und man kann der Bank bestätigen, dass in einigen Punkten auch über diese Jahre hinweg nichts dazu gelernt wurde. Eine Sorge kann man jedoch in rückwirkender Betrachtung dem ehemaligen hannoverschen König Georg V. heute zweifelsohne nehmen, denn für die 1860 erfolgte „argwöhnische Beäugung“ - „wegen democratischer Bestrebungen“ bestand wohl zu keiner Zeit eine Notwendigkeit, heute noch weniger als möglicherweise damals. Dieses Verständnis bereitet heute eher Anlass zur Sorge, eher Unverständnis. Was bei dieser Bank die Mitgliederrechte betrifft und damit das Demokratieverständnis, da hat man von den Gründervätern nichts gelernt und schon gar nichts übernommen. Es gibt weder das eine noch das andere bei dieser Volksbank, keine „democratischen Bestrebungen“ und schon gar kein Demokratieverständnis und dies obwohl reihenweise Vertreter der Politik in den Entscheidungsgremien dieser Bank sitzen, jahrzehntelang. Es wird nicht einmal der Versuch unternommen hier etwas zu ändern.

 

In einhundertfünfzig Jahren Volksbank hat man die Demokratie für die Genossenschaftsmitglieder nicht eingeführt, wenn, dann hat diese Generation der Kompetenzträger dies schon seit geraumer Zeit abgeschafft. Bei dieser Volksbank herrscht nicht die „Diktatur des Proletariats“ oder der Mitglieder dieser Genossenschaft, nein gewiss nicht, es herrscht dort die „Diktatur des Vorstands und des Aufsichtsrats“, der hin und wieder auch Wahlen geben lässt um über ein Feigenblatt zu verfügen. Haben Sie schon einmal Briefwahlunterlagen erhalten, Mitteilungen wann eine Wahl stattfindet und die nachvollziehbare Information auf welchem Weg Sie sich dort um eines der zur Disposition stehenden „Mandate“ bewerben können? Bekommen Sie als Genossenschaftsmitglied jedes Jahr einen ausführlichen Geschäftsbericht oder Informationen während des Geschäftsjahrs zum Verlauf? Kennen Sie den für Sie zuständigen und von irgendjemandem für Sie gewählten Vertreter? Hatten Sie selbst Gelegenheit diesen zu wählen? Die Liste der Unzulänglichkeiten kann beliebig weiter fortgeschrieben werden.

 

Nach dem Zeitungsartikel, der wohl in wesentlichen Teilen aus der Feder der Hannoverschen Volksbank stammen dürfte, verstanden die Gründer nichts „von Bourgeoisie, Klassenherrschaft und sozialistischer Revolution“, deren Nachfolger heute verstehen zumindest nichts von Demokratie und Informationspflichten gegenüber den Genossenschaftsmitgliedern. Wer kontrolliert eigentlich den „Moloch“ Volksbank? Allerdings war demnach der Gründer der Volksbanken, und hier wird nur Hermann Schulze-Delitzsch genannt, ein „Linksliberaler“. Liberales Gedankengut heute bei der Volksbank Hannover, diese Bänker gehen doch zum Lachen in den Keller und verschwenden keinen Gedanken an liberales Gedankengut. Wer erklärt denen was liberal bedeuten soll und kann?

 

Es ist schon bezeichnend für diese Bank, dass Friedrich Wilhelm Raiffeisen mit keiner Silbe erwähnt wird, denn dieser schuf zunächst Hilfsvereine mit rein karikativem Charakter, die sich zu Kassenvereinen mit Selbsthilfecharakter entwickelten. Im Gegensatz zu Schulze-Delitzsch wollte Raiffeisen die Selbsthilfe durch Staatshilfe ergänzt wissen. Die Hannoversche Volksbank erwähnt ihn vorsichtshalber erst gar nicht. Die heutige, nicht nachvollziehbare, Vergabe von „Almosen“ durch die Hannoversche Volksbank hat mit diesem Gedankengut nicht das Geringste zu tun. Die Hannoversche Volksbank hat aus der Geschichte der Genossenschaftsbewegung nichts gelernt und wenig übernommen.

 

Von diesem „democratischen Stallgeruch“ ist heute bei der Hannoverschen Volksbank nichts verblieben. Ein konservativ denkender und entsprechend operierender Bankenverbund der sich nach zahlreichen Zusammenschlüssen als erste Adresse für Mittelständler sieht und entsprechende Interessen vertritt, mit einem daraus begründeten Selbstverständnis, ohne liberale Züge, lässt und will keinen Platz für „democratischen Stallgeruch“.

 

Wozu benötigt diese Genossenschaftsbank ca. 100.000 Mitglieder, wenn deren Verständnis nur von einem kleinen elitären Kreis präjudiziert wird, am Nasenring vorgeführt, und von dort die Richtungsvorgaben vorgegeben werden? Ein demokratischer Meinungsaustausch mit den ca. einhunderttausend Genossenschaftsmitgliedern findet nie statt. Die ca. 240.000 Kunden werden dann in Meinungsumfragen nach einem prozentualen Schlüssel über ihre Kundenzufriedenheit befragt und gleichgeschaltet. Durften Sie schon einmal an einer Umfrage teilnehmen? Kennen Sie die Fragestellung? Das Ergebnis schon, soweit man dies für opportun hält. Nur wen wundern diese Ergebnisse und nach welchen Kriterien wurden die Befragten ausgesucht? Die Mitglieder und der Großteil der Kunden dient nur dem einen Zweck, der bevorzugten Klientel die Mittel zur Verfügung zu stellen die benötigt werden und den Geschäftsablauf im Sinne des Unternehmensselbstverständnisses reibungslos zu gestalten.

 

Die Mitglieder erhalten dieses Jahr eine Bonuszahlung von 1,5 Prozent, bezogen auf den Genossenschaftsanteil sind dies dann 4,50 Euro, vor Abzug der Steuern. Bei bescheidener Verwendung reicht dieser Betrag dann für ein Würstchen und ein Bier. Die Bank selbst hält Hof, 1.000 geladene Gäste fanden sich zu einem Festakt in der Staatsoper in Hannover ein. Im Jubiläumsjahr schaffte man den Jahreskalender für bevorzugte Kunden ab um Kosten zu sparen. Schulze-Delitzsch wird sich wohl im Grab umdrehen, wenn er dieses Genossenschaftsverständnis seiner Nachfolger heute betrachtet. Kleinkarierter Provinzialismus gepaart mit ansatzweisem Mäzenatentum in Verbindung mit höfischem Getue und dem Auftritt einer Großbank, eine gefährliche Mischung bei der die genossenschaftliche Demokratie keinen Platz finden wird.


Die Genossenschaftsmitglieder waren keine Erwähnung wert

(2010-03-17)

 

150 Jahre - ein guter Anfang. Wofür? Nach den Ausführungen der hauseigenen Anzeigenkampagne zur eigenen Selbstdarstellung wurde doch alles nur richtig gemacht. Wofür dann jetzt einen „guten Anfang“. Sollten doch Zweifel an irgendwelchen Erscheinungsformen vorhanden sein? Dann muss man wohl das betrachten was keine Erwähnung wert war. In dem Lobgesang unter „150 Jahre ein guter Anfang“ wurden, um nur ein Beispiel zu nennen, die Genossenschaftsmitglieder an keiner Stelle erwähnt. Also diesbezüglich kein guter Anfang, lediglich ein weiter so.

 

Diesen Stellenwert haben Sie als Genossenschaftsmitglied bei dieser Volksbank, nämlich keinen Stellenwert. Demnächst kommt dann aber der Volksbank-Truck bei Ihnen vorbei. Vielleicht bringt er Ihnen dann das Fähnchen auf das ein Konkurrenzunternehmen zurzeit laut Werbung verzichtet. Sie können dies dann zumindest in den Wind der Volksbank hängen, der dort derzeit gemacht wird.

 

Es ist schon bemerkenswert, 150 Jahre Hannoversche Volksbank und die Genossenschaftsmitglieder haben dabei keine Rolle gespielt, an denen vorbei und durch diese wurde offensichtlich nur der „Weg freigemacht“. 


Zwischen gut gemeint und gut klafft noch eine gewaltige Lücke

(2010-03-31)

 

Die „Börsen-Zeitung“ berichtete dieser Tage unter anderem: „Die Diagnose dürfte für die meisten Banken frustrierend gewesen sein: Die überwiegende Mehrheit der Kunden ist Umfragen zufolge nicht in der Lage, in der deutschen Bankenlandschaft zwischen besseren und schlechteren Kreditinstituten zu entscheiden. Die Geldinstitute, die sich seit Jahren so intensiv um die Privatkunden, vor allem die mit Geld, streiten, sind für diese nicht viel mehr als eine amorphe Masse mit mehr oder minder undurchsichtigen Angeboten, Zinssätzen und Beratungskosten. Das tut weh, besonders wenn man sich vor Augen führt, wie viel Geld in den vergangenen Jahren für Marketing ausgegeben worden ist.“

 

Bei der Hannoverschen Volksbank können Sie unter anderem beim Internetauftritt zu den Konditionen für Tagegeld lesen, dass Sie Ihrem Berater ansprechen möchten. Sehr transparent diese Darstellung. Zinssätze nach Würdigkeit der Person?

 

„Gleichwohl zeigten Stichproben immer wieder, dass zwischen gut gemeint und gut noch eine gewaltige Lücke klafft. Auch deshalb fehlt den Kunden der Glaube an die Integrität der Berater.“

 

Die Genossenschaftsbanken meinen es auch immer gut, ob mit uns oder mit sich selbst sei dahingestellt, zumindest merken die Mitglieder nicht viel davon, dass man es gut mit ihnen meint, denn Mitgliederrechte sind ein Fremdwort bei genossenschaftlichen Instituten.

 

Die Hannoversche Volksbank verschwendet auch mehr Energie darauf die „Sterne des Sports“ unter den ca. 800 Sportvereinen im Geschäftsgebiet zu suchen als nach Möglichkeiten ihren Genossenschaftsmitgliedern demokratische Anteile und Informationen zum Geschäftsablauf zu gewähren.


Politische Nachhilfe für die Führungsgremien der Volks- und Raiffeisenbanken

(2010-04-18)

 

Der ehemalige EU-Industriekommissar Verheugen wird Berater der Volks- und Raiffeisenbanken. Wie der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken mitteilte nimmt er seine Tätigkeit sofort auf, diese soll sich nach Verheugens Angaben auf die politische Beratung der Führungsgremien beschränken.

 

Bei den Volks- und Raiffeisenbanken sind ohnehin schon reichlich Politiker oder ehemalige Politiker in den Gremien vertreten die sich so offensichtlich als nicht ausgelastet betrachten und sich zu anderen Dingen noch berufen fühlen und sich bemühen möchten einen weiteren „Posten“ auszufüllen. Vielleicht sollte der ehemalige EU-Industriekommissar den Kompetenzträgern der Volks- und Raiffeisenbanken erläutern was die Mitglieder dieses Bankenverbundes unter Demokratieverständnis und Mitgliederrechten verstehen dürfen bzw. erwarten können. Vielleicht zunächst auch nur eine Begriffsdefinition? Bei einem ehemaligen Europapolitiker sollten die Erwartungen daran aber nicht allzu groß ausfallen, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Grundsätzlich betrachtet scheint die Nachhilfe aber dringend erforderlich zu sein.


Definition des Genossenschaftsbegriffs

(2010-05-16)

 

Es ist kaum zu glauben, aber es gibt offensichtlich noch Kompetenzträger im Genossenschaftsverband die wissen was eine Genossenschaft auszeichnen könnte.

 

So konnte der staunende Leser dieser Tage feststellen, dass nach Aussage des Vorstands des Genossenschaftsverbandes, die Attraktivität einer Genossenschaft, im Vergleich zu anderen Rechtsformen, darin besteht, dass es sich um eine einfache Konstruktion handelt. Sie ist demokratisch, weil jedes Mitglied, unabhängig von der Zahl der gezeichneten Anteile, nur eine Stimme hat. Sie ist flexibel, weil die Mitglieder, deren Haftung auf die Anteile begrenzt ist, unkompliziert ein- und austreten könnten. Obendrein bringt die Genossenschaft in Form der Dividende noch Rendite.

 

So könnte auch „Klein Fritzchen“ den Sinn einer Genossenschaft erläutern. Hier ist es aber die Terminologie eines hohen Kompetenzträgers des Genossenschaftsverbandes. Die Praxis sieht aber in der Regel anders aus.

 

Insbesondere empfohlen wurde die Gründung von sogenannten „Energiegenossenschaften“ zur Erzeugung von Solarstrom.

 

Es ist kein Wunder, dass bei einer Veranstaltung, Gründung von Energiegenossenschaften, zahlreiche Stadtoberhäupter erschienen, um die Möglichkeiten des Aufbaus einer dezentralen Energieversorgung auszuloten, denn die Kassen sind leer und aus eigener Kraft ist man nicht in der Lage einen entsprechenden Aufbau zu ermöglichen. Es ist aber eine unheilige Allianz die hier tätig wird. Politik und Volksbanken, beide reden nur von Demokratie, wenden diese aber in der Regel zumindest in diesem Bereich nicht an und sind ständig auf der Suche nach lukrativen Nebentätigkeiten und dem Geld anderer Leute, denen dann vorgeschrieben wird was diese mit ihrem Geld machen sollen.

 

Als Beispiel wurde eine „Bürger-Photovoltaik-Genossenschaft“ angeführt bei der je zur Hälfte mit dem Geld der Genossen und einem Kredit der Volksbank die Genossenschaft gegründet wird. Ein gutes Geschäft für die Volksbanken. Fünfzig Prozent Eigenkapital, zumindest auf dem Papier.

 

Welchen Einfluss haben aber die Genossen auf die Geschäftspolitik? Geht man von den Informationen aus die die Volksbanken ihren Genossen üblicherweise zur hauseigenen Geschäftspolitik zur Verfügung stellen, dann sind diese mehr als spärlich, ebenso wie die zugebilligten demokratischen Rechte, sofern diese überhaupt feststellbar sind. Die entsprechenden Dosen haben meist homöopathischen Charakter

 

Die Kompetenzträger und die Kontrollorgane dieser Genossenschaften dürften wohl auch durch einen handverlesenen Personenkreis aus Politik und örtlichen Wirtschaftsvertretern, mit entsprechender Interessenlage, besetzt werden. Zumindest könnte die Vorstellung so sein.

 

Sehen wir uns doch einmal nur die nun schon seit Jahrzehnten bestehenden Wohnungsgenossenschaften an, auch die Volksbanken sind als Beispiel gut geeignet.

 

Durch in Anspruch genommene Kredite, oft zinslos oder herunter subventioniert, in der Regel zweckgebunden und vergünstigt, Zuschüsse von Land, Bund und sonstigen staatlichen Stellen, auch verlorene Kredite, müssten die Wohnungen mittlerweile schuldenfrei sein, wenn man von dem fast überall vorhandenen aufgebauten Reparaturstau einmal absieht. Die Genossen, somit die Mieter, müssten eigentlich mittlerweile mietfrei dort wohnen dürfen, denn diesen gehören diese Objekte mittlerweile, da die Darlehn über die Jahre weitestgehend getilgt wurden. Nichts von alledem ist aber der Fall. Wo sind die Gelder geblieben, bzw. wie stehen diese in der Bilanz? Die Mieter zahlen immer noch ihre Miete in voller Höhe, obwohl ihnen ein Großteil der Wohnungen und Gebäude schon längst gehört.

 

Warum sollte es dann bei den Energiegenossenschaften anders laufen. Gezahlt wird wohl eine spärliche Dividende. Bei den Wohnungsgenossenschaften werden häufig vier Prozent, die Dividende der Hannoverschen Volksbank liegt meistens ein Prozent höher, ausgeschüttet, wenn sie nicht gerade 150-jähriges Bestehen feiert. Entscheidungen fallen außerhalb jeder Zugriffsmöglich- und Nachvollziehbarkeit für das einzelne Genossenschaftsmitglied. Bei den zur Gründung empfohlenen Genossenschaften werden die Volksbanken an den gegebenen Darlehen verdienen und es verstehen sich ihren Einfluss entsprechend zu sichern. Immer unter dem Hinweis der genossenschaftlichen Hilfestellung, ohne jegliche eigene Absichten und Hintergedanken. Die Informationen und Zugriffsmöglichkeiten werden ebenso spärlich sein wie die Dividenden. Vermutlich wird in den ersten Jahren gar keine Ausschüttung erfolgen, denn woher sollen kurz nach der Gründung Beträge kommen die ausgeschüttet werden können? Es werden aber neue Pöstchen, möglicherweise für die Vertreter der Volksbanken und der örtlichen Politik, geschaffen werden können, ebenso für die Lobby der örtlichen Handwerkerschaft, um dort reichlich Einfluss nehmen zu können auf die anstehenden Bauvorhaben. Alles unter dem Hinweis die eigene Fachkompetenz kräftig einzusetzen.

 

Wo liegen die steuerlichen Vorteile dieses Konstrukts, insbesondere wenn tatsächlich nennenswerte Ausschüttungen erfolgen sollten, was normalerweise gar keinen Sinn macht, denn zunächst sollten die Darlehn getilgt werden und die Mittel damit in der Genossenschaft verbleiben?

 

Was bekommt der einzelne Genosse zurück, wenn er seine Genossenschaft nach der reichlich bemessenen Kündigungsfrist „unkompliziert“ vorzeitig verlässt? Kann er diese überhaupt verlassen ohne ein neues Mitglied zu „liefern“? Genossenschaftsanteile steigen nicht im Wert wie eine Aktie. Für einen eingezahlten Euro gibt es einen Euro zurück. Hoffentlich letztendlich in Summe der Höhe seiner einmal geleisteten Einzahlung. Damit dürfte das Thema erledigt sein. Ein Genossenschaftsanteil wird wertmäßig nicht erhöht, auch nach einhundert Jahren steigt der Betrag nicht. Selbst wenn diese Genossenschaft noch so erfolgreich gewesen sein sollte, die erwirtschafteten Gelder verbleiben im Unternehmen. Ausgezahlt wird eine marginale Dividende die dem unternehmerischen Risiko und der langfristigen Kapitalanlage kaum entspricht.

 

Wie löst man aber die Genossenschaft auf, wenn nach Zeitablauf die installierte Anlage nicht mehr gefördert und damit möglicherweise uninteressant wird? Wer ermittelt den Endwert und wie viel bekommt der einzelne Genosse, wenn nur jeder eine Stimme hat und wie werden die stillen Reserven aufgelöst, wenn das Gesamtunternehmen an einen neuen Betreiber geht?

 

Kaufen Sie eine langfristige Anleihe liegen Sie im übersichtlichen Bereich mit festen Vorgaben, bei einer Aktie ohnehin mit entsprechenden Kursschwankungen, aber fast täglicher Verkaufsmöglichkeit. Die Energiegenossenschaften haben nur einen grünen Anstrich und werden nicht dadurch besser, dass diese von den Volksbanken gelobt und propagiert werden. Man sollte betrachten aus welchem Hause diese Idee kommt und wie man dort mit den Mitglieder- und demokratischen Rechten umgeht. Auch bei dieser Genossenschaftsform werden die es nicht besser können und wollen.

 

Diese Rechtsform ist kaum dafür geeignet wie hier vorgegeben tätig zu werden. Bauernfängerei wird hier betrieben, schwimmend auf der derzeitigen Woge, alles was offensichtlich der Umwelt dient muss gut sein, ebenso alles was einen sozialistischen Anstrich hat. Die Umweltarie hat bisher eigentlich allen nur Geld gekostet und den Immobilienbesitzern Wertverluste beschert. Geholfen hat es bis jetzt kaum, der Umwelt am wenigsten. Das Modell Energiegenossenschaft ist ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen. Gute Ideen sind gefragt, keine alten Hüte, auch wenn diese „nur“ 150 Jahre alt sind.


Bank oder Sozialverband

(2010-05-19)

 

Wie die Kundenzeitschrift der Hannoverschen Volksbank berichtete stattete die Hannoversche Volksbank eine neue Stiftung für regionales Engagement für soziale, kulturelle und sportliche Projekte mit einem Grundkapital von 500.000 Euro aus. Ein positiver Vorgang, sofern diese Stiftung nicht gezwungen ist das Stiftungskapital bei der Hannoverschen Volksbank anzulegen, denn dann dürfte sich dieses wohl nicht nennenswert vermehren bei den marginalen Zinsen die dort geboten werden und die möglichen Aktivitäten dürften dann entsprechend ausfallen. Die hauseigenen „Kinder“ werden dort hoffentlich nicht besser behandelt, wie die breite Masse? Vielleicht nimmt man damit dann aber endlich Abschied davon durch die Bank selbst als Sozialverbund aufzutreten und ist dann in der Lage sich den Dingen zu widmen die den geordneten Geschäftsablauf einer Bank dienlich sind.

 

Der Geschäftszweck einer Bank ist nicht die Unterstützung im Gießkannenformat für soziale Einrichtungen und Vereine aller Art. Wenn man über zu große Mittel verfügt sollten vielleicht die Gebühren für die Kunden und Mitglieder gesenkt oder die Zinssätze für die Einlagen erhöht werden. Die Zinssätze der Hannoverschen Volksbank müssen nicht zwangsläufig immer im unteren Drittel vergleichbarer Institute angesiedelt sein. Zinsen in erträglicher Höhe zu zahlen kann auch eine soziale Tat sein.

 

Eine Bank ist kein Sozialunternehmen und gegenüber Mitgliedern und Kunden ist beim Auftritt dieser Bank von einem sozialen Anstrich ohnehin wenig festzustellen. Offensichtlich hat man Probleme mit dem eigenen Image und versucht hierdurch die Stimmung zu verbessern? Die Genossenschaftsmitglieder warten schon seit Jahren auf elementare Mitgliederrechte und Informationsmöglichkeiten. Es muss eine klare Trennung von Geschäftstätigkeit und sozialem Engagement erfolgen. Das soziale Engagement muss nachvollziehbar sein und nach erkennbaren bekannten Regeln ablaufen. Es wird auch hier Geld der Mitglieder ausgegeben, nicht nur bei den gewährten Darlehn.

 

Es ist doch ein Unding, wenn in diesem Informationsblatt mitgeteilt wird, dass fünf „VR-mobile“ an gemeinnützige Vereine und Institutionen gingen. Der Vorgang an sich ist lobenswert, nur es lagen 40 Bewerbungen vor. Hat nun eine Verlosung stattgefunden oder nach welchen Kriterien wurde letztendlich der Gewinn verteilt? Wer hat darüber entschieden?

 

Dieser Tage konnte man in der Presse wieder lesen, dass von Bänken für Sportler bis hin zu Pferderennen milde Gaben von der Hannoverschen Volksbank verteilt wurden bzw. werden. Dies ist aber nicht die Aufgabe eines Kreditinstituts. Wenn man dort nicht nachvollziehbar erwirtschaftete Mittel unter das Volk verteilt, dann ist die Frage zu stellen wer dies bezahlt? Letztendlich der Kunde. Ich verteile meine Spenden aber lieber selbst und mache dies nicht dadurch, dass ich einem Sozialunternehmen mit angeschlossenem Bankbetrieb Mittel zur Verfügung stelle. Wenn dies so beabsichtigt ist, dann muss der Geschäftszweck geändert werden.

                               

Mein Genossenschaftsanteil ist heute noch genau so viel Wert wie vor ca. fünfundzwanzig Jahren als ich die Beträge einzahlte. Kündige ich diesen Anteil, dann bekomme ich das zurück, was vor Jahren hinterlegt wurde. Wertsteigerungen, und das Unternehmen Volksbank dürfte hoffentlich in diesem Zeitraum an Substanz gewonnen haben, verbleiben dort. Offensichtlich hat man nur meine Einlage dazu genutzt sich selbst als Wohltäter zu profilieren.

 

Woher kommen denn die 500.000 Euro die man großzügig in eine Stiftung einbrachte? Wurden die Mitglieder dazu befragt? Letztendlich hat man diese an Kunden und Genossenschaftsmitgliedern zunächst verdient. Man hat also gut gewirtschaftet. Offensichtlich so gut, dass es erforderlich ist den Gewinn durch diese Maßnahmen zu senken um nicht dafür auch noch Steuern zahlen zu müssen. Könnte es sein, dass man Genossenschaftsmitglieder und Kunden doch etwas „zu kurz“ hält? Man sollte sich irgendwann wohl doch entscheiden welcher Tätigkeit man nachgehen möchte, auch wenn man in Anbetracht des 150-jährigen Bestehens die Dividende um lächerliche zwei Prozent, entsprechend sechs Euro oder 0,04 Cent je Bestandsjahr, erhöht, einmalig, aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.


Wer Banken vertraut muss ein Esel sein“

(2010-06-09)

 

…so ein Kommentar zu einem Bericht der WirtschaftsWoche zum Thema „Deutsche vertrauen Sparkassen am meisten“.

 

Die Sparkassen genießen demnach bei 85 Prozent der Deutschen das größte Vertrauen, im Westen sogar mehr als im Osten (West: 87 Prozent, Ost: 78 Prozent).

 

Nur zweiter Sieger wird Ihre Volksbank mit 83 Prozent der Bankkunden. Wen interessiert heute aber noch ein zweiter Platz?


Hannover ein Standort für die neue DZ-Privatbank

(2010-06-13)

 

Der genossenschaftliche Finanzverbund will am Markt der vermögenden Privatkunden angreifen. Die Volks- und Raiffeisenbanken hätten unter ihren Bestandskunden ein Potenzial in der Größenordnung von 200 Mrd. Euro, wovon im Verbund selbst aber erst 15 Mrd. Euro betreut würden. Der große Rest liegt bei Wettbewerbern. „Das möchten wir ändern", sagte, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Managementholding DZ PB, im Interview mit der Börsen-Zeitung.

 

Die in Luxemburg ansässige Holding steuert und koordiniert die neu formierten, bisher auf das Großherzogtum, die Schweiz und Singapur verstreuten Private-Banking-Aktivitäten der Genossen.

 

Unter der Dachmarke „DZ Privatbank" geht die Gruppe im September mit Niederlassungen in zunächst drei deutschen Ballungszentren, Hannover, München und Stuttgart, an den Start. Der Businessplan sieht vor, die betreuten Kundenvolumina bis Ende 2016 auf 30 Mrd. Euro zu verdoppeln. Der Private-Banking-Markt ist umkämpft, aber auch enorm in Bewegung.

 

Konkurrenz somit aus dem eigenen Verbund? Die Erwartungen sind allerdings auch nicht gerade gewaltig, in über fünf Jahren von 15 auf 30 Mrd. Euro. Allerdings bei den Angeboten die der genossenschaftliche Verbund in der Regel seinen Kunden und Genossenschaftsmitgliedern macht, darf die Erwartung wohl auch in Grenzen liegen. Sollten der angesprochenen Klientel nun bessere Angebote gemacht werden? Bei den derzeitigen Zinssätzen und dem Risikoverständnis des Genossenschaftsverbundes dürften wohl eher die Überlegungen des angesprochenen Bereichs in andere Richtungen tendieren und eine andere Erwartungshaltung haben. Die derzeitigen Konditionen und Angebote werden bei den neuen Kunden wohl eher nur ein Grinsen hervorrufen.

 

Offensichtlich sucht „die Bank an Ihrer Seite“ eine andere Seite, nur diese kennt bisher so noch niemand. Paketdienst, Schreibwarenverkauf und Copy-Shop scheinen wohl doch nicht so gewinnträchtig zu sein, wie erwartet? Die Hannoversche Volksbank ist wohl für ihre „innovativen Ideen“ berüchtigt, daher wohl auch in diesem Fall für die neue Versuchsschiene prädestiniert? Oder traut man diesen nicht zu die eigenen Kunden im Griff zu haben, sollte die Hannoversche Volksbank etwa nur die Zweitbank für vermögende Kunden sein und man hätte dies seit Jahren nicht bemerkt?

 

Hoffentlich lässt man dann auch nicht noch die Kunden ziehen, die heute möglicherweise noch Erträge bringen? Dies würde allerdings voraussetzen, dass man dort auch diese Kunden kennt, was wohl bezweifelt werden darf, denn Onlinebanking, Automatenbank und häufiger Personalwechsel in den wenigen verbliebenen Filialen tragen nicht zur Kundennähe bei. Verwöhnt sind also die Kunden der Hannoverschen Volksbank mit Sicherheit nicht. Dies könnte sich dann allerdings negativ auswirken, wenn diesen dann bei der neuen Filiale der DZ-Privatbank, bei entsprechenden Transaktionen, zumindest ein Sitzplatz angeboten wird.


Abstand zwischen dem durchschnittlichen Überziehungszins und dem 3-Monats-Euribor ausgeweitet

(2010-06-16)

 

Ein Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Bremen antwortete diese Tage in einem Gespräch mit „Biallo.de“ unter anderem auf die Frage wie weit Markt- und Überziehungszinsen aktuell auseinander klaffen:

 

„Zieht man den Drei-Monats-Euribor als Vergleichsmaßstab heran, also den Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen, dann zeigt sich: Seit Oktober 2008, nach Ausbruch der akuten Finanzkrise, ist der Drei-Monats-Euribor um über vier Prozent gefallen. Die Zinssätze für Überziehungskredite sind aber gerade mal um durchschnittlich 1,7 Prozentpunkte gesunken.

 

In den Jahren 2003 bis 2006 lag der Abstand zwischen dem durchschnittlichen Überziehungszins und dem 3-Monats-Euribor ziemlich konstant bei knapp acht Prozentpunkten. Heute hat er sich auf 9,3 Prozentpunkte ausgeweitet.“


Überzogene Besetzung

(2010-06-21)

 

Wie dieser Tage der Wochenzeitung „Marktspiegel“ zu entnehmen war fand eine Vertreterversammlung der Hannoverschen Volksbank statt. Weitere namhafte Presseorgane der Region Hannover berichteten bisher nicht darüber. In diesem Bericht wurde ohnehin nur auf zwei Vorgänge bei dieser Versammlung eingegangen. Die anderen, sofern es welche gab, unterlagen wohl wie üblich der Geheimhaltung, man kennt diese Vorgehensweise des Unternehmens „Hannoversche Volksbank“.

 

Zum einen stimmten demnach die Vertreter zu einen zusätzlichen Jubiläumsbonus in Höhe von 1,5 Prozent auszuschütten, „einhellig“, wie in diesem Gremium wohl üblich. Weiter stimmten „anschließend die anwesenden Vertreter der Volksbank einer Satzungsänderung zu. Der Aufsichtsrat wird von bislang 18 auf künftig 15 Mitglieder verkleinert.“ Eine „gewaltige“ Reduzierung, offensichtlich war nur ein kleiner gemeinsamer Nenner möglich und durchsetzbar? Dies würde allerdings eine demokratische Meinungsbildung in diesem Gremium voraussetzen. Berichte dazu liegen nicht vor.

 

Drei Mitglieder mussten somit den Aufsichtsrat verlassen. Eines der Mitglieder stellte sein Wissen nun schon 33 Jahre diesem Gremium zur Verfügung, die anderen ausscheidenden Mitglieder gehörten 30 Jahre bzw. 20 Jahre dazu. Es kommen einem fast die Tränen bei dieser Nibelungentreue. Vielleicht hat man auch nur im Laufe der Jahre vergessen dass diese dabei waren? Welche konstruktiven Ideen konnten diese Mitglieder aber nach dieser langen Zugehörigkeit noch einbringen? Hoffentlich recht viele? Es steht aber zu befürchten, dass denen nach all diesen Jahren nicht mehr allzu viel eingefallen sein dürfte und der Gewöhnungseffekt griff.

 

Die angesprochene Zeitung schweigt sich darüber aus ob dies nun die ältesten Mitglieder waren bzw. auf welchen Zugehörigkeitsdurchschnitt die übrigen Mitglieder dieses Aufsichtsrats kommen, nach Angaben zum Altersdurchschnitt bedarf es keiner Frage, es darf geschätzt und vermutet werden, denn hierzu schweigt sich selbst die Internetseite der Hannoverschen Volksbank aus. Alters- und Zugehörigkeitsangaben gibt es nicht, natürlich auch nicht im spärlich bemessenen Geschäftsbericht. Auf der Internetseite stehen auch ohnehin noch achtzehn Mitglieder. Der Abgang ist offensichtlich gar nicht aufgefallen.

 

Es dürfte wohl zu befürchten sein, dass dieses Gremium sehr statisch besetzt ist. Dies hätte dann auch den Vorteil, dass deren Einflussnahme auf Vorstand und Geschäftspolitik sehr berechenbar sein dürfte, sollte dieser überhaupt vorhanden sein. Überraschungen liebt man in gewissen Bereichen nicht. Nur - vertreten diese Aufsichtsratsmitglieder nun wirklich die Interessen der Genossenschaftsmitglieder und üben die übertragenen Kontrollaufgaben wirkungsvoll aus? Direkt gewählt wurde keiner von diesen, Wahl erfolgte über Ihre „Vertreter“, und bei einer Mitgliedschaft über eine ganze Generation hinaus stellt sich auch die ergänzende Frage, ob dies sinnvoll sein kann. Wurden diese nun wirklich an anderer Stelle nicht benötigt? Es besteht doch wohl kein Erbrecht für diese Posten? Eine Wahl auf Lebenszeit dürfte wohl auch kaum in der Satzung stehen. Allerdings ist das Demokratieverständnis bei der Hannoverschen Volksbank ähnlich gelagert wie bei der katholischen Kirche.

 

Fünfzehn, vorher achtzehn Aufsichtsratsmitglieder kontrollieren vier Vorstände. Masse statt Klasse? Welche Vergütung wird den Aufsichtsräten gezahlt, gleiche Frage für die Vorstandsmitglieder? Angaben dazu gibt es nicht.

 

Die Deutsche Bank AG verfügt über zwanzig Aufsichtsräte und acht Vorstände und ist weltweit tätig. Bei der Deutschen Bank AG liegt die Bilanzsumme bei 1.500.664 Mio. EUR, die der Hannoverschen Volksbank beträgt 3.764 Mio. EUR. Eine Gemeinsamkeit besteht aber fast, Vorstand und Aufsichtsrat sind fast in gleicher Größe besetzt. Selbst der Genossenschaftsverband kommt nur auf eine Bilanzsumme von 173.000 Mio. EUR.

 

Einiges vielleicht doch ein bisschen überzogen?


Peanuts für die Genossen

(2010-07-17)

 

Haben Sie den aktuellen Geschäftsbericht für das Jahr 2009 schon angefordert? Eine bemerkenswert dünne Informationsschrift, dünn vom Informationswert und ebenso von der Seitenanzahl. Die Dividende war genau so dünn wie der Geschäftsbericht. Wenn Sie mit ebenso wenigen Informationen bei dieser Bank ein Darlehn beantragen, dann wird man Ihnen wohl etliche Hausaufgaben mit auf den Weg geben. Zu diesem Geschäftsbericht ist auch nur festzustellen, Thema verfehlt, Information nicht gelungen. Wie gehabt und wie gewollt. Zahlenfriedhof ohne erläuternde Informationen und Abläufe. Ein Geschäftsbericht einer namhaften Bank sieht anders aus.

 

Eine Information konnte allerdings diesem Geschäftsbericht entnommen werden: „Mitglieder der Hannoverschen Volksbank genießen Vorteile.“ Sehen wir uns dann näher an woraus diese bestehen, dann kann nur darüber gestaunt werden, dass es überhaupt gelang hierzu etwas auszuführen. Dementsprechend ist auch diese Information. Es ist schon gewaltig, dass unter den Vorteilen die viermalige Erscheinung und Zusendung des Mitglieder- und Kundenmagazins hervorgehoben wird. Dieses Mitgliedermagazin ist aber ebenso wenig informativ wie der Geschäftsbericht.

 

Dies ist aber nicht nur der einzige genannte Vorteil, es gibt sogar noch einen zweiten Vorteil. Man hält es kaum für möglich. Die Hannoversche Volksbank bietet den Mitgliedern jeweils eine besondere Veranstaltung oder Aktivität zu vergünstigten Konditionen an. Mit Sicherheit hat man diese nicht vorfinanziert oder verfolgt dabei andere geschäftliche Interessen. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern welche Veranstaltung beim letzten Mal angeboten wurde. Muss wohl ungeheuer interessant gewesen sein.

 

Bemerkenswert ist auch die Seite „150 Jahre Hannoversche Volksbank. Immer in Ihrer Nähe.“ Ein Vergleich mit früheren Jahren erfolgt, wohl aus vermeintlich guten Gründen, nicht. Da man hierin nun die Geldautomaten als „SB-Center“ aufführt bekommt man sogar „im flachen Land“ eine Flächendeckung hin. Trotzdem, je weiter es an den Rand des Einzugsgebietes geht, je leerer werden die Flächen. Man steht also nicht nur vor dem „SB-Center“, oft erreichbar an der Außenseite eines kleinen Supermarkts, im Regen, hat dafür aber die Volksbank, ohne Regenschirm, an seiner Seite.

 

Interessant ist der Gewinn der Hannoverschen Volksbank: 11.364.944,18 EUR, gegenüber 2.836.872,96 EUR im Vorjahr.

 

Ausgeschüttet wurden hiervon ca. 3.341.960,99 EUR, entsprechend ca. 29,4 Prozent. Trotz Jubiläumsbonus eine peanatsartige Ausschüttung, denn nach Unterteilung auf ca. 102.000 Mitglieder, mit nicht genannter Anteilszahl, verbleiben geringe Teilbeträge. Bei den gezahlten Steuern in Höhe von 4.601.738,22 EUR, gegenüber minus 564.109,64 im Vorjahr, dürften die Geschäfte einiges gebracht haben, denn die Zinsaufwendungen sanken beträchtlich, bei gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden. Die gewährten Zinsen sanken also kräftig.

 

Eine Bank mit einer Bilanzsumme von fast vier Milliarden Euro liefert einen Geschäftsbericht ab, wie ein „Tante Emma-Laden“. Im Geschäftsbericht aufgeführte Zahlen in Art der Überschussrechnung mit einigen Konten zur nichtssagenden Unterteilung. Es ist ein Witz über den kaum gelacht werden kann. Es ist schon eine grobe Missachtung der Informationsrechte der Genossenschaftsmitglieder, wenn hier, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, weder Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats und schon insgesamt keine Angaben zu den Personalkosten gemacht werden, nicht einmal das Sachanlagevermögen wird erläutert.

 

Wann wird der Gesetzgeber endlich tätig werden und diese Vorgehensweise unterbinden? Peanuts für die Genossen, bei Dividende und vor allen Dingen bei der Information.


Volksbelustigung mit der Volksbank

(2010-07-24)

 

Die Hannoversche Volksbank als Hauptsponsor hat die Finanzierung des Festes bis 2013 bereits zugesagt. Rund 1.000 Zuschauer haben sich beim Seh-Fest an der Parkbühne eingefunden, berichtete die örtliche Presse. Freiluftkino in Hannover, die Hannoversche Volksbank war wieder dabei.

 

Gießkannenartiges Sponsorentum, vielleicht auch nur „keine Feier ohne Meier.“ Geld oder wofür es ausgegeben wird scheint bei der Hannoverschen Volksbank ohnehin keine Rolle zu spielen.


Milde Gabe für Bundesligafußball

(2010-08-06)

 

„Die Hannoversche Volksbank bleibt weitere vier Jahre Partner von Hannover 96 und setzt das erfolgreiche Co-Sponsorship auch in Zukunft fort. Bereits in den vergangenen drei Jahren war die Hannoversche Volksbank als Co-Sponsor bei 96 engagiert und hat u. a. sehr erfolgreich die gemeinsame 96-BankCard für alle Fans des Clubs eingeführt. Vermittelt wurde die Vertragsverlängerung vom 96-Vermarkter SPORTFIVE. Das neue Sponsoringpaket umfasst u. a. umfangreiche Stadionpräsenzen, eine Loge sowie die gemeinsame 96-BankCard.“

 

Soweit die Pressemitteilung. Eine unvollständige Mitteilung, denn die wesentliche Größe fehlt. Welche Beträge werden hier fließen? Wie man die Hannoversche Volksbank kennt wird von dort auch keine informativere Mitteilung erfolgen. In der Regel spendet die Bank den Sportvereinen häufig Beträge um einige hundert Euro, vermutlich wird es hier wohl etwas mehr sein? Die Mitglieder der Genossenschaftsbank sollten erfahren, wo ihre Gelder bleiben bzw. wie großzügig vorgegangen wird und nach welchen Kriterien die Vergabe erfolgt. Wofür benötigt die Hannoversche Volksbank eine Loge im Stadion?

 

Hannover 96 spielt immerhin noch in der ersten Liga, der Standort der Hannoverschen Volksbank ist da nicht so klar definiert, trotz gießkannenartigem Sponsorentum. Warum geht man hier Verpflichtungen über Jahre ein, während anderen Institutionen nur von Fall zu Fall Beträge überlassen werden?


Zinsgestaltung der Hannoverschen Volksbank

(2010-08-16)

 

„HAZ.de“ berichtete unter anderem auch über die Zinsgestaltung der Hannoverschen Volksbank, insbesondere über den derzeit rekordgroßen Abstand zwischen den Einlagenzinsen auf der einen Seite und den Kreditzinsen auf der anderen: „So verlangt die Volksbank für eingeräumte Kredite auf dem Privatgirokonto 13,5 Prozent, bei Überziehung des eingeräumten Kreditspielraums werden sogar stolze 18,5 Prozent fällig. Demgegenüber zahlt die Bank ihren Kunden etwa für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist nur 0,25 Prozent Zinsen. Selbst bei längeren Festlegungsfristen und größeren Beträgen bleibt der Zins für Spar- oder Termingelder in der Regel deutlich unter einem Prozent. Damit steht die Hannoversche Volksbank jedoch nicht allein.“

 

Einen Ratenkredit vergibt die Volksbank schon ab knapp 7 Prozent, Baukredite demnach mit effektiven Zinssätzen von teils unter 3 Prozent.

 

„Der durchschnittliche Zinssatz für Kredite auf dem laufenden Konto betrug laut Bundesbank zuletzt 10,13 Prozent und war damit nur etwa 1,5 Prozentpunkte niedriger als Mitte 2007. Damals jedoch mussten die Banken selbst noch 4 Prozent bezahlen, wenn sie sich bei der Europäischen Notenbank über die so genannte Hauptrefinanzierungsfazilität Geld beschaffen wollten oder mussten. Heute liegt dieser Zinssatz jedoch voll drei Punkte niedriger bei einem Prozent.“


Die Hürden für die Benennung von Aufsichtsräten sind niedrig angesetzt

(2010-09-09)

 

Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ „geht die Finanzaufsicht gegen inkompetente oder unzuverlässige Aufsichtsräte von Banken vor. In insgesamt zehn Fällen nutzt die Aufsichtsbehörde ihre neuen Kompetenzen sogar dazu, Kontrolleure aus dem Amt zu entfernen.“

 

„Seit August 2009 muss die BaFin auch die Ernennung neuer Aufsichtsräte absegnen. Diese müssen anhand ihrer Lebensläufe nachweisen, dass sie „Sachkunde“ mitbringen. Das Kreditwesengesetz schreibt unter anderem vor, dass sie in der Lage sein müssen, die Geschäfte der Bank zu verstehen und Risiken zu beurteilen.“

 

„Kritiker hatten der Regierung vorgeworfen, dass „Sachkunde“ eine zu schwache Anforderung sei.“

 

Die Hürden für die Benennung von Aufsichtsräten sind somit niedrig angesetzt.

 

2010-09-17

Die Volks- und Raiffeisenbanken gehören zu den Kreditinstituten im Sinne des § 1 Absatz 1 Kreditwesengesetz (KWG) und unterliegen deshalb gemäß § 6 KWG der Aufsicht durch die BaFin.


Zweistellige Zinsen bei Dispokrediten

(2010-09-18)

 

Ein Großteil der deutschen Banken verlangt für einen Dispokredit zweistellige Zinsen von ihren Kunden. So auch laut „test.de“ die Hannoversche Volksbank.

 

„Faz.de“ berichtete unter anderem, dass neben der Santander Consumer Bank auch das deutsche Privatkundengeschäft der an die Crédit Mutuel verkauften Citibank mit einem Jahreszinssatz von knapp 17 Prozent die höchsten Preise für die Überziehung des Girokontos verlangen.

 

Die beiden Institute stehen jedoch nicht alleine, denn auch einzelne Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken langen nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest kräftig zu. Die Sparkasse in Münden und die Raiffeisenbank Gefrees berechnen ihren Kunden Dispozinsen von knapp 15 Prozent jährlich.

 

Laut „test.de“ beträgt bei der Hannoverschen Volksbank der Zinssatz des Dispositionskredits 13,5 Prozent, der Zinssatz des geduldeten Überziehungskredits 18,5 Prozent.


Allmählich gelangt man in die Nähe des Negativzinses

(2010-09-24)

 

Dieser Tage versandte die Hannoversche Volksbank wieder einmal einige Ihrer Kontoauszüge. Nein, nicht die aktuellen, nur die mit dem Kontostand per 30.06.2010. Im Zeitalter der elektronischen dezentralen Datenverarbeitung geht dies nicht schneller. Eigentlich war es auch ohnehin nur eine Mitteilung, dass die Guthabenzinsen weiter reduziert wurden. Allmählich gelangt man in die Nähe des Negativzinses. Warten wir ab, die Richtung ist zumindest vorgezeichnet und man arbeitet seit längerem daran. Gerüchtemäßig sollen nur in Japan die Zinssätze noch niedriger sein.

 

Beim Tagesgeld.direkt zahlt Ihre Volksbank jetzt 0,850 Prozent an Zinsen. Beim persönlichen Anlagekonto 0,450 Prozent, aber erst ab 9.999,00 EUR Einlage bis einschließlich 24.999,00 EUR, danach gibt es dann einen Schnaps obendrauf, 0,100 Prozent, bzw. 0,200 Prozent ab 50 TEUR.

 

Die Kontoauszüge kommen wahrscheinlich deshalb so spät, weil es so lange dauert ständig neue Zinssätze zu programmieren, vor allen Dingen dürften diese Anlagen größere Dinge gewöhnt sein und nicht Zinssätze in homöopathischen Dosierungen.

 

Demnächst werden die Portokosten für den Versand des Kontoauszuges höher sein als die darin ausgewiesenen Zinsen.

 

Betrachten Sie durchaus auch einmal die Zinssätze der anderen Banken. Diese sind zwar auch nicht so gewaltig, zumindest aber doch noch jenseits der Null-Komma-Fast-Nichts-Grenze. Laut einer Aufstellung von T-Online lagen bei anderen Banken am 21.09.2010 die Zinssätze für Tagegeld wie nachstehend folgt. Eine Volksbank ist in dieser Aufstellung natürlich nicht dabei. Vielleicht sollte dies doch zu denken geben?

 

Erinnern Sie sich noch? Laut „test.de“ beträgt bei der Hannoverschen Volksbank der Zinssatz des Dispositionskredits 13,5 Prozent, der Zinssatz des geduldeten Überziehungskredits 18,5 Prozent. Volksbank - die Bank an Ihrer Seite, vielleicht nur an Ihrem Portemonnaie?

 

 

Institut

Rendite

Bank of Scotland

2,20 %

DAB Bank

kostenloses Depot-Konto

2,10 %

GE Capital Direkt

2,10 %

Volkswagen Bank direct

2,00 %

ING-DiBa **)

2,00 %

comdirect bank

2,00 %

NIBC Direct

2,00 %

Bankhaus August Lenz

nur mit Girokonto

1,89 %

Akbank N.V.

1,85 %

Santander Direkt Bank

1,75 %

GarantiBank

1,75 %

OYAK ANKER Bank

1,70 %

Ziraat Bank

1,70 %

DKB Dt. Kreditbank

kostenloses Girokonto mit Kreditkarte

1,65 %

SKG Bank

kostenloses Girokonto mit Kreditkarte

1,65 %

1822direkt

1,60 %

CosmosDirekt

1,60 %

Barclays Bank

New Double Kreditkarten-Konto; im 1. Jahr kostenfrei

1,50 %

Hanseatic Bank

1,50 %

Santander Consumer Bank

1,50 %


 

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